Garten der Wünsche

Roman

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Seit Jahrzehnten führt Klara eine verwunschene Pension und empfängt mit Hingabe und Einfühlungsvermögen ihre Gäste. Doch kurz vor ihrem sechzigsten Geburtstag gerät ihr ganzes Leben ins Wanken. Der wunderschöne Garten soll einem großen Bauprojekt zum Opfer fallen. Klara kämpft um ihre Pension – und um die Träume, die sie für sich selbst noch hat.

Romy sehnt sich danach, Mutter zu werden, doch stattdessen kommt es zur Trennung von ihrem Mann. Als ihr eine Visitenkarte von Klaras Pension in die Hände fällt, nimmt sie spontan eine Auszeit. In Lindenbühl taucht sie tief ein in altes Gartenwissen. Wird sie bei Klara herausfinden, mit wem und wie ihr Leben weitergeht?


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ISBN: 978-3-641-21338-1
Erschienen am  13. Mai 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Leise, fein und viel Magie

Von: Bücher in meiner Hand

28.09.2019

Kristina Valentin, die auch unter dem Namen Kristina Günak schreibt, nimmt uns in "Garten der Wünsche" mit nach Schleswig Holstein, in ein fiktives Dorf namens Lindenbühl. Hier wohnt Klara und leitet eine kleine Pension. Eigentlich aber ist sie die Hüterin des grossen Gartens, der eine geheime Magie verströmt. Deshalb wählt sie ihre Gäste auch sehr sorgfältig aus. Nur Personen, die es nötig haben, finden die Telefonnummer der Pension und wenn sie aufgenommen werden, Ruhe und hoffentlich innere Heilung vor Ort. Doch das kleine Naturparadies, in dem alles a-typisch wächst, ist in grosser Gefahr. Ein Bauunternehmer hat die Wiese nebenan gekauft und will ein Hotelkomplex mit 120 Betten bauen. Die Lindenbühler sind entsetzt. Romy kommt zu dieser Zeit in der Pension an. Ihr Mann Lukas und sie haben sich getrennt, da Romys unbändiger Kinderwunsch die Beziehung fast auseinander brechen lässt. Romy findet Klara sehr speziell, ihr gefällt es aber in Lindenbühl, mag den Garten und packt schon bald bei den Gartenarbeiten mit an. Der Garten ist der Therapieplatz für alle Gäste, ein Ort voller Magie und den gilt es zu schützen. Ob es den Anwohnern gelingt, den alten Apfelbaum, den Walnussbaum und die Wiese vor dem Bauherrn zu retten? Dieser Roman erinnerte mich stark an "Mein zauberhafter Garten" von Sarah Addison Allen. Auch dort schmeisst ein Apfelbaum mit seinen Äpfeln. Meiner Meinung nach baut der Plot auf einem Logikfehler auf: es kann niemand einfach so mit einem Bagger auffahren, zuerst muss das Bauvorhaben genehmigt werden. Danach gibt es für einige Wochen die Möglichkeit Rekurs einzulegen. Falls keine eingereicht oder die abgelehnt werden, dürfte erst dann der Bagger durch die Erde wühlen. Die Autorin hat dieses Vorgehen wahrscheinlich aber bewusst ignoriert, um dem Roman mehr Dramatik zu geben. Dies brauchte es, denn die Charaktere waren für mich nicht richtig greifbar. Romy war mir nicht sehr sympathisch mit ihrem egoistischen Problem. Klara ist ein Luftikus, eigentlich eine witzige und wissende Person und dennoch hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Ella, die ich am Besten mochte, wird am Ende auf einmal nicht mehr erwähnt. Vor lauter Probleme im Garten kamen die Figuren fast zu kurz. Gefallen haben mir die Gartenbeschreibungen und die Spaziergänge im Wald, die Schilderungen des Dorflebens und die Ruhe, die der Roman vermittelt. Ebenso die Idee, die Natur durch diese feine, leise Magie, wie sie im Buch beschrieben ist, zu schützen. Andererseits erinnert mich diese Magie stark an "Mein zauberhafter Garten" von Sarah Addison Allen. Auch dort schmeisst ein Apfelbaum mit seinen Äpfeln. Ich komme nicht umhin, die beiden Romane zu vergleichen. Und da gefiel mir die Story mit dem zauberhaften Garten in North Carolina besser als die vom Garten in Schleswig Holstein, weil dort wird die Apfelbaummagie eindrücklicher beschrieben und mir die Figuren mehr entsprachen. Fazit: Ein leiser Gartenroman mit feinem Humor und viel Magie und genau so vielen Problemen, die die Protagonisten lösen müssen. 3.5 Punkte.

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Ein verwunschener Garten ist in Gefahr

Von: Susanne Edelmann

25.06.2019

Zwei Frauen, eine Leidenschaft: In diesem Roman dreht sich alles um einen ganz besonderen Garten. Der gehört zu einer Pension im fiktiven Örtchen Lindenbühl, mitten im Nirgendwo in Schleswig-Holstein. Die Pension wird von der 60-jährigen Klara geführt und ist ein ganz besonderer Ort für Menschen, die dringend zur Ruhe kommen müssen, die trauern, deren Seele leidet. Dank Klaras Gespür für Menschen, vor allem aber dank des Gartens erfahren die Gäste hier bald eine Linderung ihrer Leiden, viele kommen immer wieder an diesen verwunschenen Ort zurück. Auch für Klara selbst hat der Garten große Bedeutung. Sie hat eine ganz besondere Beziehung zu ihm, vor allem zu dem alten Apfelbaum: Sie kann das Wasser in seinem Stamm rauschen hören und wertet es als Zeichen der Zustimmung oder Ablehnung, wenn der Baum Blüten oder gar Früchte abwirft. Trotzdem zieht es Klara seit einiger Zeit in die Ferne: Sie will noch etwas von der Welt sehen – doch wer soll sich dann um ihre Pension und um den Garten kümmern? Romy ist um die Dreißig, Bibliothekarin in Hamburg und ihr sehnlichster Wunsch ist es, Mutter zu werden. Doch das klappt nicht und so unterziehen sie und ihr Mann Lukas sich seit mehreren Jahren einer Behandlung nach der anderen. Romy setzt sich selbst unter Druck, fühlt sich minderwertig, weil ihr Körper nicht das leistet, was sie von ihm verlangt. Unter diesem Stress zerbricht die Ehe, Romy und Lukas haben es verlernt, miteinander zu sprechen, jeder leidet still vor sich hin. Durch Zufall erfährt Romy von Klaras Pension und flüchtet für einige Wochen dorthin, um über ihr Leben nachzudenken. Auch bei ihr entfaltet der Garten seinen Zauber und Romy entdeckt zu ihrer eigenen Verwunderung, wie viel Spaß es ihr macht, mit bloßen Händen in der Erde zu wühlen, den Pflanzen beim Wachsen und Gedeihen zuzusehen. Doch der Garten ist in Gefahr: Auf der direkt angrenzenden Wiese will ein Hamburger Bauunternehmer ein Luxushotel errichten. So schnell können die Lindenbühler gar nicht schauen, wie plötzlich die blühende Wiese gemäht ist und ein Bagger beginnt, die Baugrube auszuheben. Tun können sie rechtlich nichts dagegen: Der Gemeinderat hat dem Bauprojekt zugestimmt, will den Tourismus in der Region fördern. Mit der Ruhe in dem beschaulichen Ort ist es nun vorbei, gemeinsam versuchen die Bewohner, das Bauprojekt doch noch zu verhindern. Doch dann kommt auf einmal ein gewaltiger Sturm auf, der Lindenbühl von der Außenwelt abschneidet. Und danach ist nichts mehr wie vorher. Die Story dieses Romans fand ich eigentlich sehr gut und durchaus spannend. Allerdings war die Lektüre für mich dennoch etwas anstrengend. Ich bin ja nun wirklich ein großer Gartenliebhaber und habe viel Freude daran, den Pflanzen in unserem eigenen Garten beim Wachsen zuzusehen. Dabei bin ich ebenso wie Klara und die Autorin Kristina Valentin der Meinung, dass man dabei Wert auf solche Pflanzen legen sollte, die für die Artenvielfalt förderlich sind. Auch muss im Garten nicht alles ganz akkurat zugehen, ein paar wilde Ecken sind wunderbare Lebensräume für viele Tiere. Die Art und Weise, wie Klara ihren Garten sieht, war für mich allerdings nur bedingt nachvollziehbar. Mir war da ehrlich gesagt zu viel Magie im Spiel, zu viel Hokuspokus, aber vielleicht bin ich auch einfach nur zu rational, um mich darauf einzulassen? Jedenfalls waren mir viele der sehr ausschweifenden Beschreibungen von Garten und Pflanzen einfach zu langatmig, die Spannung hat für mich sehr darunter gelitten. So war dies leider keine Lektüre, die ich in einem Rutsch durchlesen musste oder wollte. Im Gegenteil: Wenn ich mal zwischendurch einen Tag keine Zeit hatte, den Roman weiter zu lesen, war es eigentlich auch nicht so schlimm. Sehr interessant fand ich dann jedoch den Anhang, in dem die Autorin noch einige Anmerkungen zum Thema Natur, zu verschiedenen Blumen und Pflanzen, zu Totholz im Garten und zum Trend des Waldbadens macht. Diese Anmerkungen haben mir einige Anregungen geliefert und ich fand es auch sehr schön, dass sie mit wundervollen Zitaten rund um das Thema Natur und Garten „garniert“ wurden. Eines meiner Lieblingszitate hier stammt von Khalil Gibran: „Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt.“ Da musste ich gleich an meinen Lieblingsbaum denken, den ich einige Jahre hinweg immer wieder fotografiert habe. Mein Fazit: Eine an sich spannende Geschichte, jedoch sehr ruhig und bedächtig erzählt. Ein schöner Roman, auf den man sich aber ganz bewusst einlassen muss.

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Vita

Kristina Valentin lebt und arbeitete in Norddeutschland. Sie schreibt in jeder freien Minute, weil sie sich ständig neue Geschichten ausdenkt. Humorvoll und warmherzig erzählt sie von den Tücken des Alltags, der uns gelegentlich unerwartet aus dem Ruder läuft, von der Liebe und von Männern, die dazu neigen, das Leben ihrer selbstbewussten Heldinnen auf den Kopf zu stellen. Außerdem liebt sie Kaffee, ihren Garten und den leicht verrückten Terrier, mit dem sie sich das Büro teilt. Sie veröffentlicht auch unter den Namen Kristina Steffan und Kristina Günak.

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09. Nov. 2019 10. Nov. 2019

Krisitna Valentin zu Gast auf der lit.Love 2019

München | Lesungen
Kristina Valentin
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