Frühling in Paris

Roman

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In der Rue d'Estelle blühen die Platanen. Es ist Mai, und das Leben scheint heiter und unbeschwert. Doch den Bewohnern des Hauses Nr. 5 ist nicht nach Frühling zumute. Isaac, der alte russische Jude, verlässt kaum mehr seinen Tabakladen. Dem Studenten Nicolas, der als Straßenclown arbeitet, gelingt es nicht mehr, die Menschen zum Lachen zu bringen. Und die ehrgeizige Tänzerin Camille hat alle Leichtigkeit verloren. Bis eines Tages die junge Louise auftaucht und ein kleines Café eröffnet. Mit ihrer Unbekümmertheit stellt sie alles auf den Kopf und sorgt für einen Zauber, den es in der Rue d'Estelle schon lange nicht mehr gegeben hat.

»Ein Buch für Paris-Liebhaber«


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ISBN: 978-3-641-18040-9
Erschienen am  03. April 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Eine bezaubernde Geschichte

Von: Sarahs Bücherregal

02.08.2017

Louise Barclay kommt aus London nach Paris, wild entschlossen ein neues Leben anzufangen. Von ihrer Tante hat sie eine Wohnung und eine alte Bäckerei geerbt, jetzt muss sie nur überlegen, was sie damit anfangen will. Mit ihrer fröhlichen Art bringt sie wieder Leben in die Rue Estelle und ihre Bewohner auf Trab. Alle fühlen sich von ihr angetrieben und suchen einen Sinn in ihrem Leben, während Louise feststellt, dass sie gar nicht weiß, was sie eigentlich vom Leben will. Fiona Blums Roman „Frühling in Paris“ ist eine bezaubernde Geschichte über eine junge Frau, die das Leben ihrer Mitmenschen bereichert, ohne selbst zu wissen, wohin sie eigentlich will. Louise ist sehr liebenswert, aber auch naiv und stürzt sich ständig in neue Projekte. Damit lenkt sie sich selbst eigentlich nur davon ab, dass sie gar nicht weiß, was sie vom Leben erwartet, was ihr Traum ist. In Paris bekommt sie die Chance, endlich etwas zu finden, was sie wirklich ausfüllt und Menschen zu treffen, die ihr als wahre Freunde zur Seite stehen. All dies beschreibt die Autorin mit einer wundervollen, fast verträumten Sprache, die sehr gut zu Louise passt. Besonders die bildhaften Beschreibungen von Louises Emotionen haben mich begeistert, so vergleicht sie beispielsweise Gespräche mit ihrer Mutter mit einem Regenguss, der einen bis auf die Knochen durchnässt. Ihre Art damit umzugehen ist, ihrer Mutter einfach nur Bruchstücke aus ihrem Leben zu erzählen, damit nicht all ihre Hoffnungen in der Anwesenheit ihrer Mutter geradezu ertrinken. „Frühling in Paris“ ist eine wunderschöne Geschichte, liebevoll geschrieben und mit einer eindrucksvollen Hauptperson besetzt. Louise Barclay bleibt einem im Kopf, auch wenn das Buch schon längst beendet ist.

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An der Rue d'Estelle zieht der Frühling mit leisen Tönen ein

Von: Layla

20.04.2017

Melancholisch wirkt das Cover mit der Rückenansicht einer Frau. Nehmen wir an, es ist Louise Barclay, die mit dem Zug von London her gerade in Paris ankommt und die frühlingshafte Stadt auf sich wirken lässt. Noch weiss sie nicht, was sie in der französischen Grossstadt erwartet. Von Paulette Petit wurde sie informiert, dass Louises Tante Isabelle Bonnet verstorben ist und sie ihr etwas mitzuteilen hat. Louise wird vor Ort dann damit überrascht, dass sie eine kleine Mansarde vererbt bekommen hat. Nebenan wohnt Strassenkünstler Nicolas Javrés, der sich gerne auf der Galerie der Chimären an der Notre Dame aufhält. In der ersten Etage wohnt Balletttänzerin Camille St. Pierre zur Untermiete; im Parterre befindet sich auf der einen Seite Monsieur Isaacs Tabakladen, auf der anderen Isabelles und Paulettes Bäckerei, die nun leer steht. Louise hat in London nichts, was auf sie wartet und entschliesst sich, eine Weile in Paris zu bleiben. Sie weiss nicht, was sie vom Leben will. Louise hat viel begonnen und alles abgebrochen. Soll sie weitermachen wie bisher oder vielleicht ein bisschen gründlicher planen als früher? Paulette fühlt sich alleine nach Isabelles Tod und wünscht sich mehr Leben in der Rue d'Estelle. Nicolas schleppt mehr als nur seinen Rucksack durchs Leben, Camilles Lebenstraum platzt, Isaac weiss nach dem Tod seiner Frau nichts mit sich anzufangen und dann sind da noch Nicolas Freunde Marcello und der skurrile, Dante zitierende Silvain, aber auch die häkelnde Wirtin Josephine. Wie schon in "Liebe auf drei Pfoten" wählt die Autorin ihre Figuren behutsam aus. Es sind nie die lauten Extrovertierten, sondern die ruhigen einfachen Charaktere, Leute wie du und ich. Gut, manchmal haben sie nicht so alltägliche Berufe, aber trotzdem sind alle bescheiden und der Leser wird schnell mit allen warm. Die grünen Blätter auf dem Cover und auch der Titel "Frühling in Paris" versprechen Zuversicht, die einige der Bewohner der Rue d'Estelle wegen Schicksalsschlägen und der Frage, wie es weitergehen soll, nötig haben. Der Leser kommt zeitgleich mit Louise in Paris an und taucht ein in die Geschichte der Bewohner der Rue d'Estelle Nr 5, deren Stimmung zwischen Melancholie und Lauschigkeit schwankt. Es geht um Lebensträume, ums Überleben, Weiterleben und im Entfernten auch um ein Wagnis eingehen. "Es geht weiter" - so empfand ich das Motto des Buches, welches wortgewaltig, ausdrucksstark und mit einer guten und genauen Beobachtungsgabe verfasst wurde. Fazit: Eine bezaubernde Geschichte, die leise, poetische Töne anschlägt und Hoffnung und Frohsinn verströmt. 4.5 Punkte.

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Vita

Fiona Blum ist das Pseudonym der Schriftstellerin und Juristin Veronika Rusch. Sie hat Rechtswissenschaften und Italienisch in Passau und Rom studiert und mehrere Jahre als Anwältin gearbeitet. Heute lebt sie als Schriftstellerin mit ihrer Familie in einem alten Bauernhaus in Oberbayern. Für ihren Roman »Liebe auf drei Pfoten« erhielt sie den begehrten DELIA-Literaturpreis.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»eine leise, sehr einfühlsam erzählte Geschichte um verlorene und nie geträumte Träume, um Neuanfänge, Ängste und deren Überwindung.«

www.susanne-edelmann.de (09. Februar 2018)

»Charmant!«

Anke Gappel, bella (03. Mai 2017)

»eine wunderbare Geschichte über Menschen und Paris – eine, die Lust macht, sofort an die Seine zu fahren.«

Garmisch-Partenkirchener Tagblatt (08. Juni 2017)

»Autorin Fiona Blum ist eine Magierin der Worte, ihre Geschichte verzaubert derart, dass man ziemlich sicher ist, den Duft der Blüten einzuatmen.«

General-Anzeiger Magdeburg (17. Mai 2017)

»Zauberhaft und ergreifend.«

Gute Woche (19. Mai 2017)

»Ein bisschen Paris, [...] ein bisschen Melancholie, ein wenig Drama, viel Liebe und Macarons – die perfekte Kombination für eine Geschichte.«

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