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Ich bin raus Wege aus der Arbeit, dem Konsum und der Verzweiflung

Kundenrezensionen (4)

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-19589-2

Erschienen: 29.08.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Paperback

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Arbeit und Konsum machen weder frei noch glücklich - dieses Buch weist den Weg aus der Misere

Achtzig Prozent von uns hassen ihren Job. Im Schnitt verbringen wir jedoch 87.000 Stunden bei der Arbeit, bevor wir ins Grab steigen.

Zudem verschwenden wir rund 5.000 Stunden in Zügen und Bussen und Staus, um zu dieser Arbeit zu kommen, nicht eingerechnet die unzähligen Stunden der Vorbereitung für, Sorge um und Entspannung von dieser Arbeit. Trotzdem sind die meisten von uns verschuldet, weil wir unsere Würde durch ein Eigenheim wiederherzustellen versuchen, welches dann ja auch befüllt werden muss. Robert Wringham zeigt, wie man dieser Falle entfliehen kann. Raus aus den Schulden, raus aus dem Stress, raus aus unbefriedigender Arbeit, hin zur persönlichen Freiheit und dem, was man das »gute Leben« nennt. Es gibt einen Ausweg. Zumindest für die, die ihn suchen.

»Lesen Sie dieses literarische Kleinod. Aber ich warne Sie! Danach gibt es nur noch eins: schnell raus hier.«

Handelsblatt

Robert Wringham (Autor)

Robert Wringham wurde 1982 in Dudley, England geboren. Er ist bekannt für schrägen Humor, literarische Sachbücher, Stand-up-Comedy und Performance Art. Sein zweites Sachbuch »A Loose Egg« stand 2015 auf der Shortlist für den Leacock Medal for Humour. Zudem ist er der Herausgaber des Magazins New Escapologist, einem Magazin rund um das Thema Eskapologie, für das auch Autoren wie Luke Rhinehart, Will Self und Tom Hodgkinson schreiben. Als Journalist schreibt er für Trend- und Online-Magazine wie Meat, tMCQ, Verbicide, CACTUS, Side Street Review, Splitsider, und den British Comedy Guide, dazu auch Artikel für größere Zeitschriften wie den Idler und Playboy.

Robert Wringham pendelt zwischen Glasgow und Montreal. Er trägt gerne Anzüge, liest Bücher aus der Bibliothek, macht gerne Spaziergänge, hört Jazzmusik und isst Pfirsiche

»Lesen Sie dieses literarische Kleinod. Aber ich warne Sie! Danach gibt es nur noch eins: schnell raus hier.«

Handelsblatt

„Der schottische Humorist und Autor Robert Wringham (...) sieht die Automatisierung als Chance und weiß, dass Arbeit und Konsum ohnehin nicht glücklich machen.“

ZDF aspekte (16.09.2016)

"Robert Wringham findet, dass wir zu viel arbeiten und dass man keinen Fernseher und keine Kreditkarte braucht. Er erklärt, wie die Flucht aus Alltagszwängen gelingt."

Antje Wewer, Süddeutsche Zeitung (24.09.2016)

„Ein Leben im Liegestuhl ist möglich, behauptet Robert Wringham. Er empfiehlt die Abkehr vom geregelten Erwerbsleben und hat zu diesem Zweck eine Ausstiegsanleitung geschrieben.“

Barbara Klimke, Berliner Zeitung (27.09.2016)

"Ein Buch für alle, die schon einmal ans Aussteigen gedacht haben. Und für alle anderen? Erst recht."

SRF2 Kultur, Rebecca Hillauer (29.08.2016)

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Aus dem Englischen von Ronald Gutberlet
Originaltitel: Escape Everything
Originalverlag: Unbound

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-19589-2

€ 13,99 [D] | CHF 17,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne Encore

Erschienen: 29.08.2016

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Paperback)

Frei sein mit „Ich bin raus“ von Robert Wringham

Von: Kapri-ziös Datum: 01.06.2017

www.kapri-zioes.de

„In meinem Kopf existiert nur ein einziger Gedanke: Ich will frei sein! Ich will mich befreien! Und dieses Berauschtsein an der Freiheit, am Erfolg, ist etwas Erhabenes.“ Dieses Zitat stammt von Harry Houdini, dem berühmtesten Entfesselungskünstler der Welt und hat sehr viel mit dem Inhalt des Buches „Ich bin raus“ von Robert Wringham zu tun.

Entfesselung durch Zauberei

Robert Wringham hat mit etwa Mitte 20 großes Interesse für Zauberei entwickelt. Zauberei nicht im Sinne von Harry Potter, sondern von Trickkünstlern, die ihre Zuschauer belustigen. Die Geschichte der Zauberei ist etwas Merkwürdiges – sie wirkt leicht veraltet und zugleich haftet an ihr etwas Geheimnisvolles an. Robert Wringham tat das nicht einfach so, denn eigentlich wollte er etwas für seine Karriere als Kabarettist lernen, stattdessen hat Houdini ihm zu einer entscheidenden Erkenntnis verholfen. „Die Wahrheit ist: Wir stecken in der Falle. Wir alle.“ (Aus: „Ich bin raus“ von Robert Wringham, Seite 18)

Mit der Falle meint Robert Wringham in erster Linie den Kapitalismus und unsere moderne Gesellschaft. Wir haben ein ganz bequemes Leben durch den ganzen Überfluss, den Konsum. Andererseits werden wir innerlich verbraucht und erdrückt von der Last der Möglichkeiten. Aber wie kommt man aus dem Hamsterrad hinaus? „Wir sollten Houdinis Kunst auf das wirkliche Leben anwenden. Die moderne Welt braucht die Entfesselungskunst. Wir brauchen Dietriche, Geduld, Wissen und Humor um den Fesseln und Gefängniszellen zu entkommen.“ (Aus: „Ich bin raus“ von Robert Wringham, Seite 25 f.)

Ich bin raus

Die Wahrheit ist, kaum jemand ist absolut glücklich mit seinem Job. Es gibt immer irgendwas zu kritisieren oder Dinge, die unzufrieden machen. Robert Wringham stellt infrage, warum wir dann überhaupt 40 Stunden die Woche arbeiten gehen, wenn der Job so schlechte Laune macht. Warum eigentlich? Weil wir das Geld brauchen. Aber brauchen wir es überhaupt? Wir arbeiten, um zu konsumieren und konsumieren, weil wir uns von unserer beschissenen Arbeit ablenken wollen. Aber eigentlich hat Robert Wringham recht, wenn er schreibt: „Nichts, was wir kaufen können, hilft uns dabei, ein besserer oder ein freierer Mensch zu werden. Jeder ist sich selbst genug.“ (Aus: „Ich bin raus“ von Robert Wringham, Seite 92)

Der zweite Grund ist, dass Arbeit an sich in unserer Gesellschaft noch zur höchsten Tugend glorifiziert worden ist. Wenn du keine Arbeit hast, dann bist du nichts. Ein Arbeitsloser, ein Schmarotzer ohne Wert. Niemand möchte ohne Identität sein. Also lieber einen langweiligen und sinnlosen Job ausüben als gar keinen.

Was hilft

Robert Wringham bringt mich über viele Entwicklungen in unserer Gesellschaft zum Nachdenken. Er widmet sich ausgiebig den Bereichen Arbeit, Konsum, Bürokratie und unseren Gehirnstrukturen. Warum ist das so? Muss das so sein? Kann ich etwas tun? In meinen Augen ist das der größte Verdienst des Buches. Manche Kapitel sind auch überflüssig und langweilig. Zum Beispiel, wenn er in einem Kapitel darstellt, wie sein Leben im Lauf der Jahreszeiten in Montreal war. Und nervig ist, dass er sehr viel Werbung für seine Zeitschrift „New Escapologist“ macht. Ist das notwendig?

Im dritten und letzten Teil von „Ich bin raus“ beschreibt er, wie man sich als Mensch entfesseln kann. Wieder geht er auf die Bereiche Arbeit, Konsum, Bürokratie und der Mensch selbst ein. Manche dieser Tipps sind nützlich, aber nicht alle. Im Grunde lässt sich viel darauf reduzieren, dass man erkennen muss, was man wirklich braucht und den Rest hinter sich lässt.

„Ich bin raus“ ist ein Plädoyer für Eskapismus. Das ist ohne Frage nicht für jeden Menschen etwas. Eskapismus ist auch nicht ohne Minimalismus zu schaffen. Nichtsdestotrotz war „Ich bin raus“ ein Buch, was mich meinen Lebensentwurf infrage stellen ließ und mich zum Nachdenken brachte, ob das alles so richtig ist. Das ist erstmal unbequem, aber hilft auf lange Sicht. Ich werde nun sicher nicht zum radikalen Eskapisten, aber nach dem Lesen des Buches fühlte ich mich tatsächlich ein wenig wie Houdini, der gerade aus einer Gefängniszelle entkommen war.

Ich bin raus

Von: Merendina Datum: 19.05.2017

www.merendinabloggt.wordpress.com

Robert Wringhams Buch hat mich schon vom Titel sehr angesprochen. Auch der Klappentext klingt sehr interessant: „Haben Sie auch allzu häufig von der Arbeit die Schnauze voll?“, „Wird das Fernsehprogramm jeden Abend langweiliger?“, usw. Davon bin ich persönlich zwar nicht betroffen, dennoch musste ich dieses Buch unbedingt lesen.

Meiner Meinung nach wird nämlich viel zu viel konsumiert. Sei es der Konsum von Kleidung und Lebensmittel, der Medienkonsum, etc. Muss man das alles haben oder ist es möglich, aus dieser Falle zu gelangen?

Das Buchcover finde ich sehr passend zum Inhalt des Buches gewählt. Man sieht darauf vier uniform gekleidete Menschen, die in Reih und Glied stehen und sich an den Händen halten. Eine fünfte Person, die anders gekleidet ist, bricht aus dieser Ordnung aus und entfernt sich von den anderen.

Nach einem Vorwort und einer Einleitung über die Herausforderungen des kleinen Mannes findet man drei große Kapitel. Kapitel 1 widmet sich der Falle. Hier wird berichtet, warum der Mensch in der Klemme sitzt. Es wird auf Arbeit, Konsum, Bürokratie und die dummen Gehirne der Menschen Bezug genommen. Im nächsten Kapitel geht es um die Freiheit, die Suche nach Alternativen. Wringham schreibt, was gutes Leben ist, wie Entfesselungskünstler ihre Freiheit nutzen usw. Teil 3 beschäftigt sich mit der Entfesselung , dem Finden von Fluchtwegen. Hier werden Tipps und Tricks genannt, wie man der Arbeit, dem Konsum und der Bürokratie entkommen kann, wie wir unseren dummern Gehirnen entkommen können und wie das Leben nach der Entfesselung aussehen könnte.

Der Schreibstil des Autors gefällt mir sehr gut. Man kann das Buch gut und flüssig lesen.

Oft machte mich das Buch nachdenklich, denn es stimmt, dass man ein einfacheres Leben haben könnte, wenn man sich auf wesentliche Dinge konzentriert, mehr Ballast abwirft. Man sollte sich im Leben viel mehr mit dem beschäftigen, was einem persönlich wichtig ist. Braucht man den wirklich die neuesten Kleidungsstücke, die angesagtesten Küchengeräte oder das ultimative Smartphone? Muss man seine Freizeit stupide vor dem Fernseher verbringen? Man muss kein Minimalist sein, aber oft ist weniger einfach mehr.

Auch wenn ich persönlich nicht in der „Falle“ sitze und ich schon immer auf Nachhaltigkeit und Stressvermeidung achte, hat mir dieses Buch doch einige Denkanstöße gegeben. Mir hat es richtig gut gefallen und die 334 Seiten waren sehr kurzweilig für mich. Ich kann dieses Buch bestens weiterempfehlen und vergebe deswegen auch volle Punktzahl: fünf Sternchen!

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