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Fay Roman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-19658-5

Erschienen: 09.05.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Der Roman erzählt die Geschichte der 17-jährigen Fay, einer bildhübschen jungen Frau, die von zu Hause, von ihrem gewalttätigen Vater, wegläuft. Mit nichts als einer Packung Zigaretten und zwei Dollar in der Handtasche verlässt sie ihre Hütte im Wald und macht sich auf den Weg Richtung Küste, auf der Suche nach einem bessere Leben. Auf diesem Weg erlebt sie allerhand Bedrohliches, Gewalttätiges, aber auch Liebe und Hoffnung.

»Larry Browns "Fay" ist ein romangewordener Countrysong - und eine große Entdeckung.«

Marcus Müntefering, Spiegel Online (18.05.2017)

Larry Brown (Autor)

Larry Brown, geboren 1951 in Oxford, Mississippi, begann seine Schriftstellerkarriere als schreibender Feuerwehrmann. Nachdem er jahrelang erfolglos versucht hatte, seine Kurzgeschichten und Romane veröffentlicht zu bekommen, erschien 1988 unter dem Titel Facing The Music seine erste Kurzgeschichtensammlung. Weitere Short Storys und fünf Romane komplettieren das Werk des Mannes aus Mississippi, der auch außerhalb der Südstaaten Kultstatus besaß und vielfach ausgezeichnet wurde. Mit seinem Werk beeinflusste er viele Songwriter, von denen einige ihm nach seinem Tod infolge eines Herzinfarkts im November 2004 mit dem Tributalbum Just One More die Ehre erwiesen.


Thomas Gunkel (Übersetzer)

Thomas Gunkel, geb 1956 in Treysa, Erzieher, Studium der Germanistik und Geographie, Übersetzer von u.a. Dermot Bolger, Jon Krakauer, Stewart O'Nan, William Trevor.

»Larry Browns "Fay" ist ein romangewordener Countrysong - und eine große Entdeckung.«

Marcus Müntefering, Spiegel Online (18.05.2017)

»Browns grober, harter Realismus zieht einen auch deshalb so in seinen Bann, weil man dahinter einen großen Romantiker erkennt.«

Maik Brüggemeyer, Rolling Stone (29.06.2017)

Aus dem Amerikanischen von Thomas Gunkel
Originaltitel: Fay
Originalverlag: Algonquin

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-19658-5

€ 18,99 [D] | CHF 22,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne Hardcore

Erschienen: 09.05.2017

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Hier gibt es einen großartigen, leider schon verstorbenen Südstaaten-Autor zu entdecken!

Von: Dirk Hoffmann Datum: 10.08.2017

mamouliansgeschichten.blogspot.de

Weil sie es zuhause mit ihrem gewalttätigen Vater nicht mehr aushält, verlässt die siebzehnjährige Fay Jones ihre Geschwister und das ärmliche Leben, das sie in den Wäldern Mississippis in einer Blechhütte geführt hatte, um nach Biloxi zu gehen. Am Meer erhofft sie sich dort das Glück, das ihr bislang verwehrt worden war, doch mit zwei Dollar im schäbigen BH kann der Weg bis dorthin beschwerlich werden, zumal sie durch die frühzeitig abgebrochene Schule noch wenig von dem weiß, was in der Welt so vor sich geht. Naiv, wie sie ist, lässt sich das attraktive Mädchen von drei jungen Männern aufgabeln und wird in ihrem Trailer-Park auch gleich belästigt. Mehr Glück scheint sie mit dem State Trooper Sam zu haben, der sie mit nach Hause nimmt, das idyllisch an einem Stausee bei Oxford liegt. Sam und seine Frau Amy nehmen Fay wie eine Tochter bei sich auf. Wie Fay bald erfährt, haben die beiden ihre Tochter Karen bei einem Autounfall verloren, seitdem haben sich Sam und Amy auseinandergelebt. Wenn Fay nicht in ihrem eigenen Laden arbeitet, betrinkt sie sich auf der heimischen Veranda, Sam hält sich mit der cholerischen Alesandra eine reiche Geliebte. Als Amy bei einem Autounfall ums Leben kommt und Fay Sams Geliebte tötet, muss sie weiterziehen. Zwar schafft sie es tatsächlich bis nach Biloxi, landet aber in einem Strip-Lokal, wo sie von dem unberechenbaren Aaron unter die Fittiche genommen wird. Allerdings wünscht sie sich nichts mehr, als dass sie zu Sam zurückkehren kann …
„Sie konnte im Handumdrehen verschwinden. In nicht mal fünf Minuten konnte sie draußen auf der Straße sein. Doch die Straße führte nur zu Orten, die sie nicht kannte. Diesen Ort kannte sie wenigstens halbwegs. Und in diesem kurzen Moment beschloss sie zu bleiben.“ (S. 409)
Bei dem Erfolg von Südstaaten-Autoren wie James Lee Burke, Joe R. Lansdale, Donald Ray Pollock und Daniel Woodrell mutet es fast kurios an, dass der aus Oxford, Mississippi, stammende und leider schon 2004 im Alter von 53 Jahren viel zu früh verstorbene Autor Larry Brown hierzulande noch gänzlich unbekannt ist. Sein zweiter Roman „Joe“ wurde 2013 mit Nicolas Cage in der Hauptrolle verfilmt, doch mit „Fay“, seinem vierten Roman“, erscheint – natürlich – bei Heyne Hardcore erstmals eines seiner Bücher in deutscher Sprache. In epischer, aber nie ermüdender Länge beschreibt Brown in schnörkelloser Prosa und authentisch knappen Dialogen den harten Weg, den ein absolut ungebildetes, aber richtig hübsches Mädchen zur Selbständigkeit geht. In diesem eindringlichen Coming-of-Age-Road-Movie lernt Fay eine ganz unterschiedliche Schar von Männern kennen, junge Typen, die ihr Opfer betrunken machen und auf eine schnelle Nummer aus sind, und Vaterfiguren, zu denen sie ambivalente Gefühle entwickelt. Mit der Zeit weiß sich Fay durchaus zu helfen und bekommt es in kurzer Zeit mit mehr toten Menschen und Schwierigkeiten zu tun, als ihr lieb sein kann. Als sie schließlich in Biloxi ankommt, erwartet sie mitnichten das erhoffte Paradies am Strand, sondern die ernüchternde Realität eines Strip-Clubs, in dem sie zum Glück nicht arbeiten muss. Wie sie sich durchschlägt und die Männer in ihrem Leben verrückt macht, ist wunderbar einfühlsam geschrieben und lässt den Leser mit dem armen Mädchen auf jeder Seite mitfühlen. Abwechslung bringt Brown durch hin und wieder wechselnde Erzählperspektiven – beispielsweise von Sam oder Aaron – ins Spiel, aber es ist vor allem Browns Art, die Figuren und den amerikanischen Süden so lebendig zu zeichnen, dass „Fay“ so ein beeindruckendes Lesevergnügen darstellt.
Bleibt zu hoffen, dass auch das übrige Werk von Heyne (Hardcore) – gern in ebenso feiner Ausstattung – veröffentlicht wird.

Rätselhaft, poetisch und ohne Vorurteile.

Von: somethoughtsonbooks Datum: 02.08.2017

www.somethoughtsonbooks.com

Nachdem ich eine Stunde lang die zahlreichen Bücher einer Buchhandlung durchstöberte, die Bestseller-Listen mich langweilten und ich eigentlich schon auf dem Weg nach Draußen war, stieß ich auf „Fay“. Die Geschichte hat mich instinktiv angesprochen und fasziniert und ich wollte mehr wissen. Da ich in der Regel klar definierte Genre (wie Krimis, Biografien, Liebesgeschichten etc.) lese, wusste ich nicht ganz wo ich den Roman einordnen sollte. Rückblickend hat er für mich von allem etwas, etwas von einem Liebesroman, etwas von einem Krimi und auch etwas autobiografisches, denn Larry Brown stammt selbst aus Mississippi und gewährt dem Leser Einblick in das Leben der Südstaaten.

„Fay“, mit etwas unter 700 Seiten, hat mich zugegebenermaßen nicht sofort gefesselt. Die Geschichte fängt zwar geheimnisvoll an und lässt den Leser lange im Dunkeln tappen, dennoch fehlte mir zu Anfang etwas der Zugang zu dem Buch. Man muss sich auf die Geschichte einlassen, und jegliche Erwartungen verabschieden, erst dann macht es Spaß in das Leben von Fay und in den Schreibtsil von Larry Brown einzutauchen. Für Diejenigen, die gerne längere Passagen von 50-100 Seiten am Stück lesen, ist das Buch genau das Richtige. Ich schätze, wenn man normalerweise nur ein paar Seiten pro Tag liest, wird man das Buch schnell weglegen.

Trotz ein paar Längen und des gemächlichen Tempos, in dem die Geschichte erzählt wird, passiert sehr viel Unerwartetes. Alle Ereignisse treffen den Leser wie einen Schlag aus dem Nichts. Der Autor behandelt sie allerdings so undramatisch und ruhig, als würde er über einen ereignislosen Nachmittag berichten. Das macht Spaß und hält den Leser bei der Laune und auf der Lauer.

Wie schon erwähnt hat Larry Brown einen sehr interessanten Erzählstil, der einem erst am Ende des Romans so wirklich bewusst wird. Ziemlich genial konstruiert sind die unterschwelligen Taten derer Personen, denen Fay begegnet. Im gesamten Buch muss man zwischen den Zeilen lesen, in denen so viel erzählt wird und zum Vorschein kommt. Durch die Unerfahrenheit und vielleicht auch Naivität Fays, kann man als Leser manche Geschehnisse schneller deuten als die Protagonistin. So erkennt man, welche Leere Fay im Leben anderer füllen soll, bevor sie es selber ahnt. Gerade in Büchern analysiere ich menschliches Verhalten liebend gerne und versuche es zu deuten, das hat mir in dem Buch wirklich sehr viel Spaß gemacht. Es ist wie ein Rätsel, das man lösen muss.

Für Abwechslung sorgen die vereinzelten Perspektivwechsel. Hier habe ich auch erst am Ende wirklich verstanden, welchem Muster sie folgen. Perspektivwechsel, solange sie weiterhin einen klaren Protagonisten zulassen, gefallen mir immer, da man Einblick in verschiedene Köpfe erhält, und sie die Geschichte auflockern und spannender machen.

Es hat mir Spaß gemacht, mich in der Welt von Fay zurechtzufinden. Auf ihrem Abenteuer trifft sie auf die unterschiedlichsten Gestalten, welche ihr Lektionen übers Leben lehren. Dabei lässt sie sich nicht unterkriegen und kämpft sich trotz schwerem Start durchs Leben und geht ihren ganz eigenen Weg raus aus der Adolescence.

Das Einzige, was mir fehlte, ist, dass man auf den knapp 700 Seiten nur Bruchstücke über Fays Leben auf der Farm erfährt. Sehr gerne hätte ich mehr erfahren, auch wie es dazu gekommen ist, dass sie geflohen ist und ihre Geschwister zurückgelassen hat. Nachdem ich das Buch beendet habe, habe ich erst erfahren, dass das Leben auf der Farm von Larry Brown in einem anderen Roman namens „Joe“ erzählt wird. Die einzig wirklichen Schwachstellen sind demnach für mich nur die Dialoge. Teils sind sie etwas stockend und nicht ganz flüssig. Hier weiß ich nicht ob es an der Übersetzung liegt oder am Autor. Ich denke aber es liegt an der Übersetzung, da ich einen Teil im Internet auf Englisch gelesen habe und mir die Dialoge im typischen Südstaaten-Dialekt flüssiger vorkamen.

Was mir gefiel:
Der Roman regt zum Nachdenken an. Man kann sich richtig von der Geschichte treiben lassen, denn man weiß nie wohin sie einen führt. Am Ende war es für mich schon fast schmerzhaft das Buch wegzulegen, nachdem man Fay auf knapp 700 Seiten näher kennengelernt hat. Bis zum Schluss war mir vieles ein Rätsel, auch der Sinn des Buches, weshalb mir das Ende so gut gefallen hat, an dem dem Leser ein Licht aufgeht.

Was mir fehlte:
Teils hätte der Roman weniger Längen haben können, und der Fokus auf Zigaretten und auf Alkohol war mir persönlich etwas zu übertrieben. Alle 5-10 Seiten kommt es vor, dass jemand nach einer Zigarette kramt, eine Packung kauft oder eine raucht. Das war mir dann doch zu häufig und somit zu stark im Vordergrund.

Mein Gesamteindruck:
Rätselhaft und poetisch zugleich. Sehr interessante und distanzierte Erzählweise trotz vieler, teils grausamer Geschehnisse. Leider mit ein paar Längen, aus dem Grund nicht unbedingt etwas für langsame Leser.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Von: Mechthild Pilz aus Wiesloch Datum: 23.03.2017

Buchhandlung: Bücher Dörner GmbH

Ein gewaltiges Buch, sowohl inhaltlich, als auch sprachlich. Die Geschichte von Fay vom Süden der USA und ihren Menschen wird in vielen Details lebendig. Großartig! Hoffentlich wird es noch mehr Romane in Übersetzung geben.

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