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Lily und der Oktopus

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€ 14,99 [D] inkl. MwSt.
CHF 18,00*
(* empf. VK-Preis)

eBook (epub) ISBN: 978-3-641-18558-9

Erschienen: 17.04.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Lily lebt seit zwölf Jahren in Los Angeles. An der Seite des Drehbuchautors Ted hat sie eine großartige Zeit verbracht. Viele Abenteuer haben die beiden gemeinsam bestanden, so manche Herausforderung gemeistert, und nichts konnte sie je voneinander trennen. Lily ist eine Dackeldame, und sie ist die witzigste und charmanteste Begleiterin, die es für Ted nur geben kann. Doch dann wird Lily schwer krank – und auch wenn Ted weiß, dass er kaum eine Chance hat, zieht er in den Kampf gegen seinen ärgsten Feind: den Tod, der sie bedroht. Ted und Lily begeben sich auf ihre letzte große gemeinsame Reise – und Ted begreift, dass die Liebe uns mitunter allen Mut abverlangt, den wir haben ...

»Steven Rowley hat eine Geschichte geschrieben, die uns mitten ins Herz trifft!«

Publishers Weekly

Steven Rowley (Autor)

Steven Rowley stammt aus Portland, Maine, und ist tätig als Schriftsteller, Kolumnist und Drehbuchautor. Derzeit lebt er in Los Angeles. "Lily und der Oktopus" ist sein erster Roman, der in Amerika hymnisch gefeiert und von Buchhändlern und Lesern geliebt wurde.

»Steven Rowley hat eine Geschichte geschrieben, die uns mitten ins Herz trifft!«

Publishers Weekly

»Wunderbar geschrieben, fein und klug beobachtet und ungeheuer berührend. Dieses Buch kann man nicht aus der Hand legen.«

Graeme Simsion, Autor des Bestsellers "Das Rosie Project"

»Mein Lieblingsbuch in diesem Jahr: unglaublich komisch und ebenso herzzerreißend. Sie werden weinen, und Sie werden es lieben!«

Patrick Ness, Autor von "Sieben Minuten nach Mitternacht"

Aus dem Amerikanischen von Sibylle Schmidt
Originaltitel: Lily and the Octopus
Originalverlag: Simon & Schuster

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-18558-9

€ 14,99 [D] | CHF 18,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Goldmann

Erschienen: 17.04.2017

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

[Gelesen] Lily und der Oktopus

Von: Janine Amberger Datum: 05.09.2017

https://poesielos.blog/

Eine traurige Gewissheit, die man fast bei einem Haustier hat: Irgendwann wird man es auf seinem letzten großen Abenteuer begleiten müssen, denn die meisten Haustiere werden von Herrchen und Frauchen überlebt. Dieser Gewissheit muss sich auch Ted nach zwölf gemeinsamen Jahren mit seiner geliebten Dackeldame stellen, als er eines Tages einen Oktopus auf ihrem Kopf entdeckt. Keine leichte Lektüre vom Thema her, aber Steven Rowley gelingt es in Lily und der Oktopus hierfür genau die richtigen traurig-schönen Worte zu finden!

„So viele Abenteuer haben wir zusammen erlebt. Und ich fand jedes einzelne großartig.“ – S. 303

Lily, Ted und der Andere

Seit zwölf Jahren gibt es eine Konstante im Leben von Ted: Die Dackeldame Lily. Mit ihr zusammen hat er so manche Höhen und Tiefen gemeistert und die beiden haben ihre ganz eigenen Rituale. Donnerstags wird zum Beispiel über Männer geredet, wodurch sich Ted auch so genau an den Wochentag erinnert, an dem er eine unschöne Entdeckung macht – auf Lilys Kopf sitzt ein Oktopus! Dieser Eindringling gehört dort nicht hin und so fängt zuerst die lange Wartezeit bis zum Montag mit dem nächstmöglichen Termin beim Tierarzt an. Denn das der Oktopus weg muss, ist für Ted sonnenklar.

Von einem der auszog, einen Oktopus zu erlegen

Der Oktopus ist etwas, dass einem vielleicht im Klappentext und auf den ersten paar Seiten irritiert. Diese leicht fantastische Note muss man im ersten Moment einfach so hinnehmen, da dies für Ted die beste Möglichkeit ist mit der Situation umzugehen. Für den Leser und ihn ist von Anfang an klar, dass es sich hier um keinen echten Oktopus, sondern einen Krebstumor handelt. Durch den fast unweigerlich unheilvollen Unterton dabei finde ich es rückblickend aber umso schöner, dass Ted dem Eindringling eine andere Rolle zuweist. Denn ein Oktopus scheint doch gleich viel eher besiegbar als das Untier Krebs, oder? Und kampflos will Ted seine Lily auf keinem Fall hergeben.

Der rote Ball

Die Geschichte von Ted und Lily setzt zwar an dem Abend ein, an dem der Oktopus das erste Mal bemerkt wird, aber zwischendurch erfahren wir in Rückblenden von dem gemeinsamen Leben der Beiden, z. B. ihre erste Begegnung. Man merkt an diesen Stellen, aber auch zum Ende hin, sehr deutlich, dass Steven Rowley hier nichts ihm unbekanntes schreibt: In Lily verbirgt sich auch viel von Rowleys gleichnamiger Dackeldame, deren Tod die Inspiration für diese Geschichte lieferte.

Es gibt immer wieder etwas fantastische Szenen und Unterhaltungen zwischen Ted-Lily-Oktopus, welche die Geschichte einerseits auflockern und andererseits sehr gut den langen Weg zur Einsicht bei Ted dokumentieren. Dabei gibt es einige Symbole, über die man im Verlauf immer wieder stolpert – der rote Ball, das Lieblingsspielzeug von Lily, ist eines davon, und ersetzt im Verlauf gekonnt den sonst typischen roten Faden der Geschichte.

„Der Tod. Der Tod ist das ganz große Abenteuer. Aber jetzt nicht. Das größte Abenteuer, unser größtes Abenteuer, ist der Kampf ums Überleben.“ – S. 222

Es war schön, einmal einen Roman über das innige Verhältnis von Mensch und Haustier zu lesen, und das es dann auch noch über einen Hund, mehr noch einen Dackel geht… das war gleichzeitig toll und schrecklich. Rowley trifft die Charakterisierung dieser Hundeart einfach perfekt. Einige Szenen haben mich sehr an unseren letzten Hund erinnert, sodass ich das Buch immer wieder zur Seite legen musste. Der (Galgen-)Humor und Kampfwille von Ted, die Akzeptanz seiner Gefühle durch seine Umwelt und die trotz allem positive Note am Ende machen aus diesem eigentlich tieftraurigem Buch ein traurig-schönes Fest dieser besonderen Freundschaft. Nicht nur für Dackelliebhaber ein wahres Kleinod und eine große Empfehlung!

Steven Rowley: "Lily und der Oktopus"

Von: Liesa Datum: 01.06.2017

fruehlingsmaerchen.wordpress.com

„Lily und der Oktopus“ erzählt die humorvolle aber auch sehr emotionale Geschichte von Ted und Lily, die viel mehr als nur Haustier und Haustierbesitzer füreinander sind. Die beiden leben zusammen wie ein altes Ehepaar, führen ernsthafte (und auch nicht so ernsthafte) Gespräche, essen Pizza oder spielen Monopoly. Der gemütliche Alltag der beiden wird erst dann aus Tür und Angel gerissen, als Ted etwas oktopusförmiges an Lilys Kopf entdeckt und realisiert, dass die Zeit der beiden bald ein Ende nehmen könnte.

Anfangs war ich etwas perplex, mit welcher Selbstverständlichkeit der Autor die Gespräche zwischen Hund und Mensch in die Handlung mit einfließen ließ, wie Lily fast schon personifiziert wurde. Dabei ist das gar nicht so wunderlich, denn gerade Hunde – die treusten Seelen, die man sich wohl nur vorstellen kann – haben so viele menschliche Züge an sich. Wir hatte früher selber eine Hündin, sie hieß Blacky, und sie war viele viele Jahre meine allerbeste Freundin. Alle Geheimnisse konnte ich ihr anvertrauen, ohne befürchten zu müssen, sie würde sie ausplaudern, ich konnte mit ihr toben, aber auch stundenlang auf dem Boden liegen und sie nur hin und wieder streicheln, während ich ihr irgendwelche selbsterfundenen Quatschgeschichten erzählte oder sie mit meinen Problemen nervte. Ich glaube, wenn man als Kind selber nie einen Hund bzw. generell ein Haustier gehabt hat, kann man viele der Gedanken der Haustierbesitzer überhaupt nicht nachvollziehen. Ich will nicht behaupten, dass man den Protagonisten aus „Lily und der Oktopus“ nur dann versteht, wenn man selber mal einen Hund hatte oder immer noch hat, aber ich glaube schon, dass die Gefühlswelt von Ted in dem Fall leichter zugänglich ist. Lily’s Geschichte hat mich zu sehr an die meiner eigenen Hündin erinnert, weswegen mir viele der Situationen direkt ans Herz gingen.

Nicht nur, dass Lily sprechen kann, auch der Oktopus bekam eine Stimme. Gegen Ende gab es einen ganzen Teil, bei dem ich mir nicht sicher war, ob man ihn rein metaphorisch deuten sollte oder ob das möglicherweise nicht sogar schon magischen Realismus darstellen könnte. Für mich war diese Seereise mitunter fast der emotionalste und kraftvollste Part, obgleich er so skurril war und sich – leider – so schrecklich unreal anfühlte.

In dem Buch geht es aber nicht nur um das Abschiednehmen und die Trauer um den Verlust, sondern Ted blickt auch auf viele schöne (aber auch nicht so schöne) Episoden aus seiner Vergangenheit mit Lily zurück. Dadurch versteht man die Beziehung und die Liebe, die die beiden füreinander empfinden, noch so viel besser. Dabei drückt Steven Rowley an keiner Stelle absichtlich auf die Tränendrüse oder macht das ganze unnötig kitschig. Zum Schluss sind die beiden einem so sehr ans Herz gewachsen, dass die Tränen von ganz alleine fließen.

Wer Lust auf ein traurigschönes Buch hat, in dem Freundschaft und Tierliebe ganz groß geschrieben werden, der sollte unbedingt zu „Lily und der Oktopus“ greifen. Das Buch trifft einen mitten ins Herz, ob man will oder nicht, und bietet darüber hinaus viele witzige aber auch traurige Dialoge. 4.5/5

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