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Liebe Schwester Roman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-13100-5

Erschienen: 14.07.2014
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch

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Nach dem Tod ihres Mannes sucht Marie Sullivan den Kontakt zu Floss, ihrer Tochter, und Lolly, der Stieftochter, die sie nie richtig verstand. Floss kommt nach Hause, um sich selbst zu finden, doch dann stürzt sie sich in ein Verhältnis zu einem frisch geschiedenen Mann, der zerrissen ist zwischen ihr und seiner kleinen Tochter. Lolly, die nie wirklich hineinpassen wollte in diese Familie, lebt zusammen mit ihrem Sohn und ihrer alten High-School-Liebe. Als sie sich Hals über Kopf in einen anderen Mann verliebt, merkt sie plötzlich, wie wichtig ihre eigentlich so ungleiche Schwester für sie ist …

Jill Sooley (Autorin)

Jill Sooley ist in Mount Pearl, in der kanadischen Provinz Neufundland aufgewachsen. Sie hat Englisch sowie Politik- und Kommunikationswissenschaften studiert. Bevor sie nach New York ging, um dort bei einer PR-Agentur zu arbeiten, war sie in der Öffentlichkeitsarbeit der Regierungen von Neufundland und Labrador tätig. Heute lebt sie mir ihrer Familie auf Long Island und widmet sich verstärkt dem Schreiben. Ihr erster Roman "Die Witwen von Raradise Bay" wurde erfolgreich verfilmt.

Aus dem Englischen von Astrid Mania
Originaltitel: Baggage
Originalverlag: Breakwater Books

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-13100-5

€ 8,99 [D] | CHF 11,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

Erschienen: 14.07.2014

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Jeder trägt sein Päckchen

Von: Frau Goethe Datum: 29.07.2015

https://www.facebook.com/fraugoetheliest

Marie und Ray lernen sich kennen, als beide schon eine Tochter haben. Marie hatte Florance, genannt Floss, nach der Scheidung von ihrem alkoholkranken Ex alleine aufgezogen. Rays erste Frau verstarb früh, sodass er mit Lolly allein zurückblieb. Die vier bilden eine ungleiche Patchworkfamilie, in der jeder um seinen Platz kämpft. Die beiden Mädchen vertragen sich kaum, Marie leidet darunter, dass sie diese Streitereien nicht beilegen kann und Ray fühlt sich den Ansprüchen der Familie nicht gerecht. Immer wieder stellt sich dem Ehepaar die Frage, wer bevorzugt wird und ob man Liebe nicht doch lernen kann.

Vier Jahre nach Rays Tod kommen die drei wieder zusammen und lernen sich neu kennen. In Rückblicken wird die Familiengeschichte erzählt und gleichzeitig kann der Leser den heutigen Gegebenheiten folgen. Schnell wird deutlich, dass die drei Frauen viel mehr gemeinsam haben, als zunächst angenommen wurde.

Jill Sooley stellt in ihrem zweiten Roman drei Frauen vor, denen im Leben bisher nichts geschenkt wurde. Jede von ihnen musste Verluste hinnehmen und ist auf der Suche nach Zufriedenheit. Marie und ihre Stieftochter Lolly wohnen zusammen, haben aber kein inniges Verhältnis. Lolly hat sich vom Vater ihres dreijährigen Sohnes getrennt und muss sich ihr Leben gerade neu einrichten. Floss kehrt nach drei Jahren aus Calgary zu ihrer Mutter zurück. Die junge Frau scheint verschlossen und etwas mürrisch zu ihrer Umwelt. Als sie sich in den frisch geschiedenen Vater einer kleinen Tochter verliebt, ahnt sie, was seinerzeit in ihrer Mutter vorging, als diese mit Ray zusammen kam.

Die drei Frauen wechseln sich in der Erzählung ab. Die wechselnden Perspektiven erleichtern es, Verständnis für die jeweilige Person aufzubringen. Die Figuren wurden facettenreich ausgearbeitet, sodass sie ein authentisches Zusammenleben abbilden. Es ist nicht nur nachvollziehbar, sondern man betrachtet jede Seite für sich, sodass es nicht einfach ist, eine eigene Meinung darüber zu bilden. Die Mädchen haben jeweils ein Elternteil verloren und müssen sich nun an jemand anderes gewöhnen, der eben diese Rolle einnimmt. Während es bei Floss eine Wendung zum Guten war, trauert Lolly um ihre Mutter und kann Marie nicht an der Seite ihres Vaters akzeptieren. Erst als sie selber als Mutter eines Sohnes eine Entscheidung treffen muss, ändert sich die Abneigung gegenüber Marie.

Die Erzählweise ist einfach, aber eindringlich. Sie zeigt auf, dass es immer mehr als eine Sicht auf die Dinge gibt und das Zusammenwürfeln von Familien harte Arbeit bedeutet. Die Autorin zeichnet ihre Charaktere mit Stärken und Unsicherheiten. Ihre Entwicklung ließ mich zufrieden zurück und damit hat das Buch eine Empfehlung verdient.

Ganz anders als erwartet, nämlich viel besser!

Von: ClauDia Datum: 06.04.2015

claudiasbuchstabenhimmel.blogspot.de/

Das Buch war einerseits viel zu schnell zu Ende, andererseits war ich froh, dass die Beteiligten… zur Ruhe kamen, um es mal so auszudrücken, ohne zu spoilern.

Patchworkfamilien sind heutzutage nichts Besonderes mehr, fast schon im Gegenteil… Ray, Marie, Lolly und Floss waren eine Patchworkfamilie, bis Ray starb. Das Zusammenleben bestimmt von der Frage, wie man das Kind des Partners lieben sollte, kann... wie viel Liebe es zulässt… Zusätzlich zu einer bösen Überraschung nach Rays Tod muss Marie noch erleben, wie ihre geliebte Tochter Floss sie verlässt. Zurück bleibt Lolly, Rays Tochter, zu der sie meint, keine tieferen Gefühle entwickelt zu haben, weil Lolly sie ablehnt. Lolly lebt zudem ihr eigenes Leben mit Gabe, dem Vater des gemeinsamen Sohnes Kenny. Maries Tage ziehen sich unendlich in die Länge, das hat mir so wehgetan, nur beim Lesen.

Die Geschichte beginnt, als beide Töchter wieder nach Hause kommen, in Maries Haus. Jede mit ihrem Päckchen, welches sie zu tragen hat. Jedes Kapitel wird abwechselnd aus der Sicht einer der Frauen erzählt, von welcher erfährt man aus der Kapitelüberschrift. Und in jedem Kapitel möchte man die Beteiligten schütteln, aufrütteln, sie bitten, endlich miteinander über ihre Gefühle zu reden.

Die Autorin schafft es mit klaren und feinen aber intensiven Worten, uns die drei Hauptprotagonistinnen so nahe zu bringen, dass ich mich in jede sofort hineinversetzen konnte. Ich konnte die Zerrissenheit fühlen, die jede verspürte, wenn sie aus ihrer Sicht auf die Vergangenheit zurückschaut. Jede von ihnen tat mir so leid, diese vielen Missverständnisse, sehnsüchtige Wünsche, unerfüllte Hoffnungen, dabei hätte es so leicht sein können, oder zumindest leichter.

Ein wunderbares Buch, einzig der Klappentext täuscht ein wenig, so wie auch der Buchtitel. Das Schwesternverhältnis kommt nicht so ausdrücklich zur Sprache, wie man beidem zu entnehmen denkt. Jedenfalls habe ich es so empfunden, was meinem Lesevergnügen jedoch keinesfalls geschadet hat.

Letzte Sätze, Lolly: „Er tupft mein Gesicht mit einer Serviette ab. Sie ist hart und rau, doch anders habe ich die Liebe nie gekannt.“

Leseempfehlung, unbedingt!

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