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Eine kurze Geschichte von Gehirn und Geist Woher wir wissen, wie wir fühlen und denken

Kundenrezensionen (8)

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-11409-1

Erschienen: 12.09.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

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Von der Steinzeit bis heute – eine unterhaltsame und kenntnisreiche Geschichte der Hirnforschung

In den vergangenen Jahrhunderten mussten die Wissenschaftler, die unser Gehirn erforschten, ihre Konzepte immer wieder verwerfen – was einmal glanzvoll bewiesen schien, galt bereits wenig später als widerlegt. Und auch heute nehmen die offenen Fragen eher zu als ab – können wir unser Gehirn überhaupt verstehen? Und woher wissen wir, wie wir fühlen und denken?

Der vielfach prämierte Wissenschaftsautor Matthias Eckoldt nimmt uns mit auf einen anregenden und kenntnisreichen Streifzug durch die Geschichte des Gehirns und seiner Erforschung, die von der Steinzeit bis ins heutige Internetzeitalter reicht, vom »Lebensgeist« der Griechen bis zu Spiegelneuronen und modernen Netzwerktheorien.

"Das Gehirn und seine Metaphern" - Rezension auf tell-review.de

"Was für ein erhellendes Buch!"

Gerald Hüther

Matthias Eckoldt (Autor)

Matthias Eckoldt, 1964 in Berlin geboren, studierte Philosophie, Germanistik und Medientheorie. Er veröffentlichte Romane, Fachbücher und Essays, zuletzt Die Intelligenz der Bienen (zusammen mit dem Neurowissenschaftler Randolf Menzel) sowie den Gesprächsband Kann das Gehirn das Gehirn verstehen? über die Hirnforschung und die Grenzen unserer Erkenntnis. Des Weiteren verfasste Eckoldt mehr als fünfhundert Radiosendungen zu kulturphilosophischen und naturwissenschaftlichen Themen. Für seine Arbeit wurde er unter anderem mit dem idw-Preis für Wissenschaftsjournalismus ausgezeichnet. Zurzeit lehrt Eckoldt als Schreibdozent an der FU Berlin.

"Was für ein erhellendes Buch!"

Gerald Hüther

»Das Buch ist eine lehrreiche Parforcetour durch die Geschichte der menschlichen Selbsterkenntnis.«

Gehirn und Geist (01.01.2016)

Ein Sachbuch, das durch einfache und schöne Sprache besticht und fesselt (...). Eine zutiefst menschliche Geschichte mit einem überraschenden Ende.

natur (18.11.2016)

"Eine amüsante Zeitreise. (...) Aus schwerer Materie (wird) eine fast leichte Lektüre, bei der sich Appetit auf Nachschub einstellt."

Health&Care Management (26.09.2016)

23.05.2017 | 18:00 Uhr | Berlin

Gespräch und Vortrag

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Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Jägerstraße 22/23
Einstein-Saal
10117 Berlin

13.07.2017 | 19:30 Uhr | Hamburg

Gespräch und Vortrag

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Boysen + Mauke OHG
Burchardstraße 21
20095 Hamburg

Tel. 040/44183-182, hamburg@schweitzer-online.de

eBook (epub)
mit Abbildungen

ISBN: 978-3-641-11409-1

€ 11,99 [D] | CHF 14,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Pantheon

Erschienen: 12.09.2016

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Paperback)

historische, biologische, philosophische und moderne Zugänge

Von: Eva-Maria Obermann Datum: 24.03.2017

buchblog.schreibtrieb.com/eine-kurze-geschichte-von-gehirn-und-geist-woher-wir-wissen-wie-wir-fuehlen-und-denken-matthias-eckoldt

Angefangen bei den ersten Überlegungen zum Sitz der menschlichen Gedanken in der Antike bis zur modernen Überlegung, wie künstlich unser Gehirn ist und wie natürlich eine Maschine wirken kann geht das Buch die verschiedenen Stationen der Hirnforschung durch. Den Anfang machen Knochenfunde, die belegen, dass bereits in grauer Vorzeit Operationen an Kopf und Gehirn vorgenommen wurden, die von den Patienten überlebt wurden. Dabei galt der Kopf lange nicht als Sitz des Geistes. Die Sinneswahrnehmungen von Sehen, Hören, Schmecken wurden schnell dort lokalisiert – immerhin sitzen am Kopf praktischer Weise auch Mund, Ohren, Augen, Nase – das Denken selbst wurde unabhängig davon betrachtet.
Interessant war für mich, wie lange sich die Vorstellung einer gasförmigen Substanz hielt, die die „Seele“ oder den beseelten Geist beinhalten sollte. Dort glaubte man Denken und Fühlen. Durch die kirchlichen Normen geprägt, war die Abkehr dieser körperlichen Ausprägung der Seele so lange undenkbar, dass auch die, die sich schließlich über das Gesetzt hinwegsetzten und Leichen sezierten, mit dem Gehirn vor ihrer Nase nicht von der Idee abbringen ließen. Beeindruckend am Buch finde ich, wie wertfrei der Autor an die einzelnen Schritte der Geschichte herangeht. Die kirchlichen Doktrinen, die der Forschung lange im Weg standen – ihr vielleicht immer noch im Weg stehen – werden keiner modernen Kritik ausgesetzt. Es war eben so, Punkt. Diese Sicht macht es wesentlich einfacher, den Forschungen zu folgen, als eine Zusammenfassung, die jeweils die Umstände verteufelt, statt sich auf die Ergebnisse zu konzentrieren.
Elementar beim Verständnis von Gehirn und Geist, das macht der Autor immer wieder klar, ist die Technisierung, die immer wieder neue Metaphern für das hochkomplexe Gebilde unseres Gehirns liefert. Wie viel Elektrizität ins uns steckt, wie viel davon in Wirklichkeit Chemie ist, wie viel wir immer wieder überwerfen müssen, weil das bisher gedachte einfach falsch war. Staunend habe ich dieses Buch gelesen und war immer wieder beeindruckt. Von den Forschern, aber umso mehr von unserem Gehirn, unserem Wesen, das immer noch zu weiten Teilen im Dunkeln liegt, weil wir abermals an einem Punkt angelangt sind, an dem wir den aktuellen Grenzwert erreicht haben. Bis hierher und nicht weiter – jedenfalls momentan. Mit jedem weiteren Tag, jedem Fortschritt, jeder Entdeckung, jedem neuen Stück Technik kann sich auch sofort wieder die Vorstellung unseres Gehirns verändern. Vom Aufnahmepunkt der Sinneneindrücke bis zur Datenzentrale, dem Internetknotenpunkt unseres Körpers.
Beeindruckend fand ich auch, dass der Autor nicht etwa Biologe ist. Matthias Eckoldt hat Philosophie, Germanistik und Medientheorie studiert. Dennoch – oder gerade darum – findet er die richtigen Worte, um die komplexen Forschungsschritte so zu erklären, dass sie verständlich werden. Fehlen darf dabei dann auch nicht die Entdeckungen von Broca und Wernicke, die Germanistikstudenten wie Biologiestudenten zumindest einmal kennen gelernt haben sollten. Hier zeigt sich auch wie ausgefeilt unser Gehirn ist. Während Broca ein Areal lokalisierte, das für das Zustandebringen zusammenhängender Sätze, also die grammatikalische Einbettung – nicht aber für das Verstehen von Sprache und Worten – zuständig ist, entdeckte Wernicke einen Bereich, bei dessen Störung Sprache zwar noch reproduzierbar ist, aber ohne Sinn. Die Grammatik stimmt noch, aber die Worte ergeben keinen Sinn. Vielleicht ist es gerade die wissenschaftliche Herkunft des Autors geschuldet, dass andere, ebenso faszinierende Beispiele neurologischer Erkrankungen teilweise fehlen. Andererseits gibt es davon so viele, dass das Buch um gut 100 Seiten fülliger, das Ergebnis umso verwirrender würde. Als Fazit bleibt zu sagen. Eine kurze Geschichte von Gehirn und Geist ist eine sehr interessante Lektüre, die historische, biologische, philosophische und moderne Zugänge bietet und mich sehr in ihren Bann gezogen hat.

Das Hirn: unendliche Weiten ...

Von: Katrin Datum: 13.03.2017

www.inkunabel.wordpress.com

Kommt Langeweile auf, mache ich mich gern auf die Suche nach neuem Lesestoff. Beim letzten Mal stolperte ich dabei auf dem Bloggerportal von Random House gemeinsam mit Karo über einige interessante Sachbücher. Als Eine kurze Geschichte von Gehirn und Geist dann auch prompt in meinem Briefkasten landete, habe ich mich wirklich sehr gefreut und umgehend auf die Lektüre gestürzt.

Der Autor Matthias Eckoldt schildert in fünf Kapiteln – Antike, Mittelalter und Renaissance, Neuzeit, Moderne sowie Gegenwart – die Entstehung und Entwicklung wichtiger Modelle, die Erklärungsansätze bieten, wie in unseren Köpfen Gedanken entstehen. Spannend war dabei für mich, dass zunächst gar nicht unser Hirn für das Denken verantwortlich gemacht wurde. Man ignorierte es weitestgehend, da die Seele, unser Denken und Meinen, als völlig vom Körper losgelöst wahrgenommen wurden. Als der Mensch schließlich begann das Gehirn als Quelle seiner Denkprozesse zu begreifen, wimmelte es bald vor Methaphern für seine Funktion. Hatte man sich gerade darauf geeinigt, dass das geheimnisumwitterte Organ gleich einer Orgel funktionierte, ließ es sich plötzlich passender durch eine Art Telegrafenstation beschreiben. Wurde unser Geist erst quasi im Chemiebaukasten gebildet, bot sich als besserer Vergleich bald die Funktionsweise des Internets an. Obwohl all die neugierigen, fantasievollen, unerschrockenen Forscher im Laufe der Zeit immer wieder gezwungen waren, ihre Theorien zum Bewusstsein zu hinterfragen, hören sie doch bis heute nie auf, der Sache auf den Grund zu gehen.

Eine kurze Geschichte von Gehirn und Geist hält, was der Titel verspricht. Mit seinen gerade mal 220 Seiten funktioniert das Buch definitiv als prägnanter Abriss zur Entwicklung unserer Vorstellung vom Gehirn und seiner Funktionsweise. Matthias Eckholdt hat hier sehr unterhaltsam und anekdotenhaft etliches an Information zusammengetragen. Er spart nicht mit gruseligen Details zu diversen Experimenten an Tier und Mensch, was einem gelegentlich gelinde Schauer über den Rücken jagt. Wozu die Wissbegier der Menschen sie durch die Jahrhunderte hinweg getrieben hat, fand ich jedenfalls erstaunlich – und ich rede hier nicht nur von durch Strom belebten Froschschenkeln!

Der Untertitel jedoch, Woher wir wissen, was wir fühlen und denken, kommt mir letztlich ein wenig großspurig vor. Auch dieses Buch kann natürlich die großen Fragen zu Entstehung und Sitz unserer eigenen Gedanken und Gefühle nicht wirklich beantworten, sondern bleibt im Grunde offen. Das ist durchaus nicht als Vorwurf zu verstehen. Vielmehr ist es sogar angenehm, dass Eckholdt in seinen Darstellungen weitestgehend neutral bleibt. So schildert er die jeweiligen Vorstellungen zum menschlichen Gehirn stets im Kontext ihrer Zeit und der entsprechenden philosophischen, religiösen und technischen Gegebenheiten. Immer wieder betrachtet der Autor zudem den Einfluss der Gesellschaft auf die vorherrschenden Theorien zum Sitz der Seele, was unleugbar fesselnd ist. Weiterhin belegen all die kleinen Feindseligkeiten, genauso wie die enge Zusammenarbeit der Forscher miteinander, wie sehr die Themen Geist und Seele schon immer die Gemüter bewegten.

Trotz aller Unterschiede in der Konzeption drängt sich mir ein Vergleich zu Stanislas Dehaenes thematisch verwandtem Sachbuch Denken – Wie das Gehirn Bewusstsein schafft auf, das ich bereits gelesen habe. Während es diesem umfassenderen Titel am leichtfüßigen Plauderton mangelt, fehlt es Eckoldts geschichtlich orientiertem Abriss zur Funktionsweise unseres Denkorgans etwas an Tiefgang. Beide zusammen hätten für mich sozusagen das perfekte Sachbuch ergeben. Eine kurze Geschichte von Gehirn und Geist ist stringent aufgebaut, gut recherchiert, streckenweise wirklich amüsant und insgesamt eine genauso kurzweilige, wie informative Lektüre. Letzten Endes ist bei mir eben nicht allzu viel davon hängen geblieben. Im Nachhinein hat das Gelesene mich schlichtweg kaum dazu angeregt, weiter über den Inhalt nachzudenken. So landet das Buch ohne große Umstände in der Schublade „guter Durchschnitt“.

Katrin, www.inkunabel.wordpress.com

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