Letzter Ausweg Tempelhof

Alexandra Gode 2
Ein Berlin-Krimi

(2)
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Die Berliner Polizei wird zu einem tristen Tatort gerufen. In einem Flüchtlingsheim in Tempelhof wurden zwei Leichen gefunden: ein kleines Mädchen, das erstickt wurde, und eine junge Frau, die sich erhängt hat. Die anfängliche Vermutung, dass die Mutter zunächst ihr Kind und dann sich selbst umgebracht hat, wird durch die Rechtsmedizin bestätigt. Aber wo liegt das Motiv? Kommissarin Alexandra Gode und ihr Kollege Lepke kommen einem besonders perfiden Fall von Zwangsprostitution auf die Spur. Doch ihre Ermittlungen werden von oberster Stelle boykottiert. Denn in die Sache sind auch der Polizeipräsident und der Innenminister verwickelt …

»Berührender Kriminalroman mit authentischer Hauptfigur, die Stellung bezieht.«

TV für mich über »Engel der Erlösung« (11. Januar 2018)

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ISBN: 978-3-641-20201-9
Erschienen am  15. April 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Harter Großstadtkimi voll Trauma und Gewalt

Von: Eva Krafczyk

20.06.2019

er auf leichte Spannungskost steht und harmoniebedürftig auf ein happy end für die Gerechtigkeit wartet, ist mit Hilkje Hänels Berlin-Krimi "Letzter Ausweg Tempelhof"nicht richtig bedient. Hier geht es hart und düster zu wie sonst vor allem in skandinavischen Krimis. Depremierend ist schon der erste Mordfall, zu dem das Team des Berliner LKA gerufen wird: Zwei tote Flüchtlingskinder und ihre erhängt aufgefundene Mutter. Alles weist auf einen erweiterten Suizid hin, der in der tristen Flüchtlingsunterkunft in einer Halle auf dem früheen Flughafen Tempelhof stattgefunden hat. Ermittlungschef Lepke steht vor einem Rätsel: warum hat die Frau, die schon so viel durchgestanden hat, an einem Ort ihr Leben beendet, an dem sie nach geglückter Flucht auf einen Neuanfang hoffen konnte? Weitere tote Kinder und tote Frauen werden im Verlauf von "Letzter Ausweg Tempelhof" die Ermittler beschäftigen. Alexandra Gode, gerade erst wieder nach einem langen Krankenhausaufenthalt als Folge der Begegnung mit einem psychopatischen Killer zurück in den (Innen-)Dienst gekehrt, kann so einen Fall eigentlich nicht gebrauchen: Sie soll den traumatischen Vorfall - offenbar Inhalt des Vorgängerbandes - mit Hilfe eines Psychologen verarbeiten. Ihre mütterliche Freundin, die ihr den Weg zur Kripo geebnet hat, ist unerwartet gestorben, ihre Freundin ist offenbar auf Tauchstation gegangen. Statt dessen fühlt sich Gode beobachtet und verfolgt. Da ist es um so frustrierender, wenn die Ermittlungen ins Leere laufen. Tote oder schweigende Zeugen, ein zweifelhafter Sicherheitsdienst mit Rechtsttendenzen und ausländerfeindlichen Sprüchen ausgerechnet in der Flüchtlingsunterkunft, Gerüchte über sexuelle Gewalt, über verschwundene Frauen und Kinder. Allzu viel geht schief, ohne dass die Ermittler Fortschritte machen. Statt dessen gibt es plötzlich Einmischung von ganz oben, in Form des Leitenden Oberstaatsanwalts und des Innensenators.... Spröde, düster und gewalttätig geht es zu in diesem Krimi, bei dem die Autorin offenbar nicht dem Drang widerstehen konnte, einiges dermaßen auf die Spitze zu treiben, dass es ein bißchen zu viel des Guten wurde, um noch glaubwürdig zu wirken. Da wäre weniger mehr gewesen, oder vielleicht ein bißchen gründlichere Recherche über den Geheimnisdrang in Pädophilen-Netzwerken. Ähnlich ist es mit der Person von Alexandra Gode, die von klein auf ein solch gerütteltes Maß an Schicksal und Gewalt abbekommen musste, dass sie zur Mutter aller Schmerzen gerät. Und das alles nur, um den Label toughe Großstadtpolizistin zu erhalten? Diese Detektivin wirft eher die Frage auf, wie sie im realen Leben jemals die psychologischen Einstellungstests für die Polizei bestanden hat. Da ist die Phantasie mit der Autorin ein bißchen durchgaloppiert. Wer sich daran nicht stört, kann sich an spröder Großstadtprosa und einem trotz aus meiner Sicht unnötiger Überdramatisierung über einen spannenden Plot zu einem aktuellen Thema freuen.

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Gewalt, Zwangsprostitution und rechte Szene

Von: Franziska_J

19.06.2019

Berlin. Im Flüchtlingsheim Tempelhof werden die Leichen einer jungen Frau und ihrer Tochter gefunden. Der Tathergang scheint eindeutig: Die Mutter tötete zuerst ihr Kind und anschließend sich selbst. Doch das Motiv bleibt unklar. Die Polizei tippt auf eine Verzweiflungstat, doch dann tauchen die nächsten Leichen von Kleinkindern auf, die in dem gleichen Flüchtlingsheim lebten. Die Kommissarin Alexandra Gode und ihr Kollege Lepke, die man bereits aus Hilkje Hänels erstem Krimi Engel der Erlösung (2017) kennt, ermitteln wieder. Jedoch erweisen sich die Untersuchungen dieses Mal als besonders schwierig, da sie von Polizeipräsident und Innenminister höchstpersönlich boykottiert werden. Die beiden Ermittler kommen einem besonders skrupellosen Fall von Zwangsprostitution auf die Schliche und plötzlich tauchen erschütternde Videos auf, die beweisen, dass sie niemandem mehr trauen können, nicht einmal ihren eigenen Kollegen… Mit Letzter Ausweg Tempelhof liefert Hänel einen rasanten Krimi, der trotz seines fiktionalen Charakters eine ganze Reihe von Missständen im Asylrecht und im Umgang mit Flüchtlingen anprangert. „Fünfhundert Menschen in einer Halle! Das war ganz sicher nicht das ersehnte Ende einer langen Flucht. Es war nur eine weitere Station der Verzweiflung. Und wenn nicht jegliche Hoffnung schon längst gestorben wäre, die Neonröhren und ihre Ausweglosigkeit würden ihr Übriges tun.“ Die Autorin gibt an, dass dieser Krimi aus der Wut und Trauer über die Verbrechen entstanden sei, die täglich in anderen Ländern, aber auch vor unserer Haustür stattfinden. Sie sei fassungslos, wenn sie sehe, wie „Rassisten und Faschisten in hohen Ämtern über andere Menschen entscheiden und urteilen, wie sie Grenzen schließen, Mauern bauen und an dem Leid anderer verdienen.“ Diese Fassungslosigkeit vermag sie mit ihren detaillierten Beschreibungen der Zustände in Flüchtlingsunterkünften auch beim Leser hervorzurufen. Über die ganze Erzählung legt sich so eine Atmosphäre der Hoffnungslosigkeit, der Verzweiflung und der Gewalt. Mit Alexandra Gode hat Hänel eine starke weibliche Hauptprotagonistin geschaffen. Obwohl die Kommissarin bei ihrem letzten Fall nur knapp dem Tod entkommen ist und noch immer mit den Erinnerungen an die erlittene Folter zu kämpfen hat, ermittelt sie mit vollem Einsatz in diesem nervenaufreibenden Fall und kämpft sich zurück ins Leben. Jedoch bringt sie sich dabei erneut in lebensbedrohliche Gefahr. Auch sonst schafft es Hänel durch eine sukzessive Informationsvergabe, die Personen bis zum Schluss interessant bleiben zu lassen. So gibt es nicht nur in Bezug auf die Mordfälle immer wieder spannende Wendungen, sondern auch die Personen selbst sorgen immer wieder für Überraschungen. Schade ist nur, dass die Erzählung sehr abrupt endet und der Leser mit vielen offenen Fragen zurück bleibt.

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Vita

Hilkje Charlotte Hänel, geboren 1987, hat ihr Psychologiestudium nach nur 14 Tagen abgebrochen und stattdessen begonnen, Texte fürs Theater zu schreiben. Später hat sie Englische Literatur und Philosophie in Göttingen, Berlin, Sheffield und Boston studiert. Heute lebt sie wieder in Berlin. Mit ihrem Kriminalroman »Engel der Erlösung« hat sie die Reihe um die junge Berliner Hauptkommissarin Alexandra Gode begonnen.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Der erste Krimi der Berlinerin Hilkje Hänel ist eine echte Entdeckung und weckt die Vorfreude auf weitere spannende Fälle!«

Wasserburger Zeitung über »Engel der Erlösung«

»Extrem Spannend!«

IN – Leute, Lifestyle, Leben über »Engel der Erlösung«

»Ein starker, ein eindringlicher Roman, sofern man denn noch nicht des Flüchtlingsthemas gänzlich überdrüssig geworden ist.«

Krimi-Couch.de (23. Juli 2019)

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