Lieber Mr. Salinger

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„Eine Liebeserklärung an die Zeit kurz vor der digitalen Revolution und an die immerwährende Kraft der Literatur.“ The Chicago Tribune

Von ihnen gibt es Hunderte: blitzgescheite junge Frauen, frisch von der Uni und mit dem festen Vorsatz, in der Welt der Bücher Fuß zu fassen. Joanna Rakoff war eine von ihnen. 1996 kommt sie nach New York, um die literarische Szene zu erobern. Doch zunächst landet sie in einer Agentur für Autoren und wird mit einem Büroalltag konfrontiert, der sie in eine längst vergangen geglaubte Zeit katapultiert. Joanna lernt erst das Staunen kennen, dann einen kauzigen Kultautor – und schließlich sich selber.

"Eine leichtfüßige Verneigung vor der Kraft der Literatur und eine Momentaufnahme der letzten Monate vor Beginn des digitalen Zeitalters."

BRIGITTE (04. März 2015)

Aus dem Amerikanischen von Sabine Schwenk
Originaltitel: My Salinger Year
Originalverlag: Knopf
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-09158-3
Erschienen am  23. Februar 2015
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

»Man kann nicht rumrennen und der ganzen Welt seine verfluchten Gefühle zeigen« — eine Liebeserklärung an die Literatur und an die Verlage der Welt!

Von: Tina / Kill Monotony

06.02.2018

Auf dieses Buch wurde ich aufgrund der vielen positiven Meinungen aufmerksam. Und obwohl ich (noch!) nichts von J.D. Salinger gelesen hatte, entschloss ich mich, Joanna Rakoffs „Lieber Mr. Salinger“ eine Chance zu geben. Und irgendwie schaffte es dieser Roman, der viel mehr eine Erinnerung aus Rakoffs Zeit als Assistentin in einer Verlagsagentur ist, mich völlig in den Bann zu ziehen, sodass ich das Buch an zwei Abenden durchgeschmachtet hatte. Es geht um die junge Joanna Rakoff, die Mitte der Neunziger einen Job bei einer Verlagsagentur bekommt und dort mit dem Traum, selbst Autorin zu werden, anfängt Briefe zu tippen – auf einer Schreibmaschine! Die Agentur scheint in der Zeit stehen geblieben zu sein, weigert sich die Chefin starrköpfig, Computern Einzug zu gewähren. Joanna kommt sich vor wie bei einer Zeitreise, alles erscheint ihr leicht altertümlich, und doch macht ihr der Job Spaß. Eines Tages entdeckt sie in einem der zahlreichen Regale im Büro einen Autor, den sie hier nicht erwartet hat: J.D. Salinger. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie noch nichts von ihm gelesen, dennoch hat sie großen Respekt vor dieser literarischen Größe. Wenig später wird sie auch mit der Bearbeitung der Fanpost Salingers beauftragt und sie beginnt, sich mehr und mehr mit seinen Büchern zu beschäftigen und die Briefe nicht wie angeordnet mit einem Standardschreiben zu beantworten, sondern sich in die Seele der Menschen einzufühlen. Doch Rakoff erzählt in ihrem Werk nicht nur von ihrem Arbeitsleben, auch Privates fließt in ihr Werk. So erzählt sie von ihrem damaligen Freund, der selbst Autor ist – oder zumindest versucht, einer zu sein. Die Beziehung der beiden hat immer wieder Höhen und Tiefen und als Leser war mir schleierhaft, wie sie es miteinander aushalten. Die Beziehung zu ihren Eltern ist auch nicht allzu positiv, bekommt sie doch zum Geburtstag einen Haufen Rechnungen geschenkt, da sie jetzt einen richtigen Job hat und diese nun selbst bezahlen kann. Dass Joannas halbes Gehalt bereits für die Miete drauf geht, davon wissen ihre Eltern nichts. Auch sonst erscheint sie sehr schweigsam, ihre Welt dreht sich nur um die Literatur und ihre Arbeit. Obwohl in diesem Buch nicht allzu viel passiert, hat Joanna Rakoff es doch geschafft, mich zu fesseln. Die Dialoge, die Telefonate mit Salinger, die Fanpost – all das hat diesen Roman zu einem perfekten literarischen Leckerli gemacht. Wenn Joanna relativ am Ende die Bücher Salingers endlich liest und entdeckt, dass diese einfach grandios sind, gibt es einen kleinen Gänsehaut-Moment, und selbst ich, die die Bücher nicht gelesen hat, kann dieses Gefühl nachvollziehen. Joanna, die in ihrer bisherigen literarischen Laufbahn nur eher „schwere Kost“ gelesen hatte und den Grundsatz verfolgte, dass Literatur sie fordern, nicht unterhalten soll, hatte sich gezielt von Salingers vermeindlicher Unterhaltungs-Literatur ferngehalten. Doch seitdem sie die Fanpost las und ihn persönlich kennenlernte, wurde das Feuer der Neugierde, die sie empfand, immer weiter geschürt. Fazit: Dieses Buch ist eine kleine Liebeserklärung an die Literatur. Steht hinten drauf, aber man kann es nicht anders sagen. Joanna Rakoff nimmt uns mit auf eine Zeitreise, die keine ist – in die Welt ihrer Agentur. Wir lernen ihre Arbeit kennen und ebenso ihre Liebe zu den Büchern. Während ihr Privatleben ein einziges Chaos ist, sie aufgrund ihrer Unterbezahlung schon beim Essen sparen muss, verfolgt sie heimlich weiterhin ihren Traum – Gedichte zu veröffentlichen. Ein wunderbares kleines Buch für ein paar gemütliche Stündchen auf dem Sofa.

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Ein Jahr mit Salinger

Von: Das Echo vom Alpenrand

29.08.2017

Fazit Eine autobiografische Erzählung, die weit über eine Hommage an J.D. Salinger hinausgeht und alle diejenigen neugierig machen sollte, die seine Werke bisher noch nicht gelesen haben.

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Vita

Nach ihrem Studium an renommierten amerikanischen Universitäten stürzte sich Joanna Rakoff in die Welt der Literatur. Sie arbeitete als Kritikerin für die „New York Times“, die „Los Angeles Times“ und die „Vogue“ und veröffentlichte einen Roman („A Fortunate Age“), der zahlreiche Auszeichnungen erhielt. Joanna Rakoff lebt in Cambridge, Massachusetts.

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Sabine Schwenk

Sabine Schwenk, 1964 geboren, studierte Romanistik und Philosophie und übersetzt zeitgenössische Literatur aus dem Englischen und dem Französischen, darunter Bücher von Céline Curiol, Elizabeth Gilbert, Anne Tyler und Jeanette Winterson.

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Zitate

"Das sprüht geradezu von Liebe für Literatur"

NDR, "Das gemischte Doppel", Annemarie Stoltenberg (24. Februar 2015)

"Eine faszinierende Liebeserklärung an die Literatur"

Elle, Juni-Heft 2015

"Eine neue, humorige Annährung an J.D.Salinger"

InStyle, März-Ausgabe (20. Februar 2015)

""Lieber Mr. Salinger" erzählt von alter und junger Kultur, von Liebe und Lebensträumen, Selbsterkenntnis und dem Erwachsenwerden. Ein Roman zum Verschlingen."

Hamburger Abendblatt (11. März 2015)

"Ein Muss nicht nur für Salinger-Fans, sondern für alle, die Literatur lieben und heimlich davon geträumt haben, diese Liebe zum Beruf zu machen."

Aachener Nachrichten/ Aachener Zeitung (11. April 2015)

" Eine Liebeserklärung an die (gerade noch) vordigitalen Zeiten. Für Fans von Salinger ebenso geeignet wie für jene, die ihn noch nicht kennen."

Die Presse am Sonntag (A) (26. April 2015)

""Lieber Mr. Salinger" ist eine süffig geschriebene Ode auf die Literatur und, wenn man so will, auf eine Zeit, in der Bücher noch keine Dateien auf Kindles waren."

kulturnews mit citymag Hamburg (02. März 2015)

"Eine lohnende Lektüre auch für jeden, der den 'Fänger im Roggen' bis jetzt noch nicht gelesen hat."

Westdeutsche Zeitung, Annette Krohn (13. Februar 2016)