Freiheit

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Freiheit bedeutet Mut zur Veränderung

Der Begriff »Freiheit« ist für viele Menschen nicht mit Religion vereinbar. Doch für Kardinal Marx gehört »Freiheit« zu den Kernbotschaften des Christentums. Wer frei ist, kann sich einbringen, wer frei ist, kann handeln, wer frei ist, kann sich binden und lieben, wer frei ist, kann sich frei entscheiden. Mit seinem sehr persönlichen Buch möchte Kardinal Marx Mut machen, sich frei, ohne Angst und im Vertrauen auf die christlichen Werte einzumischen und die Veränderungen in unserer Gesellschaft mitzugestalten.


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ISBN: 978-3-641-25844-3
Erschienen am  25. Mai 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Freiheit auch für Frauen?

Von: Maria Hagenschneider aus Hamm

21.06.2020

Ich habe das Buch in kurzer Zeit lesen können, was dafür spricht, dass es gut und lesbar geschrieben ist. Ich vermute auch für Nichttheologen macht es keine Probleme und auch Freude beim Lesen. Die Gedankengänge kann ich mitgehen, auch wenn mir wenige Gedanken neu sind. Ich würde gerne mit Kardinal Marx darüber sprechen, wie er seine Gedankengänge aus meiner Sicht als Frau, die für die Geschlechtergerechtigkeit in der Kirche unterwegs ist, beendet, bevor sie zu Ende sind. Er kneift! Ich kann an manchen Stellen seinen Schlusspunkt nicht begreifen. So schreibt Marx von den Bewegungen, die man gerade besonders im Blick behalten soll. Ich zitiere: „Die zweite Bewegung, die ich meine, ist ein neu erwachter Autoritarismus oder Populismus, der - und das ist altbekannt und neu zugleich - auch Religion als Schwungrad nutzt, um das Konzept der Freiheit exklusiv auf jeweils ausgewählte Gruppen, Nationen oder Kulturen zu beschränken.“ (S. 72/73)- tut die Kirche das nicht immer noch und immer wieder - und weiter unten: „So unterschiedliche die Kulturen auch sind, im Fundament sind alle Menschen gleich und sind alle ohne Unterschied Bild Gottes und zur Freiheit berufen.“ Diese Freiheit endet für mich als Frau an der Berufung zum Amt. - Den Frauen - er benennt natürlich richtig, dass es bei den Belangen der Frauen in der Kirche gleichermaßen um Männer geht und deren Rollen und Rollenverständnis und Menschenverständnis... widmet er sogar extra Raum. Er spricht davon, dass die Frauen natürlich in kirchlichen Führungspositionen mehr und mehr aktiv sein sollen, wozu ja auch er Hildegardis-Verein beiträgt. Aber er sagt : „Frauen in kirchlichen Führungspositionen - und dabei geht es gerade nicht um die Ordination von Frauen !- tragen entscheidend dazu bei, geschlossene klerikale Zirkel bzw.das Männerbündische der Kirche aufzubrechen.“ (S. 114) Es erschließt sich nicht, wie man von Führungspositionen in der Kirche für Frauen sprechen kann, wenn jede Frau einem geweihten Priester untergeordnet sein wird. Sie kann niemals Eucharistie feiern und keine Pfarrei leiten und keine Gottesdienste selbstverantwortlich feiern, niemals eine Diözese leiten, niemals in der Bischofskonferenz sitzen - geschwisterlich - weil man zur Freiheit nur Brüder beruft, die das besondere Etwas haben. Sie kann nicht einmal einem Diakon gleich im Gottesdienst predigen. Aber ja, unten steht dann: „Was Laien-Mänern an Führungspositonen in der Kirche offensteht, muss auch für Frauen möglich sein!“ (S.114) Okay, die gleiche Freiheit für Laien-Mann und Laien-Frauen. Und wie wäre es dann mit Priester-Mann und Priester-Frau. Ach ja, die Freiheit hat Frau ja nicht, dass sie auch da konkurrieren dürfte. Intellektuell und berufungsmäßig könnte sie es. Aber die Männer verwehren ihr diese Freiheit. Warum noch mal? Weil Gott Mensch wurde doch wohl nicht. DArauf hebt Herr Marx auch ab, dass Gott Mensch wurde, was ja unser Glaube ist. Mensch!! Frauen-Menschen sind eben doch nicht wirklich Menschen, weil nicht Männer-Menschen? . „Aber im wirklich partnerschaftlichen Miteinander von Frauen und Männern zeigt sich besonders, ob die Kirche ein Zeichen der Freiheit ist oder an überholten Unter-und Überordnungsmodellen festhält.“ (S.115) Tja! - Die Gedanken lohnen als Anregung für Gespräche. Aber sie sind nicht redlich weiter gedacht. Ich bescheinige einem klugen Theologen eine stringente Denkweise und ein „mutloses Einknicken vor der letzten Konsequenz, die den Menschenbegriff, der allüberall in diesem Buch vorkommt auch vollumfänglich der Frau zuweist.“ Zu welcher Freiheit bin ich berufen? Welche Freiheit gibt mir der freie Gott, dessen Alterität Marx auch benennt? Auch, wenn er es abstreiten will. Frau ist niemals so frei wie der Mann in der katholischen Kirche. Das ist ungerecht. Es bleiben Unter-und Überordnungsmodelle. Schade, Herr Marx. Im Letzten: unfrei!

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Freiheit, die ich nicht meine

Von: Dr. Nathan Warszawski

18.06.2020

Kardinal Reinhard Marx schreibt ein schmales Büchlein mit 170 Seiten, um dem geneigten Leser beizubringen, warum die römisch-katholische Kirche ein wichtiger und weltweiter Partner für die Sicherung der Freiheit aller Menschen ist. Bisher haben die Weissagungen der katholischen Kirche lediglich zum Zusammenbruch der Moral mit Tod und Vernichtung geführt. Der Anspruch der Kirche lautet hier, dass der technisch-industrielle Fortschritt nicht die Natur (die Lebensgrundlage) zerstören darf. Der Anspruch klingt gut, das Problem liegt in der Umsetzung. Die Ideen und Vorstellungen der Kirche klingen gut, sie sind jedoch gewöhnlich bösartig: s. Kindererziehung, die in Kinderschändung mündet. Im Gegensatz zum Kapitalismus hat die Kirche keine Probleme gelöst. sondern nur erzeugt. Der Kapitalismus hingegen erzeugt zwar ebenfalls Probleme, löst zuweilen auch solche. Nicht nur katholische Laien, sondern auch katholische Priester verlassen aus diesem Grund ihre Kirchen in der 3. Welt, um in der 1. Welt ihr Glück – auch kirchenlos - zu suchen. Die Kirche ist nur im Kapitalismus erfolgreich, s. ihre Geld- und Güteranhäufung in Deutschland. In der nicht-kapitalistischen 3. Welt ist die Kirche arm. Die VR China ist ein Paradebeispiel für die (freiwillige) Unterwerfung der katholischen Kirche unter dem politischen System. Deshalb ist es notwendig – ganz im Gegensatz zu den Absichten des Autors und Kardinals Reinhard Marx – dafür zu sorgen, dass die Kirche auch zukünftig keine Mitsprache in Dingen des Arbeitsrechts erhält. Nur so können die Interessen der Arbeiter geschützt, gar gestärkt werden. Wie viele andere Religionen in Europa hat die römisch-katholische Kirche das Ziel und nicht den Weg im Auge. Beim Kapitalismus ist es umgekehrt! Der Kapitalist sorgt primär für Produktion und für Fabriken, erst dann für den Profit. Der ehrenwerte polnische Papst Johannes Paul II kämpft gegen den real existierenden Kommunismus, der die Arbeiter arm hält, damit sich die echten Kommunisten den Reichtum teilen, den die Arbeiter erzeugen. Der polnische Papst Johannes Paul II kämpft primär weder gegen die weltweite Armut, noch für den Umweltschutz. Zuletzt beteuert der Kardinal, dass er sich seit Jahrzehnten ausführlich mit der Theologie der Befreiung beschäftigt. Das hätte eine schöne Doktorarbeit für den Kardinal gegeben. Ganz ohne Konsequenzen. Freiheit von Reinhard Marx Kösel-Verlag Mai 2020 ISBN-13: 978-3466372614 176 Seiten 18 € Ganz fabelhaft beginnt das Büchlein mit dem Satz „Wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit“. Für den Kardinal ist die Freiheit des Menschen lebensnotwendig. Wer möchte sich dem nicht anschließen? Dann verkündet der Kardinal, dass der Auszug aus Ägypten (Exodus) mit Freiheit gleichgesetzt werden muss. Ob die Mehrheit der Katholiken da mitmacht? Im Volk Gottes – also den Juden - erkennt Marx die Protagonisten der Freiheit! Mit dieser Meinung ist er einsam. Der jüdische Monotheismus mitsamt dem Exodus ist die Grundlage jeglicher Freiheit! Das Recht stützt die Freiheit! Die Trennung von Kirche und Staat ist die notwendige Grundlage für die Würde und die Freiheit des Maschen: Freiheit von und Freiheit zu! Die Furcht vor der Freiheit ist nicht gebannt. Die religiöse Erlösung führt zur politischen Befreiung. Christlich: Gott = Freiheit. Der Ort der Freiheit ist das Gebet (Kirche). Wahrheiten verändern sich im Laufe der Jahrhunderte. Auch den Frauen in der katholischen Kirche werden einige Kapitel gewidmet. Der Frauenanteil unter dem Laien, die für die Kirche arbeiten, soll und wird stetig erhöht werden. Die Frage nach Frauen im Priesteramt wird nicht beantwortet. Die Kirche zieht sich aus der Weltpolitik zurück. Gottesliebe = Menschenliebe = Freiheit.

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Vita

Kardinal Reinhard Marx, geboren 1953, ist seit 2008 Erzbischof von München und Freising. Von Papst Franziskus wurde er in das Gremium der 9 Kardinäle berufen, das über die Reform der Kurie mit berät. Zudem ist Kardinal Marx Koordinator des Vatikanischen Wirtschaftsrates. Er war bis 2020 Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz und bis 2018 Präsident der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft.

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