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Kokoro Roman

Kundenrezensionen (4)

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-19673-8

Erschienen: 26.09.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

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Zum 100. Todestag des Autors am 9. Dezember 2016

«Liebe ist ein Verbrechen!» Welches Geheimnis quält den alten, hochgebildeten Mann, der sich zu solchen Aussagen versteigt? Sein Gegenüber, ein unbedarfter Student, fühlt sich zu dem rätselhaften «Sensei» hingezogen und besucht ihn regelmäßig in Tokio. Doch trotz des offensichtlichen Wohlwollens wahrt der Alte Distanz. Hat die junge Frau des Sensei, eine schweigsame Schönheit, etwas mit dessen unerklärlichem Misstrauen zu tun? Erst in einem elegischen Abgesang offenbart sich schließlich, welch unaussprechliche Schuld auf dem Sensei gelastet hat. Dieser an feinen Nuancen reiche Roman gewährt tiefe Einblicke in das Lebensgefühl Japans an der Schwelle zur Moderne.

Erstmals mit Kommentar und mit überarbeiteter Übersetzung.

Rezension auf sandammeer.at

Rezension auf japanliteratur.net

Zum 100. Todestag von Natsume Soseki: kritische-ausgabe.de

«Diese Bibel der Verlorenheit von Soseki, dessen feinsinnig eleganter Sprachfluss und zart gepinselte Bilder so seltsam selig machen, … ganz leicht, ganz anmutig zu lesen…»

Berliner Zeitung, Mathias Schnitzler (26.11.2016)

Soseki Natsume (Autor)

Natsume Sōseki (1867–1916) begeisterte sich früh für klassische chinesische Literatur und Haiku-Dichtung. Er studierte englische Literatur, lebte zwei Jahre in London und unterrichtete schließlich an der Kaiserlichen Universität Tokio. Ab 1907 widmete er sich ganz dem Schreiben. Seine Romane gelten als die ersten modernen Werke in japanischer Sprache.

«Diese Bibel der Verlorenheit von Soseki, dessen feinsinnig eleganter Sprachfluss und zart gepinselte Bilder so seltsam selig machen, … ganz leicht, ganz anmutig zu lesen…»

Berliner Zeitung, Mathias Schnitzler (26.11.2016)

«Soseki lebt im kollektiven Gedächtnis seiner Nation als intellektuelle Vaterfigur weiter, als hellsichtiger und skeptischer Beobachter der Schmerzen, die die Moderne verursacht hat.»

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Irmela Hijiya-Kirschnereits (27.10.2016)

«Ein japanischer Klassiker in feiner, handlich leichter Neuausgabe. Thema indes schwermütig: Freundschaft, Einsamkeit und Entfremdung.»

ZEIT ONLINE, David Hugendick (08.12.2016)

«In Japan gilt er wirklich als der beliebteste Autor der japanischen Moderne. Es gibt eigentlich niemanden, der ihn nicht kennt.»

SWR 2, Buchkritik, Isabella Arcucci im Gespräch mit Katharina Borchardt (20.11.2016)

«Ein Meisterwerk. ... Natsume Soseki hat den Geist der ‹Meiji-Epoche› wie kein anderer zu fassen vermocht.»

NZZ, Katharina Borchardt (09.12.2016)

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Aus dem Japanischen von Oscar Benl

Mit Nachwort von Oscar Benl

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-19673-8

€ 19,99 [D] | CHF 24,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Manesse

Erschienen: 26.09.2016

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Eine interessante Geschichte über Hingebung, Gehemnissen und Veränderungen!

Von: Violetbooklady Datum: 07.01.2017

theworldofvioletbooklady.blogspot.de/



Cover: Ich hatte mich im Internet schlau gemacht und habe somit ein anderes Cover von diesem Buch gefunden - bei den unterschiedlichen Verlagsgruppen, waren es so einige Versionen, die ich gefunden habe - welches ich euch auf diesem Wege gerne zeigen möchte! In diesem Zusammenhang muss ich gestehen, dass ich das rechte Cover schon etwas schöner gestaltet finde. Wobei es so viele Versionen des Covers gibt, die ich nicht außer Acht lassen und euch ebenfalls zeigen möchte.



Wusstet ihr, dass es sogar einen Anime dazu gibt? Auf solche Bilder bin ich ebenfalls gestoßen, als ich im Internet nach den Cover-Versionen gesucht habe. Allerdings gefällt mir das schlichte, rot-weiße-Design des Covers, wobei mich das Bild der japanischen Dame ein wenig irritiert. Vergleiche ich es mit dem obrigen, rechten Bild, wirkt dieses im Gegensatz durchaus etwas neutraler. So kommt man gleich auf den Gedanken, was die jeweilige Dame, auf dem deutschen Cover, im Sinn haben könnte.
Dennoch hat das Bild einen gewissen Charme, während z.B. die Frisur von ihr, auf das alte Japan zurück zuführen ist. Das Bild stammt von Hashiguchi Goyô, ein japanischer Künstler, der westliche Maelerei studierte. Eben dieser wurde vom Autor selbst damit beauftragt, ua. die Gestaltung von einem anderen Cover seines Werkes zu übernehmen.



Das Buch: Die Geschichte wird stets in der Ich-Form und somit aus der Perspektive eines jungen Studenten beschrieben. Dieser trifft in den Sommerferien einen Mann, den er nur mit Sensei (jap. für Lehrer) anspricht. Zugleich ist bereits bei der ersten Begegnung eine gewisse Faszination zu merken, die der Student für den Sensei hegt. Die Bekanntschaft ist nicht nur von dieser Faszination geprägt, sondern lebt auch, von der Denkweise und den Anscihten, die der Sensei an den Tag legt und es somit schafft, den Student gewisser Weise, in seinen Bann zu ziehen. Eben dies fand ich merkwürdig, durchaus kommt es vor, dass man von einer fremden Person und dessen Ausstrahlung, für einen Moment fasziniert ist, doch dass es bei dem Student so weit gehen sollte, sollte mir als Leserin schleierhaft sein.
Tortzdem wirkt der Sensei nicht uninteressant, wobei vieles an ihm einen normalen Eindruck zu machen scheint. So lebt dieser z.B. mit seiner Frau zusammen und hat keine Kinder - dennoch scheint es vieles zu geben, das von dem Sensi im Verborgenen gehalten wird und eben dies steigert die Spannung! Während ich zu Beginn nicht verstand, dass der Sensei solch eine Wirkung auf den Student hat, verstand ich es Kapitel für Kapitel besser. Auf den Schultern des Sensei liegt eine schwere Last, die im ersten Teil der Geschichte noch um ein Geheimnis gehüllt ist - aber im zweiten Teil Stück füt Stück gelüftet wird. Darauf möchte ich in dieser Rezension jedoch nicht all zu genau eingehen - um mögliche Spoiler zu verhindern.
Doch so sorgen diese Eindrücke dafür, dass der Sensei besser verstanden wird, was mir sehr gefallen hat. So bezieht sich die Aufmerksamkeit nicht nur selbst auf den Protagonistein. Selbst damit soll es nicht genug sein - wobei ich nicht davon ausging, dass dies übertroffen werden könnte. In dieser Geschichte erfährt man - durch ein Ereignis - die Modernisierung Japans. Doch zu welchem Preis kommen die neuen und alten Werte zur Geltung? Dies werdet ihr selbst herausfidnen müssen.
Durchaus hatte ich das Gefühl, dass ich mehrere Kapitel brauchen werde, um mich an dem Schreibstil zu gewöhnen, doch da es sich um ein recht altes Werk handelt, ist es mit einem alten Schatz gleich zusetzen. In dem Schreibstil verbergen sich viele Emotionen, die den Leser sowohl durch den Protagonisten als auch durch den Sensi erfassen werden. Eine Überraschung für sich, wie ich es empfand!

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Fazit


Ich hätte nich gedacht, dass eine Begegnung so interessant sein könnte und von vieles geprägt wird. Die Geschichte ist zugleich faszinierend, wie die Charaktere selbst - während Natsume eindeutig mit seinem Schreibstil überzeugt. Zwar erscheinen natürlich auch die einen oder anderen japanischen Wörter aber dies sollte nicht abschreckend sein, da sich in diesem Buch auch die passende Übersetzung zu dem jeweiligen Wort befindet. Vielleicht kommt euch auch das eine andere bekannt vor.
Kokoro war für mich eine interessante Geschichte über Hingebung, Geheimnisse und Veränderungen, sowohl auf dem Menschen als auch auf seine Umgebung bezogen. Nehmt euch die Zeit für dieses Werk und lasst euch in Natsumes Bann ziehen!

Tiefe Einsamkeit

Von: Bookmarked Datum: 28.12.2016

https://www.youtube.com/channel/UCg_sMJXzJM2P-1q6-3APMKg

„Kokoro“ ist ein spätes Werk des japanischen Schriftstellers und ein bekannter Klassiker der japanischen Literatur.

Inhalt:
Ein Student (aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird) freundet sich mit einem älteren Mann an, den er bewundernd Sensei nennt (So werden in Japan Menschen angeredet, die einem selbst an Weisheit und Erfahrung überlegen sind / zu denen man aufschaut). Der Sensei lebt zurückgezogen mit seiner Frau in Tokyo, geht keiner Arbeit nach, weil er über ausreichend finanzielle Reserven verfügt und scheint ein schweres Geheimnis zu verbergen, welches ihn nachdenklich und verschlossen macht. Die beiden werden sehr ungleiche Freunde, der Protagonist verbringt immer mehr seiner Zeit in Gesellschaft des Sensei und möchte unbedingt erfahren, welche große Schuld in der Vergangenheit seines Idols liegt. Dabei merkt er nicht, welchen Fehler er in seinem eigenen Leben begeht.

Meinung:
Die Erzählweise unterscheidet sich stark von westlicher Literatur, weswegen es ein wenig dauerte bis ich in der Geschichte gefangen war. Die poetischen Beschreibungen, ungewöhnlichen Vergleiche und der große Wortschatz konnten mich hingegen sofort begeistern.
Die Geschichte entwickelt sich sehr sacht und wirkt zu Beginn fast belanglos, da lediglich die langsame und fast einseitige Entwicklung einer Freundschaft beschrieben wird. Tatsächlich wird die Wichtigkeit und Genialität dieses Aufbaus erst durch die große Enthüllung am Ende des Buches deutlich. Dadurch ist auf den letzten Seiten des Buches die ganze Tragweite der Geschichte auf mich eingebrochen und hat mich zu Tränen gerührt.
Über der ganzen Geschichte liegt eine tiefe Traurigkeit und nachdenkliche Stimmung, die ich sehr mochte. Es geht um tief empfundene Einsamkeit, um Menschen die es nicht schaffen offen mit ihrer Umgebung zu kommunizieren und dadurch ihre Lage zu ändern und um Fehler in der Vergangenheit, die auch die Zukunft dieser Menschen zerstören.

Fazit:
Eine leise aber eindringliche Geschichte, die trotz ihres ruhigen und langsamen Erzählstils tief berührt. Eine absolute Leseempfehlung.

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