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Libellen im Kopf Roman

Kundenrezensionen (31)

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-17064-6

Erschienen: 14.11.2016
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Das Leben hat seine Höhen und Tiefen. Die Kunst ist es, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Alles begann, wie es manchmal eben so ist, mit einem toten Mann. Er war ein Nachbar – niemand, den Abby gut kannte, dennoch: Einen Verstorbenen zu finden, wenn man sich nur gerade eine Dose Tomaten fürs Abendessen ausleihen möchte, ist doch ein bisschen schockierend. Oder sollte es jedenfalls sein. Zu ihrem eigenen Erstaunen ist Abby von dem Ereignis zunächst seltsam ungerührt, aber nach diesem Mittwochabend gerät das fragile Gleichgewicht ihres Lebens immer mehr ins Wanken, und Abby scheint nichts dagegen unternehmen zu können …

Wussten Sie, dass der Ehering von Gavin Extence aus einem Meteoriten gefertigt wurde? Zum Interview

»Dieser Roman ist ein großer Wurf, eine bewegende, feinfühlig geschriebene Lektüre, die dazu noch unterhaltsam ist.«

Hamburger Morgenpost (22.12.2016)

Gavin Extence (Autor)

Gavin Extence, geboren 1982, wuchs in der englischen Grafschaft Lincolnshire in einem kleinen Dorf mit dem interessanten Namen Swineshead auf. In seiner Kindheit machte er eine kurze, aber glanzvolle Karriere als Schachspieler; er gewann zahlreiche nationale Turniere und reiste nach Moskau und St. Petersburg, um sich dort mit den besten jungen Denkern Russlands zu messen. Er gewann nur ein Spiel.

Mit seinem Debütroman »Das unerhörte Leben des Alex Woods« schrieb er sich in die Herzen von Lesern und Kritikern gleichermaßen. Der Roman wurde in Großbritannien mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, eroberte auch in Deutschland die Bestsellerliste und gehört zu den meistempfohlenen Büchern 2014. Sein lang erwarteter zweiter Roman »Libellen im Kopf« erscheint im November 2016 im Limes Verlag.

Heute lebt Gavin Extence mit seiner Familie in Sheffield.

»Dieser Roman ist ein großer Wurf, eine bewegende, feinfühlig geschriebene Lektüre, die dazu noch unterhaltsam ist.«

Hamburger Morgenpost (22.12.2016)

»Behutsam und authentisch befasst sich der Roman mit dem Thema bipolare Störung.«

Gute Freizeit (06.01.2017)

»Gavin Extence beschreibt […] mit viel Humor und Witz und dabei doch sehr klar und eindringlich.«

Aachener Zeitung / Aachener Nachrichten (28.03.2017)

»Eine hinreißend ehrliche Geschichte, die den Leser von der ersten bis zur letzten Seite in ihren Bann zieht.«

S-Takt Dresden (01.04.2017)

Aus dem Englischen von Alexandra Ernst
Originaltitel: The Mirror World of Melody Black
Originalverlag: Hodder & Stoughton, London 2015

eBook (epub), 27 s/w Abbildungen

ISBN: 978-3-641-17064-6

€ 15,99 [D] | CHF 19,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Limes

Erschienen: 14.11.2016

  • Leserstimmen

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Zum Nachdenken! Vorsicht Spoiler

Von: katrini Datum: 03.05.2017

https://katrinisite.wordpress.com

Gavin Extence bringt mit seinem zweiten Roman „Libellen im Kopf“ ein sehr emotionales und persönliches Werk heraus. Der Roman hinterlässt Spuren und regt zum Nachdenken an. Er beschäftigt sich nämlich mit einem Thema, das in unser heutigen Gesellschaft gleichzeitig präsent wie auch leicht verpönt ist.

Die Protagonistin Abby erkrankt an einer psychischen Störung, sie ist manisch-depressiv. Auslöser ihrer bipolaren Störung in ihrem Leben ist das unerwartete Auffinden der Leiche ihres Nachbars.

Weiterlesen? Auf meinem Blog findest du die vollständige Rezension unter diesem Link:
https://katrinisite.wordpress.com/2017/05/03/libellen-im-kopf/

Jeder lebt in seiner eigenen Welt

Von: Frau Goethe Datum: 14.11.2016

https://www.facebook.com/fraugoetheliest

Abby will sich nur schnell eine Dosen Tomaten von ihrem Nachbarn borgen. Dieser harmlose Wunsch löst eine Reihe von Folgen aus, die niemand vorhersehen konnte. Als sie bei Simon klingeln will, fällt ihr die offene Tür auf. Sie geht in die fremde Wohnung und findet ihren Nachbarn tot im Sessel. Statt sofort den Notarzt zu rufen, überlegt sie eine Zigarettenlänge, was zu tun ist. Ihrem Freund Beck erzählt sie anschließend unaufgeregt von ihrer Entdeckung und erklärt sich ihr Verhalten damit, dass sie Simon nicht gut kannte. Als Journalistin berichtet Abby darüber in einem persönlichen Zeitungsbericht, der negative Reaktionen hervorruft. Auch ihre Schwester bemerkt die Veränderungen von Abby und empfiehlt ihr, mit ihrer Therapeutin zu sprechen.

Was wie das Ende einer Geschichte klingt, ist allerdings erst der Anfang. Gavin Extence kreiert in seinem Roman nach „Das unerhörte Leben des Alex Woods“ erneut eine außergewöhnliche Situation, mit der seine Protagonistin zurecht kommen muss. Dabei werden alle Arten von Emotionen angesprochen. Aus Abbys sicht erlebt der Leser ihre Gefühlsschwankungen mit. Was zunächst alltäglich aussieht, lässt uns beim zweiten Blick aufhorchen. Abbys Erzählung und das Verhalten ihres nächsten Umfelds wollen nicht recht zueinander passen. Als Journalistin bekommt sie zwar Aufträge, wie es üblich ist, aber man kann schon merken, dass es sie große Mühe kostet, ihren Job souverän zu erledigen. Ebenfalls in den Gesprächen mit ihrer Schwester und ihrem Freund erkennt man Differenzen zwischen dem Gesagten und Abbys Erinnerungen.

Das gesamte Bild setzt sich aus vielen Mosaiksteinen zusammen und lässt einen Blick auf einen Menschen zu, der psychisch erkrankt ist. Der Auslöser ist hier eindeutig das Auffinden des toten Nachbarn, der die Symptome schneller hervortreten lässt. Da die Geschichte hier ihren Anfang hat, ahnt der Leser nichts von Abbys bisherigem Schicksal. Die Perspektive macht deutlich, wie sie sich selber sieht. In ihrer Welt lassen sich die Probleme noch durch ein paar Worte lösen. Leider ist das nicht so. Abby wird stationär eingewiesen und lernt, Verantwortung für sich zu übernehmen. Dass diese Beschreibungen nicht aus der Luft gegriffen sind, wird im Nachwort deutlich.

Die Charaktere sind detailliert gezeichnet, sodass man auch die kleinsten Stimmungen zwischen den Zeilen nachfühlen kann. Durch die Ich-Form kommt man sehr nah an Abby heran und ist ihr natürlich am meisten verbunden. Aber auch Beck kann Empathie gewinnen, da er mit dem Auswirkungen am meisten getroffen ist. Das Leben in der Klinik wird vor allem von der aufkommenden Freundschaft zu einer weiteren Patientin dominiert. Hier verlangt der Autor viel von seinen Lesern, da die Gespräche der beiden eine Welt beschreiben, die den meisten verschlossen bleibt. Alles passt mit den Tabus und sensiblen Themen zusammen und lässt das Buch spannend wie ein Krimi werden. Der flüssige Erzählstil rundet das Leseerlebenis weiter ab. Der britische Autor hat bereits mit seinem Debüt ein hohes Niveau vorgelegt, das er mit seiner zweiten Veröffentlichung mühelos halten konnte. „Libellen im Kopf“ ist wieder ein Lesetipp.

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