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Franz von Assisi Der Traum vom einfachen Leben

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-16123-1

Erschienen: 26.09.2016
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Wer war Franziskus – und was hat der Mann aus Assisi uns heute noch zu sagen?

Die katholische Kirche hat Franz von Assisi und seinen »Traum vom einfachen Leben« stets für sich vereinnahmt, seine Lebensgeschichte zur Hagiographie umgeschrieben. Dabei hat die Lehre Franz von Assisis eine Strahlkraft, die über konfessionelle Grenzen hinweg wirkt, gerade heute. Gunnar Decker enthüllt den klerikalen Mythos, der sich hinter der Gestalt des Mönchs verbirgt. Und er zeigt, auf welche Weise uns seine Lehre noch immer bewegt.

In Erinnerung an Franz von Assisi hat sich der Jesuit Jorge Mario Bergoglio den Namen Franziskus gegeben – eine richtungsweisende Wahl, zumal keiner seiner Vorgänger im Vatikan diesen Namen trug. Es ist die »Rückkehr zu den Ursprüngen«, mit der der Begründer des Franziskanerordens und »Anwalt der Armen« nicht nur das 13. Jahrhundert prägte. Sein Ideal machte ein modernes Menschenbild überhaupt erst möglich und bietet in diesen Zeiten, angesichts von Turbokapitalismus und digitalem Überdruss, mehr denn je Halt und Zuflucht. In seiner klugen und kenntnisreichen Biographie zeichnet Gunnar Decker das Wirken Franz von Assisis nach und führt seine Ideale in unser Denken zurück: Oftmals liefert dessen Botschaft Antworten auf die Fragen, die wir heute an das Leben stellen.

Rezension in christ-in-der-welt.de

»Plastisch und vielfarbig ... Eine lohnende Lektüre.«

Christ in der Gegenwart (23.10.2016)

Gunnar Decker (Autor)

Gunnar Decker, 1965 in Kühlungsborn geboren, wurde in Religionsphilosophie promoviert. Er lebt als Autor in Berlin, veröffentlichte vielfach gelobte Biographien unter anderem zu Hermann Hesse, Gottfried Benn und Franz Fühmann, zuletzt das Geschichtsbuch »1965. Der kurze Sommer der DDR«. Weiter ist er Filmkritiker und Redakteur der Zeitschrift Theater der Zeit. 2016 wurde er mit dem von der Berliner Akademie der Künste verliehenen Heinrich-Mann-Preis ausgezeichnet.

»Plastisch und vielfarbig ... Eine lohnende Lektüre.«

Christ in der Gegenwart (23.10.2016)

»In Inhalt, Struktur und Stil – einfach fantastisch«.

Neues Deutschland (24.01.2017)

»Ein spannend erzähltes, vielfältig inspirierendes und hilfreiches Werk.«

The Huffington Post (04.03.2017)

»Faszinierend, wie Decker in seiner brillanten, bewundernswert kenntnisreichen und souverän gegliederten Erzählung [...] die Realien dieses Daseins gewinnt.«

Lesart (26.09.2016)

»Eine kluge und kenntnisreiche Biografie.«

Franziskaner - Magazin für franziskanische Kultur und Lebensart (01.10.2016)

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eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-16123-1

€ 21,99 [D] | CHF 28,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Siedler

Erschienen: 26.09.2016

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Ausstieg aus dem Immer-schneller-und-immer-mehr

Von: Jules Barrois Datum: 22.01.2017

https://julesbarrois.wordpress.com

„Was für einen Anfang wagt da einer!“ (Seite 69). Dieser Satz, den Gunnar Decker über das Auftreten des 28-jährigen Franz von Assisi vor Papst Innozenz III. sagt, könnte auch über den Amtsantritt von Jorge Mario Bergoglio stehen, als er sich am 13. März 2013, zum 266. Bischof von Rom gewählt, einen neuen Namen gab: Franziskus I. und damit auch ein völlig neues Programm in der katholischen Kirche auflegte. (siehe dazu auch seine Enzyklika Laudato si`)
Gunnar Decker, der Berliner Religionsphilosoph, nimmt uns in seinem neuen Buch mit auf eine ebenso lehrreiche wie unterhaltsame Zeitreise ins Mittelalter, als der Bettelmönch Franz von Assisi nichts weniger wollte, als Welt und Kirche zu verändern.
Francesco, geboren als Sohn des reichen und einflussreichen Tuchhändlers Pietro Bernadone geboren, kennt beide Seiten: Reichtum, Macht und Vergnügungen der oberen Gesellschaftsschicht und Armut und Verzweiflung der vielen Zurückgelassenen und Ausgestoßenen. Schnell erkennt er die Fehlentwicklungen von Reichtum (Kapitalismus) und vor allem der weltlichen Macht der Kirche.
Wie wurde aus dem bürgerlichen Lebemann Giovanni Battista Bernadone der asketische Bettelprediger Franziskus? Und was wurde aus seiner Vision von einem Leben in der Nachfolge von Jesus Christus?
Neben einer äußerst klugen und kenntnisreichen Biographie, mit sehr guten Informationen aus primären Quellen und sehr interessanten sekundären Quellen, liefert Gunnar Decker das farbige und plastische Bild eines Mannes, dessen Strahlkraft alle konfessionellen und zeitlichen Unterschiede überwindet und gerade in den Zeiten eines Turbokapitalismus und des Überdrusses, Halt und Zuflucht bietet.
Für mich besonders interessant sind in diesem Buch zwei Aspekte:
Einmal der Einfluss Franz von Assisis auf Kunst und Kultur, von Boccaccio, G.K. Chesterton, Luise Rinser, Hermann Hesse, Rilke bis zu Steven Spielberg, die sich zu allen Zeiten immer wieder mit seiner Botschaft auseinandersetzen, die uns Antworten auf die Fragen gibt, die wir auch heute an das Leben stellen.
Zum anderen die Reaktionen der Amtskirche, die als die wahren Mächtigen in der Kirche seine Reformbewegung ausbremsen, die vergleichbar ist mit dem Kampf, den verschiedene Kreise der Kurie heute gegen Papst Franziskus I. führen. Wer wird siegen? Das kirchliche Establishment oder der unkonventionelle neue Papst?
Eine insgesamt lohnende Lektüre, die ebenso viel Kenntnisse vermittelt wie sie Lesevergnügen bereitet.

Lehrreich - bis in die heutige Zeit

Von: Magische Farbwelt Datum: 09.01.2017

https://magischefarbwelt.blogspot.de/

Sehr gern versinke ich in das Leben anderer Personen und geschichtsträchtiger Menschen. Daher lese ich auch liebend gern Biografien. Am liebsten mag ich es, eine Zeitreise beim Lesen durchzuführen, einfach, weil ich über den Tellerrand hinausschauen möchte. Denn versteht man das Vergangene, kann man umso besser mit dem Geschehen im Hier und Jetzt umgehen. Mit der Biografie über Franz von Assisi gelingt ein weiter Schritt zurück in die Vergangenheit, nämlich ins Mittelalter des 13. Jahrhunderts. Sicherlich: Von Franz von Assisi habe ich schon gehört. Doch wer er war und was er Ereignisreiches machte, das wusste ich nicht so richtig. Und das sich der heutige Papst den Namen Franziskus aufgrund der Figur Franz’ von Assisi wählte, war mir bis zum Lesen des Buches auch neu. Gunnar Decker schreibt in der Biografie „Franz von Assisi – Der Traum vom einfachen Leben“ wie Giovanni Bernadone, der später von seinem Vater den Namen Francesco erhielt, zu Franz von Assisi wurde. In einem gut situierten Hause aufgewachsen wendet sich Francesco auf einmal vom Reichtum ab. Er will wie Jesus leben: In Einfachheit, Armut und Liebe zum Menschen und zur Natur. Wie ihm dies gelingt – oder auch eben nicht – wird von Gunnar Decker auf detailreiche Weise beschrieben. Und ja, auch wenn ich nicht jedes Wort des Buches verstanden habe, ich habe dieses Buch verschlungen, weil ich es faszinierend finde, wie es ein einzelner Mensch auf seiner Mission sogar zu einem Heiligen geschafft hat, auch wenn das mit großer Sicherheit nicht das Ziel des Franz’ von Assisi war. Das Begehren des Franz’ von Assisi wurde immer wieder von der Kirche kritisch beobachtet, seine Anhänger teilweise als Ketzer verfolgt und getötet. Seine Heiligsprechung habe ich so ein bisschen als „Werbung“ für die Kirche von damals aufgefasst, da Franz von Assisi durch seine Einfachheit einen Zugang zu den einfachen Menschen hatte. Die Biografie ist wissenschaftlich fundiert, da sich Gunnar Decker auf viele diverse Quellen bezieht und diese immer wieder kritisch hinterfragt, selbst seine eigenen Ausführungen werden von ihm selbst kritisch beäugt. Ich persönlich habe nicht viel kirchliches Hintergrundwissen, eben nur das, was mir im Geschichtsunterricht beigebracht wurde. Viele lateinische Begrifflichkeiten finden sich im Text wieder. Und ja, auch arg verschachtelte Sätze, sodass ich manche Passagen mehrmals lesen musste. Und dennoch hat das Buch meinen Horizont erweitert, mit immer wieder staunender Anerkenntnis meinerseits. Sicherlich: Ein Leben in allzu großer Armut und ohne Besitz ist für mich heute nicht denkbar, aber man kann umfangreiche Schlüsse auf das heutige Leben ziehen. Denn ich habe viel über Gerechtigkeit gelernt bzw. mein bereits vorhandenes Verständnis davon wurde bestätigt.

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