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Europa spart sich kaputt Warum die Krisenpolitik gescheitert ist und der Euro einen Neustart braucht

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-20092-3

Erschienen: 30.09.2016
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Raus aus der Dauerkrise. Wie Europa sich (und den Euro) retten kann

Joseph Stiglitz ist einer der schärfsten Kritiker jener Sparpolitik, die aus Sicht der deutschen Bundesregierung der einzige Weg aus der Eurokrise ist. Doch kein noch so hartes Spardiktat, so Stiglitz, kann die Geburtsfehler der Gemeinschaftswährung ausgleichen. Damit die gemeinsame Währung Europas Einheit nicht vollends zerstört, müssen die Mitgliedsstaaten der Eurozone vielmehr neue Wege beschreiten. Der Wirtschaftsnobelpreisträger Stiglitz zeigt, wie diese Wege aus der Krise aussehen könnten.

Schonungslos legt Joseph Stiglitz in seinem neuen Buch dar, warum die Austeritätspolitik Europas Einheit ebenso gefährdet wie das europäische Wirtschaftswachstum und warum die Europäische Zentralbank falsch liegt, wenn sie zur Krisenbewältigung vor allem auf Inflationsbekämpfung setzt. Statt diese fehlgeleitete Politik weiterhin als »alternativlos« darzustellen, zeigt Stiglitz, wie drei mögliche Wege aus der Krise aussehen könnten: erstens eine grundlegende Reform der Eurozone und der Auflagen, die den Krisenländern gemacht werden; zweitens eine geregelte Auflösung der Europäischen Union; oder drittens die Etablierung eines neuen europäischen Finanzsystems – des »flexiblen Euro«. Mit seinem Buch bringt der Nobelpreisträger neue Argumente in eine Debatte, die viel zu lange um die ewig gleichen Fragen gekreist hat. Und er eröffnet einen Ausblick, wie die Eurokrise wirklich gelöst werden kann.

Der Nobelpreisträger über Globalisierung und Finanzkrise Zum Special

Joseph Stiglitz (Autor)

Joseph Stiglitz, geboren 1943, war Professor für Volkswirtschaft in Yale, Princeton, Oxford und Stanford, bevor er 1993 zu einem Wirtschaftsberater der Clinton-Regierung wurde. Anschließend ging er als Chefvolkswirt zur Weltbank und wurde 2001 mit dem Nobelpreis für Wirtschaft ausgezeichnet. Heute lehrt Stiglitz an der Columbia University in New York und ist ein weltweit geschätzter Experte zu Fragen von Ökonomie, Politik und Gesellschaft. Bei Siedler erschienen unter anderem seine Bestseller „Die Schatten der Globalisierung“ (2002), „Die Chancen der Globalisierung“ (2006), „Im freien Fall“ (2010), „Der Preis der Ungleichheit“ (2012) und zuletzt „Reich und Arm“ (2015).

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-20092-3

€ 19,99 [D] | CHF 24,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Siedler

Erschienen: 30.09.2016

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Eine Abbrechnung mit der EU-Politik

Von: Matthias Breimann Datum: 26.07.2017

https://breimannswelt.wordpress.com

Als es 2008 zu der weltweiten Finanzkrise kam, waren einige Länder, darunter Griechenland, Spanien, Portugal, und einige mehr, am schlimmsten betroffen. Wobei in diesen Ländern, vor allem in Griechenland, die Krise bis heute noch immer nicht überwunden ist…..
In seinem Werk, zeigt Joseph Stiglitz, in vier hoch interessanten Teilen auf, was zu dieser Krise geführt hat, warum es einigen Länder Europas, so extreme ausmaße annahm, die bis heute andauern, so wie auch die zahlreichen Fehler die die Politik seit Beginn der EU, sowie in der Krise selbst machte.
Im ersten Teil geht es vor allem um den Euro und der Idee einer gemeinsamen Währung. Hier zeigt der Autor auf, welche Fehler schon von Anfang an gemacht wurden und das es scheinbar nur eine Frage der Zeit war, das die Währungsunion zerbricht.
Aber auch hier zeigt er schon, was die Politik verabsäumt hat und was und wie man es von Beginn an anders hätte machen müssen.
Im zweiten und dritten Teil des Buches, rechnet er mit den unmenschlichen Praktiken der Troika, des IWF’s sowie auch mit der Deutschen Regierung ab.
Dabei verurteilt er die extremen Sparmaßnahmen, Auflagen, usw., mit denen vor allem Griechenland konfrontiert wurde, auf das schärfste.
Da dabei die Schwächsten der Gesellschaft am Leidtragendsten waren. Die Armen wurden noch Ärmer, die Arbeitslosigkeit stieg auf ein Rekordhoch, Zwangsexekutionen von Eigenheimbesitzern, uvm., nur um den Sparauflagen gerecht zu werden.
Auch zeigt er klar und deutlich, wem, überhaupt damit geholfen wurde und wer die wahren verliere sind.
Hier kommen wieder einige Beispiele hinzu, wie man diese Situation hätte anders machen können, um vielleicht, oder sogar wahrscheinlich, das Gegenteilige damit erreicht hätte.
Im vierten und letzten Teil des Buches, geht es dann konkret um die verschiedenen Reformen, die Europa machen könnte/sollte, um den Euro und somit vielleicht auch das gesamte Europäische Projekt, retten zu können.
Wobei einige seiner vorgeschlagenen Reformen verschieden auswirkungen hätten.
Manche würden den Euro retten, andere wiederum einen „neuen Euro“ einführen. Mit anderen seiner Reformen schlägt er sogar eine Auflösung der EU vor, oder ein Austritt einiger wohlhabenderer Länder vor, darunter Deutschland.
Im Nachwort geht er dann nochmals auf die ideologischen Beweggründe der Politik und der Wirtschaft ein, die die gesamten Fehler, erst verursacht haben, uvm.
Auch geht er auf den Brexit und auf die Flüchtlingskrise und deren Folgen ein.
Insgesamt kann man sagen, dass es ein sehr interessantes Buch ist, wo der Leser einen tiefen Einblick hinter die Kulissen der Weltwirtschaft und der Politik bekommt.
Das Buch ist im großen und ganzen eine Abbrechnung mit der gesamten EU-Politik und ihren Wirtschaftsvorstellungen und Ideologien.
Auch, so lässt der Autor erkennen, dass er nicht gerade ein Freund des Liberalismus/Neoliberalismus ist.
Aufgrund des Genres, dass es eben ein Politisches und Wirtschaftliches Buch ist, wird nicht jeder Leser seiner Meinung sein.
Auch einige seiner vorgeschlagenen Reformen, sind mit einem kritischen Auge zu betrachten, wie die Abschaffung des Bargeldes, um nur eines zu nennen.

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