Herbstblüten und Traubenkuss

Roman

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Als Mona unerwartet ihren Job verliert, bewirbt sie sich in einer Detektei. Ihre erste Aufgabe: Sie soll Oliver Feeberger ausfindig machen und ihn überreden, auf das großelterliche Weingut am Wiener Stadtrand zurückzukehren. Um zu verhindern, dass ein Nobelheuriger den familiären Buschenschank übernimmt, willigt Oliver ein – aber nur, wenn Mona die restliche Saison auf dem Weingut mitarbeitet. Obwohl in derselben Stadt, findet sich die junge Wienerin in einer neuen Welt wieder. Zwischen Weingärten, Heurigenausschank und Hofladen muss Mona erst ihren Platz suchen. Aber ist ihr Herz nicht schon längst angekommen?


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ISBN: 978-3-641-22611-4
Erschienen am  19. August 2019
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Leserstimmen

Perfekte Lektüre für einen goldenen Oktobertag

Von: Susanne Edelmann

04.10.2020

Beim Lesefestival lit.Love im Jahr 2017 durfte ich die sympathische österreichische Autorin Emilia Schilling kennenlernen. Damals stellte sie gerade ihren ersten Roman „Frühlingsglück und Mandelküsse“ vor, den ich wenig später mit großer Begeisterung gelesen habe. 2018 erschien dann „Sommerglück und Blütenzauber“, was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, und 2019 schließlich der Herbstroman „Herbstblüten und Traubenkuss.“ Ein Winterroman mit dem Titel „Winterglück und Nelkenduft“ ist für 2021 in Planung. Eigentlich wollte ich den Herbstroman gleich letztes Jahr direkt nach seinem Erscheinen lesen, doch leider fehlte mir damals die Zeit, dann stimmte die Jahreszeit nicht und so kam ich erst jetzt dazu, diese Lektüre nachzuholen. Denn tatsächlich ist der Herbst die ideale Zeit, um diese Geschichte zu lesen, die auf einem Weingut zur Zeit der Weinlese spielt. Hauptperson ist Mona, die gerade in einer Lebenskrise steckt: Job weg, Freund weg, Wohnung weg… vorübergehend wohnt sie bei ihrer Freundin Bianca und deren Familie, doch das kann auf Dauer nicht gutgehen. Deshalb nimmt Mona den erstbesten Job an, der sich ihr bietet, und der ist ausgerechnet in einer Detektei. Allerdings soll Zahlenmensch Mona sich dort nicht etwa um die Buchhaltung kümmern, sondern um einen Kundenauftrag: Die Betreiber des Weingutes Feeberger im Wiener Ortsteil Neustift suchen nach ihrem Enkel Oliver. Der hat vor fünf Jahren den Kontakt zu seiner Familie abgebrochen. Mona soll ihn ausfindig machen und überreden, aufs Weingut zurückzukehren, weil das anderenfalls verkauft werden müsste. Tatsächlich gelingt es Mona, Oliver zu finden und zur Rückkehr zu bewegen, allerdings nur unter einer Bedingung: Mona soll mitkommen und für den Rest der Saison auf dem Weingut mithelfen, Weinlese und Bedienung im Buschenschank inklusive. Für den menschenscheuen Stadtmensch Mona eine riesige Herausforderung. Doch was bleibt ihr in ihrer momentanen Situation anderes übrig? Und so findet sie sich kurz darauf mitten im dörflichen 19. Bezirk wieder und mitten in der Familie Feeberger, die sie zumindest teilweise mit offenen Armen willkommen heißt, allen voran Olivers Großeltern Lore und Fredi sowie Olivers Schwester Nina, die im Rollstuhl sitzt. Andere sind ihr hingegen weniger wohlgesonnen, wie zum Beispiel Olivers Ex-Freundin Viktoria. Dabei hat sie gar keinen Grund, auf Mona eifersüchtig zu sein. Oder? Zwar kommen Mona und Oliver sich tatsächlich näher, doch da gibt es zu viele Geheimnisse, die zwischen ihnen stehen und die dazu geführt haben, dass Oliver vor fünf Jahren Hals über Kopf das Weingut verlassen hat und dass Nina nun auf den Rollstuhl angewiesen ist. Und dann gibt es da noch ein ganz anderes Geheimnis, das Lore Mona anvertraut und das zu einer großen Belastung für sie wird. Als die Wahrheit schließlich ans Licht kommt, kommt es zum großen Bruch und Mona reist überstürzt ab. Doch inzwischen ist sie längst nicht mehr die Person, als die sie angekommen ist… Im Gegensatz zu Mona habe ich mich auf dem Weingut Feeberger gleich wohlgefühlt. Die Atmosphäre dort ist so anschaulich beschrieben, dass ich die Weinberge, den Hofladen und den Buschenschank direkt vor mir sah. Zu gerne wäre auch ich dort eingekehrt, um ein Glas Heuriger zu trinken und dazu frisch gebackenes Brot mit einem von Lore selbstgemachten Aufstrich zu genießen (die Rezepte dazu gibt’s im Buch). Nicht zuletzt durch Ninas Behinderung und Lores Geheimnis behandelt der Roman auch einige sehr ernste Themen, die durchaus nachdenklich machen. Auf der anderen Seite gibt es auch viel zu lachen, vor allem die schlagfertigen Dialoge zwischen Mona und Oliver sind einfach nur herrlich zu lesen! Alles in allem ist Emilia Schilling hier wieder ein ganz wunderbarer Wohlfühlroman gelungen, den ich in einem Rutsch durchgelesen habe. Das perfekte Buch für einen goldenen Herbsttag, das man am besten mit einem schönen Glas Grüner Veltliner genießt.

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Süsser Wein

Von: Bücher in meiner Hand

27.02.2020

Schon lange wollte ich mal einen Roman von Emilia Schilling lesen. Als dann 2019 "Herbstblüten und Traubenkuss" erschien, wusste ich: mit dem beginne ich. Herbstromane gibt es selten, dabei ist der Herbst doch so schön! Das Setting schien vielversprechend. Wien, ein Heurigenlokal. Hört sich richtig gemütlich an - zum Lesen zumindest, denn die Arbeit im Lokal und auf dem Weinberg ist streng. Das merkt auch Mona bald, die sich spontan entschliesst, bei Feebergers einige Monate zur Überbrückung zu arbeiten. Die Arbeit rund um den Buschenschank ist neu für Mona und sie packt kräftig mit an. Dabei lernt sie die ganze Familie mitsamt der Angestellten kennen und blickt hinter Kulissen und Familiengeheimnisse. Grund für diesen Job ist ein Deal mit Oliver, den sie im Auftrag einer Detektei sucht und nun brav bei seiner Familie abgibt. Die beiden geben sich als Paar aus - dabei kennen sie sich ja kaum - und haben im Laufe der Geschichte einige Turbulenzen zu bewältigen. Die Roman war sehr unterhaltend und enthielt viele witzige Szenen. Mir gefielen die genau richtig dosierten Erklärungen über die Heurigenlokale, sowie der gegebene Lokalkolorit, wofür auch viele Wiener Begriffe sorgten. Böse waren eigentlich nur Monas Eltern - ziemlich heftig drauf die beiden. Kein Wunder, dass Mona nicht gerne bei ihnen zu Besuch und ihr Selbstbewusstsein im Keller ist. In Olivers Familie gibt es alles: von superlieben Grosseltern und einer tollen Schwester bis hin zum nörgeligen Mieter und einer zickigen Ex-Freundin. Mona kam oft naiv daher. Sie nimmt viel zu viel in Kauf, sei es bei einigen Szenen auf dem Hof oder in Bezug zu ihrer Freundin Bianca, die mit ihren Kindern Sheldon und Arya oft polarisiert. Bei soviel Dramen blieben Leidenschaft und Romantik im Hintertreffen. Dennoch habe ich den Roman schnell und gerne gelesen. Zwischen den Kapiteln finden sich jeweils einige Rezepte, die kurz zuvor auf den gelesenen Seiten gerade gekocht wurden, das fand ich sehr nett. Fazit: Eine nicht sehr romantische, aber dafür locker-leichte Liebesgeschichte, die so spritzig erscheint wie der süsse Wein aus dem Buschenschank. 4 Punkte.

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Vita

Emilia Schilling ist das Pseudonym einer jungen österreichischen Autorin, die romantische Frauenromane schreibt. Schilling, Jahrgang 1988, lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in einem kleinen Ort in Niederösterreich.

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