Giacinta

Roman

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Missbrauch im Kindesalter und eine Ménage-à-trois – das ist der Stoff, aus dem auch 1879 schon Skandale waren. Luigi Capuana provozierte mit seinem weiblichen Entwicklungsroman «Giacinta» Italiens Moralwächter – doch die Leser liebten ihn umso mehr. Nun ist sein Meisterwerk endlich auch in deutscher Sprache zu entdecken.

Giacinta Marulli ist eine erstaunliche Heldin: Kühl lächelnd und scheinbar berechnend verdreht die junge Frau den Männern den Kopf. Nur hinter vorgehaltener Hand ist von ihrer gestohlenen Kindheit die Rede, die in einer Vergewaltigung ihren traurigen Höhepunkt fand. Als der öffentliche Tratsch meint, aus dem Opfer eine verschlagene Täterin machen zu müssen, emanzipiert sich Giacinta und sucht erhobenen Hauptes ihr Seelenheil: in der Heirat mit einem Conte und der gleichzeitigen Liebschaft mit dem Mann ihres Herzens.

Luigi Capuana ist ein genauer Beobachter, der in seinem Roman ein ganzes Panorama kräftig durchbluteter Figuren aus der italienischen Provinz schuf. Lebhaft und detailverliebt erzählt er nach einem wahren Fall das Leben einer tragischen und selbstbewussten Heldin.

»Mit fesselnder Präzision analysiert Luigi Capuana die Auswirkungen gesellschaftlicher Mechanismen auf die weibliche Psyche.«

Süddeutsche Zeitung, Maike Albath (17. März 2017)

Aus dem Italienischen von Stefanie Römer
Originaltitel: Giacinta
Originalverlag: .
Mit Nachwort von Angela Oster
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-20740-3
Erschienen am  20. März 2017
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Vita

Luigi Capuana

Luigi Capuana (1839–1915), Sohn sizilianischer Landbesitzer, lebte nach einem abgebrochenen Jurastudium als Theaterkritiker in Mailand, Florenz und Turin. Er schrieb zahlreiche Novellen, drei Romane und sammelte Volksmärchen. «Giacinta» wurde bei Veröffentlichung zu einem Riesenerfolg. 1886 erschien nach empörtem Echo der Kritik eine zweite, «entschärfte» Version.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Ein Frauenbild voll Tiefenschärfe und ein schillerndes Panorama der italienischen Gesellschaft seiner Zeit. Ein Glücksfall, dass der 1879 unter Skandalvorwürfen erschienene Roman nun erstmals ins Deutsche übersetzt wurde.«

Wiener Zeitung (A), Oliver vom Hove (01. Juli 2017)

»Der italienische Schriftsteller Luigi Capuana ist fast vergessen – sehr zu Unrecht. ... Sein Roman besticht auch heute noch durch seine blut- und glutvolle Personenschilderung.«

Hellweger Anzeiger, Ulrich Rubens-Laarmann (18. März 2017)

»Kongenial übersetzt, frisch und farbenreich, diese Erstübersetzung der Urfassung ist eine wirkliche Entdeckung auf einer Höhe mit den besten Romanen der Zeit angesiedelt.«

»Man liest ihn heute als aufschlussreiches Zeugnis einer vergangenen Epoche, als idealtypische Strömung, die sich die möglichst unmittelbare Abbildung der Realität zum Ziel gesetzt hatte.«

Tages-Anzeiger (CH), Susanne Kübler (04. Mai 2017)