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Engel sprechen Russisch Roman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-21152-3

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Erschienen: 25.09.2017
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"Mein russisch-deutsches Zahnpastaleben" - Von einem der auszog, das Glück zu finden

»Wie Zahnpasta bestehe ich aus drei Schichten: zehn Jahre sowjetische Kindheit, zehn Jahre wilder russischer Kapitalismus, zehn Jahre Westdeutschland. Rot, blau, weiß - mein russisch-deutsches Zahnpastaleben.«

Mitja hat schon drei Leben hinter sich. Er will endlich mal irgendwo ankommen. Doch das ist gar nicht so einfach, wenn das Scheitern in den Genen liegt: Die Babuschka schaffte es statt nach St. Petersburg nur bis zu einem Vorort an der Bahnstation »125 Kilometer«. Der Großvater, einst stolzer Seemann, verkauft nach dem Zerfall der Sowjetunion Pullover von der Motorhaube seines Ladas. Der Vater, ein bärenstarker Mann, greift nach dem Verlust seines Jobs immer öfter zur Flasche. Deutschland erscheint für Mitja und seine Mutter wie das gelobte Land - werden sie dort endlich Wurzeln schlagen können und ihr Glück finden?

Mitja Vachedin zeichnet ein Leben nach, in dem die Hoffnung auf Besserung zuverlässig von den Launen des Schicksals durchkreuzt wird, und findet zwischen Traum und Alltagsrealität immer wieder einen Zauber im ansonsten selten zauberhaften Alltag.

»In komischen, melancholischen, oft unerwarteten Sprachbildern schildert Vachedin die Absurditäten und Zufälle des Alltags: lyrisch-knapp auf den Punkt formuliert, liest sich der Text wie eine zarte Liebeserklärung an Russland und an Deutschland. ... Der erste Roman, den Vachedin auf Deutsch geschrieben hat – großartig!«

WDR 5, Literaturmagazin Bücher, Andrea Lieblang (09.12.2017)

Mitja Vachedin (Autor)

Mitja Vachedin wurde 1982 im damaligen Leningrad geboren. Nach einer Ausbildung zum Bierbrauer ging er nach Deutschland, wo er Politikwissenschaft, Slawistik und Drehbuchschreiben studierte. Er arbeitet heute als Redakteur bei der Deutschen Welle in Bonn und schreibt Prosa, Gedichte und Drehbücher. 2007 wurde er mit dem russischen Literaturpreis »Debüt« ausgezeichnet und 2012 mit der »Russischen Prämie«, dem bedeutendsten Literaturpreis der Russischen Föderation für Autoren, die auf Russisch im Ausland schreiben. 2015 war er Stipendiat des Literaturkurses in Klagenfurt. »Engel sprechen Russisch« ist der erste Roman, den er auf Deutsch geschrieben hat.

»In komischen, melancholischen, oft unerwarteten Sprachbildern schildert Vachedin die Absurditäten und Zufälle des Alltags: lyrisch-knapp auf den Punkt formuliert, liest sich der Text wie eine zarte Liebeserklärung an Russland und an Deutschland. ... Der erste Roman, den Vachedin auf Deutsch geschrieben hat – großartig!«

WDR 5, Literaturmagazin Bücher, Andrea Lieblang (09.12.2017)

»Denn Vachedin kann eines außerordentlich gut: mit der Sprache Bilder zeichnen, die im Kopf des Lesers sofort aufscheinen. ... Auch aneinandergereihte Bilder, die man sich während der Lektüre zusammensammelt, ergeben eine Geschichte, eine Biografie, die nicht zuletzt auch das deutsch-russische Verhältnis jenseits von Politik, Wirtschaft und Historie auf das Wichtigste herunterbricht: das Menschliche.«

Moskauer Deutsche Zeitung, Dennis Grabowsky (09.11.2017)

»Ein einfühlsamer Roman, der durch seine realitätsnahe Erzählweise universell wird und dem Leser das Gefühl gibt, alles hautnah mitzuerleben. Zu empfehlen.«

St. Michaelsbund, Clara Schott (06.12.2017)

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-21152-3

€ 13,99 [D] | CHF 17,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: DVA Belletristik

NEU
Erschienen: 25.09.2017

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Gespaltene Lebensgeschichte

Von: Ponine T. Datum: 07.12.2017

nichtnocheinbeautyblog.blogspot.de/

Mitja hat schon drei Leben hinter sich. Er will endlich mal irgendwo ankommen. Doch das ist gar nicht so einfach, wenn das Scheitern in den Genen liegt: Die Babuschka schaffte es statt nach St. Petersburg nur bis zu einem Vorort an der Bahnstation »125 Kilometer«. Der Großvater, einst stolzer Seemann, verkauft nach dem Zerfall der Sowjetunion Pullover von der Motorhaube seines Ladas. Der Vater, ein bärenstarker Mann, greift nach dem Verlust seines Jobs immer öfter zur Flasche. Deutschland erscheint für Mitja und seine Mutter wie das gelobte Land - werden sie dort endlich Wurzeln schlagen können und ihr Glück finden?



Autobiographische Romane über Russlanddeutsche haben ja seit Wladimir Kaminer eine gewisse Tradition in Deutschland. Und ich gestehe, ich mag Kaminer nicht so wirklich, weshalb ich um dieses Genre immer einen leichten Bogen schlage. Als ich dann aber im bloggerportal dieses Buch entdeckt habe, klang der Klappentext irgendwie interessant, und ich habe es mir spontan bestellt. Und was soll ich sagen - ich habe endlich mal ein wirklich gutes Buch gelesen aus diesem Genre.



Mitja Vachedin lässt den augenzwinkernden Tonfall weg, de ich sonst damit assoziiere. Ja, sien Figuren sind skuril, und viele der Dinge, die ihnen geschehen, klingen erst einmal unglaublich oder zu absurd um wahr zu sein. Aber er konzentriert sich in alledem immer darauf, sein eigenes Gefühl des Zwischenstatus nicht als Basis zu verwenden, sich nicht selbst zur Witzfigur zu stilisieren, sondern tatsächlich diese Gespaltenheit des Daseins vor meine Augen zu führen. Und dadurch wirkt das ganze Buch viel autentischer, hilfloser aber auch bejahender als die vordergründige Witzigkeit eines Kaminer. Ich bin Vachedins Familie sehr gerne gefolgt und stehe mit ihm gemeinsam vor der Frage, wo man sich jetzt eignetlich einodernen würde - und das ist es doch, was gute Literatur erreichen soll, oder?

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Eine interessante Biografie in Form einer Erzählung

Von: bookyloe Datum: 10.12.2017

https://bookyloe.wordpress.com/

(vollständige Rezension auf meinem Blog)
Der Autor Mitja Vachedin erzählt in diesem Buch seine Geschichte. Es ist sehr interessant zu erfahren wie seine Kindheit aussah und was er alles durchstehen musste.

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