Kaffee und Zigaretten

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Ferdinand von Schirachs neues Buch »Kaffee und Zigaretten« verwebt autobiographische Erzählungen, Aperçus, Notizen und Beobachtungen zu einem erzählerischen Ganzen, in dem sich Privates und Allgemeines berühren, verzahnen und wechselseitig spiegeln. Es geht um prägende Erlebnisse und Begegnungen des Erzählers, um flüchtige Momente des Glücks, um Einsamkeit und Melancholie, um Entwurzelung und die Sehnsucht nach Heimat, um Kunst und Gesellschaft ebenso wie um die großen Lebensthemen Ferdinand von Schirachs, um merkwürdige Rechtsfälle und Begebenheiten, um die Idee des Rechts und die Würde des Menschen, um die Errungenschaften und das Erbe der Aufklärung, das es zu bewahren gilt, und um das, was den Menschen erst eigentlich zum Menschen macht. In dieser Vielschichtigkeit und Bandbreite der erzählerischen Annäherungen und Themen ist »Kaffee und Zigaretten« das persönlichste Buch Ferdinand von Schirachs.

»Wir müssen verstehen, wie wir wurden, wer wir sind. Und was wir wieder verlieren können. Als sich unser Bewusstsein entwickelte, sprach ja nichts dafür, dass wir einmal nach anderen Prinzipien handeln würden, als unsere Vorfahren. Aber wir gaben uns selbst Gesetze, wir erschufen eine Ethik, die nicht den Stärkeren bevorzugt, sondern den Schwächeren schützt. Das ist es, was uns im höchsten Sinn menschlich macht: die Achtung vor unserem Nebenmenschen.«

»Die große Stimme der deutschen Literatur«

Andreas Wunn / ZDF Mittagsmagazin (04. März 2019)

eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-24549-8
Erschienen am  04. März 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Großartiges Buch

Von: Relax & Study

12.04.2019

Herausstechend an seinen Büchern ist der Stil: Er ist sachlich und manipuliert den Leser nicht, sondern er sagt, was er sagen möchte und überlässt es dann dem Leser, wie man sich dazu positioniert und was man daraus für sich zieht. Trotzdem oder gerade deswegen, bewirken die Geschichten viel beim Leser – sie lassen einen nachdenken, nachspüren. Dementsprechend überlässt er auch viel (Arbeit) dem Leser – man selbst entscheidet, wie viel man in das Buch investiert und somit wieder für sich herausziehen kann – denn es gibt auch viele Anspielungen und „Geheimnisse“, die Geschichten lösen sich auch nicht wirklich auf. Außerdem findet sich ein gewisser Humor, den ich sehr angenehm finde. Bei diesem Buch steht aber eine weitere Fähigkeit des Autor noch mehr im Fokus – und das ist, mit wenigen Worten, ganz viel im Kopf des Lesers zu bewirken. Mit einem Halbsatz, wird eine ganze Szenarien eingefangen; mit nur einem Satz, eine ganze Lebensgeschichte erzählt. Die Geschichten bieten viele Fragen, Gedanken, Anstöße, die das Potential haben, dass man sich selbst, seine Werte und Ansichten hinterfragt. Natürlich sind nicht alle Geschichten gleich stark, aber selbst die „Schlechteste“ ist immer noch wirklich gut. Alle bewirken sie etwas beim Leser und sei es ‚nur‘, dass man nach den tieferen Sinn sucht, denn der ist immer da. Wie Kaffee und Zigaretten, war dieses Buch wieder ein absolutes Genussmittel. Ich würde es definitiv weiter empfehlen.

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Über das Leben, an sich

Von: ulrike rabe

08.04.2019

Ferdinand von Schirach ist Anwalt, Schriftsteller, Denker. Er ist mein Lieblingsjurist unter den Schriftstellern, mein Lieblingsschriftsteller unter den Juristen. Kaffee und Zigaretten ist ein sehr persönliches Buch. Es sind nicht nur Überlegungen zu Recht, Moral und Würde, sondern viele kleine Gedankensplitter, Erinnerungen an die Kindheit und Jugend, an Begegnungen, die ich geprägt haben. Er beschreibt einen weiten Bogen von Epiktet zu Michael Haneke, von Heisenberg bis Mick Jagger. Mandanten, Kollegen, Freunde, Familie, nichts scheint schwarz oder weiß, gut oder böse. Der Autor erzählt von sehr privaten Momenten, hellen und dunklen Seiten im Leben. Aus dem „ich“ wird ein „er“, als er von einem Ereignis mit Alkohol und Schrotflinte schreibt. Ausgehend von kleinen Momentaufnahmen verknüpft er Gegenwart mit Vergangenheit, historisch, politisch, gesellschaftlich. „Mein Großvater Baldur von Schirach war damals Reichsgauleiter in Wien……Vielleicht bin auch ich aus Wut und Scham über seine Sätze und seine Taten der geworden, der ich bin.“ Ferdinand von Schirach hat die Begabung, einen mit seinen so geradlinigen und unverschnörkelten Texten ganz eigentümlich zu berühren. Er wirft ganz gekonnt eine Gedankenmaschinerie in mir an. Kaffee und Zigaretten sind die täglichen Begleiter des Autors. Ich trinke meinen Kaffee immer klein stark und schwarz. Das Leben ist nicht immer so, an sich.

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Vita

Der Spiegel nannte Ferdinand von Schirach einen »großartigen Erzähler«, die New York Times einen »außergewöhnlichen Stilisten«, der Independent verglich ihn mit Kafka und Kleist, der Daily Telegraph schrieb, er sei »eine der markantesten Stimmen der europäischen Literatur«. Die Erzählungsbände »Verbrechen« und »Schuld« und die Romane »Der Fall Collini« und »Tabu« wurden zu millionenfach verkauften internationalen Bestsellern. Sie erschienen in mehr als vierzig Ländern. Sein Theaterstück »Terror« zählt zu den weltweit erfolgreichsten Dramen unserer Zeit. Ferdinand von Schirach wurde vielfach mit Literaturpreisen ausgezeichnet. Er lebt in Berlin. Zuletzt erschienen von ihm die Spiegel-Bestseller »Die Herzlichkeit der Vernunft«, ein Band mit Gesprächen mit Alexander Kluge, die Erzählungen »Strafe« sowie sein persönlichstes Buch »Kaffee und Zigaretten«.

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Events

10. Mai 2019

Lesung und Vortrag

19:30 Uhr | Dresden | Lesungen
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11. Mai 2019

Lesung und Vortrag

20:00 Uhr | Bielefeld | Lesungen
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12. Mai 2019

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19:30 Uhr | Osnabrück | Lesungen
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16. Mai 2019

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Koblenz | Lesungen
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17. Mai 2019

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19:30 Uhr | Frankfurt am Main | Lesungen
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18. Mai 2019

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23. Mai 2019

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Greifswald | Lesungen
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24. Mai 2019

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28. Mai 2019

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Düsseldorf | Lesungen
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29. Mai 2019

Lesung und Vortrag

Freiburg | Lesungen
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30. Mai 2019

Lesung und Vortrag

Kassel | Lesungen
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02. Juni 2019

Lesung und Vortrag

19:30 Uhr | Oldenburg | Lesungen
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Pressestimmen

»Es sind diese glasklaren schnörkellosen Sätze, mit denen uns Ferdinand von Schirach die Welt ein wenig verständlicher macht.«

Ulrich Steinmetzger / Nürnberger Nachrichten (05. März 2019)

»Deutschlands derzeit wohl bedeutendster Schriftsteller«

Alfred Schier / phoenix persönlich (01. März 2019)

»Der Einblick in das Schirach'sche Universum, in eine Mischung aus Herkunft, Sehnsucht nach Erlösung und Traurigkeit, hat auch immer wieder etwas Faszinierendes.«

Christoph Schröder / SWR2 (03. März 2019)

»Ein Literat von Weltrang«

Miguel Peromingo / Galore (04. März 2019)

»Eine Klasse für sich«

Manfred Papst / NZZ am Sonntag (03. März 2019)

»Der sachliche, unaufdringliche Stil, die Einblicke in eine andere Welt und die teils irrwitzigen Geschichten bleiben noch länger im Gedächtnis des Lesers.«

Kristian Teetz / Hannoversche Allgemeine Zeitung (04. März 2019)

»Mit Empathie nähert Ferdinand von Schirach sich dem Innersten, mit klarem Verstand setzt er es ins Verhältnis zum Gegebenen.«

Janina Fleischer / Leipziger Volkszeitung (04. März 2019)

»Ferdinand von Schirach bleibt auch in diesem Buch seinem unterkühlten, lakonischen Stil treu.«

Felix Müller / Berliner Morgenpost (01. März 2019)

»Mit feiner Ironie, untergründigem Humor, leiser Verzweiflung beschwört der Autor, was ihn verzweifeln lässt und was ihn rettet.«

Stefan Maelck / NDR Kultur (07. März 2019)

»Connaisseurs lesen dieses geistreiche wie sehr persönliche Buch, das zu schnelle 190 Seiten zählt, gewiss bei Kaffee und Zigaretten.«

Jürgen Kanold / Südwest Presse (04. März 2019)

»Sprachgewandt und stilsicher trifft er den Nerv, vor allem die metaphernreichen Parabeln und Kurzgeschichten regen zum intensiven Nachdenken und Philosophieren an.«

Oberösterreichische Nachrichten (04. März 2019)