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Frauen dürfen hier nicht träumen Mein Ausbruch aus Saudi-Arabien, mein Weg in die Freiheit

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-21524-8

Erschienen:  15.01.2018
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Paperback

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»Ich verließ meine Familie und meine Heimat, weil ich nicht mehr an Gott glaube, aber an ein Leben als selbstbestimmte Frau.«

Rana Ahmad

Flirrende Hitze, in der Sonne glitzernde Wolkenkratzer: Saudi-Arabien ist eines der reichsten Länder der Welt. Beherrscht von Scharia und der Religionspolizei. Als Zehnjährige muss Rana sich zum ersten Mal verschleiern. Sie soll die Sonne auf der Haut nicht mehr spüren, darf ohne männliche Begleitung nicht mehr auf die Straße. Rana fehlt die Luft zum Atmen, sie beginnt zu zweifeln: an Gott. Darauf steht in Saudi-Arabien die Todesstrafe. Auch deshalb beschließt sie auszubrechen.

»Rana Ahmad ist mit ihrem Mut und ihrem Kampf für Menschen- und Frauenrechte eine wichtige Stimme in unserer Welt. Möge ihr Eintreten für ein selbstbestimmtes Leben der Frauen insbesondere in muslimischen Ländern viele Nachahmerinnen finden.«

Ensaf Haidar, Menschenrechtlerin und Ehefrau von Raif Badawi

Rana Ahmad (Autorin)

Rana Ahmad, geboren 1985, ist in Riad in Saudi-Arabien aufgewachsen, wo sie sich im Alter von zehn Jahren zum ersten Mal verschleiern muss. Als junge Frau darf sie aufgrund der strengen religiösen Gesetze, die in ihrer Heimat gelten, nicht alleine auf die Straße gehen, nicht Fahrrad oder Auto fahren, nicht selbst darüber entscheiden, ob sie studiert oder arbeitet. Nach einer gescheiterten Ehe kommt sie durch das Internet mit Texten von Friedrich Nietzsche und Charles Darwin in Kontakt, sie zweifelt an ihrem Glauben und wird Atheistin. Darauf steht in Saudi-Arabien die Todesstrafe. Rana Ahmad entscheidet sich deshalb für den Ausbruch. Sie verlässt unter größter Gefahr ihre Heimat, nur mit einem Laptop und einem Flugticket nach Istanbul in der Handtasche. Von der Türkei aus gelangt sie über Griechenland nach Deutschland, wo sie heute lebt. Um von ihrem Bruder und ihrer Familie nicht gefunden zu werden, muss Rana Ahmad ihren Namen ändern. Heute hat sie nur mit ihrem Vater sporadischen Kontakt, der sie trotz ihrer Flucht nicht verstoßen hat. An den Wänden ihrer Wohnung in Köln hängen Bilder ihrer großen Vorbilder: neben Marie Curie eines von Albert Einstein und Isaac Newton. Als Vorbereitung auf ihr Physikstudium ist sie Gasthörerin an der Universität Köln. »Die Sprache der Naturwissenschaften ist universell,« erklärt Rana Ahmad, »wenn ich die Welt ein bisschen besser verstehen möchte, dann muss ich diese Sprache lernen.« Im Frühjahr 2018 wird sie ein Praktikum am CERN in der Schweiz absolvieren.

Die Co-Autorin Sarah Borufka wurde 1983 in Fürth geboren. Studium der Filmwissenschaften in New Orleans, danach Arbeit in New York und Prag. Seit 2012 lebt sie in Berlin, wo sie als Freie Autorin arbeitet.


Sarah Borufka (Autorin)

Die Co-Autorin Sarah Borufka wurde 1983 in Fürth geboren. Studium der Filmwissenschaften in New Orleans, danach Arbeit in New York und Prag. Seit 2012 lebt sie in Berlin, wo sie als freie Autorin arbeitet.

»Rana Ahmad ist mit ihrem Mut und ihrem Kampf für Menschen- und Frauenrechte eine wichtige Stimme in unserer Welt. Möge ihr Eintreten für ein selbstbestimmtes Leben der Frauen insbesondere in muslimischen Ländern viele Nachahmerinnen finden.«

Ensaf Haidar, Menschenrechtlerin und Ehefrau von Raif Badawi

»Die bewegende Geschichte einer außergewöhnlich mutigen, jungen Frau, die sich von religiösen Fundamentalisten nicht einschüchtern ließ und die Hoffnung auf ein Leben in Freiheit niemals aufgegeben hat. Unbedingt empfehlenswert!«

Michael Schmidt-Salomon, Philosoph und Autor

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-21524-8

€ 13,99 [D] | CHF 17,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

Erschienen:  15.01.2018

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Paperback)

Ein tolles und erschreckendes Buch!

Von: Bücherliebe99 Datum: 15.01.2018

https://buecherliebe99.wordpress.com/

Rana wächst in der Hauptstadt Saudi-Arabiens auf und erfährt schon früh, wie wichtig es dort ist, fromm und religiös zu sein. Ihr ganzes Leben wird vom Islam, dessen Regeln und Vorstellungen bestimmt. Im Alter von 10 Jahren muss sie sich zum ersten Mal verschleiern, bis sie schließlich mit 14 Jahren nur noch komplett verschleiert aus dem Haus gehen darf. Rana darf auch nicht ohne ihren Bruder oder ihren Vater das Haus verlassen, sie darf kein Fahrrad oder Auto fahren und der Kontakt zu Männern, die nicht zu ihrer Familie gehören, ist ihr streng verboten.

Ranas Familie stammt ursprünglich aus Syrien. Jedes Jahr verbringt die Familie ihren Sommer in der Nähe von Damaskus bei den Großeltern und den anderen Familienmitgliedern. Dort muss Rana erfahren, welche Stellung Frauen in diesem System einnehmen und wie hilflos und aussichtslos die Situation für Frauen in dieser Gesellschaft ist. Rana wird von ihren Onkeln so behandelt, wie man es in Deutschland nur aus Schreckensgeschichten kennt – in Syrien und Saudi-Arabien ist es Alltag. Rana beginnt, an Gott und der Religion zu zweifeln, da er ihr bei ihren dunkelsten Erlebnissen nicht beisteht und recherchiert immer mehr über Atheismus. Wer sich in Saudi-Arabien von Gott abwendet, wird mit dem Tode bestraft, weshalb Rana in ständiger Angst lebt, sie wird von ihrem Bruder entlarvt. Doch ihre Neugierde ist größer als ihre Angst.

Als Rana beschließt zu fliehen, war dieser Beschluss eine Konsequenz aus dem Verhalten ihrer Familie gegenüber ihr. Sie kann sich schließlich so kleiden, wie sie möchte, alleine ausgehen und auch sagen, was ihr in den Sinn kommt, ohne bestraft zu werden.

Für manche von uns, für mich ganz besonders, ist es befremdlich, dass eine Person nicht sagen darf, welche Meinung sie vertritt oder sich nicht so kleiden darf, wie es ihr gefällt. Deshalb war es für mich umso schockierender zu erfahren, wie das Leben als Frau in einem von der Religion beherrschten Land wie Saudi-Arabien wirklich ist. Rana erzählt nicht nur von ihrem eigenen Schicksal, sondern auch von anderen Frauen, Cousinen, Schwägerinnen, Tanten, Freundinnen. Kaum eine Geschichte hat ein glückliches Ende für die Frau, die Macht der Männer über Frauen siegt.

Rana Ahmad bring viele Faktoren ihres Lebens zusammen, die mich allesamt sehr schockiert haben. Sie erzählt von ihrem Leben in Saudi-Arabien, ihrer Flucht nach Istanbul, dem Weg von Istanbul nach Deutschland und auch die Zeit nach ihrer Flucht. Man leidet mit Rana, oft sind mir die Tränen gekommen, weil es mir das Herz gebrochen hat, was ihr widerfahren ist.

Rana Ahmad ist eine unfassbar mutige Frau mit sehr viel Kampfgeist. Sie ist eine Inspiration und ein Vorbild für viele junge Mädchen, die sich in ihrer Umgebung gefangen und unterdrückt fühlen. Ihre Geschichte ist sehr eindrucksvoll und berührend. Ich wünsche Rana Ahmad, die heute in Deutschland wohnt, für ihr weiteres Leben nur das Beste.

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