Fünf Tage in Paris

Roman

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Ein aufwühlendes Familientreffen in Paris

Paris ist von sintflutartigem Regen heimgesucht, als sich die Familie Malegarde dort anlässlich einer Feier trifft. Tochter Tilia reist aus London an, wo sie als Künstlerin lebt, und Sohn Linden, ein Fotograf, kommt aus Los Angeles dazu. Schon bei der Ankunft bemerken Tilia und Linden, dass Paul, der Vater, ein stets agiler Baumschützer, kraftlos wirkt. Auch Lauren, die Mutter, ist angeschlagen. Die Seine droht über die Ufer zu treten, sodass die vier das Hotelzimmer fast nicht verlassen können. Die apokalyptischen Wetterverhältnisse spiegeln, was auf der Familie lastet. Vieles wurde in den Jahren von einem Mantel des Schweigens umhüllt. Die Ereignisse spitzen sich zu, als Paul im Restaurant zusammenbricht und ins Koma fällt. Linden hält am Krankenbett Wache - und fasst endlich den Mut, sich seinem Vater gegenüber zu outen. Doch auch Paul hat ein erschütterndes Geheimnis, das der Schlüssel zu seiner Liebe zu den Bäumen, allen voran den Linden ist ...

»Tief psychologisch, aber leicht geschrieben, entwirft Bestsellerautorin Tatiana de Rosnay in ›Fünf Tage in Paris‹ ein modernes, aufwühlendes Familienfresko. Mitreißend.«

Madame (03. April 2019)

Aus dem Französischen von Nathalie Lemmens
Originaltitel: Sentinelle de la pluie
Originalverlag: Éditions Héloise d'Ormesson, Paris 2017
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-23588-8
Erschienen am  25. März 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Bewegende Familiengeschichte

Von: Petra Radtke

29.08.2019

Vor dem düsteren Hintergrund eines Jahrhunderthochwassers 2016 in Paris, taucht der Leser in eine Familiengeschichte ein, die voller unerwarteter Wendungen, Geheimnisse, Zweifel, Beziehungskrisen und Liebe ist. Die Schreibweise ist sehr bildhaft und teils voller Poesie. Man fühlt sich voll in der Geschichte gefangen und bangt und hofft mit dem Haupthelden Linden mit. Linden, ein berühmter Fotograf, der in Los Angeles lebt, reist nach Paris, denn er möchte mit seinen Eltern und seiner Schwester den 70. Geburtstag seines Vaters und den 40. Hochzeitstag seiner Eltern feiern. Tilia lebt mit Tochter und Ehemann in London. Seit Tagen regnet es ununterbrochen in Paris und es droht eine Überschwemmung. So wie diese Bedrohung immer stärker wird, droht auch das Familientreffen sich zu einem Desaster zu entwickeln. Seit Jahren liegt die Last von Lebensgeheimnissen über der Familie, die von den einzelnen Familienmitgliedern kaum noch selbst zu tragen sind. Die Katastrophe beginnt, als der Vater während der Feier plötzlich ins Koma fällt...Dann erkrankt auch noch die Mutter an einer Lungenentzündung...Durch das Hochwasser wird noch alles komplizierter... Linden, der versucht alles Menschenmöglich zu machen, um den Vater und die Mutter in gute ärztliche Betreuung zu bekommen, trägt eine schwere persönliche Last mit sich rum. Er ist homosexuell und lebt in Los Angeles mit seinem Mann. Doch er hat sich noch nie gegenüber seinem Vater geoutet und auch mit seiner Mutter hat er sich noch nie länger darüber ausgesprochen. Seine Schwester hat auch ein schweres Trauma erlebt, über das sie mit niemanden bis jetzt reden konnte. Als auch noch ihr Ehemann, der ein Alkoholiker ist, im Hotel auftaucht, spitzt sich die Situation zu...Doch auch der Vater hat ein Geheimnis, über das er mit niemanden gesprochen hat...Seine Geschichte erfährt der Leser als Rahmenhandlung zwischen den Kapiteln des Romans. Die Mutter verschweigt auch einen wichtigen Teil ihres Lebens gegenüber der Familie...Wird es nun im Angesichts der extremen Lage zu Aussprachen kommen? Wacht der Vater aus dem Koma wieder auf und gibt es noch die Versöhnung zwischen Vater und Sohn? Die Schilderung der Überflutung der Stadt ist sehr detailgenau. Anhand eines Pariser Stadtplanes auf den inneren Seiten des Einbandes, kann man als Leser die gefährdeten Gebiete der Stadt sehen. Hautnah beschrieben werden die Auswirkungen des Hochwassers für Paris, mit allen seinen Begleiterscheinungen wie Evakuierung, Plünderungen, aufopferungsvolle Hilfe, die oftmals zu spät kommt, Medien- und Touristenrummel und führt ganz nebenbei plastisch vor Augen wohin es kommen kann, wenn auf die Natur keine Rücksicht genommen wird. Auch über die Arbeit des Vaters, der sich für die Rettung der Bäume sein ganzes Leben lang einsetzt, werden viele Details deutlich gemacht und regen den Leser zum Nachdenken an. Die Familiengeschichte zeigt deutlich, wie wichtig es ist für den Zusammenhalt der Familie, über alles offen zu reden, die Gefühle der anderen verstehen zu lernen und Geheimnisse nicht zuzulassen, denn es kann schnell für eine Aussprache zu spät sein. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es hat mich sehr berührt und auch gut unterhalten. Ich wünsche ihm viele begeisterte Leser.

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Rezension zu fünf Tage in Paris von Tatiana de Rosnay

Von: Laura Davidoff

19.06.2019

Plot: Familie Malegarde will sich zum siebzigsten Geburtstag des Vaters Paul, in Paris treffen. Was ein unbeschwertes Wochenende mit der Familie verheißt, entpuppt sich zu einer nervenaufreibenden Tortur, denn die Seine tritt über die Ufer und Paul erleidet einen Schlaganfall. Während alles in Ausnahmezustand gerät, brechen auch bei den Malegarde´s sämtliche Dämme. Der Französische Bestseller - fünf Tage in Paris von Tatiana de Rosnay Danke an das Bloggerportal und den C.Bertelsmann-Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.* Meinung: Fünf Tage in Paris von Tatiana de Rosnay ist ein kleines Literarisches Meisterwerk! Die Familie Malegarde, bestehend aus Vater Paul, Mutter Lauren, Tochter Tilia und Sohn Linden, trifft sich zum siebzigsten Geburtstag von Paul in Paris, zu einem Familienwochenende. Paul und Lauren kommen aus Südfrankreich angereist, wo sie auf einem alten Gut der Familie leben und Paul sich ganz seiner liebe zu den Bäumen, dem Gärtnern und der Erhaltung von Baumarten widmet. Tilia lebt mit Tochter Mistral und ihrem zweiten Ehemann in London und Linden ist angesehener Fotograf in San Francisco. Jeder dieser vier Charaktere ist ein ganz eigenes Individuum, was sehr gut dargestellt wurde. Paul ist schweigsam, ambitioniert und eigentlich eher mit seinen Bäumen verheiratet, als mit Lauren. Was zuerst wirklich komisch klingt, doch im laufe des Buches, erfährt man immer mehr über Pauls liebe zu den Bäumen, ganz besonders den Linden. Lauren ist eine regelrechte Erscheinung und wird als wunderschön beschrieben. Tilia versucht sich als Künstlerin, ist forsch, aufbrausend und direkt heraus und dann ist da Linden. Linden ist mehr oder weniger der Hauptcharakter des Buches, denn die Erzählweise beschreibt, wie er die erlebten Dinge sieht. Er lebt in San Francisco mit seinem Freund und arbeitet als sehr erfolgreicher Fotograf, wobei er um die ganze Welt jettet. Während die Familie Malegarde in Paris ankommt, ist die Seine, der Fluss der durch Paris und den Westen Frankreichs fließt, schon über die Ufer getreten und droht ganz Paris lahm zu legen. Ein Kampf zwischen Mensch und Natur beginnt und mittendrin in diesem Spektakel, erleidet Paul beim Abendessen einen Schlaganfall! Die Familie erleidet einen Schock und es wird alles darangesetzt, das es Paul wieder besser geht. Das warten auf eine gute Nachricht über seinen Zustand und das gefangen sein von dem Ausnahmezustand vor der Tür, führt dazu, das bei allen so langsam aber sicher auch Zwischenmenschlich die Dämme brechen. Jeder dieser Charaktere hat Geheimnisse und dinge Erlebt, die ihn belasten und die im Laufe der Geschichte offenbart werden. Was sie sehr menschlich macht, und zeigt wie wenig man manchmal über die Vergangenheit der Menschen weiß, denen man am nächsten steht. Linden verbindet mit der Stadt Paris einiges, was ihm wieder in den Sinn kommt und ihn über sein bisheriges Leben nachdenken lässt. Ein besonderes Augenmerk bekommt hierbei Pauls Vergangenheit, die in kurzen Absätzen jeweils am Anfang eines neuen Kapitels erzählt wird. Fünf Tage in Paris enthält wenig Kapitel und lange Handlungsstränge, die sich aber gar nicht wie Kaugummi ziehen, sondern die ganze Zeit sehr interessant und fesselnd sind. Die Erzählweise ist in der dritten Person, es wird beschrieben was die Charaktere und was Linden erlebt, während es geschieht. Auch der Schreibstil der Autorin Tatiana de Rosnay, hat mir gut gefallen, er war sehr elegant, könnte man fast sagen, nicht altmodisch, aber auch nicht allzu modern. Hintergrundwissen über Hochwasser in Frankreich und das Leben der Bäume, wurde umfassend und leicht verständlich beschrieben, auch einige Historisch Ereignisse wurden an passender Stelle erwähnt und hat dem Buch, was natürlich fiktion ist, noch etwas mehr Realität verliehen. Fazit: Fünf Tage in Paris hat mir sehr gut gefallen! Es hat viele interessante und vor allem auch wichtige Themen angeschnitten, wie Trauerbewältigung, Trauma, Schuldgefühle, Mobbing, Coming out, Toxische Beziehungen und natürlich auch plötzliche Krankheit und Unfälle. Während im Buch die Seine buchstäblich anstieg, so stiegen sinnbildlich die Emotionen auch an! Man konnte mit jeden Charaktere so mitfühlen, konnte sich in ihre Lage hinein versetzten und sie sich bildlich vorstellen. Die Pariser Kulisse, die Sintflut ähnlichen Ereignissen gleicht, gab dem Buch ein ganz besonderes feeling. Der ständige Regen und die aufkommenden Situationen verliehen der Geschichte etwas melancholisches, aber auch warmes und angenehmes. Ich habe es genossen das Buch zu lesen und tatsächlich auch in fünf Tagen beendet. Mein einziges Manko ist das Ende, was man sich mehr oder weniger Zusammenreimen muss und zuerst etwas stutzig macht. Es endet quasi in der Vergangenheit und soll Aufschluss über Pauls liebe zu den Bäumen geben. Was ich allerdings nicht ganz so gut umgesetzt finde, es lässt einige Fragen offen, macht aber auch deutlich, das man sie nicht mehr beantwortete bekommen wird, da ein zweiter Teil ziemlich unmöglich scheint! Sollte man einmal die Möglichkeit haben, nach Paris zu reisen, so ist das Buch sicher ein guter Begleiter. Ich kann das Buch dennoch jedem empfehlen, der emotionale Literatur und große Geschichten gern hat. Für mich ist es auf jeden Fall ein Buch, zu dem ich gerne nochmal greifen werde. 4,5 von 5,0 Sternen. Alles Liebe, Laura Davidoff

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Vita

Tatiana de Rosnay lebt als Tochter einer Engländerin und eines französischen Biologen in Paris. Sie hat bisher elf Romane geschrieben, von denen fünf ins deutsche übersetzt wurden. Ihr größter Bestseller war "Sarahs Schlüssel". Ihre Romane wurden weltweit 13,5 Millionen Mal verkauft. Mehrere wurden verfilmt, neben "Sarahs Schlüssel" "Moka" und "Boomerang". "Fünf Tage in Paris" eroberte auf Anhieb die Nr. 1 der französischen Bestsellerliste und war auch in den USA ein großer Erfolg.

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Nathalie Lemmens

Nathalie Lemmens, geboren 1976, stammt aus dem deutschsprachigen Teil Belgiens. Sie studierte Literaturübersetzen in Düsseldorf und übersetzt seitdem aus dem Französischen, Englischen und Niederländischen, u.a. Jean-Christophe Rufin, Adam Zamoyski und Gustaaf Peek.

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Pressestimmen

»Tatiana de Rosnay ist eine großartige Schriftstellerin, der immer wieder bewegende Romane mit Tiefgang gelingen.«

Für Sie (25. März 2019)

»Vor dem düsteren Hintergrund eines Jahrhunderthochwassers erzählt Tatiana de Rosnay einfühlsam, echt und lebensnah von den zärtlichen Banden zwischen den Generationen und den schwarzen Löchern, die durch Schweigen und Verheimlichen entstehen.«

Hamburger Abendblatt (21. Mai 2019)

»Tatiana de Rosnay hat ein bestechendes Szenario entworfen, atmosphärisch dicht und brillant komponiert. Mit uneitler Eleganz und in klarer Sprache erzählt sie ein klassisches Familiendrama.«

Neue Ruhr Zeitung (28. August 2019)

»Rosnay zeigt in ihrem atmosphärisch dichten, spannenden Roman, wie schwer es sein kann, mit der eigenen Familie zu sprechen – und wie gut am Ende die Wahrheit tut.«

flow (18. April 2019)

»Gut gemachte psychologische Unterhaltung!«

Nürnberger Zeitung (28. Juni 2019)

»Emotionen und ihre feinen Zwischentöne schildert Rosnay mit ungemein viel Feingefühl, sie macht die Personen erlebbar, nachvollziehbar, authentisch. Das beginnt mit den Beschreibungen des im Schlamm zu versinken drohenden Paris und findet seinen erzählerischen Höhepunkt in den Beziehungen der Familienmitglieder untereinander. Ein starker Roman, der intensive Bilder und Gefühle hervorruft.«

queer.de (14. September 2019)

»Extrem aufwühlend!«

OK! (10. April 2019)

»Ein Buch, das man nicht mehr weglegen kann.«

Gute Woche (08. Mai 2019)

»Ein aufwühlender, berührender Familienroman.«

7 Tage (11. Mai 2019)

»De Rosnay schreibt Literatur der besonders mitreißenden Sorte. Sie beherrscht die Erzählkunst auf höchstem Niveau.«

literaturmarkt.info (29. Juli 2019)