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Ihr Scheinheiligen! Doppelmoral und falsche Toleranz - Die Parallelwelt der Deutschtürken und die Deutschen

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-21647-4

Erschienen:  14.05.2018
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Eine junge Deutschtürkin über unbequeme Wahrheiten
Für ihre Familie ist Tuba Sarica eine Deutsche, und das ist nicht als Kompliment gemeint. Was läuft schief bei der Integration, wenn „eingedeutscht“ als Schimpfwort gilt? Tuba Sarica kritisiert die Deutschtürken dafür, es sich in einer Opferrolle bequem zu machen, eine Parallelwelt zu schaffen, in der eigene Regeln gelten, und sich den Populismus à la Erdoğan zu eigen zu machen. Sie kritisiert aber auch die Deutschen, die durch falsch verstandene Toleranz genau diese Entwicklungen fördern. Ein Plädoyer dafür, Konflikte auszutragen und nicht unter einem vermeintlichen Toleranzdeckmantel zu verstecken, der alles nur schlimmer macht.

Tuba Sarica (Autorin)

Tuba Sarica, geb. 1987 in der Nähe von Köln, ist die Enkelin eines türkischen Gastarbeiters. Sie studierte Germanistik und Medienkulturwissenschaften und wohnt in Köln. Auf ihrem Blog weltbewohner.com beschäftigt sie sich mit der deutsch-türkischen Community und den Herausforderungen gelingender Integration.

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-21647-4

€ 11,99 [D] | CHF 14,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen:  14.05.2018

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Paperback)

Ihr Scheinheiligen

Von: Julia Datum: 25.07.2018

Kompromissloser und weniger tolerant als die gewohnten vorsichtigen Formulierungen, die das Thema Integration beherrschen, gibt die Autorin dem Leser echte Insider-Einblicke in das Alltagsleben von Deutschtürken. Sie hat vor allem die scheinbar gut integrierten Deutschtürken im Blick, die sich jedoch - laut der Autorin - gar nicht integrieren wollen. Statt der ansonsten vorsichtigen Herangehensweise, die man bei diesem Thema gewohnt ist, stellt die Autorin ganz klar fest, bei wem sie die "Schuld" für nicht gelingende oder nur scheinbar gelungene Integration sieht: bei denen, die sich weigern, sich zu integrieren. Denn Möglichkeiten dafür seien in Deutschland genug gegeben. Sie prangert aber dabei keinesfalls die Lebensweisen oder Einstellungen an sich an, sondern schafft beim Leser vor allem ein Verständnis der Hintergründe und Sichtweisen von türkischen Immigranten.
Mit ihrem Buch trifft Tuba Sarica ein topaktuelles Thema aus einem ungewohnten Blickwinkel. Durch ihren Schreibstil, der den Leser sofort mitnimmt, erklärt sie sehr anschaulich anhand vieler Szenen aus ihrem eigenen Leben, woran es liegt, dass sich bei einigen Migranten Parallelgesellschaften entwickeln und wie diese von den Betroffenen selbst wahrgenommen werden.
Insgesamt stellt die Autorin sehr kritisch das Thema der - nicht gewollten - Integration dar und nutzt ihr Buch gleichzeitig als Plädoyer dafür, den Mut zu haben, zu sich selbst zu stehen und aus den Mustern und unausgesprochenen Vorgaben der Gesellschaft auszubrechen und seinen eigenen Weg zu gehen.

Ein Buch, das man gelesen haben muss!

Von: Isabella-Adelheid Datum: 25.07.2018

Dieses Buch hat mir sehr viele Dinge erklärt, warum die Integration der türkischen Einwohner in Deutschland irgendwie nicht gelingt. Um sich möglichst wenig integrieren zu müssen, hat ein wesentlicher Teil der Deutschtürken eine „Schutzblase“ entwickelt, also eine Parallelgesellschaft. Die Fremdenfeindlichkeit der Deutschtürken gegenüber den Deutschen wird in der Parallelgesellschaft nicht thematisiert und es wird immer nur von den bösen, fremdenfeindlichen Deutschen geredet. Von den Politikern im türkischen Fernsehen, welches die Hauptinformationsquelle der Deutschtürken ist, wird ihnen unentwegt eingeredet, dass sie im Ausland Qualen erdulden müssen. Der Medienkonsum zeigt, dass die Deutschtürken gedanklich nicht in Deutschland leben, sondern in der Türkei. Das türkische Fernsehen reduziert das westliche Leben auf KO-Tropfen, viel Alkohol und Drogenkonsum. Die türkischen Europasender tragen regelrecht zur Massenverdummung der Deutschtürken bei. Sie sind ein großes Übel, welches der deutschen Öffentlichkeit nicht bewußt ist. Die Fremdenfeindlichkeit ist ein fester Bestandteil der Parallelgesellschaft. Die Autorin bezeichnet die Parallelgesellschaft als antisemitisch, homophob, frauenfeindlich, antichristlich und anti-türkisch-demokratisch. In der Parallelgesellschaft wird alles Deutsche schlecht- und alles Türkische gutgeredet. „Eingedeutscht“ ist unter Deutschtürken ein Schimpfwort, welches sich gegen alle richtet, die sich integrieren. Die Parallelgesellschaft zeigt damit deutlich, was sie von den Deutschen hält. Integration kann erst dann beginnen, wenn die Deutschtürken einsehen, dass sie damit aufhören müssen, die Verantwortung auf den bösen Deutschen zu schieben. Die wirklich modernen Deutschtürken sind leider in der Minderheit. Die Autorin erklärt glaubwürdig, dass sie die Undankbarkeit der Deutschtürken gegenüber Deutschland nicht nachvollziehen kann. Dieses Buch ist sehr lesenswert, da es die Sicht einer Türkin auf die türkische Parallelgesellschaft in Deutschland zeigt. Ich hoffe, dass auch recht viele Türken dieses Buch lesen, da es ihnen im Spiegel ihr Verhalten vorhält.

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