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Heldenflucht Roman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-17175-9

Erschienen: 13.03.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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1918 – Deutschland nach dem großen Krieg … Das Land wird von Hungersnöten geplagt, die Daheimgebliebenen warten sehnsüchtig auf die Kriegsrückkehrer. In dieser düsteren Zeit begibt sich die Kriegsberichterstatterin Agnes Papen in die Eifel, in ihr Heimatdorf, das von den Wunden des Krieges heimgesucht wird, wie sich bald zeigt. Als die Bewohner einen stummen französischen Soldaten stellen, kommt eine Spirale der Gewalt in Gang. Menschen verschwinden spurlos, und in den Wäldern wird eine Leiche gefunden. Agnes beschließt, sich auf die Suche nach der Wahrheit zu machen …

Jan Kilman (Autor)

Jan Kilman ist das Pseudonym eines bekannten deutschen Spannungsautors. Für seinen historischen Krimi »Heldenflucht« recherchierte Kilman intensiv über die Themen Kriegstraumata und Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg, begab sich an Kriegsschauplätze und las unzählige Feldpostbriefe dieser Zeit.

24.11.2017 | 20:00 Uhr | Mayen

Lesung mit Jan Kilman

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Weitere Informationen:
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Tel. 02651/2433, a.keuser@reuffel.de

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-17175-9

€ 8,99 [D] | CHF 11,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen: 13.03.2017

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Kauf- und Leseempfehlung!

Von: unclethom Datum: 09.07.2017

mundolibris.blogspot.de

Mit Heldenflucht legt der Autor ein sehr beeindruckendes Debüt nun auch im historischen Genre vor. Bislang veröffentlichte er als Rudi Jagusch recht erfolgreich mehrere Kriminalromane die in seiner Heimat der Eifel spielen, diese sind bei Emons erschienen. Dazu noch zwei Thriller die beide im Heyne Verlag erschienen sind.
Dezember 1918, der große Krieg (1. Weltkrieg) ist seit wenigen Wochen beendet und die Versorgungslage ist nach wie vor schlecht. Viele Soldaten sind noch nicht nach Hause zurückgekehrt.
Vor diesem Hintergrund spielt dieser historische Kriminalroman.
Es gelingt Jan Kilman aufs Beste die düstere Stimmung der ersten Wochen nach dem Ende des Krieges einzufangen. Die Verzweiflung der Menschen aber auch die Hoffnung dass es nun besser werden wird.
Für mich ein besonderes Highlight die vom Autor erdachten „Feldpostbriefe“ an die lieben zuhause und ihr Schicksal.
Figuren und Schauplätze, des in mehreren Handlungsebenen spielenden Romans, wirken durchweg sehr gut durchdacht und authentisch. Die Hauptebene spielt direkt nach Kriegsende in einem Dörfchen in der Eifel. Weitere Ebenen spielen im Krieg an der Westfront in Frankreich.
Die Handlungsebene im Dorf spiegelt auch sehr gut den Hass wider der kurz nach Kriegsende auf den Kriegsgegner Frankreich noch immer in den Herzen der Menschen wütet.
Sehr interessante Dialoge lassen die ganze Geschichte noch interessanter wirken
Dank der sehr schönen Schreibweise erscheint es einem so als wenn man kein Buch Lesen würde sondern eher einen farbenfrohen Film sehen würde. Die Schreibweise des Autors lässt das Kopfkino schnell in Gang kommen.
Besonders die Szenen an der Westfront erinnern gefühlsmäßig an den Klassiker „In Westen Nichts neues“. Das ist ganz großes Kino und ich wurde aufs beste unterhalten.
Für das historische Debüt von Jan Kilman vergebe ich glasklare 5 von 5 Sternen, sowie eine Kauf- und Leseempfehlung.

Spannende und bewegende Reise in die Vergangenheit

Von: Cocolinchen Datum: 22.06.2017

cocolinchenundkatti.blogspot.de/

Worum geht's?
1918 - Der Krieg ist vorbei, das Land gezeichnet. Hunger, Krankheit, Angst und das Warten auf die Kriegsrückkehrer.
Agnes Papen kehrt in ihr Heimatdorf in der Eifel zurück und sieht bald, dass der Krieg seine Spuren auch dort hinterlassen hat. Aber man arrangiert sich. Als eines Tages plötzlich ein stummer französischer Soldat von den Bewohnern entdeckt wird, ändert sich einiges. Viele trauen dem geschwächten Soldaten nicht über den Weg und wollen ihn am liebsten gleich wieder los werden. Doch man nimmt sich seiner an und versorgt ihn. Trotzdem scheint sich mit der Ankunft des Fremden etwas geändert zu haben. Menschen verschwinden und eine Leiche wird gefunden...


Meine Meinung:
Mich hat dieser Roman sehr mitgerissen. Die Stimmung ist einfach so unglaublich gut dargestellt, dass man das Gefühl hat, dabei zu sein.
Man kann die Emotionen der Menschen wirklich schnell nachvollziehen. Der Krieg ist zwar vorbei, doch noch lange ist nicht alles gut. Es kommt ein Neuanfang auf die Menschen zu, aber auch der ist nicht mal eben gemacht. Immer noch beherrscht der Krieg alles. Und dann dieses furchtbare Bangen und Hoffen, dass Väter, Söhne, Ehemänner aus dem Krieg zurückkehren.

Kein Wunder, dass die Menschen da immer noch misstrauisch sind. Der fremde Soldat sorgt für viel Aufsehen. Schnell werden die ersten Urteile gefällt und viele wollen den Fremden am liebsten gleich wieder los werden.
Agnes Papen geht da etwas behutsamer vor. Ruben Lieberstock, der Krämer, und sie kümmern sich um den Soldaten und versuchen, die Lage zu entschärfen.
Agnes selbst weiß es, in solchen Situationen die Ruhe zu bewahren. Sie arbeitet lange als Kriegsreporterin. Für Frauen zu dieser Zeit eigentlich nicht vorstellbar. Kein Wunder, das manch einer ihr gegenüber Vorurteile hat. Noch dazu trägt diese Frau immerzu nur Hosen! Undenkbar! ;-)

Mir war Agnes gleich sympathisch. Sie ist eine Frau, die selbstbewusst durchs Leben geht und sich Problemen und schwierigen Situationen stellt. Sie ist tapfer, zäh und clever. Außerdem mag ich ihre Hartnäckigkeit. Sie hat schon eine sehr fortschrittliche Art und Weise zu denken und zu leben im Gegensatz zu anderen Frauen des Dorfes.

Die anderen Charaktere haben mir größtenteils auch gefallen. Es ist wirklich von allem etwas dabei. ;-) Man bekommt Einblicke in die unterschiedlichsten Familien aus den unterschiedlichsten Schichten. Doch mit den Folgen des Krieges müssen sie alle fertig werden. Jeder ist davon betroffen.
Unsympathische Personen, wie die Intzes, sind natürlich auch dabei. Gerade Frau Intze konnte ich gar nicht ausstehen. Eine raue und derbe Frau, die teilweise durch ihr plumpes Verhalten schon dumm rüberkommt. Sie gehört zu der Sorte Mensch, die schnell über andere urteilt, aber lieber vor ihrer eigenen Haustüre kehren sollte. In ihrem Hause ereignet sich auch noch ein schreckliches Unglück, ich will aber nicht zu viel verraten.

Sprachlich hat mir der Roman auch gefallen. Heldenflucht ließ sich sehr gut lesen und nimmt einen mit.
Es kommen schon einige Personen zusammen, dennoch verliert man den Überblick nicht.
Für meinen Geschmack taucht der Soldat, der schon im Klappentext erwähnt wird, im Roman erst ziemlich spät auf. Bis dahin passiert nicht sehr viel. Trotzdem ist es mitreißend und spannend, denn man bekommt ein Gefühl von der Stimmung im Dorf. Obwohl das Tempo des Romans also größtenteils eher gemütlich ist, habe ich Heldenflucht nicht als langatmig empfunden.
Zwischen den Kapiteln werden manchmal Briefe von Soldaten eingeschoben, die von der Front schreiben. Dadurch wirkt alles noch persönlicher und die einzelnen Schicksale werden einem nochmal vor Augen geführt.
Außerdem werden zwischendurch auch ein paar Infos zur damals aktuellen Lage eingeschoben.

Ich kann Euch diesen Roman also wirklich empfehlen. Mal was anderes!

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