Hochland

Thriller

eBook epub
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»Sie hatten das Gefühl, dass jemand draußen auf sie wartete, in der Dunkelheit ihre Namen flüsterte ...«

Zwei junge Paare aus Reykjavík machen mit ihrem Jeep einen Ausflug in die raue Bergwelt des isländischen Hochlands. Dichter Nebel zieht auf, sie kommen vom Weg ab und müssen die Nacht in einem Haus mitten in der Einöde verbringen. Ihr Amüsement über das ungeplante Abenteuer verwandelt sich schon bald in Unbehagen, denn ihre Gastgeber, ein verschrobenes altes Paar, benehmen sich sehr merkwürdig: Warum verbarrikadieren sie das Haus bei Einbruch der Dunkelheit wie eine Festung? Und wieso haben sie so wenig Interesse daran, ihren Gästen zu helfen?

Ein verstörender Pageturner vor der einzigartigen Kulisse des isländischen Hochlands.

  • »Ein faszinierendes Buch voller Schrecken« Kristof Magnusson

  • »Gänsehautgarantie«

»Gänsehautgarantie«

B5 aktuell, Neues vom Buchmarkt, Sabine Zaplin

Aus dem Isländischen von Tina Flecken
Originaltitel: Halendid
Originalverlag: Forlagid
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-17501-6
Erschienen am  12. September 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Sandwüste

Von: wal.li

15.04.2020

Zwei junge Paare begeben sich auf eine mehrtägige Fahrt durch das Bergland Islands. Die ersten Tage verbringen sie in guter Stimmung, doch fast schon auf dem Heimweg in die Zivilisation haben sie einen Unfall. Sie krachen mit dem Jeep in eine Hauswand. Zum Glück naheliegende Wohnhaus bewohnt und die beiden älteren Leute nehmen die vier Gestrandeten auf. Obwohl ihre Gastgeber etwas seltsam wirken, sind die beiden Paare froh, dort unterkommen zu können. Am nächsten Tag wollen sie sich das Auto des Paares leihen, um Hilfe zu holen. Peinlicherweise haben sie auch mit diesem Wagen eine Panne. Danach wird es richtig merkwürdig, denn irgendwie schaffen die jungen Leute es nicht, ihre Zuflucht wieder zu verlassen. An jedem neuen Tag lassen sie sich etwas einfallen, gehen teilweise zusammen los oder auch getrennt. Das Ergebnis ist jedoch immer gleich, sie landen bei dem Haus der alten Leute. Was geschieht mit ihnen? Wieso können sie nicht zurück in die Zivilisation? Haben die Alten irgendwelche Absichten oder Pläne mit ihnen? Es ist doch sehr seltsam, doch welchen Grund kann es geben, die Vier fast schon gefangen zu halten? Das Ganze ist doch unheimlich. Man fühlt sich etwas an das Blair Witch Project oder ähnliches erinnert. Junge Menschen geraten in eine eigenartige Situation, aus der sie sich nicht lösen können und die irgendwie immer unheimlicher und schlimmer wird. Insofern ist dieser Roman spannend zu lesen, doch an die wirklich unheimlichen Vorbilder kommt er nicht heran. Man vermisst eine entweder eine logische Erklärung für Teile des Geschehens oder überhaupt eine Verknüpfung zum Ende, das man ab einem gewissen Zeitpunkt, zum Glück relativ weit hinten, aber doch deutlich vor Schluss, schon erahnt. Schließlich hat man ein durchaus packendes Buch, das allerdings für einen Thriller nicht genug Logik beinhaltet, für eine unheimliche Geschichte aber einen etwas verworrenen Abschluss, dem der Aha-Effekt nicht so überzeugend innewohnt. Insgesamt eine gute Ablenkung in krisengeschüttelten Zeiten. 3,5 Sterne

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Auf nach Island!

Von: Kaisu

06.11.2016

„Die Natur war vollkommen still. […] Sie schwiegen alle vier. Nur aus dem Radio drang undeutliches leises Gemurmel.“ (S.7) Vier Freunde – Anna, Hrafn, Vigdis, Egill – planen einen Trip mitten in die isländische Flora und Fauna. Fernab der Zivilisation und der Hektik des Alltags, wollen sie einfach abschalten und entspannen. Zwei Pärchen, die sich schon seit geraumer Zeit kennen und die eigentlich keine Geheimnisse voreinander haben. Perfekte Aussichten, für ein ruhiges Wochenende. Oder einen bösen Horror-Trip, wie das kleine Stimmchen im Hinterkopf lachend schreit. Denn es kommt rasch so, wie es kommen musste: Dichter wabernder Nebel verschleiert den Freunden die Sicht und schneller als sie „Vorsicht!“ schreien können, fährt ihr Jeep in ein Haus hinein, was plötzlich vor Ihnen auftaucht. Da scheinen die Vier ja ganz schön vom Weg abgekommen zu sein. Vor allem, da im isländischen Hochland die Häuser recht rar gesäht sind. Doch sie haben Glück im Unglück. „Sie sind willkommen“, sagte Ása mit ältlicher, schriller Stimme. (S.19) Das ältere Pärchen, dessen Haus sie geschrammt haben, nimmt sie über Nacht bei sich auf. Dort bekommen sie Verpflegung und können sich über Nacht etwas ausruhen. Dankbar nehmen sie zunächst dieses Angebot an und warten den kommenden Morgen ab. Und siehe da, bei Tageslicht sieht die Sache schon ganz anders aus: Nämlich viel schlimmer als gedacht. Die Achse ist gebrochen, das Auto somit unbrauchbar und selbst das geliehene Auto erweist sich als Schrotthaufen. Bleiben nur zwei Optionen offen, zurücklaufen oder auf Hilfe warten. Man entscheidet sich dafür einen Tagesausflug zu machen. Voll logisch. Wenn man schon mal im Hochland von Island festsitzt, kann man es auch direkt erkunden. Egal wie verschroben die unfreiwilligen Gastgeber sind. Egal was für seltsame Wesen sie sehen. Egal wie sehr die Angst in ihnen hochkriecht. Hach, ist das schönes Wetter. Lass uns wandern gehen! Zugegeben, ich jeder reagiert in Panik anders. Warum also nicht die Gunst der Stunde nutzen? Ich hätte es den vier Freunden auch fast abgekauft. Immerhin zeigen sie ganz natürliche Reaktionen, von stummer Akzeptanz, bis hin zu wilder Panik. Allerdings passiert das alles auf dem Level von Teenagern und die sind hier nicht unterwegs, sondern Erwachsene. Alle um die 30 Jahre alt. So sind für mich nicht alle Handlungen nachvollziehbar. Erst recht nicht, als es auf Erkundungstour geht und man sie näher kennenlernt. Da kommen wir auch schon zu dem größten Manko in dem Buch. Die Geschichte ist in übersichtliche Kapitel aufgeteilt, die immer mit einer kleinen Überschrift, den kommenden Inhalt erahnen lassen. Meist fängt es mit der Gegenwart an, sprich der Situation nach dem Unfall. Wenn man dann voll dabei ist, den Jungs und Mädels gespannt lauscht und guckt, was sie gleich aufdecken werden, kommt – ein Cut. Badabumm! Mächtiger Badabumm! Das erste Mal denkt man sich noch – Okay, Spannungsaufbau, passt schon!. Wir haben jedoch vier Personen. Es gibt also vier große Einschnitte und wenn die alle „abgearbeitet“ sind. Kommen wir zu den „Zusammenhängen“. Um was es in den Einschnitten überhaupt geht? Die Hintergrundbeleuchtung der vier Freunde. Wir erfahren mehr über ihre Gedanken, ihre Motivation, lernen sie quasi besser kennen. Nur dummerweise wirkt es nicht stimmig und verfestigt in einem nur den Gedanken, dass wir es mit Teenagern zu tun haben. Außerdem fällt man jedes Mal in ein großes Loch. Da es einen einfach nicht interessiert, was sie in ihrer Kindheit gemacht haben oder warum sie wen mögen oder nicht mögen. Es ist einfach zu viel des Guten. Letztlich ist die Luft verdammt schnell raus. Man will nur noch wissen, wie es endet. Was meine einzige Motivation war, dieses Buch zu beenden. Hätte ich gewusst was kommt, hätte ich es nicht zu Ende gelesen. Steinar Bragi macht so super Andeutungen. Er baut so ein klasse Spannungsbild auf und macht extrem neugierig auf die Handlung. Aber mit diesen Cuts und den – es tut mir leid – aber diesen total kindlichen Charakteren, kommt es nicht zu einem runden Bild. Mein Fazit fällt daher recht ernüchternd aus. Ich hatte mich wirklich auf das Buch gefreut. Kannte es vorher nicht. Also hatte es nirgendwo vorher gesichtet und trotzdem lockten „Island“, „Thriller“, „seltsame Begebenheiten“ und das traumhafte Cover mich so sehr, dass ich zugreifen musste. Horror war das bei weitem nicht für mich. Spannung verflüchtigte sich direkt, sobald sie sich heraustraute und unterhaltsam war es dann auch nicht mehr. Eher zäh fließend. Eine kleine Enttäuschung. Selbst das böse Stimmchen im Ohr gab gegen Ende keinen Laut mehr von sich, sondern schmollte grummelnd vor sich hin. Auch wenn das Ende den ein oder anderen komischen Moment „logisch“ erklärt.

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Vita

Steinar Bragi, 1975 geboren, zählt zu den ungewöhnlichsten Thrillerautoren Skandinaviens. Sein Roman »Frauen« (2010) war für den Literaturpreis des Nordischen Rats nominiert und brachte dem isländischen Autor den internationalen Durchbruch. Sein Thriller »Hochland« wurde von der Kritik hochgelobt und mit den Horrorgeschichten Stephen Kings verglichen. Das Buch erscheint in zwanzig Ländern.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Das isländische Hochland als eindrucksvolle Kulisse für menschliche Grenzerfahrungen. Die Lektüre lohnt!«

BÜCHERmagazin, Carsten Tergast

»Ein Thriller vom Feinsten, der facettenreich und gekonnt mit dem Genre spielt und psychologisch subtil seine Figuren analysiert.«

buchmedia (A)

»HOCHLAND ist ein unglaublich faszinierender Roman voller Schrecken, der sich aus unserer Realität speist und auf sie zurückverweist. Steinar Bragi schafft es mit seiner schlichten Sprache eine enorme Beklemmung zu erzeugen. Hochspannend!«

Kristof Magnusson