Farm der Tiere

Neu übersetzt von Ulrich Blumenbach, mit einem Nachwort von Eva Menasse

(1)
eBook epubNEU
14,99 [D] inkl. MwSt.
14,99 [A] | CHF 18,00 * (* empf. VK-Preis)

In der Buchhandlung oder hier bestellen

Die Revolution frisst ihre Küken!

«Kein Tier soll seinesgleichen je tyrannisieren. Schwach oder stark, schlau oder schlicht, wir sind alle Brüder. Kein Tier soll je ein anderes töten. Alle Tiere sind gleich.» So Old Major, der preisgekrönte Middle-White-Eber. Doch allen guten Absichten zum Trotz kommt alles anders. Auf der Farm, wo die Tiere in Gleichheit und wechselseitigem Respekt zusammenleben wollten, herrscht bald Ungleichheit, Ausbeutung und Unterdrückung. Denn «manche Tiere sind gleicher als andere.» – Orwells zeitkritische, auf Stalin gemünzte Parabel hat ihre Zeitlosigkeit längst erwiesen. 2021 erscheint der moderne englische Klassiker in der Neuübersetzung Ulrich Blumenbachs mit einem exklusiven Nachwort von Eva Menasse.

In «Farm der Tiere» nahm George Orwell, der Vater Courage der modernen britischen Literatur, eine der größten real existierenden Sauereien des 20. Jahrhunderts auf die Mistschippe – die Pervertierung der Idee von Gleichheit und Brüderlichkeit in brutalem Gesinnungsterror. Sein Buch, 1945 erschienen und bis heute Pflichtlektüre für jeden politisch denkenden Menschen, schildert anschaulich, dass kein noch so hehres Wunschbild davor gefeit ist, von skrupellosen Demagogen in sein Gegenteil verkehrt zu werden. Und die Moral von der Geschicht‘? – Die Revolution frisst ihre Küken.

Die Neuausgabe enthält Orwells Essay «The Freedom of the Press», einst als Vorwort zu «Animal Farm» verfasst – ein grandioses Plädoyer für intellektuelle Redlichkeit.


Aus dem Englischen von Ulrich Blumenbach
Originaltitel: Animal Farm
Mit Nachwort von Eva Menasse
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-27458-0
Erschienen am  18. Januar 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Top!

Von: Bearnerdette

22.01.2021

Die Tiere haben es satt. Tag für Tag schuften sie auf dem Bauernhof von Farmer Jones, der sich an ihnen bereichert, ihnen die Eier stiehlt oder sie sogar schlachtet. Kurz vor seinem Ableben regt der alte weise Eber Old Major daher zur Revolution an. Unter der Führung der Schweine Napoleon und Schneeball beschließen die Tiere schliesslich sich zur Wehr zu setzen. Sie vertreiben Jones und gründen die Farm der Tiere. Ihnen schwebt ein Paradies vor, in dem alle Tiere gleich bedeutend sind und gemeinsam für das große Ganze, ihre Farm, arbeiten. Doch die Utopie bekommt zunehmend Risse. Die schlauen Schweine nehmen sich immer mehr Extrarechte heraus. Und auch unter den Schweinen selbst herrscht Uneinigkeit. Farm der Tiere von George Orwell wurde vom Manesse Verlag in einer wunderschönen Edition neu aufgelegt, als buntes Hardcover mit glitzernden Schweinaugen und schweinchenpinkem Lesebändchen. Die Fabel über die Revolution der Tiere gilt als Anspielung auf die frühe Sowjetunion. Sie zeigt deutlich wie -ismen (sei es Kommunismus oder wie hier der sogenannte Animalismus) von machtbesessenen Anführern instrumentalisiert werden können. Orwell schafft es große Sympathie beim Leser für das harter Schicksal der Tiere zu wecken. Besonders das treue Arbeitspferd Boxer und der zynische Esel Benjamin sind mir ans Herz gewachsen. Auch schmunzeln konnte ich hin und wieder bei der Lektüre, beispielsweise darüber wie die Katze es immer schaffte, zu verschwinden, wenn Arbeit anstand. Die Manesse-Edition enthält neben dem Haupttext das Vorwort der ukrainischen Ausgabe 1947, sowie ein Nachwort von Eva Menasse. Außerdem enthält sie das Essay “Die Pressefreiheit”. Mein Dank geht an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Lesen Sie weiter

Must-Read mit tollem Design

Von: buechertraumzeiten

18.01.2021

Auf den ersten Blick sieht es so aus, als wollte Orwell eine Geschichte für Kinder schreiben, aber bald merkt man, dass er stattdessen das Tier im Menschen hervorheben wollte. Es werden Themen wie Macht, Kontrolle und blinde Loyalität behandelt, welche zerstörerisch und gefährlich sein können. Auch ohne Kenntnis von russischer bzw. europäischer Geschichte kann man das Buch gut lesen und wird wahrscheinlich die starke Botschaft über die Gesellschaft, die Menschlichkeit und die Macht der Manipulation verstehen. Die Sprache ist recht schlicht und man kann viel zwischen den Zeilen lesen. Orwell hat »Farm der Tiere« am Beispiel des Kommunismus geschrieben, aber im Grunde hätte jede Nation so ausgenutzt werden können, wie es bei der Farm der Fall war. Ein absolutes Must-Read für jeden und selbst wenn ihr es schon gelesen habt, diese tolle Buchgestaltung ist auf jeden Fall ein Eyecatcher im Regal!

Lesen Sie weiter
Alle anzeigen

Vita

George Orwell

George Orwell wurde 1903 in Motihari/ Bengalen als Sohn eines britischen Kolonialbeamten geboren. Er besuchte Privatschulen in England, diente in der burmesischen Imperial Police, arbeitete als Lehrer und Buchhandelsgehilfe, machte als Vagabund in Südengland und Paris Erfahrungen, kämpfte auf republikanischer Seite im Spanischen Bürgerkrieg und arbeitete als freier Schriftsteller und Journalist. Neben seinen Welterfolgen "Farm der Tiere" und "1984" ist er durch zahllose politische wie literarische Essays bekannt geworden. Er starb 1950 in London.

Zur Autor*innenseite

Eva Menasse

Eva Menasse, geboren 1970 in Wien, lebt als Publizistin und freie Schriftstellerin in Berlin. Zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Gerty-Spies-Literaturpreis, Alpha-Literaturpreis, Heinrich-Böll-Preis, Jonathan-Swift-Preis, Friedrich-Hölderlin-Preis, Österreichischer Buchpreis.

Weitere E-Books des Autors