VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Kind 44 Leo Demidow 1
Thriller

Leo Demidow (1)

Kundenrezensionen (14)

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

€ 8,99 [D] inkl. MwSt.
CHF 11,00*
(* empf. VK-Preis)

eBook (epub) ISBN: 978-3-641-11146-5

Erschienen: 29.03.2013
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch, Taschenbuch

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Anmeldung

  • Info

  • Reihen

  • Vita

  • Pressestimmen

  • Video

  • Links

  • Service

  • Biblio

Dieser Spiegel-Bestseller »geht wirklich unter die Haut«. WDR 5

Moskau 1953. Auf den Bahngleisen wird die Leiche eines kleinen Jungen gefunden, nackt, fürchterlich zugerichtet. Doch in der Sowjetunion der Stalinzeit gibt es offiziell keine Verbrechen. Und so wird der Mord zum Unfall erklärt. Der Geheimdienstoffizier Leo Demidow jedoch kann die Augen vor dem Offenkundigen nicht verschließen. Als der nächste Mord passiert, beginnt er auf eigene Faust zu ermitteln und bringt damit sich und seine Familie in tödliche Gefahr …

Bestsellerautor Tom Rob Smith zur Verfilmung seines Debütromans “Kind 44”

Zum Interview über "Ohne jeden Zweifel"

Tom Rob Smith über seinen Bestseller »Kind 44«

Zur offiziellen Website des Autors

"Bespitzelung, Angst, Mord. Faszinierend."

KrimiWelt-Bestenliste

LEO DEMIDOW TRILOGIE

Leo Demidow

Bitte beachten Sie, dass zwecks Vollständigkeit ggf. auch Bücher mit aufgeführt werden, die derzeit nicht lieferbar oder nicht bei der Verlagsgruppe Random House erschienen sind.

Tom Rob Smith (Autor)

Tom Rob Smith wurde 1979 als Sohn einer schwedischen Mutter und eines englischen Vaters in London geboren, wo er auch heute noch lebt. Er studierte in Cambridge und Italien und arbeitete anschließend als Drehbuchautor. Mit seinem Debüt »Kind 44« gelang Tom Rob Smith auf Anhieb ein internationaler Bestseller. Der in der Stalin-Ära angesiedelte Thriller basiert auf dem wahren Fall des Serienkillers Andrej Chikatilo und wurde u. a. mit dem »Steel Dagger« ausgezeichnet, für den »Man Booker Prize« nominiert und bisher in 30 Sprachen übersetzt. Nach »Kind 44« und »Kolyma« schloss der Autor seine Trilogie um den Geheimdienstoffizier Leo Demidow mit dem Roman „Agent 6“ ab.

Weitere Informationen zum Autor und seinen Büchern finden Sie unter www.tom-rob-smith.de

"Bespitzelung, Angst, Mord. Faszinierend."

KrimiWelt-Bestenliste

"Ein umwerfender, brutaler und hochmoralischer Thriller."

NEON

„Packende Zeitgeschichte und ein monströses Serienverbrechen – schade, dass es schon zu Ende ist. Aber Lieblingsbücher liest man doppelt.“

Brigitte (02.06.2010)

"Ein starkes Stück. Unprätentiös geschrieben und gut recherchiert, das einem die eine oder andere schlaflose Nacht bereitet."

Schwäbische Zeitung (17.12.2011)

„Wer einen richtig spannenden Thriller lesen und dazu etwas über das Russland der 50er Jahre erfahren möchte, sollte ‚Kind 44‘ lesen.“

Nordsee-Zeitung (31.12.2011)

Aus dem Englischen von Armin Gontermann
Originaltitel: Child 44
Originalverlag: Simon & Schuster UK

eBook (epub), 512 Seiten

ISBN: 978-3-641-11146-5

€ 8,99 [D] | CHF 11,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Goldmann

Erschienen: 29.03.2013

  • Leserstimmen

  • Rezension verfassen

Mordermittlung in der Sowjetunion anno 1953

Von: Philipp Schneider  aus Waltrop Datum: 08.06.2015

Was Tom Rob Smith mit seinem Thriller "Kind 44", der bald in den Kinos laufen wird, bietet ist weniger eine außerordentliche Geschichte, als vielmehr ein Einblick in den Alltag und das Wesen der Sowjetunion, den es so bisher sicherlich noch nicht gab und der beängstigt, aber dennoch fesselt.

Erzählt wird in diesem ersten Teil einer Trilogie die Geschichte rund um die Mordermittlung des Geheimdienstlers Leo Demidow. Die Story beginnt kurz vor Stalins Tod im Winter 1953. Auf Bahngleisen in Moskau wird die grausam hingerichtete Leiche eines Kindes gefunden. Dass es sich dabei um einen Mord handelt, wird dem Leser schnell klar. Problem nur, dass es in der Sowjetunion Stalins keine Morde gibt. Und schon gar keine Serienmörder, denn Leo findet schnell heraus, dass in der ganzen Sowjetunion - von der heutigen Ukraine bis nach Wladiwostok - ähnlich hingerichtete Leichen auftauchen. Obwohl Leo treuer Staatsdiener ist und weiß, dass er sich nicht beliebt macht, wenn er beginnt zu ermitteln, nimmt er sich der Mordreihe an und beginnt zu ermitteln, bis er selbst zum Gegner des Staates und in die Provinz strafversetzt wird. Aber ohne sich beirren zu lassen, ermittelt Leo weiter und entdeckt Grausames.

Tom Rob Smith erzählt die durchaus spannende Geschichte um die Mordermittlung Leos, doch für den aufmerksamen Krimi- und Thrillerleser ist schnell klar, was vor sich geht und daher vermochte mich "Kind 44" weniger zu unterhalten, als vielmehr aufzuklären. Denn der eigentliche Verdienst Smiths ist der schonungslose Blick auf das System Stalin.

Daher eignet sich der Thriller auch nicht als angenehme Sonntagslektüre und für einen Strandurlaub. Dieses Buch erzählt von dem brutalen, intriganten, unfairen, angsteinflößenden Machenschaften des Staatsapparats der Sowjetunion: Unschuldige werden diffamiert, festgenommen, hingerichtet und zur Schau gestellt. Der Staat ist überall präsent, die Wände hören zu und man kann keine Geheimnisse haben. Orwells Ausspruch "Big Brother Is Watching You" bekommt hier eine ganz neue Bedeutung. Die Angst hingerichtet zu werden, ist omnipräsent. Maxim des gesamten Staats- und Ermittlungsapparats lautet: "Besser, zehn Unschuldige leiden, als ein Spion entkommt." Und "leiden" heißt nicht nur leiden, sondern oft auch sterben.

Und auch nur deswegen habe ich vier Sterne vergeben. Die Geschichte ist wenig überraschend und erinnert mehr an den üblichen Krimi/Thriller. Auch die Figuren waren nicht wirklich überzeugend und für mich auch nicht lebhaft, denn auch sie wirkten zu normal, zu schablonenhaft. Selbst die Beziehungskiste zwischen Leo und seiner Frau, die viel Raum einnimmt, ist nicht wirklich überzeugend. Die Geschichte an sich erinnert zu sehr an den 08/15-Krimi/Thriller. Der Background macht es!

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

ungewöhnlich gut

Von: der Michi Datum: 14.02.2017

www.seilerseite.de

Für gewöhnlich bemühen sich Thrillerautoren ihren Antagonisten möglichst ausgefallene Mordmethoden anzudichten, um den Leser neugierig auf die Motivation des Killers zu machen. Tom Rob Smith kann sich das ebenfalls nicht verkneifen, die eigentliche Stärke von "Kind 44" liegt allerdings eindeutig in der Atmosphäre und Epoche. Vom erschütternden Holodomor (der immer noch nicht weltweit als Völkermord anerkannt ist) bis hin zu den Veränderungen nach dem Tod Stalins zeichnet Smith ein finsteres aber weitgehend authentisches Bild einer Sowjetunion, die noch unter dem Eindruck der Säuberungsaktionen der kommunistischen Partei steht, deren Mantras Leo anfangs noch vor sich hinbetet. Ein Staat, der zu seiner Zeit besser und moderner als jeder andere sein wollte, aber hauptsächlich durch Terror und Verrat zusammengehalten wurde.

Da wäre es leicht, einen der üblichen Systemkritiker auf den Leser loszulassen, der von Anfang an den Staat als solchen hinterfragt, sich dagegen auflehnt und schließlich heldenhaft flieht oder wenigstens Reformen anstößt. Leo Demidow tut nichts dergleichen. Als Mitglied des Geheimdienstes MGB ist er selbst für Verhaftungen, Verhöre und ähnliches zuständig, teils aus Überzeugung, teils mangels Alternativen, aber immer mit der Gewissheit im Nacken, dass ihn selbst jederzeit irgendein missgünstiger Kolege ans Messer liefern könnte. Daher dauert es ein wenig, bis man für ihn wirklich Sympathie entwickelt, entsprechend viel müssen er und seine Frau Raisa dann aber auch durchmachen, bis der Mörder endlich gefasst ist.

Obwohl der Showdown etwas knapp abgehandelt wird, baut sich die Spannung doch über reichlich fünfhundert Seiten kontinuierlich auf. Da kann man es auch verschmerzen, dass nach dem packenden Prolog und einer Vorstellung Leos der eigentliche Fall erst einmal für knapp einhundertfünfzig Seiten kaum Thema ist. Trotzdem geschieht genug, um nie Langeweile aufkommen zu lassen, denn schon das Setting macht das Buch spannender als die meisten Konkurrenzprodukte. Aber selbst in Sachen Figurentwicklung und Dramaturgie macht Smith prinzipiell alles richtig. Aufmerksame Leser stellen vielleicht schon vor der finalen Konfrontation eine wichtige Parallele fest, die auf die Identität des Mörders schließen lässt, dennoch lohnt sich der Weg dorthin. Die Verhältnisse in den Verhörverliesen des MBG, in verwahrlosten Kinderheimen, Komunalkas und Wohnblöcken beschreibt der Autor lebendig genug, um seinem Werk eine einmalige bedrückende Atmosphäre zu verpassen.

Wer Thriller jenseits der üblichen Handlungsmuster mag, wird "Kind 44" mit Sicherheit mögen. Wer den Film schon wenigstens interessant fand, findet hier eine sehr viel bessere Version der Handlung, die sich nicht weniger spannend liest.

Originaltitel: "Child 44"
Seitenzahl: 509
Format: 12,6 x 18,8 cm, Taschenbuch
Verlag: Goldmann
Bonusmaterial: Literaturhinweise

Voransicht

  • Weitere Bücher des Autors