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Kaffeeklatsch mit Goldfisch Roman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-14449-4

Erschienen: 16.02.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch

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Ein herzerwärmendes Buch, das man seiner besten Freundin schenken möchte.

Antonia, 42, besitzt eine Apotheke im hübschen Jeetzeburg an der Elbe. Sie liebt ihre Arbeit, ihre beiden Töchter und ihren Mann Monty. Und doch plagt sie die Midlife-Crisis: Das Privatleben kommt zu kurz, die pubertierenden Töchter nerven, und Monty scheint jegliches erotische Interesse an ihr verloren zu haben. Als der Fluss über die Ufer tritt und halb Jeetzeburg unter Wasser setzt, zögert Antonia dennoch nicht lang. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Helen, der Stammkundin Petra und ihrer Angestellten Carolin hilft sie beherzt der betagten Frau Lilienthal, deren geliebtes Haus bedroht ist. Und plötzlich erscheinen ihre eigenen Probleme in einem ganz anderen Licht ...

»"Wenn man schreibt, sollte man die Personen lieben, um den Leser zu verzaubern." Und das gelingt ihr ganz wunderbar.«

Tina woman (11.03.2015)

Martha Sophie Marcus (Autorin)

Martha Sophie Marcus, geboren 1972 im Landkreis Schaumburg, studierte Germanistik, Soziologie und Pädagogik und verbrachte anschließend zwei Jahre in Cambridge. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Lüneburg. Mit "Herrin wider Willen", ihrem ersten Roman, feierte sie ein grandioses Debüt. Seitdem sind weitere historische Romane von ihr bei Goldmann erschienen.

»"Wenn man schreibt, sollte man die Personen lieben, um den Leser zu verzaubern." Und das gelingt ihr ganz wunderbar.«

Tina woman (11.03.2015)

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-14449-4

€ 7,99 [D] | CHF 9,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Goldmann

Erschienen: 16.02.2015

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Eine überwältigende Fülle an Themen

Von: Frau Goethe Datum: 13.03.2015

https://www.facebook.com/fraugoetheliest

Antonia wohnt mit ihrer Familie nahe der Elbe in Jeetzeburg. Ihre Apotheke läuft nach der geänderten Medikamentenverordnung mehr schlecht als recht. Obendrein hat sie ständig Ärger mit ihrer Vermieterin und praktizierenden Allgemeinmedizinerin. Auch zu Hause kann sie kaum entspannen. Anlässlich ihres 20. Hochzeitstages will sie eine große Gartenparty geben. Da aber gerade der Pegel der Elbe steigt, haben ihre Nachbarn und Freunde andere Dinge zu tun. Selbst ihr Mann Monty scheint kein Interesse zu haben und verbringt seine Zeit lieber bei der Freiwilligen Feuerwehr. Obendrein hat die gemeinsame Tochter Mickey gerade einen Freund, den sich Antonia nicht als Umgang für ihre Tochter wünscht.

Ganz anders scheint es der gutaussehenden Helen zu gehen. Antonias beste Freundin lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen ebenfalls in dem malerischen Ort. Doch auch dieser Schein trügt. Tom trinkt gern und oft über den Durst und ist in diesem Zustand unzuverlässig. Helen hält das Trugbild einer intakten Familie aufrecht. Einzig ihr elfjähriger Sohn Sid unterstützt sie. Helen muss dringend eine Entscheidung treffen.

Mit Männerproblemen muss sich Petra nicht befassen. Die alleinerziehende Mutter von sechs Kindern konnte keinen der Väter zum Bleiben bewegen. Jetzt hat sie gerade die Kündigung für ihr Haus erhalten. Ohne finanzielle Mittel ist die Suche nach einer neuen Bleibe umso schwerer. Auch die junge PTA Carolin trägt ihr Päckchen. Sie hat Kontaktschwierigkeiten und ist daher fast immer allein. Beide Frauen könnten sich bei der patenten Rentnerin Lilienthal eine Scheibe abschneiden. Sie scheint immer zu wissen, was sie will und wie sie es bekommt. Niemand ahnt, dass sie ihr Alter spürt und Angst hat, irgendwann ihre vier Wände verlassen zu müssen. Dort ist sie zu Hause und dort sind ihre Erinnerungen untergebracht.

Martha Sophie Marcus hat bisher in zahlreichen Romanen bewiesen, dass sie zu unterhalten weiß. Der Genrewechsel zur Frauenliteratur ist ihr ebenso gelungen. Unter dem Titel habe ich eine eher leichte Lektüre ähnlich einem Kaffeeklatsch erwartet. Der Goldfisch hatte dabei sogar die Suggestion an Spießertum. Erhalten habe ich allerdings andere, viel gewichtigere Dinge. Die Perspektiven wechseln dabei von Kapitel zu Kapitel. Bei fünf Figuren muss man schon genau lesen, um den Überblick zu behalten. Der einnehmende Schreibstil erleichtert es aber insofern, dass man das Buch schon bald sowieso nicht mehr aus der Hand legen will.

Warmherzig und einfühlsam setzt sich die Autorin mit vielen Themen des Alltags auseinander. Da geht es um Existenzängste, Kompetenzverlust, behördliche Willkür, unausgesprochene Wünsche und Sehnsüchte, Betreuung im Alter, Alkoholsucht, ermüdete Beziehungen, aber auch um Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft. Gerade der beschriebene Landstrich am Elbufer leidet nahezu jährlich unter dem Hochwasser. Diese Bedrohung gibt in diesem Fall den Rahmen, in dem die fünf Frauen zueinander finden. Es wäre natürlich kein Frauenroman, wenn nicht auch noch ein paar zufriedenstellende Lösungen am Ende gefunden werden.

Einmal angefangen, kann man nicht mehr aufhören. Antonia wird für die Zeit des Lesens wie eine gute Bekannte, um deren Schicksal man sich sorgt. Die Charakterisierung der Figuren ist ebenfalls gut gelungen. Norddeutsch, ohne viel Federlesen packen die Leute an, wo Hilfe gebraucht wird. Diese Sympathie ist ein großes Plus des Romans. Man fühlt sich als Leser wohl, wird für verschiedene Themen sensibilisiert und empfiehlt ihn gerne weiter.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

So viel mehr als "nur" ein Frauen-Roman - wirklich klasse :-)

Von: Vera Höhne Datum: 25.02.2017

https://buecherunddiewelt.wordpress.com/

Autorin:
Die Autorin Martha Sophie Marcus wurde 1972 im Schaumburger Landkreis geboren. Schon in ihrer Kindheit waren Bücher – ebenso wie Haustiere – reichlich vertreten. Nach dem Abitur studierte sie in Hannover Germanistik, Pädagogik und Soziologie – Schwerpunkt: Geschichtliche Aspekte. Danach lebte sie 2 J. in der historischen Stadt Cambridge/GB. Seit 2010 hat sie als Autorin erfolgreich einige historische Romane veröffentlicht und ein Kinder-/Jugendbuch. „Kaffeeklatsch mit Goldfisch“ ist ihr erster Roman im Genre „Frauenliteratur“. Mit ihrer Familie, die Mann, zwei Kinder, Hund und Katze umfasst, lebt sie im malerischen Lüneburg.

Handlung:
Die Apothekerin Antonia, 42 J., zernagen kurz vor dem 20. Hochzeitstag Selbstzweifel: Liebt ihr Mann Monty sie noch, war ihr Weg in die Selbstständigkeit mit der eigenen Apotheke richtig oder kommen ihre beiden pubertierenden Töchter seither zu kurz? Und auch ihre beste Freundin Helen hat Eheprobleme, während das Problem „kein Mann“ eher die 6fache Mutter und ehem. Mitschülerin Petra sehr belastet, die mit ihrer Großfamilie in sozial schwachen Verhältnissen lebt. Und Antonias junge PTA Carolin hat sehr mit ihrer Schüchternheit gegenüber Männern zu kämpfen. Doch so unterschiedlich diese Frauen sind: Als in ihrer Heimat Jeetzeburg die Elbe über die Ufer tritt, tun sie sich zusammen, um der alten Grundschullehrerin, Frau Lilienthal, dabei tatkräftig zu helfen, ihr geliebtes Fachwerkhaus und deren Erinnerungen vor den Fluten zu schützen. Auf einmal setzt das Leben ganz neue Prioritäten und fordert Zusammenhalt und alle verstehen, was wirklich wichtig ist im Leben.

Fazit:
Dieser Roman lag jetzt ziemlich lange auf meinem SuB und ich kann ehrlich gesagt nicht verstehen, dass ich ihn nicht schon früher gelesen habe, denn er hat mir wirklich super gefallen.
Das Cover ist hübsch gestaltet, reisst mich aber jetzt auch nicht total in Begeisterung, was wohl eher am persönlichen Geschmack liegt, weil ich so gar kein Fan der Farbe Gelb bin ��
Wenn ich richtig gezählt habe, sind die 318 Seiten auf 29 Kapitel + Nachwort verteilt. Das Schriftbild ist normal und die Kapitellänge für mein Leseverhalten wirklich meist (bis auf auf wenige Ausnahmen) optimal.
Sehr gefallen hat mir bei der Kapitel-Aufteilung, dass sich jedes Kapitel einer der Protagonistinnen widmet und somit immer als Überschrift deren Namen trägt.
Da Martha Sophie Marcus bisher im Genre der historischen Romane bekannt ist, ein Genre, das ich selbst nicht so gerne lese, war mir die Autorin auch noch nicht bekannt.
Der Klappentext lässt zunächst einen typischen Frauen-Roman vermuten – ich finde allerdings, dass dieser Roman sehr viel mehr ist und bietet: Ein Generationen-Roman, Lebensratgeber und irgendwie ein Herzensbuch, obwohl es sich hier nicht um einen Liebesroman handelt. Martha Sophie Marcus ist es gelungen, die 2013 aktuellen Hochwasserereignisse mit einer hübschen fiktiven Stadt (Jeetzeburg), sehr realistischen Charakteren mit Problemen, wie sie auch jede der Leserinnen im eigenen Leben haben könnte, viel Lebensweisheit und einem Schreibstil sprachlich dicht am echten Leben zu einer wundervollen Wohlfühlgeschichte zusammenzufügen.
Die Autorin hat hier gezeigt, dass ein Roman auch noch toll ist und nachhaltig wirkt, wenn man nicht auf allen Ebenen ein Happy End erzielt – so, wie das Leben eben ist ��
Ich habe diese Geschichte, die zeigt dass Zusammenhalt, Freundschaft, Anerkennung und Respekt sich jenseits von Alter, Generationsunterschieden, sozialem Status oder familiärer Situation abspielen können und sollten, wirklich sehr gemocht und vergebe hierfür – auch, wenn sie mal kleine Längen hatte – eine 5*****-Leseempfehlung.
Sollte die Autorin noch weitere Romane in diesem Genre schreiben, werde ich ganz sicher wieder etwas von ihr lesen.

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