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Kämpfen Roman

Das autobiographische Projekt (6)

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-10209-8

NEU
Erschienen: 22.05.2017
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Die Rücksichtslosigkeit anderen – aber vor allem sich selbst gegenüber. Die Radikalität des Ansatzes. Die schwindelerregenden Wechsel zwischen kleinsten Details und großen Gedanken. Die essayistischen Passagen zu Themen der Kunst- und Literaturgeschichte. Und diesmal auch: die berührende Schilderung einer Krankheit und Ehekrise.



In „Kämpfen“, dem fulminanten Abschluss des sechsbändigen autobiographischen Projektes von Karl Ove Knausgård, findet sich alles, was schon die ersten fünf Bände zu einem Ereignis machte, und geht noch einmal weit darüber hinaus. Geschrieben nach dem sensationellen Erfolg der Vorgängerbände in Norwegen, dem darauf folgenden Skandal auf Grund der Preisgabe von vermeintlich Intimem, radikalisiert Knausgård seine schonungslose Methode noch einmal und treibt sie bis zu einer äußersten Schmerzgrenze. Ein künstlerischer Triumph, ein Vordringen zum Kern des Menschlichen zu Beginn des 21. Jahrhunderts.

Video: Das Phänomen Karl Ove Knausgård Zum Beitrag im SRF

»Ganz egal, ob auf Internet-Stammtisch-Niveau oder im Feuilleton: Knausgård wühlt auf. Knausgård erzürnt und begeistert.«

Julia Kospach / trend (19.05.2017)

Das autobiographische Projekt

Bitte beachten Sie, dass zwecks Vollständigkeit ggf. auch Bücher mit aufgeführt werden, die derzeit nicht lieferbar oder nicht bei der Verlagsgruppe Random House erschienen sind.

Karl Ove Knausgård (Autor)

Karl Ove Knausgård wurde 1968 geboren und gilt als wichtigster norwegischer Autor der Gegenwart. Die Romane seines sechsbändigen, autobiographischen Projektes wurden weltweit zur Sensation. Sie sind in über 30 Sprachen übersetzt und vielfach preisgekrönt. 2015 erhielt Karl Ove Knausgård den WELT-Literaturpreis, 2017 den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur. Er lebt mit seiner Familie an der schwedischen Südküste.


Paul Berf (Übersetzer)

Paul Berf, geboren 1963 in Frechen bei Köln, lebt nach seinem Skandinavistikstudium als freier Übersetzer in Köln. Er übertrug u. a. Henning Mankell, KjellWestö, Aris Fioretos und Selma Lagerlöf ins Deutsche. 2005 wurde er mit dem Übersetzerpreis der Schwedischen Akademie ausgezeichnet.


Ulrich Sonnenberg (Übersetzer)

Ulrich Sonnenberg, geboren 1955 in Hannover, arbeitet als freier Übersetzer und Herausgeber in Frankfurt/Main. 2013 erhielt er den Übersetzerpreis des Staatlichen Dänischen Kunstrats.

»Ganz egal, ob auf Internet-Stammtisch-Niveau oder im Feuilleton: Knausgård wühlt auf. Knausgård erzürnt und begeistert.«

Julia Kospach / trend (19.05.2017)

»Knausgård macht das Ungesagte in einer entzauberten, um sich selbst kreisenden Gesellschaft, die keine echten Probleme hat und doch täglich kämpfen muss, unprätentiös sichtbar.«

Katharina Hinsche / Süddeutsche Zeitung (18.05.2017)

»Man wird süchtig nach dieser klaren Sprache, diesen genauen Beobachtungen, diesen leichthändig eingestreuten Kurzessays und genialen Wendungen.«

Matthias Matussek / Die Weltwoche (18.05.2017)

»Mehr als in den anderen Büchern fallen in ›Kämpfen‹ der Schreibprozess und die erzählte Zeit zusammen, erzählt dieser sechste Band von seiner eigenen Entstehung.«

Gerrit Bartels / Der Tagesspiegel (14.05.2017)

»Niemand sonst schreibt so schonungslos ehrlich über sich selbst. Über Niederlagen, Erfolge, Ängste, Krankheit und Karriere.«

Günter Keil / Playboy (10.05.2017)

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Aus dem Norwegischen von Paul Berf, Ulrich Sonnenberg
Originaltitel: Min Kamp VI
Originalverlag: Forlaget Oktober as

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-10209-8

€ 23,99 [D] | CHF 29,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Luchterhand Literaturverlag

NEU
Erschienen: 22.05.2017

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Ein letztes Mal mit Knausgård „Kämpfen“

Von: Fluffy Words Datum: 06.06.2017

fluffywordsblog.wordpress.com

Karl Ove Knausgård steht mit seinem Freund und Fotografen Thomas an einem See in Südschweden. Den Blick aufs Wasser gerichtet erzählt Thomas von Glockenfröschen, kleinen Kröten, die glockenähnliche Klänge von sich geben. Knausgård hört und sieht sie nicht. Wenig später schwärmt sein Freund von den in Höganäs ansässigen Nachtigallen, doch auch sie bleiben abwesend. „Es war wie ein perfekter Anfang für einen Roman.“ Vielleicht auch für eine Rezension.

„Kämpfen“ heißt der sechste und letzte Band von Knausgårds Buchprojekt, das sich ganz sicher nicht von ihm als Autor abtrennen lässt. Über den Tod seines Vaters, seine Liebschaften, Träume oder Kindheitserinnerungen hat der norwegische Autor bereits geschrieben, in „Kämpfen“ kehrt jedoch all dies noch einmal wieder. Knausgård kämpft für seine Freiräume, darum, schreiben zu können, mit dem Alltag und vor allem mit jenen Menschen, die seit 2009 öffentlich zu Figuren seiner Romane geworden sind. Endlich ist zu erfahren, wie es seine Ex- oder jetzige Frau aufgenommen haben, ihre Beziehungen öffentlich diskutiert zu wissen. Knausgård zeigt sich dabei wider Erwarten nicht abgebrüht oder narzisstisch, sondern naiv und verletzlich, menschlich. Der Autor schafft es, dass man ihm glauben möchte, dass Schreiben eine sich derart in Abgeschiedenheit vollziehende Handlung ist, dass die sozialen Folgen davon für ihn gedanklich nicht absehbar waren. Die Reaktionen der Angehörigen nachzuempfinden, liest sich berührend, aber auch mal ein bisschen, als hätte Knausgård seine eigene Klatschspalte geschaffen, in der er Interessierten die, zugegeben äußerst beschwerliche, Recherche in der norwegischen oder schwedischen Regenbogenpresse abnimmt.

Kurz gefasst hat sich Knausgård dabei keineswegs. Vom Schutzumschlag befreit könnte sich auf den über 1200 dünnen Seiten zwischen den schwarzen Buchdeckeln auch das „Büch der Bücher“, die Bibel, verbergen. Manchmal scheint es, als habe Knausgård, der selbst an der neuesten norwegischen Bibelübersetzung mitgearbeitet hat, genau so ein Buch schreiben wollen, ein Manifest zum Verstehen der Welt und ihrer Zusammenhänge. Eingerahmt von den gewohnten autobiografischen Zoomeinstellungen hat Knausgård fast 500 Seiten Deutung von Welt- und Ideengeschichte, einen Essay, wie er es nennt, in „Kämpfen“ versteckt. Warum jetzt genau? „Die Bücher, die ich gelesen habe, sind ebenso untrennbarer Teil meiner Geschichte wie alles, was ich erlebt habe.“ In diesem etwas übermütigen Philosophie- und Literaturstudium, durch das Knausgård den Lesenden zerrt, verbirgt sich neben Analysen von Lyrik Celans oder Homers Epen auch eine Erklärung für den Namen „Min Kamp“, „Mein Kampf“, den Knausgårds sechsbändiges Projekt im Original trägt: „Hitlers Kindheit und Jugend ähneln meiner eigenen, seine Liebe aus der Distanz, sein verzweifelter Wunsch, etwas Großes zu werden, um sich selbst zu erhöhen, die Liebe zu seiner Mutter, der Hass auf den Vater, sein Gebrauch der Kunst als Ort der Ich-Auslöschung und der großen Gefühle.“

Jene leicht pathetische Reise, die vielleicht als einzelne Publikation hätte veröffentlich werden dürfen, macht zum Glück irgendwann wieder dem Knausgårdschen Mikrokosmos Platz. Vanja, Heidi und John werden heute schon so alt sein, dass sie lesen können, wie ihr Vater über sie gedacht und geschrieben hat. Knausgård verspricht jedoch, sich an diesen Entwicklungen fortan nicht mehr im gewohnt realistischen Stil zu bedienen und lässt seinen Kampf im Jahr 2011 zu Ende gehen. Als Autor von höchst wahrscheinlich fiktionaleren Texten kehrt er jedoch schon im Herbst zu uns zurück. Vielleicht ja mit der Nachtigall.

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