Jenseits aller Grenzen

Auf den Spuren des großen Abenteurers Ibn Battuta durch die Welt des Islam
Ein SPIEGEL-Buch

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Eine faszinierende Reise durch die Geschichte und Gegenwart der islamischen Welt

Ibn Battuta gilt als der »Marco Polo des Orients«: Der große Abenteurer bereiste im 14. Jahrhundert weite Teile der damals bekannten Welt, seine 30-jährige Odyssee führte ihn von Marokko über Mekka, Konstantinopel und die Krim bis nach Samarkand, Indien, Indonesien und China. Das einigende Band der von ihm bereisten Länder war der Islam, den Ibn Battuta in seinen Schriften als Religion des Fortschritts und der Toleranz schildert.

700 Jahre nach Ibn Battuta hat sich Erich Follath auf die Spuren des »Königs aller Reisenden« begeben und begegnet einer fundamental veränderten islamischen Welt: An zwölf Orten, die Ibn Battuta wichtig waren und die immer noch einen besonderen Klang haben, zeigt Follath eindrucksvoll, wo die islamische Welt heute steht, mit welchen Problemen sie kämpft und welche Herausforderungen sie zu bewältigen hat. Sein Buch ist eine Spurensuche nach einer der geheimnisvollsten Persönlichkeiten des Mittelalters, eine Nachforschung, die alte Stätten und aktuelle Brandherde der Politik erklärt und dem Leser faszinierende Einblicke in Geschichte und Gegenwart der islamischen Welt eröffnet.

»Jenseits aller Grenzen liest sich stellenweise wie ein Abenteuerroman. Dabei ist es einfach nur exzellenter politischer Reisejournalismus.«

Die literarische Welt (12. März 2016)

eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-16390-7
Erschienen am  22. Februar 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Weltreise zwischen 14. und 21. Jahrhundert

Von: Myriade

23.07.2018

Ibn Battuta war ein Abenteurer, ein Reisender aus dem 14. Jahrhundert, der wesentlich weiter gereist ist und mehr gesehen hat als der in Europa viel bekanntere Marco Polo. Ibn Battuta stammt aus einer in Tanger ansässigen Berberfamilie. Er studiert islamisches Recht und bricht 1325 mit 21 Jahren zu einer Pilgerfahrt nach Mekka und Medina auf. Erst 25 Jahre später kehrt er in seine Heimatstadt zurück. Drei Jahre nach seiner Rückkehr bricht er noch einmal zu einer großen Reise bis nach Timbuktu auf. Während seines bewegten Lebens beschäftigt er sich mit allen möglichen Professionen: Richter, Diplomat, Gelehrter, Makler und Kaufmann. Was sein Privatleben betrifft, so würde ich ihn nicht unbedingt als Sympathieträger bezeichnen. Er heiratete über ein halbes Dutzend Frauen und hatte zahllose Konkubinen und Sklavinnen, zeugte über 15 Kinder und verließ alle diese Frauen und Kinder wieder ohne Skrupel und Sentimentalitäten. Er liebte Macht und Geld, war aber auch ein Mensch mit großer Liebe zur Spiritualität. Nach der Rückkehr von seiner Rreise nach Timbuktu regt der einflußreichste Mann Marrokos, der Sultan von Fez, Abu Inan Faris an, Ibn Battuta möge doch einen Bericht über seine ausgedehnten Reisen schreiben. Dazu stellt er ihm eine Art Ghostwriter zur Seite, einen jungen andalusischen Schriftsteller. „Dieser Ibn Juzayy erweist sich als ein Segen und ein klein wenig auch als ein Fluch für das gemeinsame Werk. Als Dichter hochbegabt. gelingt es ihm, die sprudelnden Erinnerungen seines Gegenübers in eine ansprechende, ja literarische Form zu gießen. Aber Ibn Juzayys primäres Interesse gilt nicht einem genauen zeitlichen Ablauf der Ereignisse, und Ibn Battuta, der offensichtlich kein Tagebuch geführt hat, gerät gelegentlich bei seinen Erzählungen so aus dem Takt- und aus der Zeit-, dass jeder neuzeitliche Wissenschaftler oder Nachreisende vor einigen Passagen kopfschüttelnd konstatiert und kapituliert: Ganz so kann es nicht gewesen sein. (…) Trotz dieser kleinen Abstriche: dem Autorenpaar gelingt inhaltlich wie sprachlich, ein großer Wurf. Im Frühjahr 1355 vollenden sie das Werk“ p. 21 In diesem Buch beschreibt Erich Follath, Politikwissenschaftler und bekannter Sachbuchautor, der als diplomatischer Korrespondent für den SPIEGEL vor allem im Nahen Osten, Indien und Ostasien tätig war, eine Reise auf den Spuren Ibn Battutas. Follath erzählt von Ibn Battutas Reisen und Leben im 14. Jahrhundert und von seinen eigenen Eindrücken und Erfahrungen in den bereisten Ländern. Zwischen Mittelalter und 21. Jahrhundert reisen die Leser*innen an folgende Orte: Tanger, Ibn Battutas Geburtsstadt Kairo Damaskus Mekka, wohin er mehrere Male reiste, wohin ihm Erich Follath nicht folgen konnte; und sollte er es doch getan haben, kann er nicht in einem Buch darüber erzählen Shiraz Dubai, worüber hauptsächlich Follath berichtet, da zu Zeiten Ibn Battutas dort nicht viel mehr als Sand zu finden war Istanbul Samarkand Delhi Male, die Hauptstadt der Malediven Jakarta Hangzhou Granada An manchen Stationen fand ich die Berichte Ibn Battutas interessanter, an anderen die Berichte aus der Jetztzeit und immer die Verbindungen über 700 Jahre hinweg. Ein außerordentlich interessantes Buch, das man allerdings nicht schnell einmal an einem Nachmittag liest

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Lesenswert

Von: thomas patrick aus baden-baden

22.07.2018

Ein recht informatives, spannendes und gut geschriebenes Buch. Sieht man mal von dem einen oder anderen Fehler ab, aber das lässt sich ja bei der nächsten Auflage korrigieren, z.B. S. 49 der Taschenbuchausgabe: nicht Lauren Hutton (Schauspielerin), sondern Barbara Hutton war Woolworth-Erbin und eine Zeit lang in Tanger.

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Vita

Erich Follath, 1949 geboren, ist promovierter Politikwissenschaftler und bekannter Sachbuchautor. Lange Jahre war er für den SPIEGEL als Diplomatischer Korrespondent und als Redakteur tätig, unterwegs war er vor allem im Nahen Osten, auf dem indischen Subkontinent und in Ostasien. Über die Geschichte dieser Regionen, über die Menschen und ihre Kulturen hat er zahlreiche Reportagen geschrieben. Sein Buch »Das Vermächtnis des Dalai Lama« wurde zum Bestseller, zuletzt erschien das SPIEGEL-Buch »Die neuen Großmächte« (2013) über den wirtschaftlichen Aufstieg von Brasilien, Indien und China. Für »Jenseits aller Grenzen« hat er innerhalb eines Jahres die wichtigsten Stationen des Ibn Battuta besucht und die Eindrücke mit seinen früheren Reiseerlebnissen vereint.

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Zitate

»Follath verschneidet geschickt gestern und heute, Orient und Okzident. Das ist die große Leistung des Buchs: Es liefert Einblicke in eine uns immer noch fremde Religion.«

Handelsblatt (24. März 2016)

»Ein eindrucksvolles, vielschichtiges Bild der heutigen islamischen Welt – ein sehr lesenswertes und erhellendes Porträt des „Dar al-Islam“.«

Deutschlandradio Kultur - "Lesart" (23. Februar 2016)

»Follath gelingt es mit seiner jahrelangen journalistischen Erfahrung in dieser Region, Vorurteile und Vereinfachungen unbeachtet zu lassen und sich ganz der Erzählung seiner Beobachtungen hinzugeben.«

Kleine Zeitung (A) (22. Mai 2016)

»Eine wunderbar fluffig geschriebene Sammlung von Reiseimpressionen, gesellschaftlichen Betrachtungen und politischer Analyse – das ist Follath nah am Werk seines Vorbilds.«

Zenith / Sommer 2016

»Eine ebenso lustvolle wie tiefgründige Reisereportage.«

Badische Zeitung (17. August 2016)

»Jenseits aller Grenzen ist kein Reiseführer, wohl aber eine aktuelle politische Spurensuche im Haus des Islam.«

Lesart - Heft 2 Sommer 2016

»Ein herrliches Stück Reisejournalismus«.

Geographische Rundschau (01. März 2017)

»Ein Glanzstück des politischen Reisejournalismus, ein Werk, bei dem man das Gefühl hat, selbst mit dabei gewesen zu sein.«

Publik Forum (07. März 2017)

»Sehr hilfreich schon vor über 700 Jahren. Noch wertvoller heute.«

moka-publishing.com, 04/16

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