Jesus total

Die wahre Geschichte

(4)
Jesus total
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Der Klassiker der blasphemischen Literatur

Nun kommt zusammen, was zusammengehört! Walter Moers’ preisgekrönte, heiß umstrittene und unerreicht komische »wahre Geschichte« über den Erlöser ist erstmals 1992 (»Es ist ein …, Maria«) erschienen, gefolgt von »Es ist ein …, mein Sohn« (1995). Jetzt erscheint diese abgründige und zum Brüllen komische Parodie auf das Neue Testament erstmals in einem Band. 88 Seiten ketzern auf höchstem Niveau!

„So blasphemisch-vergnüglich war zuletzt Monty Pythons ‚Leben des Brian‘.“

SüdhessenWoche (15. Mai 2013)

eBook epub (epub)
durchgehend vierfarbig
ISBN: 978-3-641-22930-6
Erschienen am  27. November 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Walter Moers - Jesus Total - Die Wahre Geschichte

Von: SocMag Society Magazine Book Corner

24.11.2020

Walter Moers ist für seine spezielle Art von Comic bekannt und das obwohl er mitunter auch als Schöpfer der Kindergeschichten von Käpt’n Blaubär gilt. Moers widmet sich mit seinen Comics unter anderem gerne auch Themen, an welche sich so manch anderer sich nicht einmal heranzutasten wagt wie etwa die offene Erzählung über das sexuelle Leben (Das Kleine Arschloch), die etwas andere Darstellung eines deutschen Führers (Adolf) oder eben auch über das religiöse Dasein, das er unter anderem mit seinem Buch „Jesus Total – Die Wahre Geschichte“ auf die Schippe nimmt. Dieses ist vor einigen Jahren durch den Albrecht Knaus Verlag neu aufgelegt worden und liefert alte Klassiker in welchem einem die Jesus-Geschichte in Form der Charaktere die man bereits aus den Büchern sowie den Filmen von Das Kleine Arschloch kennt, erzählt wird. Vor kurzem haben auch wir ein Exemplar dieses insgesamt vierundachtzig seitigen Comic-Buchs erhalten, sodass wir uns auch hier sehr gerne wieder für euch durchgeblättert haben, um auch euch nun kurz zu schildern, was euch hierbei in etwa erwartet. Selbst wenn dieses Buch bereits auf dem Cover bunte Zeichnungen aufweist, die mitunter auch kleinen Kindern gefallen könnten, so ist zu erwähnen, dass diese Comics alles andere als Jugendfreundlich sind. Wer Walter Moers bereits kennt, der weiß hier bereits worauf er sich einlässt. Bedenklich sind hier nicht nur so manche Zeichnung, sondern mitunter auch die Dialoge zwischen den einzelnen Charakteren, da hier unter anderem auch etwas derbere Wörter fallen. Da es sich hierbei sozusagen um eine Neuauflage alter, bereits vergriffener Geschichten handelt, findet man in diesem Buch unter anderem die beiden Comics „Es ist ein Arschloch, Maria! (1992)“ und „Du bist ein Arschloch, mein Sohn! (1995)“ hierin vor, zu welchen die Comics hier nun zeitgemäß auch bunt eingefärbt wurden, um sie für die Leser noch ansprechender zu gestalten. Beide könnte man als blasphemische Literatur bezeichnen, sodass man hier als Kirchenangehöriger doch eine große Portion an Humor mitbringen sollte oder die Sache im Grunde nicht so genau nehmen sollte, denn letztendlich wurde dieses Buch ja auch nur zu einem Zweck veröffentlicht – es soll seine Leser unterhalten. Wer damit nicht zurechtkommt, der muss es ja nicht kaufen. Wie bereits erwähnt bekommt man hierin als langjähriger Moers-Leser altbekannte Charaktere zu sehen, die die Jesus-Geschichte auf ganz eigene Art und Weise darstellen als es in der Bibel der Fall ist. Ordinär, detailreich und aus kirchlicher Sicht absolut unkorrekt. Vorweg zu sagen ist, dass auch wir unserem glauben nachgehen und die Geschichte unvoreingenommen und absolut locker gelesen haben, sodass uns diese auch hervorragend unterhalten hat. Sicherlich wird es in der Kirche Gläubige geben, die dieses Comic-Buch als Skandalös einstufen, doch das ist vermutlich genau jene Generation, die auch gegen gleichgeschlechtliche Ehe, die Ehe von Priestern, die Empfängnis-Verhütung und sonstigen Themen ebenso etwas einzuwenden haben. Walter Moers ist ein grandioser Zeichner und brachte auch hier wieder seine Figuren mit langer Nase, die einen enormen Wiedererkennungswert haben gekonnt zu Papier. Optisch sowie auch inhaltlich hat und „Jesus Total – Die Wahre Geschichte“ sehr gut gefallen und uns des Öfteren auch Schmunzeln lassen. Wer schwarzen Humor liebt und auch mit der Kombination von Comics damit etwas anfangen kann, der sollte hier auf jeden Fall zugreifen, denn dieses Buch ist alles andere als das was man bisher über die klassische Jesus Geschichte zu lesen bekam. Völlig anders und völlig abgedreht. So vergeben wir hierfür in unserer Gesamtwertung sehr gerne siebeneinhalb unserer möglichen zehn Bewertungspunkte, sodass wir auch nicht davon abgeneigt sind, dieses auch weiterzuempfehlen. Comic-Liebhaber sowie Moers-Fans kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten.

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Derb und blasphemisch - aber dennoch lustig

Von: Der Büchernarr (Frank)

24.01.2018

Als dieses Buch 1992 (unter dem Titel „Es ist ein …, Maria“) zum ersten Mal erschienen ist, hat es sicherlich für mehr Aufreger gesorgt als heute. Ebenso wie der Nachfolger 1995 („Es ist ein …, mein Sohn“). Den Witz hat es dabei allerdings nicht verloren. Auch nicht die enthaltene Blasphemie. „Jesus Total“ beinhaltet nun beide Werke in der Originalfassung. +++ Zielgruppensuche +++ Man kann sehr oft lesen, dass dieses Buch nicht für Katholiken geschrieben wurde. Ich denke, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Wer weder das Christentum noch die katholische oder die evangelische Kirche kennt, wird viele der in diesem Buch enthaltenen Witze gar nicht verstehen. Auch wer meint, dass hier das neue Testament provokant neu erzählt wird, liegt falsch. Mit den Bibeltexten hat das Buch nur entfernt etwas zu tun. Weswegen zumindest Jesus‘ Leben in seinen Grundzügen bekannt sein muss, damit das Buch verständlich und die Witze dann auch schlussendlich lustig sind. +++ Freiheit +++ Ich möchte es mal anders formulieren. Hätte Moers sich in diesem Buch anstelle dem Christentum dem Islam zugewandt, so wären viele der Anspielungen und Witze ins Leere gelaufen, weil vielen Lesern diese Religion einfach zu fremd ist. *** Und doch bin sehr ich froh, in einem Land zu leben, in dem ein solches Buch veröffentlicht wird, ohne dass der Autor und/oder dessen Leserschaft mit Repressalien rechnen oder gar um sein Leben bangen muss. *** +++ Mit Humor nehmen +++ Auch ein gläubiger Christ wird an den Witzen Gefallen finden. So wie auch an Monty Pythons „Das Leben des Brian“, das sich auf ähnlicher Wellenlänge befindet. Natürlich sind die Witze teilweise „böswitzig“ und die Sprache sehr derb, so dass A- und F-Worte fallen. Wer sich die Texte etwas genauer anschaut, der wird sogar die ein oder andere Botschaft entdecken, wie z.B. folgende Textstelle: „Wir polarisieren eben die Geschmäcker … mir ist das lieber als Gleichgültigkeit …“ S. 84 +++ Fazit +++ Es sollte klar sein, dass dieser Comic für Erwachsene geschrieben und für Kinder nicht geeignet ist. Auch sollte das Leben und Wirken Jesu zumindest in den Grundzügen bekannt sein. Und dann wird sogar noch vom Leser verlangt, dass er selbstkritisch und mit einer guten Portion Humor sich den Kirchen gegenüber aufstellen kann. Dann ist dieses Buch für einige Lacher gut. Dann kann Moers derber Humor den Leser erreichen. Und wer genau hinschaut, wird sogar die wahre Kritik entdecken, die sich hinter den Witzen und der Blasphemie versteckt.

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Vita

Der Lindwurm Hildegunst von Mythenmetz ist der bedeutendste Großschriftsteller Zamoniens. Berühmt wurde er durch seine 25-bändige Autobiographie »Reiseerinnerungen eines sentimentalen Dinosauriers«, ein literarischer Bericht über seine Abenteuer in ganz Zamonien und vor allem in der Bücherstadt Buchhaim.

Sein Schöpfer Walter Moers hat sich mit seinen phantastischen Romanen, weit über die Grenzen des deutschen Sprachraums hinaus, in die Herzen der Leser und Kritiker geschrieben. Alle seine Romane wie »Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär«, »Die Stadt der Träumenden Bücher«, »Der Schrecksenmeister« und zuletzt »Prinzessin Insomnia und der alptraumfarbene Nachtmahr« waren Bestseller.

Neben dem Kontinent Zamonien mit seinen zahlreichen Daseinsformen und Geschichten hat Walter Moers auch so erfolgreiche Charaktere wie den Käpt'n Blaubär, das Kleine Arschloch und die Comicfigur Adolf, die Nazisau geschaffen.

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Pressestimmen

"Die Figuren sind komisch und herrlich abgründig"

SZENE Hamburg, April-Heft (27. März 2013)