Geheimnisse der Vernehmungskunst

Die Strategien des legendären Mordermittlers

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Sein ganzes Wissen als Verhörspezialist ist in dieses Handbuch eingeflossen: Josef Wilfling, legendärer Ermittler und langjähriger Leiter der Münchner Mordkommission, hat es in der Ausbildung von Polizeibeamten eingesetzt. Psychologisch fundiert und juristisch versiert führt er in die Geheimnisse der Vernehmungskunst ein, das Herzstück der polizeilichen Ermittlungsarbeit. Welche Vernehmungstechniken gibt es? Woran erkennt man, ob das Gegenüber lügt oder die Wahrheit sagt? Und wie überzeugt man Tatverdächtige davon, dass sie besser kooperieren? Das Verblüffende daran: Vieles lässt sich in unserem Alltag anwenden, sei es bei Verhandlungen oder um dem Wahrheitsgehalt einer Darstellung auf den Grund zu gehen. Ein einzigartiges Dokument, ein Blick hinter die Kulissen der Polizeiarbeit, wie er spannender nicht sein könnte.


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ISBN: 978-3-641-22268-0
Erschienen am  18. März 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Rezension zu "Geheimnisse der Vernehmungskunst"

Von: Zsadista

08.04.2019

„Geheimnisse der Vernehmungskunst“ ist ein Buch des Mordermittlers und Autors Josef Wilfling. Wer hier einen spannenden Krimi erwartet, liegt leider falsch. Ganz sachlich erklärt der Autor die Vorgehensweise bei Vernehmungen. Das Buch ist nicht nur ein einfach dahin geschriebenes Vorgehen. Es ist, wie der Autor im Vorwort erklärt, mehr ein Fachbuch für Ermittler. Daher kann der Stoff bei so manchem Leser auch sehr trocken und eintönig herüber kommen. Ich denke, das Buch ist kein Leitfaden für den interessierten Leser, wie es bei Vernehmungen einhundertprozentig zugehen wird. Auf jeden Fall ist es sehr interessant, wie es denn in Wirklichkeit ablaufen sollte oder könnte. Viel zu häufig werden wir durch Krimis im Fernsehen oder auch in Büchern auf falsche Ermittlerfährten geschoben. Der Mensch bekommt hier viel zu leicht ein falsches Bild der ganzen Sache. Daher finde ich es sehr spannend, solche Bücher, wie das mir vorliegende, zu lesen. Ich finde es sehr interessant, wie weit die Wirklichkeit gegenüber Filmen und Büchern dann doch abschweift. Natürlich ist mir klar, dass in der Fiction vieles anders abläuft, als in der Realität. Aber dann doch von Experten berichtet zu bekommen, wie es wirklich ist, ist für mich sehr aufschlussreich. Eines muss man sich bei diesem Exemplar immer wieder ins Gedächtnis rufen, es ist ein Lehr- und Fachbuch für die Polizeischule und kein Sachbuch, das für den „normalen“ Leser geschrieben ist. Es ist manchmal nicht so leicht zu verstehen. Auch kann man eventuell mit der Meinung des Autors nicht immer eins sein, trotzdem kann ich das Werk sehr empfehlen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich werde mir die anderen Werke von Herrn Wilfling auf jeden Fall auch noch zulegen.

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Fachbuch statt Sachbuch

Von: Sparkles and her Books

28.03.2019

Worum geht’s? Josef Wilfling hat über 40 Jahre als Polizist gearbeitet, davon über 22 Jahre bei der Mordkommission. Er kennt den Alltag und die Polizeiarbeit und möchte mit seinen Büchern Einblicke in eine Welt gewähren, die vielen normalerweise verborgen bleibt oder nur aus Tatort-Sendungen bekannt ist. Sein viertes Buch „Geheimnisse der Vernehmungskunst“ soll sein enormes Erfahrungswissen rund um das Thema Vernehmungen für die breite Öffentlichkeit zugänglich machen und damit noch tiefere Einblicke in die Welt der Strafverfahren liefern. Schreibstil / Gestaltung Das Cover zeigt Herrn Wilfling mit einem Tisch samt Stuhl im Hintergrund, das typische Bild eines Vernehmungszimmers. Der Titel ist in einer schreibmaschinenartigen Schrift geschrieben und passt zum Vernehmungsthema. Als Highlight gibt es zudem einen roten „Stempelabdruck“, der die Strategien des legendären Mordermittlers verspricht. Insgesamt wirkt die Gestaltung etwas effekthascherisch, passt zugleich aber auch zu den drei bisherigen Büchern des Autoren. Das Buch umfasst nach einem Vorwort grob acht Hauptabschnitte mit jeweils mehreren kürzeren Unterabschnitten. Jeder Hauptabschnitt befasst sich mit einem anderen Aspekt rund um das Thema Vernehmung. Die Unterabschnitte sind von halbseitig bis mehrere Seiten lang. Im Anhang findet man Vernehmungskonzepte und ein Schlagwortregister. Der Schreibstil ist sehr nüchtern und sachlich gehalten mit vereinzelten persönlichen Äußerungen des Autoren. Mein Fazit Noch nie war ich nach der Lektüre eines Buches so zwiegespalten wie bei „Geheimnisse der Vernehmungskunst“. Mir sind die drei bisherigen Bücher des Herrn Wilfling bekannt und auch Jahre später gelten sie als eine meiner Top-Empfehlungen im Bereich der Real Crime Bücher. Groß war daher die Freude, als ich sah, dass Herr Wilfling ein weiteres Buch herausbringt. Ich ging davon aus, dass es in eine ähnliche Kerbe schlagen würde wie die Vorgänger. Auch der Klappentext klang für mich nach berichtender Erzählung aus der Polizeipraxis mit Erkenntnissen für den Alltag. Als ich in der Vorschau das Inhaltsverzeichnis sah, war ich kurzzeitig irritiert und nicht überzeugt – und habe mich entgegen meines Bauchgefühls für das Buch entschieden. Das, so musste ich mittlerweile feststellen, war ein Fehler. Doch wieso? Ich weiß nicht, ob es an falscher Erwartung meinerseits aufgrund der bisherigen Bücher lag oder ob der Klappentext und die Infotexte etwas Falsches suggerieren: Geheimnisse der Vernehmungskunst ist für mich kein Real Crime Buch, es ist für mich kein Sachbuch und es ist vor allem kein Publikumsbuch. Bereits das sehr kleinschrittige Inhaltsverzeichnis gab den Hinweis darauf und dennoch habe ich es „übersehen“. Dieses als Handbuch bezeichnete Buch ist nichts anderes als ein Lehrbuch. Detailliert wird jeder Schritt rund um das Thema Vernehmung durchgearbeitet, inklusive gesetzlicher Grundlage und zahlreicher juristischer Definitionen. Das Buch liest sich von Seite 1 an wie eine Anleitung für (angehende) Vernehmungsbeamte. Herr Wilfling erwähnt in seinem Vorwort, dass die Erkenntnisse „für jene Leser, die nicht dem professionellen Bereich angehören“ auch alltagstauglich sind. Welche Erkenntnisse dies sein sollen, vermag mir bis zum Ende nicht einzuleuchten. Ich erfahre in diesem Buch, dass jemand nicht via Postkarte geladen werden darf, den Unterschied zwischen Spontanäußerungen und informatorischen Befragungen und wie der BGH und das BVerfG zum Thema verdeckte Ermittler stehen. Außerdem weiß ich jetzt, welche Punkte Verteidiger gerne anprangern – laut Autor unberechtigt, laut meiner Erfahrung oftmals berechtigt – und welche Stolpersteine später vor Gericht warten. Sind das Informationen, die der durchschnittliche Leser eines Publikumsverlags sucht? Ich denke nicht. Sind es Inhalte gewesen, die ich erhofft oder erwartet habe? Ja, aber anders verpackt. Anders verpackt, das wäre es gewesen. Denn der innere Zwiespalt, in dem ich mich befinde: Das Buch ist brillant. Es ist lehrreich, es ist ausführlich, es ist hilfreich. Aber nicht für den Durchschnittsleser. So ein Buch erwarte ich im Bereich (juristischer) Fachliteratur. Es ist das optimale Lehrbuch, schön auf den Punkt geschrieben, mit zahlreichen Anekdoten und Meinungen gepaart. Man merkt, dass der Autor Polizeischüler unterrichtet. Denn genau so liest sich „Geheimnisse der Vernehmungskunst“ – wie ein ausformuliertes Vorlesungsskript. Aber so wirkt das Buch nun einmal äußerlich nicht. Insbesondere Kenner der Vorgängerbände könnten hier enttäuscht werden und interessierte Leser sich von der Sachlichkeit erschlagen fühlen. Das Cover suggeriert für mich einfach ein nettes Real Crime Erfahrungsberichte Buch und das hält das Buch nicht. Die wenigen Fälle, die erwähnt werden, wirken wie Übungsfälle an einer Polizeischule, zudem arbeitet der Autor mit vielen Zusammenfassungen – schwierig, wenn ein Unterabschnitt nur aus zwei Seiten besteht, was muss hier denn noch zusammengefasst werden? Kurios anmutend finde ich auch den Abschnitt im Klappentext „Blick hinter die Kulissen, wie er spannender nicht sein könnte“. Dieses Buch hat gewiss vieles, aber sicher keine Spannung. Ich wüsste auch nicht, an welcher Stelle Spannung aufkommen könnte. Es ist definitiv informativ, es ist breit gefächert und es gewährt einzigartige Einblicke. Aber die nüchternen Beschreibungen, die andauernden Hinweise auf mögliche Fehlerquellen und das Gefühl, dass ich als Leser nicht Zielgruppe bin, lassen zu keiner Zeit auch nur den Hauch von Spannung aufkommen. Mehr als einmal störte ich mich zudem an Äußerungen des Autoren. So schlägt er auch gern gegen Anwälte. Auf S. 51/52 wird unter anderem thematisiert, dass er als unschuldig Beschuldigter natürlich auf Teufel komm raus reden würde und sich erklären würde und er daher Anwälte mit ihrem Schweigerat nicht verstehen könne – gerade von jemanden, der erzählt, wie komplex Vernehmungssituationen sind und hier auf über 200 Seiten Tipps gibt, wie man am besten die Vernehmung beeinflussen kann, hätte ich mehr Weitsicht erwartet. Da der Autor aber bereits im Vorwort sagt, der Leser muss seine Meinung nicht teilen, schaue ich hierbei darüber hinweg. Insgesamt bleibt der Eindruck, dass man äußerlich ein publikumswirksames Buch auf den Markt bringen wollte – innerlich aber Fachliteratur präsentieren mag. Wäre das Buch als solches deklariert gewesen, hätte es von mir die volle Punktzahl erhalten (wobei: wäre es ausdrücklich als Lehrbuch deklariert gewesen, hätte ich es nie gelesen). Da es als solches für mich aber nicht erkennbar ist und daher für mich nicht den Erwartungen entsprach, kann ich hier leider nur Abstriche machen. Ich rate daher jedem: Vor dem Kauf das Inhaltsverzeichnis und eine Leseprobe anschauen. [Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, dass mir freundlicherweise vom Verlag überlassen wurde. Meine Meinung ist hiervon nicht beeinflusst.]

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Vita

Josef Wilfling, Jahrgang 1947, war 42 Jahre lang im Polizeidienst tätig, 22 davon bei der Münchner Mordkommission. Der Vernehmungsspezialist klärte spektakuläre Fälle wie den Sedlmayr- und den Moshammer-Mord auf, schnappte Serientäter wie den Frauenmörder Horst David und verhörte Hunderte Kriminelle. Josef Wilfling ist verheiratet und lebt in München. Bei Heyne sind bereits seine Bestseller Abgründe, Unheil und Verderben erschienen.

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Events

28. Apr. 2019

Lesung und Vortrag mit Josef Wilfling im Rahmen des Krimifestivals München

18:00 Uhr | München | Lesungen
Josef Wilfling
Geheimnisse der Vernehmungskunst

04. Mai 2019

Lesung und Vortrag mit Josef Wilfling im Rahmen der Unterhachinger LeseNacht 2019

22:00 Uhr | Unterhaching | Lesungen
Josef Wilfling
Geheimnisse der Vernehmungskunst

04. Mai 2019

Lesung und Vortrag mit Josef Wilfling im Rahmen der Unterhachinger LeseNacht 2019

23:00 Uhr | Unterhaching | Lesungen
Josef Wilfling
Geheimnisse der Vernehmungskunst

16. Mai 2019

Lesung und Vortrag mit Josef Wilfling

19:30 - 21:00 Uhr | Calw | Lesungen
Josef Wilfling
Geheimnisse der Vernehmungskunst

18. Sep. 2019

Lesung und Vortrag mit Josef Wilfling im Rahmen des Krimifestivals Tatort Eifel

Hillesheim | Lesungen
Josef Wilfling
Geheimnisse der Vernehmungskunst

29. Nov. 2019

Lesung und Vortrag mit Josef Wilfling

Ludwigshafen | Lesungen
Josef Wilfling
Geheimnisse der Vernehmungskunst

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