Jenseits der Zeit

Roman

(9)
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Ein halbes Jahrhundert nach der Entscheidungsschlacht hält der Waffenstillstand mit den Trisolariern immer noch stand. Die Hochtechnologie der Außerirdischen hat der Erde zu neuem Wohlstand verholfen, auch die Trisolarier haben dazugelernt, und eine friedliche Koexistenz scheint möglich. Der Frieden hat die Menschheit allerdings unvorsichtig werden lassen. Als mit Cheng Xin eine Raumfahrtingenieurin des 21. Jahrhunderts aus dem Kälteschlaf erwacht, bringt sie das Wissen um ein längst vergangenes Geheimprogramm in die neue Zeit. Wird die junge Frau den Frieden mit Trisolaris ins Wanken bringen – oder wird die Menschheit die letzte Chance ergreifen, sich weiterzuentwickeln?

»Jenseits der Zeit ist pure Spannung plus Philosophie. Die wunderschönen Märchen, die Zukunftspanoramen ... und eine Liebe, die ständig zu scheitern droht, machen das Buch zu einem überwältigenden Erlebnis.«

Bettina Jäger, Ruhr Nachrichten (10. April 2019)

Aus dem Chinesischen von Karin Betz
Originaltitel: 三部曲 《死神永生》(Sishen yongsheng)
Originalverlag: Chongqing Publishing Group
eBook epub (epub), 1 s/w Abbildung
ISBN: 978-3-641-17459-0
Erschienen am  08. April 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Die Trisolaris-Trilogie

Leserstimmen

Absolut beeindruckend

Von: Sarahs Bücherregal

10.11.2019

Die Geschichte der Menschheit und der Trisolarier geht in die letzte Runde. Man hat sich zu einer fast friedlichen Koexistenz durchgerungen, die Menschen können vom Wissen der Trisolarier profitieren und eigentlich geht es allen gut. Doch diese Duldung des Anderen funktioniert nur auf Grund der „Dunklen-Wald-Abschreckung“, es ist ein Gleichgewicht des Schreckens, kein friedliches Miteinander. Als die Raumfahrtingenieurin Cheng Xin aus dem Kälteschlaf erwacht und als Schwerthalterin die Entscheidungsgewalt über die Abschreckung bekommt, bricht plötzlich alles Zusammen und Cheng Xin muss wichtige Entscheidungen treffen. Das friedliche Leben auf der Erde scheint beendet, ist sie jetzt dem Untergang geweiht? Die Trisolaris-Trilogie von Cixin Liu ist unglaublich beeindruckende Science Fiction, alles basiert auf vielen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Abwägungen, die die Bücher so realistisch und glaubwürdig machen. Dieser dritte Band schließt die Trilogie ab und fordert von seinen Leserinnen und Lesern einiges an Konzentration, denn die Zusammenhänge sind sehr komplex. Zwar kann man auch ohne Vorwissen der Handlung gut folgen, es ist jedoch kein Buch, dass man einfach so „wegliest“, man muss sich voll auf die Geschichte einlassen und mehr als einmal über die Zusammenhänge nachgrübeln, um alles zu verstehen. Doch gerade das macht diese Bücher für mich so beeindruckend. Die Handlung ist abwechslungsreich und unglaublich spannend, die Charaktere sind vielfältig und nicht immer nur sympathisch, aber sie treiben die Handlung unerbittlich voran und in der ganzen Idee zu der Romanreihe steckt so viel Kreativität, dass man dem Autoren nur ein uneingeschränktes Lob für seine herausragende Romanreihe aussprechen kann. Mich hat „Jenseits der Zeit“ von Cixin Liu absolut begeistert, auch wenn es eine fordernde Lektüre war. Man sollte aber unbedingt vorher „Die drei Sonnen“ und „Der dunkle Wald“ gelesen haben, sonst werden sich einem viele Zusammenhänge überhaupt nicht erschließen. Wirklich eine beeindruckende Trilogie, die ich großartig fand, auch wenn ich sonst absolut kein Fan von Science Fiction bin.

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Universum 647

Von: Jule

08.10.2019

Will man „Jenseits der Zeit“ umfassend bewerten, kommt man zum Abschluss der Trilogie ohne die Einbeziehung der ersten beiden Teile „Die drei Sonnen“ und „Der dunkle Wald“ nicht weit. Nicht zuletzt liegt es daran, dass einige Protagonisten, über den die ganze Reihe umspannenden ausgedehnten Zeitstrahl hinweg, wiederkehrende Auftritte haben. Wie Cixin Liu das anstellt, darf jeder selbst gern nachlesen. Meinem Eindruck nach sind es aber (leider) weniger die Charaktere, die die Geschichte, vor allem im letzten Band, verweben, als vielmehr die großen Fragen der Wissenschaft und der Wissenschaftsfiktion, die im dritten Buch außerdem noch einmal erheblich erweitert werden. Angefangen bei „Gibt es intelligentes Leben da draußen?“ über „Wie ist uns das potentielle Leben gewogen?“ und „Wie wird sich die Gesellschaft in Zukunft entwickeln?“ gilt es nun zu ergründen „Was ist Raum?“, „Was ist Zeit?“ und „Was ist die wahrnehmbare Realität überhaupt?“. Da viel Zeit auf die Beantwortung dieser und vieler anderer Fragen verwendet wurde, gibt es sowohl in philosophischer und soziologischer, als auch in physikalischer und metaphysischer Hinsicht viel zu entdecken. Besonders faszinierend daran ist, dass einige der gebotenen Hypothesen so wirken, als seien sie nur eine bahnbrechende Idee vom aktuell Bekannten entfernt. Die kreativsten Ansätze allerdings, die fordern das Vorstellungsvermögen so heraus, wie es nur gute Sciencefiction kann. Zu einem guten Roman gehört aber nicht nur eine gute Faktenbasis. Daneben benötigt es einen guten erzählerischer Fluss, getragen von glaubwürdigen Figuren mit spannenden Interaktionen und interessanten Persönlichkeiten. Zumindest bei letzterem herrscht kein Mangel. Trotzdem wirkt die Geschichte im finalen Band nie ganz rund. Bisweilen hat man den Eindruck, die Akteure dienen lediglich als Treiber bzw. Vehikel von für den Fortgang wichtigen Innovationen. Dadurch wirkt der Spannungsbogen auf den über 950 Seiten eher perlschnurartig und fokussiert auf die technischen Neuheiten, womit ein unterschwelliges Gefühl von Überladung eintritt. Fazit An der Weiterempfehlung des Buchs – und der Reihe – ändert sich indes nichts. Cixin Liu hat es mit vielen fantasievollen Inhalten geschafft, auf einer mehrere Jahrhunderte großen Bühne nur wenige Lücken zu lassen, sodass die Handlung stets zum weiterlesen einlädt. Der immer wieder durchschimmernde kulturelle Hintergrund des Autors hat dabei seinen eigenen Charme und ist im Kontrast zu amerikanischer oder mittel- und osteuropäischer Sci-Fi ein weiterer Grund „Trisolaris“ von Anfang bis Ende zu genießen. Insgesamt gibt es für „Jenseits der Zeit“ sowie für den ganzen Zyklus 4 von 5 Sternen.

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Vita

Cixin Liu

Cixin Liu ist einer der erfolgreichsten chinesischen Science-Fiction-Autoren. Er hat lange Zeit als Ingenieur in einem Kraftwerk gearbeitet, bevor er sich ganz seiner Schriftstellerkarriere widmen konnte. Seine Romane und Erzählungen wurden bereits viele Male mit dem Galaxy Award prämiert. Cixin Lius Roman »Die drei Sonnen« wurde 2015 als erster chinesischer Roman überhaupt mit dem Hugo Award ausgezeichnet und wird international als ein Meilenstein der Science-Fiction gefeiert.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Auch diesmal überzeugt der Autor mit fantastischen Visionen für die Zukunft der Menschheit.«

Münchner Merkur (11. Mai 2019)

»Die kreative Fantasie des chinesischen Science-Fiction-Autors Cixin Liu scheint grenzenloser zu sein als das Universum ...«

Wolfgang Hauptmann, Austria Presse-Agentur (29. April 2019)

»Wer gute, ungewöhnliche Science-Fiction mag, sollte die drei Bände unbedingt der Reihe nach lesen.«

Uwe Badouin, Oberhessische Presse (17. Mai 2019)

»Cixin Liu: ein kosmischer Poet, ein kosmischer Epiker.«

»Cixin Liu ... löst mit seiner nunmehr komplett ins Deutsche übertragenen Trisolaris-Trilogie ein Erdbeben aus, dessen Wellen weit über das Genre hinausreichen werden.“ «

Thoralf Lange, Frankenpost (06. Juli 2019)

»Die ambitionierteste Zukunftserzählung seit Asimovs „Foundation“-Zyklus, inkl. Aliens und Photonencomputer in der neunten Dimension. Putting science back into Science-Fiction.«

Jan Küveler, Die Welt (29. Juni 2019)

»Harsche Kritik an der Kulturrevolution mündet in einen Science-Fiction-Thriller: Cixin Liu ist ein fixer Stern an Chinas Literaturhimmel ...«

WAZ (05. Juli 2019)

»Vertrauen Sie mir, ich weiß, was ich tue, und lesen Sie Cixin Liu.«

Denis Scheck, Druckfrisch

»Umheimlich fantasievoll und spannend!«

Barack Obama

»Wegweisend für die phantastische Weltliteratur!«

Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Die drei Sonnen ist ein Buch für Fans intelligenter Literatur.«

Spiegel Online

»Cixin Liu ist der chinesische Arthur C. Clarke.«

The New Yorker

»Cixin Lius Fiktionen verraten einiges über die Gedanken, die man sich in China über die Folgen eines Kontakts mit Außerirdischen macht.«

Die Zeit

»Voll lebhafter Fantasie und dennoch in der Wissenschaft verwurzelt – Cixin Liu steht an der internationalen Spitze spekulativer Literatur.«

David Brin