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Finale Thriller

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-20626-0

NEU
Erschienen:  14.05.2018
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Dänemark. Dunkle Nacht, verlassene Straßen. Fast jeder sieht das Fußball-WM-Finale. Auch an einer neonerleuchteten Autobahntankstelle ist nicht viel los. Die zwei attraktiven Frauen Agnes und Belinda, die dort arbeiten, schlagen die Zeit tot. Plötzlich streicht Scheinwerferlichter durch die Dunkelheit. Zwei Männer betreten die Tankstelle. Sie sind freundlich und zuvorkommend. Aber auch irgendwie seltsam. Beängstigend seltsam. Und sie fangen mit den zwei Frauen ein Spiel an, wie es grausamer nicht sein könnte. Es beginnt eine Nacht des Entsetzens ... gnadenlos ... bis zum bitteren Finale!

Steen Langstrup (Autor)

Steen Langstrup steht für eine neue Generation junger Horrorautoren, die frisches Blut in das Genre pumpen. Finale wurde in Dänemark als Best Horror Novel of the Year ausgezeichnet, die Verfilmung kommt 2018. Weitere Bücher sind in Vorbereitung.


Wolfgang Thon (Übersetzer)

Wolfgang Thon wurde 1954 in Mönchengladbach geboren. Nach dem Abitur studierte er Sprachwissenschaft, Germanistik und Philosophie in Berlin und Hamburg. Heute ist er als Übersetzer und Autor für verschiedene Verlage tätig. Er ist Vater von drei mittlerweile erwachsenen Kindern und lebt, schreibt, übersetzt, reitet und tanzt (Argentinischen Tango) in Hamburg.

Aus dem Dänischen von Wolfgang Thon
Originaltitel: Alt det hun ville ønske hun ikke forstod
Originalverlag: 2 Feet Entertainment

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-20626-0

€ 8,99 [D] | CHF 11,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

NEU
Erschienen:  14.05.2018

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

So blutig, dass die Seiten fast nach Metall riechen

Von: Krimisofa  aus Wien Datum: 05.06.2018

www.krimisofa.com

Kennt ihr Steen Langstrup? Vermutlich nicht, vermutlich kennen ihn im deutschsprachigen Raum nur Dänemark-Experten. Steen Langstrup ist Horror-Autor, und „Finale“ kam in Dänemark bereits 2011 heraus, sieben Jahre später sollen dem Buch mit einer Verfilmung Bilder verliehen werden. Aber nach lesen des Buches will ich nicht wissen, wie das Ganze bebildert aussieht, die Bilder in meinem Kopf haben mir genügt. Eines steht nämlich fest: „Finale“ ist nichts für schwache Nerven.

Agnes ist Studentin der Anthropologie, ihre Magisterarbeit widmet sie den Buschmännern in Botswana. Ihr Freund Benjamin ist Arzt und hofft auf eine Stelle im Staatskrankenhaus. Man merkt, dass Agnes gebildet ist und vermutlich aus einer höheren Gesellschaftsschicht kommt, oder zumindest vor hat, mit Benjamin dort anzukommen. Wenn er den Job bekommt, müsste sie nicht mehr in der Tankstelle arbeiten und sich nicht mehr mit Leuten wie der Tussi Belinda abgeben. Am Ende des Tages wird sie jedoch andere Sorgen haben.

Belinda ist eine andere Kategorie, sie ist Anfang 20 und steht auf Jackass-Humor, dem Agnes gar nichts abgewinnen kann, weshalb Belinda Agnes langweilig findet. Das sagt sie ihr nicht, denkt es aber. Ihre Mutter macht Belinda gerade die Hölle heiß, weil sie ihr droht, sie hinauszuwerfen, wenn sie ihren Freund Christoffer nicht in den Wind schießt. Sie versteht die Welt nicht mehr, so schlimm ist Christoffer doch gar nicht – okay, er ist vorbestraft, aber er hat bei dem Verbrechen gar nichts getan, außer seine Clique dabei gefilmt.

Das sind die zwei Hauptcharaktere in „Finale“, recht viel mehr Charaktere gibt es in dem Buch auch nicht – und selbst die zwei sind jetzt nicht das Allerwichtigste. Im Vordergrund steht die Atmosphäre, die Spannung, der Grusel. Denn davon gibt es massenhaft. Es ist nicht schwer, in die Geschichte hineinzukommen; man wird hineingeworfen und kommt dann nicht mehr raus, will auch gar nicht, man liest sich durch die sehr kurzen Kapitel und plötzlich hat man das Buch ausgelesen. Gleich zu Beginn findet extremes Foreshadowing statt – wenn man es dem Klappentext nicht entnommen hätte, man wüsste innerhalb weniger Seiten, dass etwas passieren wird.

Aber es dauert seine Zeit, Langstrup baut die Geschichte geschickt auf, setzt zunächst auf Grusel mit Luftpumpen, um dem Leser danach aber mal so richtig die Fresse zu polieren. Denn es wird brutal, verdammt brutal und blutig. So blutig, dass die Seiten fast nach Metall riechen. Auch wenn am Cover „Thriller" steht, ist es viel zu brutal für dieses Genre. Aber es gibt auch abgesehen von der Brutalität einiges zum Nachdenken, Langstrup setzt nicht nur auf Snuff, vor allem das Ende wird einige ratlos zurücklassen.  So wie der Originaltitel, der übersetzt „Alles, was sie wollte, verstand sie nicht" - darüber lässt sich schon nachdenken.

Neben dem Haupterzählstrang gibt es noch einen zweiten, beide Münden später in einen, ohne dass man es merkt – auch hier erkennt man das Genie von Langstrup, denn so nahtlos habe ich das noch nicht erlebt. Bei dem Finale, das im offiziellen Klappentext erwähnt wird und am Rande der Handlung stattfindet, erfährt man übrigens nie, um welches Finale es sich handelt – Fußball liegt zwar nahe, in dem Buch kommt aber kein einziges Mal das Wort „Fußball“ vor; genau so verhält es sich beim Wort „Weltmeisterschaft“.  Zugegeben, der Plot ist nicht der anspruchsvollste und die Charaktere nicht die tiefgründigsten, aber beides ist auch eher sekundär. „Finale" macht definitiv Spaß, wenn man das nötige Rüstzeug mitbringt.

Tl;dr: „Finale" von Steen Langstrup ist gruselig und entwickelt sich später zum Snuff in Textform. Es ist brutal, gnadenlos und nichts für schwache Nerven, macht aber dennoch Spaß wenn man auf Bücher solcher Art steht. Langstrup jagt den Leser mit seinem Schreibstil durchs ohnehin dünne Buch, dessen Ende etwas abrupt kommt.

Ein grandioser Thriller

Von: Kia Datum: 21.05.2018

https://lostiinbooks.blogspot.de/?m=1

Steen Langstrup ist eine Autorin von der ich zuvor noch nie etwas gehört habe. Als das Buch ankam hatte ich sofort negative Gedanken aufgrund der Länge. Es läuft unter Thriller und hatte wirklich nur 195 Seiten! Das Cover dagegen hatte einen sehr düsteren Eindruck auf mich gemacht.
Die Kapitel waren sehr kurz, hatten aber richtige Überschriften, was ich wirklich gut fand. Die Überschriften machten mich neugierig auf den Inhalt der Kapitel.
Der Einstieg in dieses Buch ist mir sehr leicht gefallen. Langstrup hatte mich wortwörtlich in eine blutige Situation reingeschmissen. Aber kurz darauf begann es von Anfang. Man hat die zwei Mädchen kennengelernt, die mir wirklich sympathisch waren.
Nach und nach häuften sich die mysteriösen Dinge, zwar wirkten sie unheimlich, aber auf mich persönlich jetzt nicht so schlimm.
Allerdings änderte sich dieses auch sehr schnell. Die Kunden waren mir wirklich ein wenig unheimlich, haben mich aber dennoch nicht aus der Bahn geworfen.
Einen Verdacht hatte ich natürlich die ganze Zeit über und war davon so überzeugt, dass ich jedes Mal eine Gänsehaut bekam, wenn meine Verdächtigten auftauchten. Ab Seite 100 bekam ich dann Gänsehaut, spannte mich an und habe die Finger von Snacks und Trinken gelassen beim Lesen.
Denn, ohne Witz Leute, diese Szenen haben mich mehr geschockt, abgeschreckt und zum Teil wirklich angewidert, dass es nicht mehr ging. Und das muss was heißen, denn ich bin ein totaler Horrorfilm Fan.
Das Ende fand ich durchweg beeindruckend und es hat mich wortwörtlich umgehen. Für mich stellt mich jetzt nur die Frage, ob es einen Folgeteil geben wird, da es leider ein wenig offen ist.
Auch die beiden Protagonistinnen haben mich beeindruckend. Agnes wirkte auf mich eher ein wenig ruhig und verbrachte ihre Nachtschicht damit, etwas an ihrem Laptop zu erledigen. Berlinda war dagegen eher ein wenig aufgedreht und verrückt. Sie lebte ihr eigenes Leben und ließ sich nichts sagen, was ich wirklich beeindruckend fand.
Ich habe dieses Buch innerhalb von neunzig Minuten durchgelesen und hatte durchweg Kopfkino, was wahrscheinlich einer der Gründe war, das ich es im Showdown beinahe abgebrochen hätte, weil es mir zu heftig war.

Obwohl mich die 195 Seiten erst abgeschreckt haben, ist es zu einem Monatshighlight geworden und bekommt eine komplette Leseempfehlung von mir, ABER, Achtung! Es ist wirklich nichts für schwache Nerven, da die Szenen teils sehr ausführlich sind.

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