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Justizpalast Roman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-21666-5

NEU
Erschienen: 04.09.2017
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Petra Morsbachs großer Roman über Gerechtigkeit und jene, die sie schaffen sollen - realistisch und präzise, lakonisch und opulent, komisch und schonungslos

Thirza Zorniger stammt aus einer desaströsen Schauspielerehe und will für Gerechtigkeit sorgen. Sie wird Richterin im Münchner Justizpalast, doch auch hier ist die Wirklichkeit anders als die Theorie: Eine hochdifferenzierte Gerechtigkeitsmaschine muss das ganze Spektrum des Lebens verarbeiten, wobei sie sich gelegentlich verschluckt, und auch unter Richtern geht es gelegentlich zu wie in einer chaotischen Familie. "Justizpalast" ist ein Roman über die Sehnsucht nach Gerechtigkeit, über erregte, zynische, unverschämte, verblendete, verrückte, verwirrte und verzweifelte Rechtssuchende sowie überlastete, mehr oder weniger skrupulöse, kauzige, weise, verknöcherte und leidenschaftliche Richter.

»Wer aus diesem Roman herauskommt, der ist nicht nur fortan in lingua iustitiae gestählt, ohne selbst vor Gericht gemusst zu haben, der ist auch klüger.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Andreas Platthaus (29.07.2017)

Petra Morsbach (Autorin)

Petra Morsbach, 1956 geboren, studierte im München und St. Petersburg. Danach arbeitete sie zehn Jahre lang als Dramaturgin und Regisseurin. Seit 1993 lebt sie als freie Schriftstellerin in der Nähe von München. Bisher schrieb sie mehrere, von der Kritik hoch gelobte Romane, u.a. „Plötzlich ist es Abend“, „Opernroman“ und "Gottesdiener" (alle im Taschenbuch bei btb). Im Frühjahr 2013 erscheint ihr neuer Roman "Dichterliebe" im Knaus Verlag. Für ihr Werk wurde Petra Morsbach mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

»Wer aus diesem Roman herauskommt, der ist nicht nur fortan in lingua iustitiae gestählt, ohne selbst vor Gericht gemusst zu haben, der ist auch klüger.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Andreas Platthaus (29.07.2017)

»Kennzeichen all ihrer Romane sind exakte Recherche und eine präzise, jedem Klischee abholde Sprache.«

Süddeutsche Zeitung, Sabine Reithmaier (24.08.2017)

»Diesem Roman wünscht man 100 000 Leser. Petra Morsbach hat mit „Justizpalast“ ein so unterhaltsames wie tiefgründiges Buch geschrieben.«

Passauer Neue Presse, Karl Birkenseer (04.09.2017)

»Als Skulptur würde Morsbachs Justizia, statt eine Augenbinde zu tragen, leise mit den Augen lächeln.«

Süddeutsche Zeitung, Hubert Winkels (05.09.2017)

»'Justizpalast' ist eine große, geschichtenreiche menschliche Tragikomödie«

Deutschlandfunk "Büchermarkt", Wolfgang Schneider (22.09.2017)

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27.10.2017 | 19:30 Uhr | Starnberg

Lesung

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04.11.2017 | 19:00 Uhr | Braunschweig

Lange Nacht der Literatur
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Moderation: Hubert Winkels

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Staatstheater Braunschweig
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05.11.2017 | 11:30 Uhr | Braunschweig

Preisverleihung des Wilhelm Raabe-Literaturpreises 2017 an Petra Morsbach

Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2017

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Staatstheater Braunschweig
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09.11.2017 | 19:30 Uhr | Münster

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Veranstalter: Juristische Studiengesellschaft Münster

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Haus der Niederlande
Alter Steinweg 6/7
48143 Münster

10.11.2017 | 20:00 Uhr | Münster

Lesung und Gespräch
Veranstalter: Literaturverein Münster e.V.

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Stadtbücherei
Alter Steinweg 7
48143 Münster

Tel. 0251/4924241

12.11.2017 | 18:00 Uhr | Bad Gandersheim

Verleihung Roswitha-Preis 2017

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Rathaus

25.01.2018 | 20:00 Uhr | Berlin

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08.03.2018 | 19:30 Uhr | Essen

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Medienforum des Bistums Essen
Zwölfling 14
45127 Essen

Tel. 0201/2204-275

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-21666-5

€ 18,99 [D] | CHF 22,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Knaus

NEU
Erschienen: 04.09.2017

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Richterleben

Von: letteratura Datum: 24.09.2017

https://letteraturablog.wordpress.com/

Jeder, der schon einmal eine Anwaltsserie verfolgt oder einen entsprechenden Film gesehen hat, weiß: Recht und Gerechtigkeit sind zwei Paar Schuhe. Zwar ist die „gute“ Seite dort meist auch die, die im Zuschauerempfinden im Recht ist und die die meisten Fälle gewinnt (oder den Fall, wenn es nur einen gibt), dennoch geht es um noch viel mehr als den Sieg der Gerechtigkeit: zum Beispiel darum, wer den besseren, klügeren, vielleicht gerisseneren Anwalt hat. Keinesfalls kann man sich in der Gewissheit zurücklehnen, dass die Gerechtigkeit siegen werde, und am Ende der Geschichte hat man gelernt, dass es um Gerechtigkeit eigentlich nur am Rande geht.

Für Thirza Zorniger, Protagonistin in Petra Morsbachs neuestem Roman „Justizpalast“, ist es dennoch das Streben nach Gerechtigkeit, das sie antreibt, als sie sich für die Juristenlaufbahn entscheidet. Auch viele Jahre später, als sie längst eine angesehene und routinierte Richterin am Justizpalast in München ist, hat sie noch den gleichen Anspruch an sich und somit an die Gerechtigkeit, die in ihrem Gerichtssaal walten soll, auch wenn sie längst gelernt hat, dass dies nicht immer möglich ist.

Thirza stammt aus einer unglücklichen Ehe. Eigentlich wollte schon ihre Mutter Richterin werden, heiratete aber stattdessen Thirzas Vater, was ihren Plänen ein Ende setzte. Die Ehe war nicht von Dauer und Thirza wuchs bei ihren Großeltern und Großtanten auf. Ehrgeizig und zielstrebig nimmt sie nach und nach alle Stufen der Karriereleiter bis ins Richteramt.

„Justizpalast“ ist im Großen und Ganzen die Lebensgeschichte seiner Heldin, wobei im Roman einzelne Fallschilderungen viel Raum einnehmen. Einerseits kann man hier viel Neues erfahren und über die Justiz lernen, andererseits sind die Prozesse, die wieder gegeben werden teilweise recht grotesk. Vieles hat sich vermutlich in ähnlicher Weise (wahrscheinlich abgewandelt) zugetragen: Petra Morsbach hat für ihren Roman neun Jahre recherchiert und mit insgesamt um die 50 Juristen über ihre Arbeit gesprochen. Man sollte also für die Lektüre des Romans in jedem Fall ein gewisses Interesse für das Themengebiet mitbringen. Die meisten Fälle sind interessant – erschütternd empfand ich, meine Vermutung bestätigt zu bekommen, was Erbstreitereien angeht, wie sich Familien zuweilen völlig überwerfen, weil die eine Partei sich von der anderen hintergangen fühlt. Ebenso interessant sind dann die Ausführungen dazu, auf welche Weise in den einzelnen Fällen entschieden wird und warum. Manchmal wird es des Juristendeutschs aber auch etwas zu viel und nicht immer ist alles gleich verständlich.

Die Geschichte um Thirza bleibt dabei ab und zu ein wenig auf der Strecke. Zwar fügen sich die Fallbeschreibungen stets gut in die Handlung ein, dennoch unterbrechen sie sie. So wird zwar deutlich, wie das Richteramt Thirzas Persönlichkeit ausmacht, trotzdem hätte ich manchmal gern weiter über Thirzas Leben jenseits des Justizpalasts gelesen, zumal Morsbach mit ihr eine interessante, lebendige Figur geschaffen hat, die man gern auf ihrem Weg begleitet.

Sehr gut gefallen hat mir der Stil Morsbachs. Sie lässt ihre Erzählerin das Geschehen nicht nur wiedergeben, sondern von Zeit zu Zeit auch sehr pointiert kommentieren, oft mit einem Augenzwinkern oder leiser Ironie, sie trifft oft mit wenigen Worten ins Schwarze. Wenn Thirza dann plötzlich selbst die Erzählung – meist nur ganz kurz – übernimmt, dann ist man wirklich ganz nah dran.

So entsteht nach und nach ein deutliches Bild dieser Frau, deren Beruf für sie an erster Stelle steht – stehen muss, denn das Richteramt ist ganz offenbar harte und zeitintensive Arbeit. Morsbach lässt sie aber auch privat, ebenfalls im beruflichen Umfeld, ihr Glück finden. „Justizpalast“ gibt spannende Einblicke in die Juristerei, erzählt unaufgeregt über seine Heldin und ihr Leben und ist über weite Strecken dabei unterhaltsam und lehrreich. Wer sich für das Thema interessiert, sollte dem Buch eine Chance geben.

Über das Streben nach Gerechtigkeit

Von: Sarahs Bücherregal Datum: 15.09.2017

https://sarahs-buecherregal.blogspot.com

Thirza Zorniger ist das Produkt einer leidenschaftlichen Beziehung zwischen dem Schauspieler Carlos Zorniger und Gudrun, Tochter von Strafrichter Wilhelm Kargus. Doch die Beziehung zerbricht und Thirza wächst bei ihrem Großvater und den Tanten in Parsing auf, nachdem ihre Mutter überfordert die Erziehung der Tochter aufgibt. Dort entwickelt sie den Wunsch, ebenso wie ihr Großvater, den sie sonst nicht besonders zu mögen scheint, Juristin zu werden und es bis in den Münchener Justizpalast zu schaffen.
Petra Morsbach erzählt in „Justizpalast“ ausgiebig von Thirzas Leben, ihren Jugendjahren, aber hauptsächlich von ihrer Zeit als aktiver Juristin in verschiedensten Themengebieten. Familiengericht, Gnadenabteilung im Ministerium, Beschwerdekammer, Kartellrecht – durch all diese Bereiche arbeitet sich Thirza und was vielleicht langweilig klingt, ist ein hochspannender Roman über Recht und Gerechtigkeit. Bereits im Studium diskutiert Thirza mit Kommilitonen Radbruch und die Frage, welche Rolle Recht und Gesetz und welche darin die Richter zu spielen haben. Gibt es so etwas wie rechtgewordenes Unrecht? Diese Frage ist direkte Folge aus dem Fehlverhalten der Richter in der Nazi-Diktatur und beschäftigt Thirza ihr ganzes Leben lang. Der Roman „Justizpalast“ ist nicht nur spannend, man lernt auch eine Menge über Rechtsauslegung, Rechtsphilosophie und das Selbstverständnis der Justiz. Immer wieder werden Fälle eingeflochten, die Thirza verhandelt, was den Roman so nah und lebensecht macht, dass man manchmal vergisst, dass man eine fiktive, keine reale Geschichte liest.
Thirza ist eine sehr spezielle Persönlichkeit, privat sehr gehemmt, sucht sie Erfüllung im Beruf und hat sich von der Vorstellung, in einer Beziehung glücklich zu werden, schnell verabschiedet. Sie kämpft in einer Zeit um Anerkennung, als Frauen in der Justiz selten und im Richteramt noch seltener waren. Jedenfalls zu Beginn, denn Morsbach lässt uns an Thirzas Beispiel auch die Geschichte der deutschen Justiz in der Nachkriegszeit erleben, die Veränderung der Probleme und Fragestellungen und die Komplexität des Rechts durch immer neue Gegebenheiten von Außen.
Ich halte Petra Morsbachs Roman „Justizpalast“ für einen herausragenden Roman. Die Autorin bereitet ein zunächst langweilig erscheinendes Thema wie ein Leben für die Justiz so spannend auf, dass man den Roman kaum noch aus der Hand legen kann. Durch Thirzas speziellen Charakter wird das Buch noch kurzweiliger und selbst komplizierte Stellen über rechtsphilosophische Diskussion schreibt sie so klar und fesselnd, dass man sich keinesfalls abgeschreckt fühlt. Thirza wächst einem ans Herz und ihr uneingeschränktes Streben nach Gerechtigkeit schafft großen Respekt vor dieser Figur. Von mir gibt es eine uneingeschränkte Empfehlung für diesen Roman verbunden mit der Bitte, sich nicht abschrecken zu lassen vom vielleicht schwierigen Thema, denn Petra Morsbach macht es dem Leser unglaublich leicht, sich darauf zu einzulassen.

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