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Freud ist an allem schuld Roman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-16431-7

Erschienen: 13.03.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch

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»Die am weitesten verbreitete Krankheit der Welt ist die Liebe.« Der Mann, der das sagt, muss es wissen: Francesco, alleinerziehender Vater von drei Töchtern, ist Paartherapeut. Und Fallbeispiele hat er in der Familie genug. Tochter Sara fühlt sich in ihren lesbischen Beziehungen gescheitert und sieht nur eine Lösung: hetero werden. Schwester Marta, Buchhändlerin mit romantischen Idealen, verliebt sich in einen Gehörlosen, der ihr Opernlibretti aus dem Laden stiehlt. Nur Emma scheint solide – wäre sie nicht noch Schülerin und ihre große Liebe Alessandro ein 50-jähriger verheirateter Architekt. Aber da hat Francesco den perfekten Plan: Er will Alessandros Ehe mit einer Therapie wieder kitten. Bis sich herausstellt, dass Alessandros Frau Claudia die unbekannte Schöne ist, die Francesco selbst heimlich verehrt …

Paolo Genovese (Autor)

Paolo Genovese, 1966 in Rom geboren, Drehbuchautor und Regisseur, hat Wirtschaft studiert und lange Zeit in der Werbebranche gearbeitet. Der Film Incantesimo napoletano (Neapoletanischer Zauber) wurde mit dem David-di-Donatello-Preis und zwei Golden Globes ausgezeichnet. "Freud ist an allem schuld" ist sein erster Roman. Er selbst hat ihn mit prominenter Besetzung und sehr erfolgreich für das italienische Kino verfilmt.

Aus dem Italienischen von Franziska Kristen
Originaltitel: Tutta colpa di Freud
Originalverlag: Mondadori

eBook (epub), 1 s/w Abbildung

ISBN: 978-3-641-16431-7

€ 8,99 [D] | CHF 11,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

Erschienen: 13.03.2017

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Liebeswirren in Bella Roma

Von: Maike Datum: 24.07.2017

www.flowers-and-candies.de

Ich hab zuletzt „Freud ist an allem Schuld“ von Paolo Genovese aus dem btb-Verlag gelesen. Vor einiger Zeit hatte ich es mir als Rezensionsexemplar schicken lassen und wurde nicht enttäuscht.

Die Story ist recht ungewöhnlich: Francesco, ein alleinerziehender Vater wohnt in Rom mit seinen drei erwachsenen Töchtern zusammen. Er selbst arbeitet schon lange als Paartherapeut und versucht, seinen Patienten zu helfen, ihre Beziehungen zu kitten.

In seiner eigenen Familie klappt es aber mit der Liebe nicht so recht. Er selbst stellt schon lange einer Frau mit Hund hinterher, ohne sich zu trauen, sie anzusprechen.
Seine Tochter Sara ist eigentlich lesbisch. Aber nachdem ihre letzte Beziehung in New York gescheitert ist, kommt sie zurück nach Rom und beschliesst, es jetzt mal mit den Männern zu versuchen.
Marta, die zweite Tochter, verliebt sich ausgerechnet in einen Gehörlosen, der sie bestohlen hat. Einzig seine Tochter Emma, noch Schülerin, scheint in einer glücklichen Beziehung zu leben. Leider ist ihr Partner 50 Jahre alt und verheiratet. Und das gefällt Francesco natürlich gar nicht. Er schmiedet einen Plan, der dann aber sein eigenes Liebesleben verkomplizieren wird…

Ich finde, ein wunderschönes, lebensfrohes Buch, das die verschiedenen Formen der Liebe und ihre Hemmnisse wunderbar darstellt. Trotz der Sorgen der einzelnen Personen bringt es eine schöne Leichtigkeit und Zuversicht mit. Und er spielt in Bella Roma. Hach!

Gelungen!

Von: Linda // Dufttrunken Datum: 22.07.2017

dufttrunken.blogspot.de

Hach, das war mal ein absolut gelungener Roman. Paolo Genovese hat mit diesem (Liebes-)Roman tatsächlich eine sommerleichte Komödie geschaffen.
Gleich von Beginn an hat mich Herr Genovese in seinen Bann gezogen, mit seiner flüssigen und sehr erzählerischen Art zu Schreiben. Abwechselnd erzählt aus der Sicht der drei Töchter und des Vaters und trifft dabei jedes Mal einen etwas anderen Ton, dass hat mir äußerst gut gefallen. Mitunter daran konnte man schon die Charaktere der Protagonisten ausmachen.

Ich empfand diese Geschichte in der Tat als sommerleicht, aber nicht platt und wirklich unvorhersehbar. Wieder Pluspunkte gewonnen.
Genovese behandelt in der Geschichte mehrere Punkte, unter anderem Homosexualität, wobei mir dieser Punkt etwas zu knapp und stiefmütterlich behandelt ausfiel - um ehrlich zu sein, die Geschichte um die lesbische Sara war eigentlich der Punkt, der mir am meisten aufstieß. Wäre dieser Handlungsstrang ein bisschen mit mehr Authentizität dargestellt worden, wäre das Buch ein absoluter Glückstreffer. So ist es zwar immernoch sehr gut, aber eben nicht mehr. Hierbei hat mich gestört, dass Sara beschließt von heute auf morgen hetero zu werden. Okay, ob das jetzt wirklich so auftritt, kann ich nicht nachvollziehen, zumindest hatte ich als Hetero noch nicht das Bedürfnis, jetzt homoexuell zu werden, nur weil meine heterosexuellen Beziehungen nicht funktionieren (und nein, das ist überhaupt nicht im negativen Sinne gemeint).
Klar, dass es dann auch mit den Männern nicht funktioniert - Hete sein entspricht eben nicht ihrer Natur, dafür braucht sie keinen Ausflug in die Heterosexualität machen. Liebe liegt nicht im Geschlecht des Menschen, sondern im Herzen.

Ansonsten empfand ich das Buch als gut gelungen. Toll gezeichnet fand ich, wie Francesco als alleinerziehender Vater agiert und von seinen Töchtern über alles geliebt wird und diese genauso heftig zurückliebt. Nachvollziehbar fand ich deswegen auch seine Handlungen, als er seine Liebe zurückstellt, um seiner Tochter etwas Gutes zu tun. Ob das jetzt richtig war oder nicht, sei dahingestellt, letztendlich sind auch Eltern nicht perfekt und immernoch lernfähig. Das ist meiner Meinung nach auch völlig okay.

Nicht zu vergessen: die Storylines um Emma mit ihrer Liebe zum viel älteren Freund und um Marta, die sich in einen gehörlosen Liberetto-Dieb verliebt fand ich toll, gerade Emma konnte ich (aus eigener Erfahrung) gut verstehen, wenngleich ich nicht ganz so blind war.

Also, bis auf den Knackpunkt um Sara fand ich das Buch absolut gut gelungen und habe es auch schnell und rasch ausgelesen. Paolo Genovese tritt an ernste Themen heran, dies aber so leicht und auch mit Humor, dass der Ernst seinen Schrecken verliert. So läuft das Leben, manchmal muss man es in die Hand nehmen und manchmal läuft alles von allein - diese Message hab ich mitgenommen.

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