VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Herrin des Nordens Historischer Roman

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

€ 8,99 [D] inkl. MwSt.
CHF 11,00*
(* empf. VK-Preis)

eBook (epub) ISBN: 978-3-641-17386-9

Erschienen: 18.01.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Anmeldung

  • Info

  • Vita

  • Links

  • Service

  • Biblio

Ein mitreißendes historisches Epos aus dem Ende der Wikingerzeit.

Handelsstadt Haithabu 1047: Die junge Ingunn schwärmt leidenschaftlich für den wenig älteren Torge, der aus England nach Dänemark gekommen ist. Hier beansprucht Torge eine Erbschaft, und hier bereitet er sich auf eine Zukunft als Krieger in Diensten des englischen Königs vor. Torges älterer Bruder Jon hingegen schätzt Verhandlungsgeschick mehr als Kriegslust. Um Torge zu beschützen, und obwohl er sich mittlerweile selbst in Ingunn verliebt hat, kehrt Jon jedoch mit seinem Bruder nach England zurück. Ingunn bleibt in ihrer geliebten Heimat. Und dann überfallen die Norweger Haithabu ...

Martha Sophie Marcus (Autorin)

Martha Sophie Marcus, geboren 1972 im Landkreis Schaumburg, studierte Germanistik, Soziologie und Pädagogik und verbrachte anschließend zwei Jahre in Cambridge. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Lüneburg. Mit "Herrin wider Willen", ihrem ersten Roman, feierte sie ein grandioses Debüt. Seitdem sind weitere historische Romane von ihr bei Goldmann erschienen.

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-17386-9

€ 8,99 [D] | CHF 11,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Goldmann

Erschienen: 18.01.2016

  • Leserstimmen

  • Rezension verfassen

Haithabu und sein Untergang

Von: Frau Goethe Datum: 21.02.2016

https://www.facebook.com/fraugoetheliest

Ingunn wohnt in der Hafenstadt Haithabu. Das im Jahre 1047 wichtigste Handelszentrum der Wikinger ist der Anlaufpunkt für Händler aus ganz Europa. Auch der Engländer Jon Larsson kommt mit seinem Bruder Torge in die Stadt. Da sie weitläufige Verwandtschaft von Ingunns Vater Sigmund sind, beherbergt er sie ein paar Tage. Während dieser Zeit kommen sich Ingunn und Torge näher und versprechen sich gegenseitig, aufeinander zu warten. Aber auch der drei Jahre ältere Jon hat Gefallen an dem Mädchen gefunden. Als Torge im Gefolge des englischen Königs Edward in den Krieg zieht, nimmt Jon seine Chance wahr.

Martha Sophie Marcus malt auch in ihrem fünften historischen Roman ein buntes Bild vergangener Zeiten. Die Herrin des Nordens ist die Wikingerstadt Haithabu, die direkt an der Schlei gelegen, auch ausländische Händler anzog. Die Stadt war zur damaligen Zeit eine Metropole, weswegen auch immer wieder kriegerische Norweger oder plündernde Slawen in die Stadt kamen. Diese allgegenwärtige Gefahr wird hier am Beispiel der fiktiven Figuren deutlich. Die vorwiegend vom Handel lebenden Bewohner Haithabus müssen sich gegen andere Völker wehren. Ihre Häuser werden in Brand gesetzt, Frauen geschändet und die Männer grausam ums Leben. Die Autorin beschönigt hier nichts und doch kommt auch die Romantik nicht zu kurz. Erklärend sind Sätze wie „Haithabu hingegen war von Menschen erbaut worden, die sich damit abfanden, dass alles vergänglich war.“ Das regte zumindest meine Neugier an, wie es denn wohl mit den inzwischen liebgewordenen Charakteren weiterginge.

Ingunn lernt in jungen Jahren den Engländer Torge kennen und fühlt sich auch nach Jahren des Schweigens immer noch an ihr Versprechen zur Heirat gebunden. Mehrmals versucht ihr Vater sie wirtschaftlich und gesellschaftlich gut unterzubringen. Doch die eigensinnige Frau wehrt sich erfolgreich. Sie wird zwischenzeitlich verschleppt, lernt König Sven kennen und kehrt wieder zurück, um der Stadt beim Wiederaufbau zu helfen. Als plötzlich Jon vor ihr steht und keine Nachricht von Torge hat, gibt sie seinem Werben nach. Ihre Freundin Lilja ist inzwischen ebenfalls verheiratet. Hier wird eine andere gängige Art beschrieben, welche Rollenverteilung seinerzeit üblich war. Diese Arten der Ehe waren nicht unüblich im elften Jahrhundert, sodass der geschichtsträchtige Roman auch eine Menge gesellschaftlicher Umgangsformen und das ethische Verständnis des Zusammenlebens enthält.

Ein weiteres großes Thema ist der religiöse Glauben. Die Wikinger wurden nach und nach christianisiert. Dieser Prozess ging langsam voran und brachte bestimmt in einigen Familien Zwietracht. Ingunn als Heidin kommt so immer wieder mit ihrer Stiefmutter in Streit, die als Christin die alten Rituale ablehnt. Ebenso wandelte sich das Verständnis für Heilung und sorgte für Meinungsverschiedenheiten. Die Sprache ist dabei der Zeit angepasst, aber doch verständlich genug, dass der Lesefluss nicht gestört wird. Die Figuren sind deutlich gezeichnet und lassen die vergangene Zeit lebendig werden. Gerade weil man im Museumsdorf Haithabu heute noch das Leben der Wikinger betrachten kann, animieren diese Beschreibungen das Kopfkino. Ein Personenregister und ein Glossar der verwendeten regional typischen Ausdrücke befinden sich im Anhang. Dort wird in einem Nachwort ebenfalls geklärt, was Wahrheit und was Fiktion ist. Der historische Roman ist erneut ein Leseerlebnis mit voller Punktzahl.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Anmerkung

Von: Yvonne Kobialka  aus Lahr Datum: 08.04.2017

Im weiten Feld der oft nicht lesenswerten, weil doch allzu trivial geschriebenen historischen Romane durchaus ein Lichtblick.
Kleine Anmerkung: Korrekt wäre "die Langmut" und "die Sanftmut" (nicht "der Langmut" und "der Sanftmut"); "der Abscheu" (nicht "die Abscheu").
Leider habe ich es verabsäumt, mir die entsprechenden Seitenzahlen zu notieren.

Voransicht

  • Weitere Bücher der Autorin