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Heldenflucht Roman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-17175-9

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Erschienen: 13.03.2017
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1918 – Deutschland nach dem großen Krieg … Das Land wird von Hungersnöten geplagt, die Daheimgebliebenen warten sehnsüchtig auf die Kriegsrückkehrer. In dieser düsteren Zeit begibt sich die Kriegsberichterstatterin Agnes Papen in die Eifel, in ihr Heimatdorf, das von den Wunden des Krieges heimgesucht wird, wie sich bald zeigt. Als die Bewohner einen stummen französischen Soldaten stellen, kommt eine Spirale der Gewalt in Gang. Menschen verschwinden spurlos, und in den Wäldern wird eine Leiche gefunden. Agnes beschließt, sich auf die Suche nach der Wahrheit zu machen …

Jan Kilman (Autor)

Jan Kilman ist das Pseudonym eines bekannten deutschen Spannungsautors. Für seinen historischen Krimi »Heldenflucht« recherchierte Kilman intensiv über die Themen Kriegstraumata und Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg, begab sich an Kriegsschauplätze und las unzählige Feldpostbriefe dieser Zeit.

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ISBN: 978-3-641-17175-9

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Verlag: Heyne

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Erschienen: 13.03.2017

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Der Erste Weltkrieg

Von: Carmen  aus Ansbach Datum: 25.03.2017

1918 - Deutschland nach dem großen Krieg.
Agnes Papen, die Kriegsberichterstatterin, zieht es in die Eifel, in ihr Heimatdorf Kirchbach und leckt wie alle die Wunden, die man von dem Krieg abbekommen hat. Hungersnot ist an der Tagesordnung.
Plötzlich kommt ein stummer französischer Soldat ins Dorf, und er hat Glück, dass Agnes und der Krämer Lieberstock zugegen sind und ihn vor der Wut der anderen beschützen können.
Neben Agnes und Lieberstock, dem jüdischen Krämer, dem jungen Franz, dem Arzt Hermann Brosch, gibt es noch jede Menge andere Dorfbewohner.
Jan Kilman ist es gelungen, dass ich bald das ganze Dorf kannte, und ich hatte nie Probleme, die Protagonisten zuzuordnen, obwohl es wirklich sehr viele sind. Der Schreibstil ist fließend zu lesen und ich finde die Situation von damals ist sehr gut beschrieben und es lässt sich für mich nachvollziehen.
In den Wäldern wird eine Leiche gefunden und andere Menschen verschwinden spurlos. Wenige kommen aus dem Krieg zurück, aber wie sollen sie weiterleben mit dem, was sie alles gesehen haben? Seelisch und körperlich am Ende, wie sollen sie sich wieder in die Gesellschaft einfügen?
In das Buch hat Jan Kilman ein paar Briefe von der Front mit eingebaut, die tief in die Kriegseuphorie blicken lassen.


Die Geschichte selbst ist wirklich gut beschrieben und ich fand es toll, wie am Ende alle Fäden zusammengepasst haben. Die Schlinge zog sich immer weiter zu, und am Ende wurde ich noch mit einen Showdown überrascht.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und die Charaktere waren wirklich lebensecht beschrieben. Ich finde, da war aber noch einiges an Potenzial nach oben und es wurde ein bisschen was verschenkt. Denn manches war sehr kurz und oberflächlich beschrieben, was ein bisschen mehr verdient hätte. So wie Lieberstocks geliebtes Haustier ..................................... und Franz` Widersacher.

Roman mit Historie, aber kein Historienroman

Von: Jules Barrois Datum: 22.03.2017

https://julesbarrois.wordpress.com

„Heldenflucht“ nimmt uns mit auf eine Reise in eine düstere Zeit, eine Zeit, die kaum jemand von uns kennt und die wir doch alle fürchten. Das gigantische Gemetzel des ersten Weltkrieges ist vorbei. Es hat 15 Millionen Menschen das Leben und 20 Millionen Menschen die Gesundheit gekostet. Vier Reiche, Deutschland, Russland, Österreich-Ungarn und das Osmanische Reich wurden in den Abgrund gerissen. Es war die Urkatastrophe unserer Zeit.
Wie gehen die Überlebenden mit dieser Situation um? Wie können sie körperlich und seelisch überleben? Welchen Platz finden sie in der neuen, veränderten Gesellschaft?
All diesen Fragen geht das Buch an Hand der Geschichte verschiedener Personen in einem kleinen Eifeldorf nach:
Da steht im Mittelpunkt die Kriegsberichterstatterin Agnes Papen und ihr Onkel, da gibt es den jüdischen Krämer Ruben Lieberstock, der Fabrikant Rudolf Wenger und seine Tochter Nora, der junge Bursch Franz Metzler, der sein Arbeitsleben beginnt, der Ortsvorsteher Friedrich Intze und seine Familie, Wiebke, die Magd, der Arzt Herman Brosch und natürlich Paul, der „stumme“ Franzose ohne Erinnerung. Die vielen Charaktere bleiben leider holzschnittartig und stecken voller Klischees.
Jan Kilman entwirft eine gefällige Geschichte zwischen all diesen Personen, mit Mord und Gewalt, mit Liebe, Intrigen und Eifersüchteleien. Und bietet wenig Überraschendes. Der erste Weltkrieg, die Verhältnisse in der Nachkriegszeit scheinen mir mehr Kulisse als integrierter Bestandteil der Geschichte zu sein.
Der Autor baut den Roman weitgehend chronologisch auf, unterbrochen von Briefen von der Front, die ein tiefes Bild in Kriegseuphorie und Kriegselend bieten.
Das Buch erinnert ein bisschen an die Art von Ken Follet, zeitgeschichtliche Ereignisse in eine Romanform, in eine packende Geschichte zu bringen. Der Autor reicht aber in seiner Formulierungskunst bei weitem nicht an Ken Follet heran. Deshalb gibt es einen Punkt Abzug.
Trotzdem lesenswert und durchaus informativ. Schnell geschriebene und schnell weg zu lesende Unterhaltungslektüre.

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