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Eine Leiche auf Abwegen Kriminalroman

Samuel Hoenig (2)

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CHF 11,00*
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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-18644-9

Erschienen:  15.01.2018
Dieser Titel ist lieferbar.

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Wer hat den unbekannten Ehemann ermordet?

Samuel Hoenig, ein besonders logisch und rational denkender Mensch, hat seine spezielle Persönlichkeit zum Beruf gemacht: Er beantwortet Fragen, und das sehr erfolgreich – bislang ist er keinem seiner Kunden eine Antwort schuldig geblieben. Doch als eine Dame ihn damit beauftragt, die Identität des Mannes herauszufinden, der sich als ihr Ehemann ausgibt, ist Samuel ratlos. Was die Ehe und zwischenmenschliche Beziehungen betrifft, ist er eher unbewandert. Als Samuel den vermeintlichen Gatten jedoch tot in seinem eigenen Büro auffindet, steht er plötzlich vor einer gänzlich anderen Frage: Wer hat den unbekannten Ehemann getötet?

Website von Jeff Cohen

Blog von Jeff Cohen alias E.J. Copperman

Der Autor auf twitter.com

Montags bloggt der Autor auf heydeadguy.typepad.com/heydeadguy/

Samuel Hoenig

Bitte beachten Sie, dass zwecks Vollständigkeit ggf. auch Bücher mit aufgeführt werden, die derzeit nicht lieferbar oder nicht bei der Verlagsgruppe Random House erschienen sind.

Jeff Cohen (Autor)

Jeff Cohen, aufgewachsen in New Jersey, ist ein schriftstellerischer Tausendsassa. Als Reporter schrieb er u.a. für die New York Times, Entertainment Weekly und USA Today, er arbeitete als Lehrer, Redakteur und Drehbuchautor und veröffentlichte zwei Sachbücher über das Asperger Syndrom. In seinen Kriminalromanen, die sich in den USA bereits über 100.000mal verkauften, bringt Jeff Cohen seine Leser gern zum Lachen, während er ihnen reihenweise Verdächtige präsentiert und sie auf falsche Fährten lockt.

Aus dem Amerikanischen von Bernd Stratthaus
Originaltitel: The Question of the Unfamiliar Husband (Samuel Hoenig 2)
Originalverlag: Midnight Ink., Woodbury 2015

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-18644-9

€ 8,99 [D] | CHF 11,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blanvalet

Erschienen:  15.01.2018

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Tanzt aus der Reihe ...

Von: Thomas Lawall Datum: 17.03.2018

www.querblatt.com

Samuel Hoenig hat ein Problem. In gewisser Weise. Das Problem ist, dass er sich gar nicht mit Problemen befassen will (und es in jenem speziellen Fall auch gar nicht kann). Lösen kann er sie schon gar nicht, weshalb er sein Unternehmen dementsprechend benannt hat. Es nennt sich "Fragen beantworten". Für alle Leserinnen und Leser, die Samuels ersten "Fall" bereits kennen, ein alter Hut.

Für den Rest der Leserschaft aber ebenso neu wie erstaunlich, denn schnell wird klar, dass Jeff Cohen hier eine Geschichte aufrollt, die sich von anderen des Genres grundlegend unterscheidet. Dem aufmerksamen Beobachter wird aber ebenso schnell auffallen, dass der Klappentext die Wahrheit etwas verdreht. Der schon genannte Fall kann ja eigentlich gar kein solcher sein, denn bereits auf Seite 21 lässt der Autor seinen Hauptdarsteller ausführen, dass er nicht nur keine Probleme lösen möchte, sondern auch keineswegs daran denkt, irgendwelche "Fälle" zu übernehmen. Er beantwortet lediglich Fragen.

Allein die Bemühungen, dies seiner "Kundschaft" klar zu vermitteln, bereitet ein ungewöhnliches Lesevergnügen. Deren Abschweifungen und Sonderwünschen begegnet Samuel mit einer geradezu selbstverständlichen Vehemenz und Beharrlichkeit seine ganz klar definierten Ansichten betreffend, was er nicht zuletzt einem gewissen Syndrom zu verdanken hat. Herr Dr. Asperger hätte seine Freude daran.

Der Wiener Kinderarzt (*18. 2. 1906; †21. 10. 1980) ging nicht unbedingt davon aus, dass es sich um eine Krankheit im üblichen Sinne handelt, eher von einer Abweichung der Norm. Samuel Hoenig ist selbstverständlich ähnlicher Ansicht und er dreht den Spieß sogar um. Er definiert sich als "Träger einer neurologischen Besonderheit", weshalb auch nicht er ein Mensch mit seltsamen, unverständlichen Verhaltensweisen ist, sondern alle anderen!

Aus diesen scheinbar unüberbrückbaren Gegensätzen ergibt sich eine ganze Reihe urkomischer Situationskomik, indem Samuel jedes Wort und jeden Satz wörtlich nimmt. So nebenbei entlarvt er unsinnige Redensarten, die wir im tagtäglichen Sprachgebrauch längst übernommen haben, ohne den eigentlichen Sinn und Zweck einmal zu hinterfragen.

Das Angebot, ihm den "Rücken freizuhalten", kann er beispielsweise weder verstehen noch nachvollziehen und antwortet auf die entsprechende Frage mit der für ihn ganz selbstverständlichen Logik: "Meinen Rücken? Sollte ich nicht nach vorn gehen?" Unbegreiflich sind ihm auch Dinge wie ein trockener Martini, denn wie sollte eine Flüssigkeit "trocken" sein?

Auf Minenspiel reagiert er gar nicht und zwischenmenschliche Interaktionen sind ihm ebenso unbegreiflich. Freundschaften einzugehen ist ihm nicht möglich, wobei der Begriff "Ehe" in diesem Zusammenhang den Gipfel der Unverständlichkeit darstellt. Dass starke Gefühle für einen anderen Menschen existieren und man dann auch noch sicher ist, "dass er oder sie jeden verbleibenden Moment des eigenen Lebens dem anderen widmen möchte", ist "irrational und unwahrscheinlich" (was die Scheidungsrate bestätigt).

Seine Beobachtungsgabe ist deshalb frei von jeder Emotion und damit ungestört sachbezogen. Für unabdingbare Dinge im emotionalen Bereich hat er ja seine Mitarbeiterin Janet Washburn, die ihm die eine oder andere Hilfestellung im Dschungel der Gefühle jener Personen leisten kann, die es im Rahmen seiner Ermittlungen, die letztlich zur Beantwortung einer bestimmten Frage führen sollen, zu verstehen gilt.

Seine Hauptperson charakterisiert Jeff Cohen durch einen ebenso kauzigen, wie spitzfindigen Schreibstil, der zudem nicht nur umständlich und verschraubt wirkt, sondern regelrecht aus der Amtssprache abgeleitet wirkt und herrlich verstaubte Formulierungen ("Dieser Möglichkeit eingedenk ...") ebenso berücksichtigt. Im Gegensatz dazu steht Samuel Hoenigs hochmodernes Arbeitsgerät. Die allzu oftmalige Erwähnung des Markennamens grenzt an Schleichwerbung.

"Sie haben wirklich Nerven", könnte man ihm vorwerfen. Samuel würde auch das befremden, denn schließlich haben die alle Menschen. Es kommt sehr oft vor, dass man an solchen Stellen eine spontane Denkpause einlegen muss. Die nächste Floskel im realen Leben wird dann womöglich vorab erst einmal auf die Goldwaage gelegt ...

Jeff Cohen hat also ein ebenso nicht alltägliches wie nachhaltiges Szenario entworfen und wer auf der Suche nach einem völlig aus der Reihe tanzenden Kriminalroman ist, wird mit "Eine Leiche auf Abwegen" fündig werden.

Agentur " Fragen beantworten"

Von: Literaturwerkstatt-kreativ / Blog Datum: 15.03.2018

www.literaturwerkstattkreativblog.wordpress.com

„Literaturwerkstatt- kreativ“ stellt vor:
„Eine Leiche auf Abwegen“ von Jeff Cohen

Samuel Hoenig

Eine Leiche riskiert Kopf und Kragen
Eine Leiche auf Abwegen

Samuel Hoenig betreibt die Agentur „Fragen beantworten“. Aufgrund seines Asperger-Autismus ist er ein sehr rational und logisch denkender Mensch und das kommt ihm bei seiner Arbeit sehr entgegen. Denn, seine Agentur beantwortet „Fragen“ und das bisher sehr erfolgreich, bislang ist Samuel keinem Kunden eine Antwort schuldig geblieben.

Eines Tages kommt Sheila McInerney in seine Agentur und stellt ihm die Frage: „Wer ist der Mann, der behauptet mein Ehemann zu sein ? “Nun gehen Samuel und seine Assistentin Janet Washborn der Frage auf den Grund. Schnell stellen sie aber fest, das die Frage gar nicht so einfach zu beantworten ist. Das ganze spitzt sich dann noch zu, als der vermeintliche Ehemann bei Samuel Hoenig tot im Geschäft liegt.


Fazit:

„Eine Leiche auf Abwegen“ ist der zweite Band der Reihe und kann – ohne Verständigungsprobleme – unabhängig vom ersten Teil gelesen werden.
Der Roman wird aus der Perspektive des Protagonisten Samuel Hoenig erzählt, es kam mir jedoch bei manchen Passagen so vor, als würde ich Tagebuchaufzeichnungen lesen. Vor allem dann, wenn er von seinem Autismus erzählt. Ansonsten ist der Roman leicht und flüssig zu lesen mit angenehmen Humor gewürzt, der mich des Öfteren schmunzeln ließ. Sehr angenehm fand ich auch, das der Autor ohne viel Blutvergießen ausgekommen ist. Eine richtig tolle und kreative Idee von Jeff Cohen ist, das Samuel jede Person die er neu kennen lernt, nach ihren Beatles-Lieblingssongs befragt, um diese Personen dann in bestimmte Kategorien einordnen zu können.

„ „Was ist ihr liebster Beatles-Song ?“ fragte ich ihn. Er zögerte nicht, was ein Zeichen für eine Person war, die sich nicht leicht von einer unerwarteten Frage aus der Bahn werfen ließ. „Dr. Robert“, antwortete er. Workaholic.“

Ein Hingucker ist auch das schöne nostalgische Cover, was eher auf einen Krimi aus den 50/60er Jahren schließen lässt.

Mir hat es auf jeden Fall viel Freude bereitet mit Samuel Hoenig und Janet Washborn auf Spurensuche zu gehen. Ein sehr interessantes Ermittlerduo !!!

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