VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Eine kurze Geschichte von Gehirn und Geist Woher wir wissen, wie wir fühlen und denken

Kundenrezensionen (9)

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

€ 11,99 [D] inkl. MwSt.
CHF 14,00*
(* empf. VK-Preis)

eBook (epub) ISBN: 978-3-641-11409-1

Erschienen: 12.09.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Paperback

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Anmeldung

  • Info

  • Vita

  • Pressestimmen

  • Termine

  • Links

  • Service

  • Biblio

Von der Steinzeit bis heute – eine unterhaltsame und kenntnisreiche Geschichte der Hirnforschung

In den vergangenen Jahrhunderten mussten die Wissenschaftler, die unser Gehirn erforschten, ihre Konzepte immer wieder verwerfen – was einmal glanzvoll bewiesen schien, galt bereits wenig später als widerlegt. Und auch heute nehmen die offenen Fragen eher zu als ab – können wir unser Gehirn überhaupt verstehen? Und woher wissen wir, wie wir fühlen und denken?

Der vielfach prämierte Wissenschaftsautor Matthias Eckoldt nimmt uns mit auf einen anregenden und kenntnisreichen Streifzug durch die Geschichte des Gehirns und seiner Erforschung, die von der Steinzeit bis ins heutige Internetzeitalter reicht, vom »Lebensgeist« der Griechen bis zu Spiegelneuronen und modernen Netzwerktheorien.

"Das Gehirn und seine Metaphern" - Rezension auf tell-review.de

"Was für ein erhellendes Buch!"

Gerald Hüther

Matthias Eckoldt (Autor)

Matthias Eckoldt, 1964 in Berlin geboren, studierte Philosophie, Germanistik und Medientheorie. Er veröffentlichte Romane, Fachbücher und Essays, zuletzt Die Intelligenz der Bienen (zusammen mit dem Neurowissenschaftler Randolf Menzel) sowie den Gesprächsband Kann das Gehirn das Gehirn verstehen? über die Hirnforschung und die Grenzen unserer Erkenntnis. Des Weiteren verfasste Eckoldt mehr als fünfhundert Radiosendungen zu kulturphilosophischen und naturwissenschaftlichen Themen. Für seine Arbeit wurde er unter anderem mit dem idw-Preis für Wissenschaftsjournalismus ausgezeichnet. Zurzeit lehrt Eckoldt als Schreibdozent an der FU Berlin.

"Was für ein erhellendes Buch!"

Gerald Hüther

»Das Buch ist eine lehrreiche Parforcetour durch die Geschichte der menschlichen Selbsterkenntnis.«

Gehirn und Geist (01.01.2016)

Ein Sachbuch, das durch einfache und schöne Sprache besticht und fesselt (...). Eine zutiefst menschliche Geschichte mit einem überraschenden Ende.

natur (18.11.2016)

"Eine amüsante Zeitreise. (...) Aus schwerer Materie (wird) eine fast leichte Lektüre, bei der sich Appetit auf Nachschub einstellt."

Health&Care Management (26.09.2016)

13.07.2017 | 19:30 Uhr | Hamburg

Gespräch und Vortrag

  • add this
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Mehr Infos

Boysen + Mauke OHG
Burchardstraße 21
20095 Hamburg

Tel. 040/44183-182, hamburg@schweitzer-online.de

eBook (epub)
mit Abbildungen

ISBN: 978-3-641-11409-1

€ 11,99 [D] | CHF 14,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Pantheon

Erschienen: 12.09.2016

  • Leserstimmen

  • Rezension verfassen

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Paperback)

sehr übersichtlich, interessant und faszinierend

Von: Katia Datum: 23.04.2017

theartof-travel.blogspot.de/

Der vielfach prämierte Wissenschaftsautor Matthias Eckoldt nimmt uns mit auf einen anregenden und kenntnisreichen Streifzug durch die Geschichte des Gehirns und seiner Erforschung, die von der Steinzeit bis ins heutige Internetzeitalter reicht, vom »Lebensgeist« der Griechen bis zu Spiegelneuronen und modernen Netzwerktheorien.

Durch den Biologie-Unterricht und meine Präsentationsleistung im Fach Biologie über das Gehirn des Menschen und die Entwicklung dessen wuchs mein Interesse daran. Deswegen entschied ich mich dazu mein Wissen darüber aufzufrischen und zu erweitern und meine neu gewonnene Neugierde über die Seele zu befriedigen.
Das Buchcover ist sehr ansprechend und schön illustriert. Das Durcheinander und die Glühbirnen darüber und darin geben bereits eine Idee über den Inhalt des Büches genauso auch der Titel. Der Titel entspricht dem Inhalt, die Geschichte ist wirklich kurz, jedoch sehr umfangreich und gut strukturiert und gibt einem einen Überblick über die Hirnforschung und die Entwicklung des Gehirns. Dem Untertitel würde ich dagegen nicht ganz zustimmen, auf "woher wir wissen wie wir fühlen und denken" wurde nicht genügend eingegangen.
Die Geschichte von Gehirn und Geist fängt mit dem Fund von Schädelknochen des Menschen an, in denen Löcher zu finden sind und auf eine ältere Version von Operationen am Gehirn hindeuten.
Matthias Eckoldt beginnt bei "Null" und arbeitet sich strukturiert durch die Epochen hindurch.Angefangen bei der Antike, wo der Sitz des Geistes nicht dem Kopf zugeteilt wird und Platon die "Natur der Seele" dreigeteilt hat. Durch die Epochen hinweg bekommt das Gehirn immer wieder neue Metaphern. Galenus schließt das antike Projekt der Hirnforschung ab und sieht dabei Parallelen zum Wasser, wodurch es zu der Metapher des Brunnen kommt. Daraufhin folgt die Epoche des Mittelalters und Renaissance, in denen die Metapher für das Gehirn die Orgel darstellt. Anschließend folgt die Neuzeit mit dem Vergleich von Telegraph und Landkarte. Schließlich folgt die Moderne mit dem Chemiebaukasten und dem Computer. Abschließend wird in der Gegenwart die Metapher des Internets verwendet und mit dem Gehirn verglichen. Die vielen Metaphern über die Zeit hinweg zeigen die vielen Facetten der Hirnforschung und Hirntätigkeit und das wandelnde Selbstbild des Menschen. Die Orientierung der verschiedenen Modelle von Gehirn ist dem jeweiligen technologischen können zu zuordnen, welcher dadurch auch wiedergespiegelt wird.
Nach jedem der fünf Kapitel folgen immer wieder Untertitel im Text oder Thesen und Fragen zu der jeweiligen Epoche, welche daraufhin beantwortet werden und auf das bereits geschriebene weiter eingehen. Die verschiedenen Theorien werden rückblickend verglichen und komplexe Theorien, Gesetze und Innovationen werden ebenfalls einfach und strukturiert erklärt und miteinander verknüpft, wodurch sich ein roter Faden durch das Buch hindurch sich bildet.
Besonders interessant fand ich die Textstelle mit der Forschung von Da Vinci und Platon, genauso die wenigen jedoch sehr spannenden Abbildungen. Auch die historischen und philosophischen Aspekte haben mich sehr begeistert und die (geistigen) Erkrankungen und die damit verbundenen Sprachstörungen. Über den Geist bzw. die Seele gab es leider zu wenig Information, worauf ich mich eigentlich am meisten gefreut hatte. Es wurde wenig darauf eingegangen und zu wenig darüber erwähnt.
Besonders beeindruckt war ich von den vielen verschiedenen Forschern die im Buch erwähnt wurden und noch mehr von dem Gehirn selbst.


Fazit: Alles in allem kennt man vieles bereits aus der Schule, jedoch nicht in dem Ausmaß und nicht so interessant. Sehr vieles war neu und durch den angenehmen Schreibstil des Autors, war das Öftere Lesen nicht anstrengend, sondern gab einem ein besseres Verständnis über das geschriebene. Das Buch " Eine kurze Geschichte von Gehirn und Geist" ist nichts für zwischendurch (es sei den man kennt sich bereits perfekt auf dem Gebiet aus) und erfordert einen gewissen Grad an Konzentration. Ich selbst habe es Stückweise gelesen um nicht abzuschweifen. Es ist unglaublich gut zusammengefasst und bietet einem einen umfassenden Überblick über die Hirnforschung der verschiedenen Epochen hinweg. Zudem wird nicht mit gruseligen Details von Experimenten gespart und auf die grausamen Taten an Juden,KZ-Häftlingen und Tieren eingegangen.
Ein sehr interessantes, spannendes und empfehlenswertes Buch für jeden der an dem Gehirn, Biologie und Geschichte interessiert ist.

historische, biologische, philosophische und moderne Zugänge

Von: Eva-Maria Obermann Datum: 24.03.2017

buchblog.schreibtrieb.com/eine-kurze-geschichte-von-gehirn-und-geist-woher-wir-wissen-wie-wir-fuehlen-und-denken-matthias-eckoldt

Angefangen bei den ersten Überlegungen zum Sitz der menschlichen Gedanken in der Antike bis zur modernen Überlegung, wie künstlich unser Gehirn ist und wie natürlich eine Maschine wirken kann geht das Buch die verschiedenen Stationen der Hirnforschung durch. Den Anfang machen Knochenfunde, die belegen, dass bereits in grauer Vorzeit Operationen an Kopf und Gehirn vorgenommen wurden, die von den Patienten überlebt wurden. Dabei galt der Kopf lange nicht als Sitz des Geistes. Die Sinneswahrnehmungen von Sehen, Hören, Schmecken wurden schnell dort lokalisiert – immerhin sitzen am Kopf praktischer Weise auch Mund, Ohren, Augen, Nase – das Denken selbst wurde unabhängig davon betrachtet.
Interessant war für mich, wie lange sich die Vorstellung einer gasförmigen Substanz hielt, die die „Seele“ oder den beseelten Geist beinhalten sollte. Dort glaubte man Denken und Fühlen. Durch die kirchlichen Normen geprägt, war die Abkehr dieser körperlichen Ausprägung der Seele so lange undenkbar, dass auch die, die sich schließlich über das Gesetzt hinwegsetzten und Leichen sezierten, mit dem Gehirn vor ihrer Nase nicht von der Idee abbringen ließen. Beeindruckend am Buch finde ich, wie wertfrei der Autor an die einzelnen Schritte der Geschichte herangeht. Die kirchlichen Doktrinen, die der Forschung lange im Weg standen – ihr vielleicht immer noch im Weg stehen – werden keiner modernen Kritik ausgesetzt. Es war eben so, Punkt. Diese Sicht macht es wesentlich einfacher, den Forschungen zu folgen, als eine Zusammenfassung, die jeweils die Umstände verteufelt, statt sich auf die Ergebnisse zu konzentrieren.
Elementar beim Verständnis von Gehirn und Geist, das macht der Autor immer wieder klar, ist die Technisierung, die immer wieder neue Metaphern für das hochkomplexe Gebilde unseres Gehirns liefert. Wie viel Elektrizität ins uns steckt, wie viel davon in Wirklichkeit Chemie ist, wie viel wir immer wieder überwerfen müssen, weil das bisher gedachte einfach falsch war. Staunend habe ich dieses Buch gelesen und war immer wieder beeindruckt. Von den Forschern, aber umso mehr von unserem Gehirn, unserem Wesen, das immer noch zu weiten Teilen im Dunkeln liegt, weil wir abermals an einem Punkt angelangt sind, an dem wir den aktuellen Grenzwert erreicht haben. Bis hierher und nicht weiter – jedenfalls momentan. Mit jedem weiteren Tag, jedem Fortschritt, jeder Entdeckung, jedem neuen Stück Technik kann sich auch sofort wieder die Vorstellung unseres Gehirns verändern. Vom Aufnahmepunkt der Sinneneindrücke bis zur Datenzentrale, dem Internetknotenpunkt unseres Körpers.
Beeindruckend fand ich auch, dass der Autor nicht etwa Biologe ist. Matthias Eckoldt hat Philosophie, Germanistik und Medientheorie studiert. Dennoch – oder gerade darum – findet er die richtigen Worte, um die komplexen Forschungsschritte so zu erklären, dass sie verständlich werden. Fehlen darf dabei dann auch nicht die Entdeckungen von Broca und Wernicke, die Germanistikstudenten wie Biologiestudenten zumindest einmal kennen gelernt haben sollten. Hier zeigt sich auch wie ausgefeilt unser Gehirn ist. Während Broca ein Areal lokalisierte, das für das Zustandebringen zusammenhängender Sätze, also die grammatikalische Einbettung – nicht aber für das Verstehen von Sprache und Worten – zuständig ist, entdeckte Wernicke einen Bereich, bei dessen Störung Sprache zwar noch reproduzierbar ist, aber ohne Sinn. Die Grammatik stimmt noch, aber die Worte ergeben keinen Sinn. Vielleicht ist es gerade die wissenschaftliche Herkunft des Autors geschuldet, dass andere, ebenso faszinierende Beispiele neurologischer Erkrankungen teilweise fehlen. Andererseits gibt es davon so viele, dass das Buch um gut 100 Seiten fülliger, das Ergebnis umso verwirrender würde. Als Fazit bleibt zu sagen. Eine kurze Geschichte von Gehirn und Geist ist eine sehr interessante Lektüre, die historische, biologische, philosophische und moderne Zugänge bietet und mich sehr in ihren Bann gezogen hat.

Voransicht

  • Weitere Bücher des Autors