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Im Land der goldenen Sonne Roman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-16876-6

Erschienen: 11.01.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch

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Die 23-jährige Harriet Heron ist wegen ihres Asthmas abgeschnitten von der Außenwelt. Bevor es zu spät ist, muss sie dem Dunst des viktorianischen London entfliehen und einen Ort finden, an dem sie endlich Luft zum Atmen hat. Zusammen mit ihrer Mutter Louisa und ihrer Tante Yael bricht Harriet nach Ägypten auf und erfährt, was Leben bedeutet. Doch eine Zufallsbegegnung auf dem Weg nach Alexandria mündet in eine gefährliche Freundschaft, als Louisa von ihrer Vergangenheit eingeholt wird – in Gestalt eines Mannes, der entschlossen ist, sie zu vernichten. Und Harriet steuert auf ein Schicksal zu, das niemand vorausahnen konnte.

»Wunderbar geschrieben. Eine bewegende und mystische Geschichte über drei Frauen, die nach Freiheit streben.« Essie Fox

Essie Fox

Wendy Wallace (Autorin)

Wendy Wallace wuchs in Kent, England, auf, lebt nun aber mit ihrer Familie in London. Sie arbeitete zunächste als Fotografin und Journalistin, bis sie sich ganz ihrem Traum, dem Schreiben von Romanen, zuwandte. »Im Land der goldenen Sonne« ist ihr erster, in Deutschland veröffentlichter Roman.

»Wunderbar geschrieben. Eine bewegende und mystische Geschichte über drei Frauen, die nach Freiheit streben.« Essie Fox

Essie Fox

»Wallace entwickelt die Geschichte kunstvoll und bringt wie beiläufig Details ins Spiel, die später unerwartet eine tragende Rolle spielen.«

Camden Journal

»Für mich der ideale historische Roman ... wundervolle Charaktere, aufregende Schauplätze und eine Prise Modernität … ein großartiges Werk.«

SAGA Magazine

Aus dem Englischen von Jens Plassmann
Originaltitel: The Sacred River
Originalverlag: Simon & Schuster

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-16876-6

€ 8,99 [D] | CHF 11,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen: 11.01.2016

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Drei bewegende Frauenschicksale in Ägypten zu viktorianischer Zeit

Von: Klusi Datum: 07.10.2016

klusiliest.blogspot.de/

Die 23-jährige Harriet Heron leidet unter schwerem Asthma. Das neblig-feuchte Londoner Klima mit dem Rauch der Fabriken ist Gift für die junge Frau. Um ihre Gesundheit wieder herzustellen, setzt sie bei ihrem Arzt und ihrer Familie durch, dass sie in den Süden reisen darf. Ihre Mutter Louisa und ihre Tante Yael sollen sie begleiten. Voller Hoffnung brechen sie zu einer langen Reise nach Ägypten auf.
Unterwegs haben die drei Frauen mehrere schicksalhafte Begegnungen. Jede von ihnen kommt nach Ägypten, in dieses fremde, geheimnisvolle Land, mit anderen Empfindungen und Erwartungen, von denen sich einige so ganz anders erfüllen als gedacht.

Es ist keine spezielle Jahreszahl angegeben, aber es geht aus diversen Bemerkungen hervor, dass der Roman im viktorianischen Zeitalter spielt. In dieser beginnenden Zeit der Industrialisierung war die Luft über London geschwängert von giftigen Dünsten der Fabriken.
Die Reise der drei Frauen, ihre Ankunft in Ägypten, ihre Erlebnisse und Gefühle sowie das Land selbst, das alles ist sehr bildhaft und ausdrucksstark geschildert. Harriet, Louisa und Yael sind drei grundverschiedene Charaktere, wobei jede der drei Frauen als interessante Persönlichkeit dargestellt wird.
Harriets Gesundheitszustand bessert sich, und die junge Frau findet in Ägypten neuen Lebensmut und ihre persönliche Erfüllung, als sie die Möglichkeit erhält, bei historischen Ausgrabungen assistieren zu können. Über Louisa erfährt man einiges aus ihrer Vergangenheit. Da gab es Erfahrungen, die sie zeitlebens geprägt haben. Ihr Hang zum Spiritismus bringt sie zu so mancher irrtümlichen Einschätzung, und sie begeht fast einen verhängnisvollen Fehler.
Yael findet ihre Berufung in diesem fremden Land. Sie ist erfüllt von dem Wunsch, den armen und kranken Kindern Ägyptens zu helfen.

Dieser Roman entführt seine Leser in das rätselhafte Ägypten der damaligen Zeit. Es ist fesselnd, die Protagonistinnen auf ihrem Weg zu begleiten. Während ich Louisas Hang zur Dramatik und ihre Handlungsweise zwar mit Faszination wahrgenommen habe, aber nicht immer nachvollziehen konnte, ging mir Harriets Schicksal sehr nahe. Die junge Frau kämpft nicht nur um ihre Gesundheit, sondern daneben auch um ihr Lebensglück und ihre persönliche Freiheit, denn dies alles war ihr in London verwehrt, da sie dort weitgehend ans Bett gefesselt war.
Für Yael, die ich anfangs ein wenig wegen ihrer betulichen Art belächelt habe, empfand ich im weiteren Verlauf der Geschichte Bewunderung.
Der Ausgang des Romans hat mich mit gemischten Gefühlen zurück gelassen. Im Nachhinein konnte ich für vieles, das sich mir nicht sofort erschlossen hatte, Verständnis gewinnen. Einige Begebenheiten waren dramatisch und haben mich sehr berührt, denn das Schicksal geht zum Teil seltsame Wege, und es meint es nicht mit allen Beteiligten gut.
Mich hat dieser faszinierende Roman mitgerissen und bis zuletzt in Atem gehalten.

Im Land der goldenen Sonne

Von: BookBlossom Datum: 16.06.2016

book-blossom.blogspot.co.at/

Rezension

Erster Satz: "Oh Gott, was ist das?"

Im kalten, viktorianischen London wünscht sich Harriet Heron nichts sehnlicher, als eine Reise in das ferne Ägypten. Im Land der Pharaonen erhofft sie sich nicht nur ein Abenteuer, sondern auch eine rasche Verbesserung ihres Gesundheitszustandes. Die junge Frau leidet nämlich an starkem Asthma, das jeden Tag im rauen Inselklima Englands zu einer Qual werden lässt. Als ihre Mutter schließlich um ihr Leben fürchtet, reisen Harriett, Mama Luisa und Tante Yael in den faszinierenden Süden. Doch schon auf dem Weg nach Alexandria treffen die Frauen auf einen gefährlichen Widersacher, der wild entschlossen ist vergangene Fehler zu rächen.

Die Reise ins Land der goldenen Sonne wird von drei sehr unterschiedlichen Frauen erzählt, die das Band der Familie zusammenhält. Die junge Harriett ist aufgrund ihres Asthmaleidens in London ans Bett gefesselt. Noch nie hatte sie die Chance ihre Heimat zu erkunden oder Kontakte mit Gleichaltrigen zu knüpfen. Stattdessen tröstet sie sich mit der Flucht in abenteuerliche Bücher, die vom alten Ägypten erzählen. In der Empfehlung ihres Arztes das Land zu verlassen, sieht sie schließlich ihre Chance den fernen Ort real werden zu lassen. In Ägypten angekommen bessert sich Harrietts Gesundheit zusehends und sie hat die Möglichkeit sich zu entfalten und endlich das Leben zu führen von dem sie so lange geträumt hat. Ihre Figur vermittelt wunderbar den Inhalt eines Zitates von Adlai Ewing Stevenson: "Nicht die Jahre in unserem Leben zählen, sondern das Leben in unseren Jahren."

Der Himmel war gigantisch. Eine silbrige Riesenschale über ihrem Kopf, an deren Rändern sich perlmuttfarbene Wolkenfinger bis an den Horizont zogen. Um sie herum glitzerte und wogte das Meer. Es wirkte gewaltig. Rein und lebendig.

Harriets Mutter Louisa ist von der Reise so gar nicht angetan. Ihre anfänglichen Zweifel finden schließlich Bestätigung, als sie während der Schiffspassage nach Alexandria buchstäblich einem bedrohlichen Schatten ihrer Vergangenheit gegenübersteht. Langsam taucht man in Louisas dunkelste Geheimnisse ein und bangt mit ihr um die Zukunft der Familie Heron. Welche Pläne verfolgt der geheimnisvoller Gegenspieler? Und wird es ihm gelingen sich über die naive Harriet an Louisa zu rächen?

Die dritte im Bunde der Heron Frauen ist Tante Yael, die tiefgläubig ist und die größten Vorbehalte gegenüber dem Süden hegt. Als sie sich schließlich trotzdem überreden lässt mitzukommen, sieht sie sich der Armut und Unterdrückung des ägyptischen Volkes gegenüber. Yael ist entschlossen zu helfen und entdeckt ungeahnte Fähigkeiten an sich. Mit Leidenschaft und unerwartetem Gleichheitsbestreben kämpft sie für die Rechte von Frauen und Kindern.

Das Zusammenspiel der drei Charaktere hat für mich wunderbar funktioniert, auch wenn die größte Sympathie eindeutig bei der freiheitssuchenden Harriet lag. Mama Louisas rätselhafte Vergangenheit aufzudecken und gleichzeitig deren starken Einfluss auf die Gegenwart der Frauen mitzubekommen, gab dem Roman einen spannenden fast schon krimiähnlichen Touch.

Der Schreibstil der Autorin ist stellenweise sehr poetisch und verleiht den beschriebenen Landschaftseindrücken einen ganz besonderen Zauber. Allerdings musste ich mich anfangs erst an ihre Art und Weise zu schreiben gewöhnen. Das hat mir den Einstieg in die Geschichte leider nicht ganz so einfach gemacht. Auch hatte ich das Gefühl, dass dem Buch 50 Seiten weniger gut getan hätten, denn trotz der spannenden Handlung entstehen ab und an unnötige Längen.

Cover

Als großen Ägyptenfan hat mich das Cover sofort in seinen Bann gezogen. Auch der Titel klang für mich nach einem Büchlein an dem ich unmöglich vorbeigehen kann.

Fazit

Wer sich nicht vom ausführlichen und teilweise recht poetischem Schreibstil abschrecken lässt, entdeckt mit Freuden einen durchaus spannenden Reiseroman der ins faszinierende Ägypten entführt. Gut ausgearbeitete Charaktere und ein Land voller mystischem Zauber können über einige langatmige Passagen hinwegtrösten.

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