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Erste Hilfe für die Seele Einsatz im Kriseninterventionsteam

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-19593-9

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Erschienen: 11.10.2016
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Wer hilft, wenn das Leben plötzlich auseinanderbricht? Wenn man gerade den liebsten Menschen verloren hat? Oder bei einem Unfall Schreckliches mitansehen musste? Angélique Mundt ist Psychologin und arbeitet für das Kriseninterventionsteam Hamburg. Sie steht Menschen unmittelbar nach einer Katastrophe zur Seite, spendet Ruhe, Kraft und Orientierung. Sie leistet erste Hilfe für die Seele. In diesem Buch erzählt sie von tragischen Unglücken und Schicksalsschlägen, von erschütternden Erfahrungen und Menschen, die größtes Leid erfahren haben. Und vor allem macht sie vor, wie Hilfe in den schlimmsten Momenten unseres Lebens möglich ist. Sie plädiert für ein aufmerksames und kraftvolles Leben. Sie zeigt, wie man sich Trauer und den eigenen Ängsten stellen und wie man schöne und besondere Momente intensiv erleben kann.

Angélique Mundt (Autorin)

Angélique Mundt wurde 1966 in Hamburg geboren. Nach ihrem Studium der Psychologie arbeitete sie lange in der Psychiatrie, bevor sie sich 2005 als Psychotherapeutin mit einer eigenen Praxis selbstständig machte. Sie arbeitet ehrenamtlich im Kriseninterventionsteam des Deutschen Roten Kreuz, das Menschen bei potentiell traumatisierenden Ereignissen "Erste Hilfe für die Seele" leistet. Über diese Aufgabe sagt sie: "An der Situation kann ich nichts ändern. Aber ich kann den Menschen helfen sie zu überstehen."

Denn es wird kein Morgen geben ist nach Nacht ohne Angst ihr zweiter Roman in der Serie um die Psychotherapeutin Tessa Ravens und Hauptkommissar Torben Koster. Angélique Mundt lebt in Hamburg.

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-19593-9

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Verlag: btb

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Erschienen: 11.10.2016

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Paperback)

Wenn das Leben zuschlägt, hilft das KIT

Von: Queenelyza aus Esslingen Datum: 28.11.2016

Bücher von und über Menschen, die über ihre beruflichen Erlebnisse in Buchform berichten, sind seit einigen Jahren aus der Leselandschaft nicht mehr wegzudenken. Und was es da so alles gibt: vom Profiler über den Tatortreiniger, von der Polizistin über den Notarzt, alle berichten authentisch, doch nicht unbedingt immer gelungen von den Fällen und den Menschen, mit denen sie es während ihres Jobs zu tun bekommen.

Zunächst scheint sich Angélique Mundts Buch "Erste Hilfe für die Seele" hier nahtlos einzureihen - aber eben nur fast. Bis auf eine Ausnahme zuvor jetzt haben mich derartige Memoiren selten berührt, man liest sie eher aus Sensationslust, um sich hinterher zu schütteln und sich beruhigt zurückzulehnen, weil es einem selbst ja doch gut geht. Denn sie schildern normalerweise eher Fälle, die skurril, aufsehenerregend und publikumswirksam sind. Das ist in diesem Buch anders. Es sind eigentlich ganz normale, wenn auch tragische Begebenheiten, bei denen ein Mensch ums Leben kommt. Und Frau Mundt, die ehrenamtlich bei einem Kriseninterventionsteam arbeitet, hat zusammen mit ihren Kollegen die Aufgabe, den Menschen nach Mitteilung der Todesnachricht beizustehen. Ein wichtiger, ein lebensnotwendiger Job, denn oft sind die Angehörigen danach begreiflicherweise mehr als verzweifelt.

Einige der Geschichten sind fast ganz alltägliche Tragödien. Der Familienvater, der beim Einkaufen im Supermarkt am Herzinfarkt verstirbt, das Baby, das den plötzlichen Kindstod erleidet - aber das Buch beinhaltet auch Geschichten, die fassungslos machen. Suizid etwa - oder Gewaltverbrechen. Und fast jede einzelne wird so behutsam und doch mitfühlend erzählt, dass einem danach der Kloß ganz tief im Hals sitzt. Und genau das ist hier der Unterschied zu den anderen Büchern dieser Couleur - es gelingt Angélique Mundt, die Familien und Menschen hinter diesen Tragödien lebendig zu machen, ihren Schmerz, ihre meist unberechtigte Hoffnung, ihre Verzweiflung und ihre Strategien, mit dem Unfassbaren zurecht zu kommen. Sie schafft es perfekt, diese Gefühle direkt zum Leser zu transportieren. Und durch die den Kapiteln nachgestellten fachlichen Ergänzungen kommt man ihrer Arbeit beim Kriseninterventionsteam noch einen Schritt näher und kann vieles besser verstehen.

Hut ab vor den Menschen, die eine derartige Arbeit tun (können), vor den Menschen aus diesem Buch und ganz besonders vor der Autorin, die diese wichtigen Geschichten in einer Art und Weise erzählt, die wohl kaum einen Leser kalt lassen wird.

Interessant und informativ

Von: Katzenauge Datum: 26.11.2016

Das Buch „Erste Hilfe für die Seele“ von Angélique Mundt gibt einen intensiven Einblick in die Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams (KIT).

Angélique Mundt schildert anhand ausgewählter Fälle ihrer Einsätze, was zum Alltag eines KIT-Mitarbeiters gehört.
Das Buch ist insbesondere auch für Laien eine sehr interessante Lektüre, um sich einen Überblick zu verschaffen, welche Unterstützung Menschen in unserer Gesellschaft vom KIT erfahren.

Die Fälle spiegeln die ungeschönte Härte verschiedener Todesfälle und deren Auswirkung auf die Angehörigen wieder. Die Autorin beschreibt die Geschehnisse emotional und realistisch.

Frau Mundt gewährt auch einen Einblick, wie sie mit den körperlich und geistig zehrenden Einsätzen umzugehen gelernt hat, und wie sich dadurch ihre Einstellung gegenüber dem Leben verändert hat.

An ein paar wenigen Stellen des Buches, hätte ich mir noch etwas ausführlichere Informationen zu bestimmten Sachverhalten gewünscht.

Ein Kapitel, das sich mit Großeinsätzen und der Rolle des KIT hierbei befasst, wäre noch eine interessante Ergänzung gewesen.

Fazit: KI-Teams finden meist nur eine knappe Erwähnung bei Unglücken etc. in den Nachrichten. Was sich konkret dahinter verbirgt und welche Aufgaben diese übernehmen, darüber hatte ich vor dem Lesen dieses Buches nur eine vage Vorstellung. Dieses Buch hat mich sehr gut darüber informiert. Ich bin wirklich beeindruckt, und habe großen Respekt und Wertschätzung für die KIT-Mitarbeiter. Sie geben selbstlos Menschlichkeit, in den Stunden, in denen diese am dringendsten benötigt wird.

Ein schmerzvoller Verlust eines geliebten Menschen kann leider jeden unerwartet treffen, es gibt auch keinen Trost in einer solchen Situation. Das KIT leistet hier einen wichtigen Beitrag, die Mitarbeiter können den Schmerz nicht nehmen, aber ihre Zeit, ehrliches Mitgefühl und Verständnis schenken.

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