Elf Tage in Berlin

Roman

(4)
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Von einem, der auszog, sein Glück in Berlin zu finden.

Einen Nobelpreis wird er wohl nicht bekommen. Arne Murberg ist von schlichterem Gemüt. Nach einem Badeunfall in der Kindheit hat er Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren und komplexere Zusammenhänge zu erfassen. Aber Arne ist ein warmherziger, liebenswerter Mensch, der sich eine kindlich naive, offene Art bewahrt hat und voll Vertrauen auf das Leben blickt. Als sein Vater ihm auf dem Totenbett offenbart, dass seine Mutter nicht tot ist, wie Arne geglaubt hat, sondern in Berlin lebt, und ihm gleichzeitig den Auftrag gibt, sie dort aufzusuchen und ihr ein verschlossenes Kästchen zu übergeben, beginnt für ihn ein wundersames Abenteuer.

Mit äußerst rudimentären Deutschkenntnissen und einem Paar strapazierfähiger gelber Schuhe macht Arne sich auf die Reise – und gerät schon bald in Schwierigkeiten. Doch ihm zur Seite stehen zwei Menschen, die der Himmel höchstpersönlich geschickt zu haben scheint: ein etwas wirrer Professor und eine kluge junge Frau im Rollstuhl. Wird Arne seiner Mutter begegnen? Wird er sein Glück finden in Berlin?


Aus dem Schwedischen von Paul Berf
Originaltitel: Elva dagar i Berlin
Originalverlag: Albert Bonniers Förlag
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-17648-8
Erschienen am  09. November 2015
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Amüsant und doch ein wenig traurig

Globus Buchshop

Von: Manuela Hruschka aus Hockenheim

28.05.2018

Auf dem Sterbebett seines Vaters erfährt Arne, dass seine tot geglaubte Mutter noch lebt. Im Alter von einem Jahr hatte sie ihn wegen eines Troubadours verlassen. Als letzten Willen seines Vaters soll Arne nun seine Mutter suchen, die in Berlin leben soll, und ihr ein verschlossenes Kästchen geben, welches der Vater einst einer Hellseherin abgekauft hat. Keine einfache Aufgabe, denn nach einem Badeunfall in seiner Kindheit hat Arne Schwierigkeiten mit der Konzentration. Komplexe Zusammenhänge zu erfassen ist nahezu aussichtslos. Zudem ist Arne der deutschen Sprache nur bedingt mächtig. Dennoch versucht er, sein Bestes zu geben. Eine teils amüsante, zugleich aber auch traurige Lektüre. "Auf Wiederschnitzel", wie Arne nach zu viel Genuss von Wein auf Seite 117 sagt.

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Schwedische Litaratur in Hochform

Von: Helena

29.12.2017

Als Kind springt Arne Albin Hektor Murberg in einen Badesee, und verletzt sich am Kopf. Sein Gehirn ist dauerhaft geschädigt. So sehr, dass die Erwachsenen anfangs immer wieder den Raum verlassen, um über das Schicksal unbemerkt zu weinen. Arne wächst ohne Mutter beim Vater auf. Tante und Onkel helfen bei der Erziehung des Kindes, das indes sorgenfrei aufwächst, dank seines Unfalls für immer mit einem Hang zur kindlichen Naivität neigend. Eines Tages stirbt der Vater. Arnes Leben ändert sich von Grund auf. Am Totenbett erfährt der junge Erwachsene von seiner Mutter, und erhält vom Vater den Auftrag, die Mutter, die inzwischen in Berlin lebt, aufzusuchen und ihr ein Kästchen zu übergeben. Für Arne beginnt ein Abenteuer. Der schwedische Bestsellerautor, Håkan Nesser, hat in seinem 2015 erschienenen Roman mal keinen Krimi geschrieben. Vielmehr ist dieser der letzte Teil einer Städtetrilogie, zu dessen Zweck er eine Weile in Berlin gelebt hat. Die Handlungsstränge werden von Nesser so geschickt gewebt, dass zuletzt Realität und Phantasie miteinander verschmelzen, um dem Ganzen einen übergeordneten Sinn zu geben. Oder vielleicht nicht. 2017 als Taschenbuch erschienen, ist der Roman eine unbedingte Leseempfehlung.

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Vita

Håkan Nesser, geboren 1950, ist einer der beliebtesten Schriftsteller Schwedens. Für seine Kriminalromane erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, sie sind in über zwanzig Sprachen übersetzt und mehrmals erfolgreich verfilmt worden. Håkan Nesser lebt abwechselnd in Stockholm und auf Gotland.

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Paul Berf

Paul Berf, geboren 1963 in Frechen bei Köln, lebt nach seinem Skandinavistikstudium als freier Übersetzer in Köln. Er übertrug u. a. Henning Mankell, Kjell Westö, Aris Fioretos und Selma Lagerlöf ins Deutsche. 2005 wurde er mit dem Übersetzerpreis der Schwedischen Akademie ausgezeichnet.

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