Gequält

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Über die Toten nur Böses

Im Zusammenhang mit einer Recherche über Menschen, die zu früh aus dem Leben gerissen wurden, stößt der Journalist Calle Collin auf einen jugendlichen Unfalltoten, der sein Interesse weckt. Collin kontaktiert die Familie des Jungen, die ihm eine tränenreiche Geschichte präsentiert. Doch irgendetwas stimmt nicht. Collin forscht weiter nach und bringt sich in tödliche Gefahr.

Der 13-jährige Kent kommt bei einem Unfall mit Fahrerflucht ums Leben. Jahre später stößt der Journalist Calle Collin auf den Fall. Er sitzt an einer Story über Menschen, die zu früh sterben mussten. Um ein wenig mehr über den Jungen und die Hintergründe des Unfalls zu erfahren, kontaktiert Collin Kents Mutter. Noch immer untröstlich, berichtet sie ihm unter Tränen von ihrem Sohn und seinem tragischen Tod. Collin verfasst darauf in einen sehr emotionalen Artikel über Kent – den allseits beliebten Jungen, dem es verwehrt war, erwachsen zu werden. Als der Artikel erscheint, regt sich Protest. Anders Malmberg, ein bekannter und anerkannter Journalist, ist mit Kent zur Schule gegangen und weiß eine andere Geschichte zu berichten. Diese kommt in einem gepfefferten Gegenartikel zum Ausdruck. Kurz darauf überschlagen sich die Ereignisse. Malmberg wird brutal zusammengeschlagen. Durch Zufall ist Collin Augenzeuge.


Aus dem Schwedischen von Holger Wolandt
Originaltitel: Om döda ont
Originalverlag: Telegram
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-12456-4
Erschienen am  24. März 2014
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Über Tote nichts Böses??

Von: analog 2.0

19.07.2015

Über die Toten nichts böses? Und was sagen wir dann zu diesem "Thriller"? Zum einen würde ich sagen, sollte man dieses Buch nicht Thriller nennen, bestenfalls ein Krimi. Der Leser weiß zu jeder Zeit wer hier der/die/das Böse ist und Spannung kommt eigentlich kaum auf. Noch im ersten drittel kann man erraten, was oder wer am Ende die beiden Erzählstränge zusammen führen wird, es wird einfach keine Spannung aufgebaut. Lediglich mit dem Ende für Calle habe ich absolut nicht gerechnet. Es hat mich gleichzeitig geschockt und enttäuscht und irgendwie unzufrieden zurück gelassen. Es überrascht daher auch nicht, dass das Ende auf relativ wenigen Seiten kurz und grausam abgehandelt wird. Irgendwie unbefreidrigend. Was spricht für das Buch? Es liest sich wirklich super einfach und flüssig. An die nordischen Namen gewöhnt man sich sehr schnell. Die Kapitel sind extrem kurz, teilweise sogar nur 3 Seiten, beschreiben aber jedes für sich die Geschehnisse rund um einen anderen Protagonisten. Direkt mit dem ersten Kapitel steigt man ohne lange Erklärungen in die Geschichte ein, man ist direkt dabei was es sehr leicht zu lesen macht. Ich weiß zwar, das dieses Buch bald auch als Taschenbuch erscheinen wird, aber ich finde die Form des Klappenbroschur tut diesem Buch sehr gut. Große Seiten, große Schrift, das bringt Tempo beim lesen und ich finde genau das braucht dieses Buch. Fazit: Trotz seiner Schwächen habe ich diese Buch sehr gerne gelesen und vor allem auch sehr schnell. 3 Sterne bekommt es für seine Vorhersehbarkeit und die fehlende Spannung. Auf keinen Fall würde ich es als Langweilig beschreiben, aber ganz sicher nicht jeder Mannes Sache.

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Von Anfang an ein gutes Gefühl

Von: Kathrinsbooklove

05.05.2015

Besonderheit: Das Buch wurde in einer recht großen Schrift und mit vielen kurzen Kapiteln gedruckt, welche es einfach machen die Geschichte zu verschlingen und an beliebigen Stellen eine kurze Pause einzulegen. Meinung: Direkt zu Anfang gibt es einen spannungsreichen Einstieg in die Geschichte. Dazu kommen verschiedene Perspektiven auf das Geschehen, was der Handlung an Tiefe verleiht. Der Schreibstil des Autors ist flüssig zu lesen und mit ein wenig zynischem Humor gespickt. Als typischen Thriller kann man diesen Roman nicht bezeichnen, da er zwar durchaus fesselte und eine brutale Geschichte inne hatte, er dennoch unbewusst vollkommen anders war. Mir persönlich hat dieses "vollkommen anders" sehr gut gefallen und so wurde der Thriller bei mir zu einem wahren Pageturner, der in kürzester Zeit verschlungen wurde. Mit einem ebenfalls untypischen Ende schafft der Autor es, die Geschichte realistisch und zeigt gleichzeitig mit seinem Werk, dass manche verrückte Täter Vorstellungen wahr sein können & es keineswegs schwierig ist, diese Straftaten wahr zu machen. Es kommt selten vor, aber bei diesem Buch weiß ich einfach nicht, wie ich meine Begeisterung in Worte fassen soll. Die Geschichte hat mir von Anfang an zugesagt. Ich werde wohl auch in Zukunft Bücher dieses Autors lesen & vielleicht dann herausfinden, was mich an seinem Schreibstil so sehr reizt. Fazit: Obwohl es kein typischer Thriller ist, hat sich das Werk für mich in einen klaren Pageturner verwandelt. Empfehlung (an)?: Leser, die einen nicht ganz so üblichen Thriller lesen wollen, der es schafft auch eine "andere" Spannung zu erzeugen.

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Vita

Hans Koppel

Hans Koppel wurde 1964 in Helsingborg geboren. Er hat lange als Journalist gearbeitet, bevor er sich gänzlich dem Schreiben zuwandte. Hans Koppel lebt heute mit seiner Frau und seiner Tochter in Stockholm.

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