Frau Duan feiert ein Fest

Roman

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Im Städtchen Pingle in der chinesischen Provinz Sichuan wird so scharf gegessen, dass die Leute mit einem Loch in der Zunge groß werden. Frau Duan genießt als Matriarchin des örtlichen Bohnenpasten-Imperiums höchstes Ansehen. Die Feier zu ihrem achtzigsten Geburtstag soll ein gesellschaftliches Großereignis werden. Doch die von überallher anreisende Verwandtschaft hat nicht nur gute Wünsche im Gepäck ...


Aus dem Chinesischen von Karin Betz
Originaltitel: The Chili Bean Paste Clan
Originalverlag: Zhejiang Literature and Art
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-22269-7
Erschienen am  08. Oktober 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Gute Geschichte, aber leider ist der Funke nicht übergesprungen

Von: Lesendes Federvieh

12.12.2018

Der 80. Geburtstag von Frau Duan steht kurz bevor. Zu diesem Zweck wird ein großes Fest organisiert. Doch dabei soll natürlich auch die Bohnenpastenfabrik der Familie hervorgehoben werden. Also versuchen ihre drei Kinder etwas Großartiges auf die Beine zu stellen. In einer Familie herrscht aber nicht immer eitel Sonnenschein. Bei solch einem Großprojekt kommt so einiges das jahrelang verschwiegen wurde, an den Tag... "Frau Duan feiert ein Fest" ist eine außergewöhnliche Familiengeschichte. Schonungslos und direkt gewährt die Autorin Einblicke in das Leben und den Alltag der chinesichen Familie Duan/Xue und ihren einzelnen Familienmitgliedern. Die Autorin schreibt hintergründig und mit einer ordentlichen Portion Satire über all diese Unzulänglichkeiten und Eigenheiten. Sie verwendet dafür eine klare flüssige Sprache, die mir aber an manchen Stellen eine Spur zu derb ist. Ihre Charaktere sind pointiert und messerscharf skizziert. Das hat mir gut gefallen. Auch die Handlung selbst ist unterhaltsam, aber trotzdem benötigte ich ungewöhnlich lange um in die Geschichte hineinzufinden. Das lag zum großen Teil an den schwierigen chinesischen Namen, bei denen ich ziemliche Schwierigkeiten hatte sie auseinander zu halten. Deshalb war ich heilfroh über die Legende zu Beginn des Buches. Aber das ewige Nachschlagen, wer ist das nun wieder, hat meinen Lesefluss doch sehr gehemmt. Sehr interessant fand ich hingegen die kulinarischen Schilderungen der chinesischen Küche, die sie immer wieder in die Handlung einstreut, denn vor allem Shenhquiang ist gutem Essen ja nicht abgeneigt. Dabei musste ich allerdings feststellen, dass ich manchmal lieber bei Reis pur geblieben wäre. Das war das erste Buch einer chinesischen Autorin, das ich gelesen habe. Die Geschichte ist insgesamt gut, aber bei mir ist der Funke nicht richtig übergesprungen.

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Satire pur! Muss mal allerdings mögen!

Von: Chattys Bücherblog

28.11.2018

Gleich zu Beginn erwartet den Leser ein Personenverzeichnis mit vielen (für mich zumindest) unaussprechlichen Namen. Ich finde die Buchstabenfolge bei den chinesischen Namen wirklich schwierig. Nicht nur beim Aussprechen, sondern auch beim Lesen der Namen. Irgendwie klingen sie alle für mich gleich. Deshalb hatte ich mir für diesen Roman auch überlegt mir nur den ersten Buchstaben des Namens zu merken, um den Lesefluß nicht weiter zu gefährden. Was nun folgt, war großes Kino. Ich hatte nahezu ein Dauergrinsen im Gesicht. Nicht nur, dass man von Shengjiang erfährt, wie er zum ersten mal Sex hatte, wie er sich das Geld dafür zusammen sparte, sondern auch die kleinen Machtspielchen innerhalb der Familie. Interessant fand ich auch, dass der Roman aus der Ich-Perspektive geschrieben wurde, bzw. erzählt, so dass immer nur von Vater, Onkel, Großmutter etc. die Rede war. Allerdings, wer war ich? Aber auch das stellt sich im Laufe der Geschichte raus. Was mich allerdings etwas stutzig gemacht hatte war der Titel des Romans. Hier ging der Bezug leider im Laufe der Story etwas verloren, da nicht die Matriarchin des örtlichen Bohnenpasten-Imperiums die Hauptakteurin war, sondern vielmehr ihr Sohn und sein, na ja, etwas freizügiges Leben. 📚 Fazit 📚 Man muss Satire mögen, um sich in diesem Roman zurecht zu finden, denn diese Story ist wirklich bitterböse. Kleine, feine Andeutungen, gespickt mit schonungslosen Szenen. Mich hat das Buch gut unterhalten, aber leider nicht wirklich begeistert.

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Vita

Yan Ge, geboren 1984 in Sichuan, gilt als eine der aufregendsten jungen Autorinnen Chinas. Das People’s Literature Magazine wählte sie in ihre "Top 20 Unter 40". 2013 erhielt sie den Chinese Media Award als Beste Newcomerin im Bereich Literatur. Yan Ge lebt mit ihrer Familie in Dublin.

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