Golden House

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Seit "Fegefeuer der Eitelkeiten" gab es keinen Roman mehr, der unsere Zeit so treffend, unterhaltsam und weitsichtig erklärt.

Nero Golden kommt aus einem Land, dessen Namen er nie wieder hören wollte, seit er mit seinen drei erwachsenen Söhnen vor ein paar Jahren nach New York gezogen ist und sich eine junge Russin zur Frau genommen hat. Der junge Filmemacher René wohnt im Nachbarhaus und ist fasziniert von der Familie, die ihm besten Stoff für ein Drehbuch liefert: Aufstieg und Fall eines skrupellos ehrgeizigen, narzisstischen und mediengewandten Schurken, der Make-up trägt und sich die Haare färbt. René wird Zeuge und in einer folgenschweren Episode sogar Teilhaber des dekadenten Treibens im Golden House, dessen Besitzer nicht nur den Vornamen mit Kaiser Nero teilt ...

Salman Rushdie erfasst den irritierenden Zeitgeist und zeichnet mit größter Erzählkunst ein treffendes Bild unserer heutigen Welt. Dieser Roman beweist aufs Neue, dass er einer der besten Geschichtenerzähler unserer Tage ist.

»›Golden House‹ ist ein Roman über die großen Fragen des Menschseins, über Liebe, Hass und Tod, Zweifel und Verzweiflung. Salman Rushdie verteidigt die Menschlichkeit und ihre Schwächen gegen die Kräfte der Finsternis. Ein zeitloser Roman über die Zeit, in der wir leben.«

Johannes Hano im ZDF »heute-journal« (02. September 2017)

Aus dem Amerikanischen von Sabine Herting
Originaltitel: The Golden House
Originalverlag: Random House, New York 2017
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-21938-3
Erschienen am  05. September 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Golden House

Von: Giirl with the book

19.04.2019

Die Amtseinführung des amerikanischen Präsidenten: Damit beginnt und endet der Roman "Golden House" von Erfolgsautor Salman Rushdie und während der acht Jahre, die währenddessen vergehen, erleben nicht nur die Vereinigten Staaten einen Wandel, den sich ein Jahrzehnt davor wohl niemand ausgemalt hatte, auch das Leben des jungen Filmemachers René verändert sich von Grund auf, denn er verstrickt sich in ungewollte Beziehungen mit der Familie Golden. "Golden House": Worum geht es? Nero Golden kommt aus einem Land, dessen Namen er nie wieder hören wollte. Zusammen mit seinen drei erwachsenen Söhnen legt er sich eine neue Identität zu und zieht nach New York. Obama ist so eben zum Präsident gewählt worden und Protagonist René hofft auf seinen Durchbruch im Filmgeschäft. Als die Familie Golden ins Nachbarhaus zieht, wittert er seine große Story und nähert sich für seine Recherchen den Neuankömmlingen an. Die drei Söhne von Nero Golden haben alle mit ihrer eigenen Geschichte zu kämpfen und Salman Rushdie schafft es gekonnt zeitgeschichtliche Ereignisse einfließen zu lassen und die sich veränderte Stimmung in den USA einzufangen. Nicht nur, dass sich die Situation rund um die Familie Golden immer weiter zu spitzt und nach und nach die Details der schmutzigen Vergangenheit ans Licht kommen, auch die amerikanische Regierung steht kurz vor ihrer Übernehme durch den Joker (á la Donald Trump). "Golden House": Meine Meinung "Golden House" war mein erstes Buch von Salman Rushdie und zugleich ein lesenswerter Roman, der zu Beginn zwar einige Zeit braucht, um so richtig in Fahrt zu kommen, doch einen spätestens ab Seite 100 nicht los lässt. Zwar erscheinen einen gewisse Ereignisse rund um die Familie Golden durch die wiederholten Vorankündigungen des Protagonisten zu Beginn des Buches als kaum überraschend, doch als viel spannender erweisen sich ohnehin die Veränderungen von René selbst, der eine immer tiefere Verbindung zu seinen Nachbarn aufbaut und damit auch sein Leben von Grund auf aus den Fuge gerät. Teilweise schon philosophische Ausschweifungen des Autors und Anspielungen auf Film- und Literaturwerke werden gepaart mit Bildern und Metaphern. Das Buch mag aufgrund des speziellen Schreibstils vielleicht nicht jedem gefallen, aber wer sich für amerikanische Zeitgeschichte oder Familien-Dynastien interessiert, sollte sich das Werk nicht entgehen lassen.

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Vita

Salman Rushdie, 1947 in Bombay geboren, studierte in Cambridge Geschichte. Mit seinem Roman »Mitternachtskinder« wurde er weltberühmt. Seine Bücher erhielten renommierte internationale Auszeichnungen, u.a. den Booker Prize, und sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. 1996 wurde ihm der Aristeion-Literaturpreis der EU für sein Gesamtwerk zuerkannt. 2007 schlug ihn die Queen zum Ritter.

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Events

11. Nov. 2019

Salman Rushdie zu Gast beim Internationalen Literaturfestival Berlin zu "Quichotte"

19:00 Uhr | Berlin | Lesungen
Salman Rushdie
Quichotte

12. Nov. 2019

Salman Rushdie präsentiert seinen "Quichotte"

20:30 Uhr | Hamburg | Lesungen
Salman Rushdie
Quichotte

15. Nov. 2019

Salman Rushdie präsentiert seinen "Quichotte"

20:00 Uhr | Zürich | Lesungen
Salman Rushdie
Quichotte

Pressestimmen

»Eine Landkarte für unsere Gegenwart, das ist in meinen Augen der neue Roman von Salman Rushdie. Ein Buch, das unsere Wirklichkeit auf den Punkt bringt.«

Denis Scheck in ARD »druckfrisch« (03. September 2017)

»Woran liegt es nur, dass Salman Rushdies neuer Roman ›Golden House‹ wirkt, als wäre die Realität zur Fiktion geworden und die Fiktion zur Realität? Ein Roman über das Amerika der vergangenen zehn Jahre und – ungewöhnlich für Rushdie – ein Gesellschaftsroman.«

Der Spiegel (02. September 2017)

»Der bombastische Roman eines begnadeten und mit allen Wassern gewaschenen Erzählers. Wer sich nicht bis zur letzten Seite in seinen Bann schlagen lässt, muss gegen die Kunstgriffe der literarischen Verführung schon sehr gründlich gefeit sein.«

Die Zeit (05. Oktober 2017)

»Rushdies neuer Roman ›Golden House‹ ist das erste große Werk über die noch junge Trump-Ära.«

Welt am Sonntag (03. September 2017)

»›Golden House‹ greift zahlreiche Motive auf wie Religion und Fanatismus, das Künstlersein, großstädtisches multikulturelles Leben, die Bürde eines historischen und kulturellen Erbes und der zum Scheitern verurteilte Versuch, ihm zu entkommen. Das alles wird in einem fast Wagner’schen Epos in die politische Gegenwart hineingeschrieben und ist dennoch in jedem Fall ein beeindruckendes und lesenswertes Stück Weltliteratur.«

Neues Deutschland (10. Oktober 2017)

»Zeitgeschichte, überbordende Fantasie und die Frage nach Gut und Böse: Salman Rushdie schreibt in seinem neuen Buch über das Amerika zwischen Obama und Trump – und zieht dabei alle Register der Erzählkunst.«

Deutsche Welle (05. September 2017)

»Wer durch dieses ›Golden House‹ streift, ist auf der Höhe der Diskurse unserer Zeit. Rushdies Geschichte vom Untergang des Hauses Golden ist vollgesogen mit dem hochentzündlichen Stoff der Gegenwart. Ein Funke, und sie steht in Flammen, um ein Licht auf die Tragödie der laufenden Ereignisse zu werfen.«

Stuttgarter Zeitung (14. September 2017)

»Alles nur Kino? Wenn ja, unverschämt unterhaltsames: Ein ›Aufstieg-und-Fall-Epos‹ in Cinemascope, mit maßlosen Emotionen, wie in der antiken Tragödie. Und doch auch ein saftiger New-York-Roman voller Hysterie und Vitalität, wie es ihn seit Tom Wolfes ›Fegefeuer der Eitelkeiten‹ nicht mehr gegeben hat.«

Kölnische Rundschau (05. September 2017)

»Salman Rushdies grandioser Roman ›Golden House‹ spielt in der Zeit zwischen der Wahl von Barack Obama und der von Donald Trump. Seit den Mitternachtskindern hat er nicht mehr ein solches Feuerwerk gezündet wie jetzt in Golden House.«

Kölner Stadtanzeiger (05. September 2017)

»Man soll ›Golden House‹ wohl als Weckruf verstehen. Denn nicht erst am Ende wird offenbar: Nero Golden und seine Söhne, das sind doch wir!«

Der Tagesspiegel (05. September 2017)

»Ein hellsichtiges, heiteres Buch über das Böse in New York City.«

Berliner Zeitung (05. September 2017)

»Unterhaltsam und klug spiegelt Rushdie, der seit 2000 in New York lebt, unsere von Gier geprägte Zeit. Große Erzählkunst!«

Hörzu (08. September 2017)

»Eine riesige Liebeserklärung ans Kino – Rushdies neuer Roman gleicht tollem Breitbandkino.«

taz (09. September 2017)

»Die Welt ist wirr, dieser wundervolle Roman entschlüsselt vieles, denn ›wäre die Natur des Menschen nicht ein Mysterium, bräuchten wir keine Dichter‹. Großartig, wenn sie sich so zu Wort melden, wie in diesem Fall.«

Westdeutsche Allgemeine Zeitung (06. September 2017)

»Rushdie zeigt überbordend, was er kann – sarkastisch, seherisch und trotz aller Düsternis humorvoll.«

Oberösterreichische Nachrichten (11. November 2017)

»Salman Rushdies furioser neuer Roman ›Golden House‹ entschlüsselt eine wirre Welt.«

Aargauer Zeitung (06. September 2017)

»Die Welt ist wirr, dieser wundervolle Roman entschlüsselt vieles, denn ›wäre die Natur des Menschen nicht ein Mysterium, bräuchten wir keine Dichter.‹ Großartig, wenn sie sich so zu Wort melden, wie in diesem Fall.«

Sächsische Zeitung (04. September 2017)

»›Golden House‹ von Salman Rushdie ist ein großartiger Roman.«

Berner Zeitung (15. September 2017)

»Eine überbordende Geschichte, die mal Krimi, mal Einwandererroman, mal Familiengeschichte, mal US-Zeitgeschichte ist und dank der prächtigen, zum Teil unverschämt guten Prosa des Bestsellerautors Salman Rushdie einen Leserausch auslöst. Voll gepackt mit Anspielungen, Seitensträngen, witzigen Beobachtungen, Assoziationsketten und irren Figuren ist dieses bunte Buch ein dickes Kraftpaket.«

Literaturkurier (Newsletter für den dt. Buchhandel) (05. Oktober 2017)

»Grandios, wie realistisch und märchenhaft, wie kühn und poetisch, aktuell und zeitlos Salman Rushdie in diesem funkelnden, geistreichen New York-Roman menschliches Verhalten beschreibt und Fragen von Identität und Moral verhandelt.«

BR2 Kultur (08. September 2017)

»Ein ziemliches Feuerwerk, sehr witzig, sehr anregend; Salman Rushdie charakterisiert eine aus den Fugen geratene Welt.«

WDR3 (06. September 2017)

»Rushdie rechnet ab mit einer Gegenwart, die weit schlimmer scheint, als man es sich ausdenken könnte. Dabei mästet er die Wirklichkeit mit Fiktion und unterfüttert jedes Hirngespinst mit Fakten.«

SWR2 (03. November 2017)