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Jeden Tag, jede Stunde Roman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-05629-2

Erschienen: 21.02.2011
Dieser Titel ist lieferbar.

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Die Geschichte zweier Liebender – feinsinnig, temperamentvoll, unvergesslich

Sechzehn Jahre haben Dora und Luka sich nicht mehr gesehen, obwohl sie einmal unzertrennlich waren: Wunderschöne Sommertage verbrachten sie als Kinder miteinander, am Felsenstrand des kleinen kroatischen Fischerdorfes, in dem sie aufwuchsen. Doch dann zogen Doras Eltern nach Frankreich, und Luka blieb allein zurück. Als Mittzwanziger treffen sie sich nun überraschend in Paris wieder, und es ist klar: Sie gehören einfach zusammen. Drei glückliche Monate folgen, aus denen ein gemeinsames Leben werden soll; nur kurz will Luka in die Heimat zurück, um ein paar Dinge in Ordnung zu bringen – und dann meldet er sich nicht mehr. Jeden Tag, jede Stunde ist eine jener außergewöhnlichen Liebesgeschichten, die zugleich zeitlos und modern sind: zeitlos in ihrem Glauben an die Vorbestimmtheit, mit der zwei Menschen ein Schicksal teilen, und modern in ihrem Wissen, dass das Leben sich als viel schwieriger erweist. Ein Liebesroman, wie er sein sollte: poetisch, von großer emotionaler Strahlkraft, mitreißend erzählt.

Video-Trailer und Zusatzinfos zu Natasa Dragnic Zum Special

Nataša Dragnić (Autorin)

Nataša Dragnić wurde 1965 in Split, Kroatien, geboren. Nach dem Germanistik- und Romanistikstudium in Zagreb schloss sie eine Diplomatenausbildung ab. Seit 1994 lebt sie in Erlangen und war viele Jahre als freiberufliche Fremdsprachen- und Literaturdozentin tätig. Ihr Debütroman "Jeden Tag, jede Stunde" fand viele begeisterte Leser und war national wie international ein Bestseller; das Buch erschien in rund 30 Sprachen.

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-05629-2

€ 8,99 [D] | CHF 11,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: DVA Belletristik

Erschienen: 21.02.2011

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Wäre nur alles, wie es scheint

Von: Tanja Jeschke aus Stuttgart Datum: 02.06.2016

Rezension
Natasa Dragni´c: Jeden Tag, jede Stunde. Roman, DVA 2011. 288 Seiten. 19,99 Euro.

Von Tanja Jeschke

Wäre nur alles, wie es scheint

Es ist kein Wunder, dass dieser Roman den Leser nur so durch die Seiten treibt. Denn „Jeden Tag, jede Stunde“ von Natasa Dragnic (1965 geboren in Kroatien, jetzt in Erlangen lebend) beschwört die romantische Liebe als Schicksal, zeitlos und wimmelnd von all den Klischees, nach denen wir uns alle sehnen: Sonne, blaues Meer, ein heißes Fischerdorf an der kroatischen Küste, in der es nie regnet, Leidenschaft, ein wunderschönes Paar. Luka und Dora sind von einander besessen, seit Kindergarten-Zeiten ist das so, und – man weiß es sofort – das wird auch so bleiben. Ob sie sich aber wirklich kriegen, diese Frage stellt sich bis zum Schluss, denn was „wirklich“ ist, kommt beinahe nur da vor, wo Luka seines Atems beraubt und schier ohnmächtig wird. Er muss dann langsam zu zählen beginnen, und das tut er oft in dieser Geschichte. Das Zählen hält ihn fest. Luka ist der Festgehaltene, der nicht gehen kann, der seiner ungeliebten Ehefrau treubleiben muss, ob er will oder nicht. Der Wille zählt hier nicht. Was zählt, ist die Liebe, aber die nur im Gefühl. In der Wirklichkeit gibt es da noch mehr: die Schauspielerei Doras (natürlich ist sie fantastisch), die Malerei Lukas (natürlich ist er ein Genie), ein paar Kinder von anderen Partnern, Eltern, Paris mit seinen Galerien… Aber sie tun alle nichts zur Sache. Zu welcher? Ist es wirklich Liebe, dass die zwei nicht voneinander lassen können, sich aber doch nie finden? Und warum finden sie sich nicht? Wenn sie nur wirklich wollten – wäre wohl alles nicht, wie es scheint. Aber es soll scheinen. Dieser Eindruck sickert durch die Seiten dieser Unentrinnbarkeit, die nicht tragisch werden kann, weil ihre Bilder zu gepinselt wirken. Und die knappe, sachliche Sprache verstärkt dies noch. Streng teilt sie das Geschehen in Rationen ein, mit kleinen eckigen Rahmen, aus denen die Szenen nicht ausbrechen können. Die Bildergalerie einer Liebe, die grandios sein könnte, wenn nur – was? „Lass uns hier verschwinden“, lautet der letzte Satz. Übrig bleibt eine leere Bildfläche.

Eine wunderschöne Liebesgeschichte

Von: Sandra Datum: 25.03.2015

www.sandras-testblog.de

Dora und Luka – im Abstand von 3 Jahren geboren im kroatischen Makarska. Schon damals verbrachten sie jede freie Minute miteinander. Meist am Meer, manchmal woanders. Hauptsache zusammen. Doch als Dora 6 Jahre alt ist, ziehen ihre Eltern mit ihr weg. Nach Paris. Luka bleibt allein zurück und wird im Laufe der Jahre von immer mehr Personen verlassen. Erst zieht sein Vater aus, dann stirbt seine Mutter. Luka geht nach Zagreb an die Kunstakademie um zu malen, während Dora an Paris an die Schauspielschule geht. Beide leben ihren Traum – wäre da nicht das unausgesprochene. Denn beide haben sich schon vor langer Zeit verboten, nicht an den jeweils anderen zu denken. Zu weh tun die Erinnerungen. Und so haben zwar beide ihre Beziehungen, wirklich glücklich sind sie jedoch nicht.
Einige Jahre später treffen sie sich durch Zufall in Paris wieder. Inzwischen sind 16 Jahre seit ihrer Trennung vergangen. Verschüttete Erinnerungen kommen wieder hoch … Beide sind glücklich und verbringen wunderschöne Monate. Doch dann will Luka nach Hause nach Kroatien. Er will sich eigentlich sofort melden, tut es jedoch nie.
In Kroatien angekommen, wird er von seiner Exfreundin Klara erwartet. Seiner von ihm schwangeren Exfreundin. Und Luka tut das für ihn unvermeindliche – er heiratet sie. Doch Dora gibt nicht auf. Will nicht aufgeben ….

Schon von Anfang faszinierte mich der besondere Schreibstil von Natasa Dragnic. Die Sätze sind oft sehr kurz, sagen aber doch so viel mehr als lange und blumige Beschreibungen. Trotz allem schafft sie es, die Orte wunderschön und detailgetreu zu beschreiben.
Während der ersten 50 Seiten war ich wenig begeistert. Kleine Kinder, die schon so erwachsen denken? Niemals. Doch je mehr ich las, desto mehr Sinn ergab alles. Ich stellte nichts mehr in Frage, sondern genoss einfach. Zwischendrin hätte ich Dora schütteln mögen, so stur und verbohrt ist sie. Doch auf der anderen Seite – wie würde ich in ihrer Situation reagieren?
Doch auch Luka’s Verhalten wollte mir nicht in den Kopf. Wie weit sollte man sich selbst für Dinge bestrafen, die man selbst so gewollt und entschieden hat? Und die man nur zu feige ist zu ändern?

Natasa Dragnic hat für mich ein Meisterwerk geschaffen. Es ist ein sehr feinsinniger Roman, der sicher die Meinungen spalten wird. Entweder man liebt oder man hasst es. Ganz sicher ist – man muss sich darauf einlassen. Auch wenn es eine Liebesgeschichte ist – “Jeden Tag, jede Stunde” ist kein seichter Frauenroman für zwischendurch. Auch mal eben schnell 10 Seiten lesen wird nicht funktionieren. Dies ist ein Buch, dass man zwischendurch am besten nie aus der Hand legt und in einem Rutsch durchliest. Denn dann erst kann man lesen ohne nachzudenken. Sich perfekt auf den Schreibstil einlassen. Auf den manchmal recht eigenen Erzählstil.

Eigener Erzählstil? Schon ein bisschen. Jeder, der Bücher liest, kennt sie. Die “Anführungsstriche” wenn jemand etwas sagt. Normalerweise steht immer brav dahinter, wer das denn gesagt hat. Hier nicht. Nicht oft. Auch nicht, wenn es einen Dialog mit mehr als 20 kurzen Fragen oder Antworten gibt. Und so habe auch ich mich mindestens 1x beim er-sie-er-sie-er-sie-Zählen erwischt. Doch es passt zum Buch und störte mich überhaupt nicht. Im Gegenteil – jede andere Schreib- bzw. Erzählweise hätte nicht zu so einem tollen Buch geführt.

Auch recht eigen sind die Wiederholungen. Meinte man es böse, könnte man denken, dass einfach nur Buchseiten kopiert wurden. Doch lässt man sich auf das Buch ein, sieht man das Muster dahinter. Das in Ohnmacht fallen im Kindergarten, später in der Ausstellung, im Hotel, … Bestimmte Ereignisse, die sich durch all die Jahre ziehen und sofort zeigen, dass sich nichts verändert hat. Zumindest nicht zwischen Dora und Luka.

Sehr passend zum Buch auch das Ende. Für mich kein Ende im eigentlichen Sinne, denn es wirft mehr Fragen auf als Antworten. Nicht nur, warum das letzte Kapitel das erste im Buch ist. …
Trotzdem das Buch nun zu Ende und ausgelesen ist, habe ich doch das Gefühl, dass die Geschichte noch lange nicht zu Ende ist. Sie geht sicher weiter, die Liebesgeschichte zwischen Dora und Luka. Irgendwo.

Fazit:
Ein wunderschönes Buch, auf das man sich allerdings wirklich einlassen muss. In das man sich hineinfühlen und hineinversetzen muss. Eine Liebesgeschichte, die zeigt, wie andauernd Liebe sein kann. Und wie ehrlich. Wie einfach und doch kompliziert.

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