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Japantown Thriller

Kundenrezensionen (4)

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-13420-4

Erschienen: 09.06.2014
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch

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Mein Name ist Jim Brodie. Ich bin in Tokio aufgewachsen, lebe in San Francisco und verbringe meine Zeit vor allem damit, antike Vasen zu reparieren. Ab und zu helfe ich der Polizei. Heute Nacht haben sie mich nach Japantown gerufen. Eine japanische Familie wurde auf brutale Weise hingerichtet. Doch das ist nicht alles. Am Ort des Verbrechens fand ich ein japanisches Schriftzeichen – dasselbe Zeichen, das vor drei Jahren bei meiner ermordeten Frau entdeckt wurde. Dies wird der Fall meines Lebens, der Fall, den ich lösen muss, koste es, was es wolle ...

Barry Lancet (Autor)

Barry Lancets große Liebe zu Japan nahm vor über 30 Jahren ihren Anfang. Nach einer ersten Asienreise beschloss Lancet, seine Heimat Kalifornien zu verlassen und für längere Zeit in Tokio zu leben. Er blieb über 20 Jahre in Japan, arbeitete bei einem großen Verlag und entwickelte zahlreiche Bücher vor allem über die japanische Kunst und Kultur. Als Lancet eines Tages aufgrund eines Missverständnisses stundenlang von der Tokio Metropolitan Police verhört wurde, beschloss er, einen Thriller zu schreiben: Sein Debüt Japantown war geboren.

www.barrylancet.com

Aus dem Amerikanischen von Joannis Stefanidis
Originaltitel: Japantown
Originalverlag: Simon & Schuster

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-13420-4

€ 8,99 [D] | CHF 11,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen: 09.06.2014

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Ein guter thriller für Japan-Fans!

Von: Lesen ist Datum: 05.07.2015

lesenist.com

Heyne hat Band 2 dieser Reihe, »Tokio Kill« in einem Newsletter erwähnt, und weil ich die Beschreibung ganz interessant fand, habe ich jetzt Band 1 gelesen. Erstmal vielen Dank an Heyne und das Bloggerportal für mein Rezensionsexemplar!

In San Francisco, wie in vielen Großstädten der USA, gibt es nicht nur ein Chinatown, sondern auch ein Japantown, daher stammt der Titel von diesem Thriller. Die amerikanische Familie Brodie lebte bis zum 17. Lebensjahr von Jim in Tokio, wo sein Vater eine Ermittleragentur gegründet und mit einem Partner betrieben hat. Seine Mutter hat sich scheiden lassen und ist mit dem Teenager Sohn nach Los Angeles gezogen. Jetzt, mit 32, lebt Jim in San Francisco mit seiner sechsjährigen Tochter Jenny. Seine Frau ist gestorben unter sehr unklaren Umständen. Jim ist vom Beruf Kunsthändler, spezialisiert auf antike, japanische Kunstgegenstände. Da er in Japan aufgewachsen ist, spricht er die Sprache und kennt sich aus in der japanischen Kultur, mit all ihren Sitten und Gepflogenheiten. Für Lieutenant Frank Renna von der San Francisco Polizei, Mordkommission, fungiert Jim als inoffizieller Berater, wenn es um Verbrechen in Japantown geht. Und dies ist nun der Fall. Eine vierköpfige Familie ist regelrecht hingerichtet worden, ein weiter Mann der bei ihnen war auch. Keine Zeugen, keine Spuren, nichts. Nur ein Kanji, ein japanisches Schriftzeichen auf einem Stück Papier, wird am Tatort zurückgelassen. Jim kennt dieses Kanji, obwohl er dessen Bedeutung nicht kennt.

Jim Brodie erzählt seine Geschichte selbst, es gibt aber immer wieder Kapitel, die erzählen, was gerade anderorts passiert. Anfangs erfahren wir einiges an Background Information von Brodie. Er ist nicht nur Kunsthändler, sondern, seit sein Vater vor neun Monaten gestorben ist, Teilhaber dessen Ermittleragentur in Tokio. Er ist mit diversen asiatischen Kampfkünsten aufgewachsen, die er in Los Angeles weiter ausgeübt und verfeinert hat. Man könnte sagen, dass er eine Mischung zwischen Chuck Norris und Jean-Claude Van Damme ist. Ich bin nicht richtig warm geworden mit ihm, obwohl ich nicht mal genau sagen kann wieso. Ich finde seinen Charakter etwas widersprüchlich. Natürlich liebt er seine Tochter über alles und will sie vor allem beschützen, andererseits scheint er sie immer zur Nachbarin abzuschieben und dann bringt er sie sogar selbst mit seinen Aktionen in Gefahr! Einerseits ist er weich und fast weinerlich, andererseits ist er der harte Kerl, der sich in die Höhle des Löwen begibt. Er ist nicht unsympathisch, vielleicht ist er einfach nicht mein Typ �� Ich dachte oft, dass es besser gewesen wäre, die Geschichte nicht aus der Ich-Perspektive von Brodie zu erzählen.

Der Leser erfährt viel über die japanische Kultur, über die Gesellschaft und ihre Art mit Problemen umzugehen. Es ist eine komplett andere Lebensphilosophie und gesellschaftliche Struktur. Wer sich etwas für Japan interessiert erfährt in diesem Thriller viel Interessantes. Manches fand ich etwas überflüssig, weil es mit der Geschichte selbst nichts zu tun hatte. Der Plot und die Hintergründe der Morde in Japantown sind kompliziert und lange Zeit undurchsichtig. Der Fall führt Jim nach Tokio und in ein kleines, unscheinbares Bauerndorf. Glaubt man das Motiv zu kennen und zu ahnen wer dahinter steckt, wird man am Ende doch eines Besseren belehrt. Wie in vielen Filmen muss der Antagonist immer ewig lange reden und Erklärungen abgeben, bevor er den Protagonisten kaltblütig ermordet. Klar, der hat damit Zeit, sich aus der Situation zu befreien. Ich habe noch nie verstanden, wieso das so ist! Da es einen zweiten Band gibt, weiß der Leser bereits, dass Jim Brodie überlebt. Der Showdown geht über fast 100 Seiten und schien mir dann doch etwas zu unglaubwürdig und übertrieben. Ich kann leider nicht ins Detail gehen, wieso ich das finde, weil ich nicht spoilern möchte. Das Verhalten der sechsjährigen Tochter, vor allem am Ende des Buches, fand ich unwahrscheinlich und teilweise extrem unrealistisch.

Ein guter Thriller, besonders für Japan-Fans. Die Charaktere fand ich beiderseits etwas übertrieben. Mit Jim Brodie konnte ich leider keine Verbindung herstellen. Der Plot selbst ist gut durchdacht, wenn auch am Ende etwas übertrieben viel dahinter steckt. Den zweiten Band werde ich aber trotzdem lesen und hoffen, dass mir Brodie mehr ans Herz wachsen kann.

"Japantown" #JimBrodie

Von: Kaisu Datum: 13.06.2015

life4books.blogspot.de

"Ein weiser Mensch hört,
was keinen Laut verursacht,
und sieht, was keine Form besitzt."
[Zen-Sprichwort]

Wie wahr dieses Sprichwort ist und wie verschieden man es auslegen kann, wird Jim Brodie in "Japantown" deutlich zu spüren bekommen. Zunächst fängt alles ganz harmlos an. Ein kaltblütiger Mord an einer Familie ruft die Polizei von San Francisco auf den Plan. Sie ist ziemlich ratlos, wer dies getan haben könnte, denn man findet so gut wie keine brauchbaren Hinweise, bis auf ein seltsames japanisches Zeichen. Entsprechend fragt man den Antiquitäten-Experten Jim Brodie, dessen Liebe zu japanischer Kunst bekannt ist. Als dieser das Kanji entdeckt, fällt er fast aus allen Wolken. Doch bevor er seinen Verdacht äußert will er sich ganz sicher sein und so vergleicht er das Zeichen mit dem, was damals bei seiner ermordeten Frau gefunden wurde. Sie stimmen zu 100% überein. Schlagartig ist das Interesse von Jim geweckt und er verspricht, den Beamten bei der Aufklärung zu helfen. Hätte er das auch gemacht, wenn er geahnt hätte, was da noch auf ihn zukommt?

So, wie man den Amerikaner kennenlernt, würde ich die Frage schlichtweg mit "Ja" beantworten. Schließlich erhofft er sich nun die Aufklärung an dem Mord seiner Frau. Warum also nicht direkt zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen? Kurz darauf steht ein weiterer Interessent auf seiner Matte. Mister Katsuyuki, ein mächtiger Konzernmogul aus Japan, möchte ebenfalls, dass der Killer gefunden wird. Schließlich wurde seine halbe Familie kaltblütig ermordet und das lässt keiner auf sich sitzen. Nach kurzem Hin und Her, nimmt Jim Brodie den Auftrag an und so arbeitet er ab sofort für zwei Klienten, was nicht jeden erfreut. Angefangen natürlich bei der örtlichen Polizei, über seine kleine Tochter, die tierisch Angst um ihn hat, bis hin zu den japanischen Mitarbeitern von Brodie Security, die vor allem dem Geschäftsmann nicht trauen. Doch sie haben alle ein Ziel und somit beginnt die Jagd.

Bald werden aus dem Jägern jedoch Gejagte, wie sie schmerzhaft erfahren müssen. Rasch werden Strategien geändert und der Zeitplan gestrafft. Aber keiner ist sich zu dem Zeitpunkt wirklich bewusst, wie groß die Gefahr ist. Die Gruppierung, der sie auf den Schlips getreten sind, macht kurzen Prozess und will auf keinen Fall enttarnt werden. Das heißt auch, dass man gnadenlos über Leichen geht, um Geheimnisse zu bewahren. Kann man dieser Übermacht überhaupt noch Herr werden? Was nützen perfekte Kampfkünste, wenn der Gegner mit fieseren Methoden kämpft? Doch so schnell gibt keiner auf und es entspinnt sich eine spannende Jagd nach der Wahrheit, die sich bis auf die letzten Seiten des Buches hinzieht. Das ist etwas, was bei einem dicken Schmöker von knapp 600 Seiten nicht selbstverständlich ist und somit einen fetten Pluspunkt verdient hat.

Man kann es sich jetzt fast denken, natürlich kommt die Spannung nicht zu kurz. Zunächst sind es nur kleine Wellen die geschlagen werden. Je mehr man sich aber der Wahrheit näher, umso großer werden diese und drohen die Beteiligten förmlich mit sich zu reißen. Dabei kommen die ruhigen Momente jedoch auch nicht zu kurz. Vor allem, wenn Jim mit seiner Tochter zusammen ist oder alten Erinnerungen an seine Frau nachhängt, kehrt besinnliche Ruhe ein. Die einem zum einen durchatmen lässt und zum anderen zeigt, dass dieser harte Amerikaner auch nur ein Mensch mit Gefühlen und normalen menschlichen Bedürfnissen ist. Das macht ihn sehr sympathisch. Da ich Band zwei bereits gelesen hatte, kannte ich ihn schon ein wenig besser und wusste, dass er sich nicht zu leicht unterbuttern lässt, dennoch überrascht er einen immer wieder mit verschiedenen Aktionen.

Sobald ein Buch sich spannend liest, ist es fast unweigerlich auch sehr flüssig geschrieben und kommt ohne komplizierte Fachbegriffe aus. Allerdings bekommt man von Barry Lancet auch einige wichtige Informationen mit auf den Weg und darf sein Allgemeinwissen weiter ausbauen. So geht er zum Beispiel auf die Entstehung der Kanji-Zeichen ein und erklärt die Herstellung von dem Papier, auf dass es geschrieben wird. Ebenso erfährt man wieder einiges über alte Clans und mächtige Herrscher in Japan, die ihren Ursprung weit in der Vergangenheit haben. Zwar wird hier nicht alles wahr, sondern der fiktiven Ader entsprungen sein, doch irgendwie steckt irgendwo immer ein Fünkchen Wahrheit drin.
Diese Erklärabschnitte werden übrigens nie langweilig. Wer sich für Japan interessiert wird automatisch die Informationen in sich aufsaugen, sofern er sie nicht sogar schon kennt.

Alles in allem kann ich diesen Serienauftakt auf jeden Fall empfehlen. Mir hat er sogar einen Ticken besser gefallen als der zweite Teil, den ich vor kurzem gelesen habe. Was wohl an der dauerhaften Spannung liegen mag, die in der Fortsetzung nicht in dieser Form vorhanden war. Dort wurde sich mehr auf andere Dinge konzentriert.
Trotzdem halte ich die Geschichten um Jim Brodie absolut lesenswert und werde hier auf jeden Fall am Ball bleiben. Es würde mich nicht mal wundern, wenn diese Reihe in dem kommenden Jahren verfilmt wird...

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Von: Doris Oberauer aus Grieskirchen Datum: 14.05.2014

Buchhandlung: Thalia.at

Sehr spannender Thriller! Manchmal brutal. Konnte aber trotzdem nicht aufhören, bis das Buch zu Ende war!

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