Herz und Tal

Roman

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Wenn dein Herz Kopf steht ist alles möglich ...

Emilia Jonasson braucht einen Neuanfang. Einen, der sie so weit von Bremen wegbringt, wie möglich. Doch ihr neuer Lebensabschnitt im wunderschönen Chiemgau beginnt mit einer mittleren Katastrophe: Ihre zukünftige Wohnung steht unter Wasser und sie muss vorübergehend in den Kastanienhof ziehen. Dort lernt sie nicht nur die sympathische Wirtin Theresa Leitner kennen, sondern auch deren faszinierenden Zwillingsbruder Max. Emilias Herz stolpert, wenn Max sie ansieht, ihre Finger kribbeln, wenn sie sich berühren. Als ihr jedoch bewusst wird, dass Max so seine Geheimnisse hat, beschließt sie, auf Abstand zu gehen. Nicht noch einmal wird sie sich das Herz von einem Mann brechen lassen. Doch für manche Dinge lohnt es sich vielleicht, über seinen Schatten zu springen ...


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ISBN: 978-3-641-21954-3
Erschienen am  09. Juli 2018
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Leserstimmen

Sympathische Haupt- und Nebenfiguren

Von: Daggi

11.10.2018

Die Protagonisten und ihre Geschichte Nachdem die Ärztin Emilia Jonasson herausgefunden hat, dass ihr Liebhaber verheiratet ist, verlässt sie recht überstürzt ihre Heimat und zieht von Norddeutschland in den Chiemgau. Sie freundet sich schnell mit ihrer Pensionswirtin Theresa Leitner an, doch dass deren mutmasslicher Ehemann Max mit ihr flirtet, macht sie wütend und lässt sie zu Max auf Distanz gehen, obwohl ihr Herz eine ganz andere Sprache spricht. Max hat als Polizist in München gearbeitet und kehrt nun in seine Heimat zurück, um künftig dort Dienst zu tun. Nachdem Emilia endlich klar wird, dass Max nicht etwa Theresas Mann, sondern ihr Zwillingsbruder ist, nähern sich die beiden an. Doch auch Max hat eine Vergangenheit und die holt ihn ein. Meine Gedanken zum Buch „Landliebe“ von Jana Lukas hatte mir richtig gut gefallen und deswegen war für mich klar, dass ich auch unbedingt „Herz und Tal“ lesen wollte. Jedes Kapitel wird von witzigen Notrufen eingeleitet, die mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht haben und egal, wie skurril der Notruf auch klingt, die entsprechenden Ereignisse, die zum Notruf geführt haben, sind hinterher immer Teil der Geschichte. Die Idee hat mir sehr gut gefallen. Der Schauplatz im Chiemgau ist natürlich eine hervorragende Vorlage für tolle bildhafte Beschreibungen der Landschaft. Aber Jana Lukas hat sich nicht nur einen tollen Schauplatz ausgesucht, sie ha9auch sehr sympathische Haupt- und Nebenfiguren geschaffen. Neben Theresa und Max leben auch ihr gemeinsamer bester Freund seit Kindertagen und ihr Vater auf dem Kastanienhof, eine kleine, eingeschworene Gemeinschaft, die mich begeistern konnte. Etwas ins Stocken bin ich geraten, wenn Theresa und Max in Gedanken miteinander kommuniziert haben. Sicherlich haben sie als Zwillinge eine ganz besondere Verbindung zueinander und dass der eine merkt, was der andere denkt oder fühlt, ist für mich durchaus plausibel. Aber dass sie nicht nur einzelne Gedanken austauschen, sondern trotz räumlicher Distanz ganze Gespräche führen oder, im Umkehrfall, den anderen bewusst aus den eigenen Gedanken ausschließen, damit derjenige nicht „lesen“ kann, was im Kopf des anderen vorgeht, das war mir zu unrealistisch. „Herz und Tal“ ist ein toller Sommerroman, sicherlich ist vieles vorhersehbar, aber für mich zählt, dass mich die gefühlvolle Geschichte fesseln und gut unterhalten konnte.

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Herzerwärmende Sommerlektüre, die im wunderschönen Chiemgau angesiedelt ist – und das völlig frei von Klischees

Von: Susanne Edelmann

18.08.2018

Emilia verlässt fluchtartig ihre Heimatstadt Bremen, um im Chiemgau ein neues Leben zu beginnen, möglichst weit weg von der schmerzlichen Enttäuschung, die sie erleben musste. Doch der Neuanfang gestaltet sich schwierig, denn Emilias Wohnung ist wegen eines Wasserschadens erstmal unbewohnbar. Unterschlupf findet sie auf dem Kastanienhof im beschaulichen Lindenmoos. Dort freundet sie sich schnell mit der jungen Wirtin Therese an und auch deren Zwillingsbruder Max übt eine starke Faszination auf sie aus. Doch Emilia ist ein gebranntes Kind, es fällt ihr sehr schwer, wieder zu vertrauen, deshalb hält sie lieber Abstand. Dumm nur, dass Emilia und Max sich auch beruflich oft begegnen, denn Emilia arbeitet in der Notaufnahme des Rosenheimer Krankenhauses und Max ist Polizist. So bleibt es nicht aus, dass die beiden sich näher kommen. Doch Max hat seine Geheimnisse und jede Menge Probleme mit komplizierten Frauen, von seiner intriganten Ex-Freundin bis hin zur esoterischen Hippie-Mutter. Leider macht Max seine Probleme am liebsten mit sich alleine aus, anstatt sich seinen Liebsten anzuvertrauen. Doch nach einer romantischen Mittsommernachtsfeier überschlagen sich plötzlich die Ereignisse… Dieses Buch ist so mitreißend geschrieben, dass ich es quasi in einem Rutsch gelesen habe. Sicher handelt es sich hier nicht um besonders anspruchsvolle, tiefschürfende Lektüre, aber ich habe mich dennoch hervorragend unterhalten gefühlt und das ist schließlich genau das, was ich von einer guten Sommerleküre erwarte. Die Personen waren für mich glaubwürdig dargestellt und ich konnte mich in die Protagonisten jederzeit gut hineinversetzen. Sehr amüsant fand ich, dass jedes Kapitel mit einem Anruf bei der Notrufzentrale beginnt – darunter so skurrile „Notfälle“ wie ein Unfall beim Liebesspiel, eine Pfefferspray-Attacke im Kindergarten, ein freilaufender Elefant in Rosenheim oder ein Anschlag in einer Galerie. All diese Fälle haben mehr oder weniger direkt etwas mit den im Kapitel folgenden Ereignissen zu tun. Hier hat die Autorin – im Brotberuf selbst Polizistin – sicher das eine oder andere Erlebnis aus ihrem Berufsalltag mit einfließen lassen. Der Roman spielt vor allem im fiktiven Dorf Lindenmoos, aber auch in den realen Orten Aschau, Rosenheim, Seeon und am Chiemsee – allesamt Orte, die ich gut kenne, gerade erst diese Woche habe ich mal wieder einen Ausflug zum Chiemsee gemacht. Dabei hat mir besonders gut gefallen, dass die Autorin auf die sonst so gängigen Klischees verzichtet hat: Nein, die Bayern laufen nicht den ganzen Tag jodelnd in der Lederhose herum! Leider liest man so etwas recht häufig in Büchern, die in Bayern spielen. Dass es hier anders ist, fand ich ausgesprochen erfreulich. Alles in allem eine wunderbare, herzerwärmende Lektüre für den Sommer – ganz egal, ob man sie auf dem heimischen Balkon genießt oder im Liegestuhl am Chiemseeufer.

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Vita

Was tun, wenn man zwei Traumberufe hat? Jana Lukas entschied sich nach dem Abitur, zunächst den bodenständigeren ihrer beiden Träume zu verwirklichen und Polizistin zu werden. Nach über zehn Jahren bei der Kriminalpolizei wagte sie sich an ihren ersten romantischen Thriller und erzählt seitdem von großen Gefühlen und temperamentvollen Charakteren. Denn ihr Motto lautet: Es gibt nicht viele Garantien im Leben … aber in ihren Romanen ist zumindest ein Happy End garantiert. Immer!

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