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Karl Ove Knausgård über die Entdeckung des Lebens.

Es ist eine Zeit des Umbruchs und der Veränderungen. Das Abitur hat er in der Tasche, die Eltern haben sich getrennt, die Begegnungen mit dem Vater sind spannungsgeladen, die ersten Schritte hinein in ein selbstbestimmtes Leben begleitet von Alkoholräuschen, die der junge Karl Ove in seiner Not immer öfter sucht, weil er diese mit einem Gefühl von Freiheit verbindet – verheißen sie ihm doch Befreiung von all den Komplexen, Unsicherheiten und Nöten, die ihn plagen und noch lange Jahre plagen werden. Lebenslust sieht anders aus.

Unschlüssig, was er mit seinem Leben beginnen soll, beschließt Knausgård ein Jahr als Aushilfslehrer an eine Dorfschule nach Nord-Norwegen zu gehen. Dabei wird er nicht nur mit Schülern konfrontiert, die ihn verständlicherweise als Autoritätsperson nicht ernstnehmen, sondern auch mit einer überwältigenden, für ihn ebenso neuen wie faszinierenden Natur. Bald bildet sich ein Lebensmuster heraus. Den Job erledigt er mit möglichst wenig Aufwand, danach versucht er sich mittels Schreibversuchen an der Etablierung einer Autorenidentität. An den Wochenende wird hemmungslos getrunken, wobei die älteren Kollegen keinerlei Versuche machen, ihren jugendlichen Aushilfslehrer zu mäßigen. Statt dessen trinken sie mit. Am Ende des Jahres steht die Rückkehr in südlichere Regionen an – und die Aufnahme an der neu gegründeten Akademie für Schreibkunst in Bergen ...

Was war das für ein Jahr? Und inwiefern ist es exemplarisch für andere Anfänge? Für unseren Start ins Erwachsenenleben? Wer Knausgård liest, wird schnell gefangengenommen von eigenen Erinnerungen, die Fragen aufwerfen, die weit über eine gewöhnliche Lektüre hinausgehen.

"Karl Ove Knausgård ist einer der radikalsten Schriftsteller der Gegenwart."

Richard Kämmerlings / Die Welt (22. Juni 2014)

Aus dem Norwegischen von Ulrich Sonnenberg
Originaltitel: Min Kamp IV
Originalverlag: Forlaget Oktober as
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-10207-4
Erschienen am  23. Juni 2014
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Das autobiographische Projekt

Leserstimmen

Keiner schildert das Leben in seiner Einfachheit so bedeutsam wie Knausgard

Von: Isa

23.02.2016

Bereits das Buch 'Spielen' von Karl Ove Knausgard hatte mich fasziniert; dieses Buch nimmt mich beim Lesen ebenso in Beschlag. Es ist kein Buch, das man 'mal eben so nebenher' durchliest, sondern ein Werk, das einen ganz einnimmt. Jedenfalls ging es mir so: die Passagen nehme ich mit in meinen Alltag. Denke über das Geschriebene nach und komme daraus in meinem eigenen Leben an. Für mich ist Karl Ove Knausgard einer der besten Autoren überhaupt und das Buch ein tolles Geschenk für alle Leser, die ein Buch nicht nur als Zeitvertreib sehen.

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Karl Ove Knausgard: Leben

Von: Marina Büttner

27.07.2015

Knausgards 6-bändiges autobiografisches Werk ist ein enormes Unterfangen. Der Band “Leben” ist eigentlich nicht der erste, aber der erste, den ich las. Man kann getrost mit jedem der Bände beginnen, denn man wird ohnehin noch alle anderen lesen… Ziemlich unerklärlich, wie er es schafft einen so in den Bann zu ziehen. Denn er erzählt eine zunächst einmal nicht allzu ungewöhnlich erscheinende Lebensgeschichte. Auch die Sprache ist keine hochliterarische. Und dennoch gelingt es ihm, einen so in seine Geschichten zu verwickeln, dass man nicht losgelassen wird und den 600-seitigen Band ohne Anstrengung, gar mit großem Genuß verschlingt. “Leben” beginnt, als Karl Ove als 19jähriger nach Nordnorwegen geht, um in einer Dorfschule zu unterrichten. Er, der selbst gerade erst das Abitur hinter sich hat, will in diesem einen Jahr eigentlich vor allem Zeit finden, um in Ruhe zu schreiben. Dennoch gibt es genügend Ablenkung. Zwischen Unterricht, alkohollastigen Parties, Besuchen der halben Dorfbevölkerung und verlockenden Schülerinnen, beginnt er Geschichten zu schreiben und es entsteht die Idee, Schriftsteller zu werden. Zwischendurch gibt es Rückblenden in die eigene Schulzeit kurz vor dem Abitur: Seine Eltern haben sich getrennt, er lebt bei seiner Mutter, mit dem Vater versteht er sich nicht so gut. Mit seinem besten Freund zieht er durch die Stadt, unterhält sich über Musik und natürlich über Mädchen. Er sehnt sich nach dem “ersten Mal”. Er beginnt für eine Zeitung über neueste Schallplatten zu schreiben. Parties werden gefeiert, Alkohol fließt in Strömen und der Leser fragt sich (ich zumindest), wie er trotz scheinbar dauernder Trunkenheit dann doch irgendwie das Abitur schafft… Am Ende seines Jahres im Norden hat sich Karl Ove schriftstellerisch weiterentwickelt, er bekommt die Möglichkeit in Bergen ein Schreibstudium zu beginnen (und wird in den Sommerferien den ersten “richtigen Sex” haben. Endlich!). So endet das Buch erfreulich für Protagonist und Leser. Und die Geschichte geht zum Glück weiter…in Kürze erscheint der Anschlußband “Träumen”, wo es in Bergen mit dem Schreiben (und Leben) weitergeht…ich bin gespannt! Bisher sind in deutscher Sprache erschienen: Sterben, Lieben, Spielen und Leben.

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Vita

Karl Ove Knausgård wurde 1968 geboren und gilt als wichtigster norwegischer Autor der Gegenwart. Die Romane seines sechsbändigen, autobiographischen Projektes wurden weltweit zur Sensation. Sie sind in über 30 Sprachen übersetzt und vielfach preisgekrönt. 2015 erhielt Karl Ove Knausgård den WELT-Literaturpreis, 2017 den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur. Er lebt mit seiner Familie an der schwedischen Südküste.

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Ulrich Sonnenberg

Ulrich Sonnenberg, geboren 1955 in Hannover, arbeitet als freier Übersetzer und Herausgeber in Frankfurt/Main. 2013 erhielt er den Übersetzerpreis des Staatlichen Dänischen Kunstrats.

zum Übersetzer

Zitate

"Die Wucht seiner Bücher hat mit der elementaren Kraft ihrer zeitlichen Ausdehnung zu tun. Sie sind Langstreckenläufer, sie suchen keine Abbkürzungen, um zum Ziel zu kommen."

Ijoma Mangold / DIE ZEIT (03. Juli 2014)

"Man kann diesen vierten Band als Coming-of-age-Roman lesen, und man stellt wieder und wieder fest, mit welcher Zärtlichkeit Knausgård das Leben betrachtet."

Thomas Andre / Spiegel Online (20. Juli 2014)

"Knausgårds narzisstischer und empathischer, egomaner und gütiger Umgang mit sich selbst und anderen strebt im besten menschlichen, unvollkommenen Sinne nach Wahrhaftigkeit."

Birgit Schmitz / taz (26. Juli 2014)

"Es hat auch bei mir funktioniert. Die Droge hat angeschlagen -und es fällt mir nicht leicht zu sagen, welche Wirkstoffe da am Werk sind."

Ijoma Mangold / DIE ZEIT (03. Juli 2014)

"Wie man aus dem bloßen Entlangschreiben am Leben große Erinnerungskunst macht, das demonstriert Karl Ove Knausgård gerade so radikal und anschaulich wie kein anderer Schriftsteller.

Gerrit Bartels / Der Tagesspiegel (06. Juli 2014)

"Achtung Suchtgefahr."

Thomas Andre / Berliner Morgenpost (04. Juli 2014)