Justizpalast

Roman

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Petra Morsbachs großer Roman über Gerechtigkeit und jene, die sie schaffen sollen - ausgezeichnet mit dem Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2017

Thirza Zorniger stammt aus einer desaströsen Schauspielerehe und will für Gerechtigkeit sorgen. Sie wird Richterin im Münchner Justizpalast, doch auch hier ist die Wirklichkeit anders als die Theorie: Eine hochdifferenzierte Gerechtigkeitsmaschine muss das ganze Spektrum des Lebens verarbeiten, wobei sie sich gelegentlich verschluckt, und auch unter Richtern geht es gelegentlich zu wie in einer chaotischen Familie. "Justizpalast" ist ein Roman über die Sehnsucht nach Gerechtigkeit, über erregte, zynische, unverschämte, verblendete, verrückte, verwirrte und verzweifelte Rechtssuchende sowie überlastete, mehr oder weniger skrupulöse, kauzige, weise, verknöcherte und leidenschaftliche Richter.

»Wer aus diesem Roman herauskommt, der ist nicht nur fortan in lingua iustitiae gestählt, ohne selbst vor Gericht gemusst zu haben, der ist auch klüger.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Andreas Platthaus (29. Juli 2017)

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ISBN: 978-3-641-21666-5
Erschienen am  04. September 2017
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Leserstimmen

Justizroman

Von: Benedikt Bögle

23.04.2019

Thirza Zorniger hat eine chaotische Kindheit hinter sich: Der Vater ein berühmter wie peinlicher Schauspieler, die Mutter verzweifelt, später krank. Thirza wächst bei ihrem Großvater, einem gescheiterten Richter, und ihren Großtanten in Pasing auf. Sie will Richterin werden, studiert Jura und landet nach verschiedenen Stationen tatsächlich auch am Landgericht München I im großen Justizpalast. Petra Morsbach hat aus diesen Lebensdaten einen großartigen Roman gemacht: "Justizpalast", erscheinen 2017 im Penguin Verlag. Die Autorin entspinnt ein Leben vor den Augen des Lesers: Ein juristisch mehr oder weniger erfolgreiches Leben, privat unglücklich und doch glücklich. "Justizpalast" berichtet von der Arbeit einer Richterin und durchwandert dabei - fast schon nebenbei - beinahe alle deutschen Rechtsgebiete: Es geht um Strafrecht wie um allgemeines Zivilrecht, rechtsdogmatische Fragen und Kartellrecht, prozessuale Fragen und verfassungsrechtliche Bedenken. Es geht um die große Frage nach Gerechtigkeit und die Möglichkeit, sie vor Gericht zu erstreiten. Neben der Unterbesetzung deutscher Gerichte beleuchtet Petra Morsbach aber auch große Literatur und fragt nach der Schuld der Justiz während der Nazizeit. Bisweilen meint man, das Buch hätte gar keinen roten Faden - nicht, dass es stören würde; ganz im Gegenteil. Aus einzelnen Episoden wird ein großer und wirklich großartiger Roman, der sich auf Gespräche mit etwa 50 Richterinnen und Richter stützen kann und somit einen realistischen Einblick in die deutsche Gerichtsbarkeit ermöglichen dürfte.

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Gesetz und Moral, grandiose Literatur

Von: Sabine Ibing

10.02.2018

Der Anfang: »Schon Thirzas Mutter wäre gern Richterin geworden. Doch dann kam Carlos Zorniger dazwischen.« Etwas über neun Jahre hat Petra Morsbach an diesem Roman geschrieben. Und hier stimmt jeder Satz, jedes Wort. Sie hat gut recherchiert, mit fünfzig Juristen gesprochen, dreißig davon waren Richter, hat das Manuskript von Richtern gegenlesen lassen. Für den Roman erhielt sie 2018 den Wilhelm Rabe Preis. Man kann den Roman in einen Satz beschreiben: Das Leben der Thirza Zorniger, einer Richterin. Oder auch doch nicht, denn eigentlich geht es um die Menschen, Menschen im Gericht: Angeklagte, Anklagende, Richter, Rechtsanwälte, Staatsanwälte. Hinter jedem Fall steckt ein Mensch, seine Intension, Emotion, sich zu beklagen, sich zu verteidigen. Auch Juristen sind Menschen, garantiert verschiedene Typen, verschiedene Arbeitsweisen, Denkansätze. Hinter jedem Fall steckt eine Geschichte, ein Mensch. Recht ist nicht gerecht, nicht unbedingt. Es ist ein Leitfaden der Gesellschaft, nachdem man sich zu richten hat. Weiter: http://www.sabine-ibing.ch/rezension-sabine_ibing-Justizpalast-Petra_Morsbach.htm

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Vita

Petra Morsbach, 1956 geboren, studierte im München und St. Petersburg. Danach arbeitete sie zehn Jahre lang als Dramaturgin und Regisseurin. Seit 1993 lebt sie als freie Schriftstellerin in der Nähe von München. Bisher schrieb sie mehrere, von der Kritik hoch gelobte Romane, u.a. „Plötzlich ist es Abend“, „Opernroman“ und "Gottesdiener" (alle im Taschenbuch bei btb). Im Frühjahr 2013 erscheint ihr neuer Roman "Dichterliebe" im Knaus Verlag. Für ihr Werk wurde Petra Morsbach mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Kennzeichen all ihrer Romane sind exakte Recherche und eine präzise, jedem Klischee abholde Sprache.«

Süddeutsche Zeitung, Sabine Reithmaier (24. August 2017)

»Diesem Roman wünscht man 100 000 Leser. Petra Morsbach hat mit „Justizpalast“ ein so unterhaltsames wie tiefgründiges Buch geschrieben.«

Passauer Neue Presse, Karl Birkenseer (04. September 2017)

»Als Skulptur würde Morsbachs Justizia, statt eine Augenbinde zu tragen, leise mit den Augen lächeln.«

Süddeutsche Zeitung, Hubert Winkels (05. September 2017)

»'Justizpalast' ist eine große, geschichtenreiche menschliche Tragikomödie«

»Dies ist ein ganz besonderer Roman: ein Grundkurs in Jura und zugleich eine berührende Geschichte.«

»Justizpalast ist ein zutiefst humanes Buch. Und ein Roman, der dem Rechtsstaat, bei allen Lächerlichkeiten, Eitelkeiten und Aktenbergen, ein Loblied singt.«

Frankfurter Rundschau, Christoph Schröder (15. November 2017)

»Ein ungemein lesenswerter und unterhaltsamer Roman über das deutsche Justizwesen, ja, fast eine Hommage.«

Augsburger Allgemeine, Stefanie Wirsching (09. November 2017)

»Wie sie dafür eine zugleich präzise, nüchterne, aber auch literarisch lebendige Sprache gefunden hat, ist eine Meisterleistung.«

dpa,Thomas Borchert (31. Oktober 2017)

»Tatsächlich bietet Petra Morsbachs Roman nicht nur einen lohnenden Einblick in die Welt der Rechtsprechung, sondern er schafft es überdies, die juristische Sprache in Literatur zu überführen.«

»'Justizpalast‘ ist ein – auch im literarischen Sinne – großer Roman.«

Stuttgarter Zeitung, Martin Halter (08. November 2017)

»Petra Morsbach gehört zum Besten, was die deutsche Gegenwartsliteratur zu bieten hat.« und »Ihr Meisterstück hat Petra Morsbach jetzt mit dem ‚Justizpalast‘ vorgelegt.«

Tages-Anzeiger (CH) , Martin Ebel (27. Dezember 2017)

»Ein weiteres Glanzstück in ihrem Romanoeuvre.«

neues deutschland, Werner Jung (11. Januar 2018)

»Scharfsinnig und lehrreich, humorvoll und lebensklug – 'Justizpalast' ist eine ‚Comédie Humaine‘ vom Feinsten!«

The Huffington Post, Hans Durrer (28. Oktober 2017)

»Eine intellektuelle und emotionale Bereicherung.«

Jeversches Wochenblatt, Gertrud Wagenfeld-Pleister (13. Dezember 2017)

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