Geständnisse

Roman

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Die kleine Tochter der alleinerziehenden Lehrerin Moriguchi ist im Schulschwimmbad ertrunken; ein tragischer Unfall, wie es scheint. Wenige Wochen später kündigt Moriguchi ihre Stelle an der Schule, doch zuvor will sie ihrer Klasse noch eine letzte Lektion mit auf den Weg geben. Denn sie weiß, dass ihre Schüler Schuld am Tod ihrer Tochter haben. Mit einer erschütternden Offenbarung setzt sie unter ihnen ein tödliches Drama um Schuld und Rache, um Gewalt und Wahnsinn in Gang, an dessen Ende keiner – weder Kind noch Erwachsener – ungeschoren davonkommt.

Mit immenser Sogwirkung und einem unbestechlichen Blick auf die menschlichen Abgründe erzählt die ehemalige Lehrerin Kanae Minato eine faszinierend-verstörende Geschichte voller unerwarteter Wendungen. Ein packender Roman, dessen Stimmen den Leser noch lange begleiten.

"Der Thriller 'Geständnisse' der japanischen Autorin Kanae Minato dreht sich um einen Mord an einer Vierjährigen und gehört zum Subtilsten, was ich seit langem gelesen habe. Dieses Buch über den Ursprung des Bösen in uns liefert sowohl Spannung als auch Innenansichten aus einem faszinierenden Land."

Denis Scheck in ARD "druckfrisch" (19. März 2017)

Aus dem Japanischen von Sabine Lohmann
Originaltitel: Kokuhaku (Confessions)
Originalverlag: Futabasha Publishers, Tokyo 2008
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-18321-9
Erschienen am  27. März 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Eiskalter Psychothriller!

Von: Zombody's thoughts

29.08.2018

SCHOCKIEREND! Nicht nur das Buch selbst, sondern auch das ich fast nichts in der Bloggerwelt von diesem kleinen Thrillerschatz gesehen habe. Nur Dank der großartigen Nessi bin ich überhaupt darauf aufmerksam geworden & holy moly, THANK GOD! Diese knapp 300 seitige Geschichte ist ein Paradebeispiel für einen wirklich gut durchdachten Psychothriller. Mit den verschieden Erzählperspektiven nimmt auch die Erzählform noch einen besonderen Teil der Spannung ein & trotz der vielen verschiedenen Informationen wurde ich wieder & wieder überrascht. Zudem beherrscht Kanae Minato jede ihrer Erzählformen, haucht den zunächst unnahbaren Charakteren den nötigen Gruselfaktor ein & hinterließ bei jedem Kapitel das Gefühl von Beklemmung, Angst und den Zwang weiterlesen zu müssen. Das erste Kapitel ist ein reiner Monolog und war für mich nicht die beste Art des Erzählens, doch inhaltlich war es an Fassungslosigkeit kaum zu steigern. Danach folgen Erinnerungen, (Folge-)Ereignisse und Gedanken der Täter. Oder Opfer? Hier gibt es keine Schubladen – Charaktere, hier gibt es nur Taten die wie Dominosteine, einer nach dem anderen, fallen. Und dabei bleibt das Ganze dann auch noch irgendwie distanziert. Man schaut nur zu, was für mich das Gesamtkonzept vollendet. Und dann dieses Ende. Es ist ein bisschen offen, aber es passt auch wieder in dieses Konstrukt des nie endenden, heimtückischen Karussells. Das Cover .. ich finde es wirklich schön. So schlicht & doch auch wieder so unheimlich, nur passt es für mich nicht so richtig zur Geschichte, außer ich interpretiere einfach ein bisschen herum. Schlussendlich denke ich, wird mir dieses Buch noch eine Weile im Kopf erhalten bleiben & ich bin mir sicher, dass ich irgendwann noch einmal danach greifen werde. So ist es für mich ein Highlight & eine ganz klare 5 von 5 Punktlandung!

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Gesellschaftskritik meets Krimi

Von: Phoebe Miller

06.03.2018

Inhalt (in eigenen Worten): Yuko Moriguchi ist eine Lehrerin, die sich sehr um ihre Schüler bemüht, die versucht, sie auf ihr Leben vorzubreiten und ihnen gleichzeitig etwas Druck zu nehmen. Eines Tages ertrinkt ihre kleine Tochter Manami im Schulschwimmbad. Es hat den Anschein eines dramatischen Unfalls, doch Moriguchi weiß es besser: Ihre Tochter wurde umgebracht. Ermordet von zwei ihrer Schüler. Von Rache getrieben, ersinnt sie einen Plan - und setzt dabei so viel mehr in Gang … Meine Meinung: Der Einstieg in das Buch war ungewöhnlich. Das erste Kapitel beinhaltet keinerlei Dialoge, nur einen einzigen langen Monolog der Lehrerin Moriguchi, in dem sie mal ausschweifend, mal direkt zu ihren Schülern spricht und ihnen all das erklärt, was in ihr vorgeht. Und ihren Plan in Kraft setzt, der die Rache an den Mördern ihrer Tochter sein soll. Im ersten Moment wirkte diese Art, zu erzählen, abschreckend, doch relativ schnell wurde ich durch die Geschichte an sich in den Bann gezogen; der Monolog machte mich neugierig. Was war wirklich geschehen? Hatte sie diese Tat wirklich begangen oder nur leere Drohungen ausgestossen? Verschiedene Charaktere, verschiedene Erzählarten Der Monolog endet, ein neues Kapitel beginnt. Und eine neue Figur betritt die Bühne. Und so geht das Kapitel für Kapitel, wobei auch die Erzählweise schwankt. Zu Beginn der Monolog, es gibt Tagebucheinträge wie auch direkte Erzähler. Jeder fügt seinen Teil zum Puzzle hinzu, erzählt seine Sichtweise. Sei es die eigentlich unbeteiligte Schülerin, die Mutter oder gar die Täter selbst. So entfaltet sich nach und nach ein Bild vor den Augen des Lesers, das erschreckend ist. Man erfährt, wie es dazu kommen konnte, dass ein kleines unschuldiges Mädchen starb - und was diese Tat mit der Mutter gemacht hat. Kanae Minato denkt dabei sehr komplex und spricht unheimlich viele Themen an, wodurch man einen direkten Einblick in die japanische Kultur erhält, ein Grund, warum ich japanische Bücher wie z.B. die von Natsuo Kirino sehr gerne lese. Man erfährt viel über die Lebensweise der Menschen. Der Vater, der immer arbeitet, die Mutter, die sich Sorgen um ihren Sohn macht und dabei über einiges hinwegsieht. Der Umgang mit Aids-Kranken und der hohe Leistungsdruck unter den Jugendlichen. Dabei verzettelt sich die Autorin jedoch auch etwas, denn keins der Themen wird intensiv besprochen; alle werden angeschnitten, aber nicht vertieft. Das Mobbing wird vom Lehrer gesehen, aber nur zu seinen eigenen Zwecken genutzt - dann verläuft es sich ins Leere. Da wurde meiner Meinung nach etwas Potenzial verschenkt. Wie entwickelt sich ein Mörder? Andererseits liegt der Fokus klar auf dem Hauptgeschehen: Was geschah mit Manami? Wie gehen alle Beteiligten damit um? Und: Wie konnte es soweit kommen? Und das hat Frau Minato sehr spannend erzählt. Sobald man in der Geschichte drin ist, kann man sich kaum davon lösen. Seite um Seite vergehen, während sich ein Puzzlestück ans andere fügt und man sieht, dass niemand frei von Schuld ist. Jeder hätte etwas sehen oder gar etwas unternehmen müssen. Es gibt kein schwarz und weiß - in gewisser Weise trägt jeder eine Mitschuld, auch die Gesellschaft. Geständnisse von Kanae Minato ist Gesellschaftskritik und Krimi in einem, eine sehr interessante Geschichte über einen dramatischen Verlust, der zahlreiche Folgen nach sich zieht. In einer interessanten anderen Kultur angesiedelt, verfolgt man als Leser gespannt, was es mit den Menschen im direkten Umfeld macht und wie es überhaupt so weit kommen konnte.

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Vita

Kanae Minato, geboren 1973 in Japan, begann ihre Karriere als Schriftstellerin mit dem Bestseller "Geständnisse", der erfolgreich verfilmt wurde. Ihre Romane und Kurzgeschichten wurden vielfach ausgezeichnet.

Zur AUTORENSEITE

Zitate

"Minato beschreibt in 'Geständnisse' mit entomologischer Präzision den Prozess einer gnadenlosen Rache."

Süddeutsche Zeitung (04. April 2017)

"Ein böses Buch. Eins über uns aus Japan. Was der Krimigott doch alles hinbekommt!"

Elmar Krekeler in "Die Welt" (25. April 2017)

"Eine bizarre Geschichte über die Albträume eines ganzen Landes. Selbst aus einer Entfernung von knapp 10.000 Kilometren Luftlinie läuft es einem kalt den Rücken herunter."

Der Tagesspiegel (30. Mai 2017)

»Kanae Minatos Meisterwerk ›Geständnisse‹ ist perfide, moralisch und sehr schwarz.«

Brigitte (27. Oktober 2017)

»Man könnte fast denken, diesen Roman hätte Friedrich Dürrenmatt vor Augen gehabt, als er sagte, eine Geschichte sei erst dann wirklich zu Ende erzählt, wenn sie ihre schlimmstmögliche Wendung genommen hat.«

Frankfurter Neue Presse (10. Juli 2017)

"Eine für uns vertraute Förmlichkeit kollidiert in diesem Psychodrama mit ganz große Gefühlen. Verschiedene Perspektiven, unerwartete Wendungen, keine leichte Kost."

Emotion

"Vielstimmiges Konzert über den Horror des Alltags und den schmalen Grat, der Hass und Liebe trennt."

Bücher Magazin

"Minatos subtiler Psychothriller erzählt von abwesenden Vätern, Müttern, die das Vorankommen der Söhne zu ihrem einzigen Projekt machen, Wohlerzogenheit, hinter der sich Aggression verbirgt. Der verstörende, sachliche Ton macht diesen Thriller zu einem außergewöhnlichen."

Der Standard (25. März 2017)

"Minato kritisiert eine repressive Gesellschaft, die ihre Kinder durch ein rigides Schulsystem quält und nicht wahrhaben will, dass sie damit Monster aus ihnen macht. Brillant."

Berliner Zeitung (27. Mai 2017)

»Ein feingesponnenes, zutiefst abgründiges und hochspannendes Glanzstück der Krimiliteratur.«

SWR2 (25. Juni 2017)

»›Geständnisse‹ ist eine Gesellschaftsanalyse, ein psychologischer Roman und ein Krimi zugleich. Er ist vielschichtig, fesselt und nimmt immer wieder überraschende Wendungen.«

WDR3 »Mosaik« (07. Juni 2017)

"Minato wechselt die Perspektiven, lässt Täter zu Opfern werden, Opfer zu Tätern und konfrontiert jeden mit der Frage nach Schuld und Strafe. Vorsicht, Hochspannung!"

Augsburger Allgemeine (12. April 2017)

"Der packende und subtile Roman ist eine Geschichte um Verlust und Rache, um verblendete Liebe und erdrückende Fürsorge, um Gleichgültigkeit und Misshandlung."

Der Sonntag (09. April 2017)

»Inhaltlich überrascht, stilistisch packt dieser psychologische Thriller den Leser gnadenlos.«

Die Presse am Sonntag (25. Juni 2017)

"Ein packender Roman, dessen Stimmen den Leser noch lange begleiten."

Ruhr Nachrichten (20. April 2017)

»Ein fesselndes Buch, durchgelesene Nacht fast unausweichlich.«

Neues Volksblatt (29. Juni 2017)

"Der Roman zeigt verstörende Abgründe – Psychogramme von Menschen, die eine erschreckende Abgestumpftheit und Gewaltbereitschaft an den Tag legen. Der Erzählstil mit den verschiedenen Sichtweisen funktioniert gut."

Luzerner Zeitung Online (27. März 2017)

"Sprachlich sorgfältig und ohne schockierende Effekthascherei. Grandios!"

20 Minuten (11. April 2017)

"Eine faszinierend-verstörende Geschichte um Schuld und Rache."

literaturmarkt.info (27. März 2017)

"Das feinste böse Buch des Jahres."

Los Angeles Times

„Ein cooler und effektvoller Psychothriller ... unerbittlich, unnachgiebig und atemberaubend.“

Wall Street Journal

"Ein böses kleines Meisterwerk, Minato erforscht der Abgründe der menschlichen Natur ... Bücher wie Geständnisse lassen einen vibrieren vor Glück."

Chicago Tribune

"Dieser süchtig machende Roman ist düster, beunruhigend und trügerisch ... Geständnisse ist clever, rasant zu lesen und mit jedem Kapitel steigt die Spannung."

Toronto Star

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