Kein Sterbenswort

Roman

(6)
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Acht Jahre ist es her, dass David Becks Frau Elisabeth entführt und von einem Serienkiller ermordet wurde. Seither ist der Kinderarzt ein gebrochener Mann. Doch plötzlich scheint ihm jemand Botschaften von Elizabeth zuzuspielen: Dr. Beck erhält die Nachricht, dass seine Frau noch lebt. Man warnt ihn, kein Sterbenswort davon zu verraten, aber als das FBI auftaucht und David selbst des Mordes an seiner Frau verdächtigt, nimmt er die Suche nach ihr auf ...


Aus dem Amerikanischen von Gunnar Kwisinski
Originaltitel: Tell No One
Originalverlag: Delacorte
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-01062-1
Erschienen am  26. Januar 2009
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Spannend und voller Wendungen

Von: black nd beautiful

24.04.2019

Kein Sterbenswort ist ein weiterer Stand-Alone-Thriller aus der Feder von Harlan Coben und begeistert mit spannenden Wendungen und unvorhersehbaren Entwicklungen. Klappentext: Seit vor acht Jahren seine Frau Elisabeth von einem Serienkiller entführt und ermordet wurde, ist der Kinderarzt David Beck ein gebrochener Mann. Bis ihm jemand eine verschlüsselte Botschaft zuspielt. Daraus scheint hervorzugehen, dass seine Frau noch am Leben und das Verbrechen nie wirklich geschehen ist. Gleichzeitig warnt man ihn, kein Wort davon zu verraten. Doch als kurz darauf das FBI auftaucht und David selbst des Mordes an seiner Frau verdächtigt, bleibt ihm keine andere Wahl, als sich auf die Suche nach Elisabeth zu machen. Eine Suche, aus der bald eine lebensgefährliche Jagd wird… Rezension: Das Buch beginnt mit einem Prolog, der den Überfall von vor acht Jahren schildert. Viel erfahren wir hier aber nicht und somit ist von Beginn an unklar, was damals ganz genau geschah. Die eigentliche Handlung setzt dann acht Jahre später ein, einen Tag vor dem Jahrestag des schlimmen Vorfalls. An diesem Tag bekommt David die erste mysteriöse Mail, der noch weitere Botschaften folgen werden. Wie der Klappentext schon verrät, vermutet David dadurch, dass seine Frau noch lebt und beginnt Nachforschungen anzustellen. Dabei erzählt er selbst in der Ich-Perspektive, sodass wir ganz nah an ihm aber auch seinen Gedanken sind. Dadurch wird er als Protagonist sehr greifbar und man fiebert und fühlt mit ihm mit. Es gibt allerdings auch Kapitel aus der Sicht eines dritten Erzählers, die sich mit einer bestimmten Person, deren Familie und deren Firma befassen. Mehr möchte ich dazu nicht sagen, denn das wäre bereits zu viel. Es ist nämlich früh klar, dass alles irgendwie zusammenhängt. Die große Frage die lange offen bleibt, ist jedoch das Wie. Hier gelingt es dem Autor wieder geschickt falsche Fährten zu legen und überall Zweifel zu säen. David, und somit auch der Leser, weiß nie wirklich wem er trauen kann und wer in all die Lügen wie verwickelt ist. Dadurch ist die Spannung lange vor allem auf einem psychischen Level vorhanden. Als er dann jedoch selbst des Mordes an seiner Frau verdächtigt wird, nimmt auch die physische Spannung schnell an Fahrt auf. Harlan Coben konnte mich mit diesem Thriller wieder durchweg begeistern. Die Spannung war von Anfang bis Ende hoch, die falschen Spuren gut gelegt und das Ende schlüssig und stimmig. Klare Empfehlung! Eckdaten: Autor: Harlan Coben Verlag: Goldmann Preis: 9,99 € – Taschenbuch Seitenzahl: 352 ISBN: 978-3-442-48265-8 Weitere Formate: eBook

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Hauptstrang sehr gut - Rest schwach

Von: Krimisofa.com

14.04.2017

Ich bin der Überzeugung, dass jeder von uns ein oder mehrere dunkle Geheimnisse hat, die wir nie mit jemanden teilen würden, weil es uns unangenehm wäre. Das kann ein Hobby wie das Hören von fürchterlicher Musik sein oder auch etwas ganz Anderes. Doch manchmal gibt es Menschen, denen wir blind vertrauen, weil wir sie ewig kennen; wir würden ihnen alles erzählen – aber auch von unserem dunkelsten Geheimnis? David – der von allen eigentlich nur bei seinem Nachnamen Beck genannt wird – und Elisabeth aus Kein Sterbenswort sind genau solche Menschen wie oben beschrieben, sie kannten sich, seit beide sieben Jahre alt waren. Als sie 25 waren wurden sie getrennt, weil Elisabeth ermordet wurde; ermordet an ihrem Lieblingsort, dem Lake Charmaine. Heute, acht Jahre später, geht Beck immer noch trauernd durch die Welt, dabei hat er einen Hang zum Misanthropischen und wurde mir dadurch sofort sympathisch. Man wird sofort in die Geschichte von Kein Sterbenswort hineingeworfen, wofür ich Harlan Coben unendlich dankbar bin. Ich mag Prologe normalerweise nicht wirklich, weil man zu Beginn eines Buches nur wenig bis gar nichts mit dem dort Erzähltem anfangen kann, doch Coben macht es – für meine Begriffe – genau richtig; er erklärt auf den ersten Seiten des Buches den Sachverhalt, and that’s the story. Genau darum geht es dann in der restlichen Geschichte – und ich finde es so um Welten besser, als irgendwelche kryptischen Schilderungen, die man erst nach x Seiten oder gar erst am Ende versteht. Was mir auch sehr gut gefallen hat, war, dass der Ich-Erzähler Beck die Leser in die Geschichte miteinbezieht. Nicht dass man als Leser mitreden kann – gut, können schon, nur wird es die Geschichte nicht beeinflussen –, es ist eher so, dass Beck immer wieder ein „Sie wissen, was ich meine“ oder Ähnliches einwirft und man sich als Leser denkt „Ja klar, Mann“ – oder einfach nur mit dem Kopf nickt. Das gibt der Geschichte eine gewisse Dynamik. Aber vielleicht tut genau das der Geschichte auch nicht gut, denn neben dem Beck-Strang, der aufgrund Becks Geschichte und dem Miteinbeziehen des Lesers ziemlich persönlich ist , gibt es noch andere Stränge, die mich im Gegensatz zum Hauptstrang kalt ließen, wo man wenig bis gar nichts über die Charaktere erfährt, wo im Gegensatz dazu alles klinisch wirkt, wie in einem Krankenhaus – und ich mag keine Krankenhäuser, und genau so wenig mochte ich diese Stränge. Abgesehen davon – um gleich bei den negativen Aspekten zu bleiben – ist der Ausgang der Geschichte relativ früh klar und so wird man beim Showdown, der ohnehin eher unaufgeregt ist, nicht wirklich überrascht; dafür am Ende, wo es eine Wendung gibt, die ich nicht ganz nachvollziehen konnte, umso mehr. Fazit: Kein Sterbenswort ist eine packende Geschichte, die allerdings nicht immer weiß, wie sie den Leser packen soll und deshalb nicht zu hundert Prozent zu überzeugen weiß. Kann man lesen, muss man aber nicht gelesen haben.

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Vita

Harlan Coben wurde 1962 in New Jersey geboren. Nachdem er zunächst Politikwissenschaft studiert hatte, arbeitete er später in der Tourismusbranche, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Er hat bislang fünfzehn Thriller geschrieben, die in über dreißig Sprachen übersetzt wurden. Harlan Coben wurde als erster Autor mit den drei wichtigsten amerikanischen Krimipreisen ausgezeichnet, dem Edgar Award, dem Shamus Award und dem Anthony Award. Harlan Coben gilt als einer der wichtigsten und erfolgreichsten Thrillerautoren seiner Generation. Er lebt mit seiner Frau und seinen vier Kindern in New Jersey.

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