Herr Parkinson

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Richard Wagners radikale Auseinandersetzung mit seiner Erkrankung

Wie lebt man mit einer Krankheit, die selbst die alltäglichsten Dinge sabotiert? Wie leben die anderen damit? Was bedeutet Krankheit überhaupt? Mit dem unbestechlichen Blick des Schriftstellers erzählt Richard Wagner von seiner Parkinson-Erkrankung. Zunächst ganz zurückhaltend wird dieser gelassene und unberechenbare Herr Parkinson über die Jahre zum schicksalhaften Gegenüber des Autors und erlangt immer mehr Macht über dessen Leben.

"Es ist nichts weniger als großartige, aufwühlende, verstörende, berührende Literatur. Zum Heulen schön."

tip Berlin, Eric Heier (07. Mai 2015)

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ISBN: 978-3-641-15727-2
Erschienen am  20. April 2015
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Berührend

Von: loralee

10.05.2015

Es fällt mir schwer, eine Rezension zu diesem Buch zu schreiben. Es hat mich so sehr beeindruckt, dass ich quasi sprachlos bin. Vielleicht liegt es daran, dass ich Menschen mit Parkinson im Umfeld habe. Auf jeden Fall trifft der Autor Richard Wagner sehr genau den Kern des Dilemmas, in dem ein Parkinson-Patient steckt. „Herr Parkinson verwirrt den Körper und lässt den Kopf zuschauen“, so steht es auf der Rückseite des Buches und trifft das Wesen der Erkrankung ziemlich genau. Richard Wagner setzt sich ehrlich und ohne Groll mit seiner Erkrankung und ihren Folgen auseinander. Dabei steht Herr Parkinson als sein ungebetener Gast und ständiger Begleiter mal in höflicher Distanz und kaum wahrnehmbar, mal im direkten Dialog mit dem Autor, an seiner Seite. Wie im realen Leben, oder war das nur Einbildung? Der Autor vermag es, durch Aufbau und Stil dem Leser den diffusen Zustand zu vermitteln, in dem ein Mensch mit Parkinson sich mitunter befinden kann. Alles verlangsamt sich, die Bewegungen und auch das Denken, wobei der Geist immer klar bleibt. Der Autor wirft ebenfalls einen kritischen Blick auf die Gesellschaft und das Gesundheitssystem; wie sie mit dieser neurologischen Erkrankung umgehen, die zwar unheilbar, aber nicht tödlich ist. Das klingt jetzt alles ganz furchtbar schrecklich. Aber was mir an dieser Erzählung gefällt, ist die durchweg positive Grundstimmung, die den Inhalt trägt. Der Autor gibt nicht auf, er dramatisiert nicht, aber beschönigen tut er seine Situation erst recht nicht. Anders als bei anderen Berichten über schwere Krankheiten, vermag es der Schriftsteller Wagner seiner Geschichte eine literarische, eine philosophische Perspektive zu geben. Er nutzt die Reflexion auf seine Erkrankung, um Impulse auf allgemeine Fragestellungen zu geben, wie der gesellschaftliche Umgang mit Krankheit. Er wirft auch einen anderen, ganz eigenen, Blick auf das Leben, der zum Nachdenken anregt. Fazit: „Herr Parkinson“ hat mich sehr berührt und in tiefer Seele angesprochen. Das Buch ist schonungslos, offen, und wird von einem leisen Sprachwitz begleitet. Für Leute, die gerne Anspruchsvolles lesen, sehr zu empfehlen.

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Vita

Richard Wagner, geboren 1952 im rumänischen Banat, arbeitete dort als Journalist und veröffentlichte Lyrik und Prosa in deutscher Sprache. Nach Arbeits- und Publikationsverbot verließ er Rumänien 1987 und lebt seitdem als freier Schriftsteller in Berlin. Seine Romane und Essays wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Zuletzt erschienen „Die deutsche Seele“ (mit Thea Dorn) und „Habsburg – Bibliothek einer verlorenen Welt“.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

"Die Lektüre von Herr Parkinson ist in jedem Fall ein Erlebnis"

Buchmarkt.de, Margit Lesemann (13. Mai 2015)

"Ohne zu dramatisieren, ohne zu beschönigen gibt er [Richard Wagner] einen eindrücklichen, berührenden Einblick mit viel literarischem Wortwitz"

Hörzu (07. August 2015)

"(...) "Herr Parkinson" ist ein Selbstporträt des Künstlers als kranker Mann. Schonungslos. Lakonisch. Zornig. Witzig. Traurig."

Die Welt / Die literarische Welt, Barbara Möller (28. Mai 2015)

"Angst, Hoffnung, Wut und Humor tanzen in diesem Text einen höllischen Reigen unter dem Horizont der Unheilbarkeit."

WDR 5 Scala, „Service Bücher“, Burkhard Müller-Ullrich (09. Juni 2015)

"Besonders eindringlich macht dieses Buch Richard Wagners Umgang mit Sprache. Viele seiner Sätze erinnern in Schärfe, Durchdringung und Tiefe an Aphorismen von Emil Cioran."

Deutschlandradio, Carsten Hueck (11. Juli 2015)

"In "Herr Parkinson" erweist Wagner sich einmal mehr als scharfer Denker und als ungemein präzise seine Worte setzender Schriftsteller."

Wiener Zeitung (A), Shirin Sojitrawalla, (27. Juni 2015)

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