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Little Dog und ich Roman

Kundenrezensionen (12)

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-17311-1

Erschienen: 14.12.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch

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Zugelaufen und nie mehr losgelassen

Dr. Lucy Peterman ist eine geachtete Chirurgin, die ihre Patienten mit Mitgefühl und Leidenschaft durch schwerste Krankheiten begleitet. Doch das war vor dem Unfall. Bevor ihr Ehemann und ihr ungeborenes Kind von ihr gerissen wurden. In einem Teufelskreis aus Trauer und Wut gefangen, zieht Lucy sich immer weiter zurück. Bis ihr eine fremde Hündin im Park zuläuft. An Little Dogs Seite beginnt Lucy, sich ihren Ängsten zu stellen, öffnet zaghaft ihr Herz für neue Beziehungen – und vielleicht sogar für die Liebe …

Ann Garvin (Autorin)

Ann Garvin arbeitete als Krankenpflegerin, während sie ihre Doktorarbeit in Psychologie schrieb. Heute ist sie Professorin für Gesundheit und Ernährung an der Universität von Wisconsin und gibt Kurse für kreatives Schreiben. »Little Dog und ich« ist ihr erster Roman im Diana Verlag.

Aus dem Amerikanischen von Jutta Swietlinski
Originaltitel: The Dog Year
Originalverlag: Berkley

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-17311-1

€ 8,99 [D] | CHF 11,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Diana

Erschienen: 14.12.2015

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Ein wunderschönes Buch mit Weisheit und Humor

Von: Mikka Liest Datum: 30.12.2015

mikkaliest.blogspot.de

Bevor ich meine Meinung näher begründe, muss ich es einfach loswerden: oh, was für ein wunderschönes, wunderschönes Buch! Herzergreifend, weise, realistisch und doch positiv, traurig und doch voller Hoffnung. Ich bin ganz hingerissen, und "Little Dog und Ich" ist defitiv eines meiner Jahreshighlights.

Ja, es gibt viele Bücher über Trauerbewältigung, viele niedliche Hunderomane und viele Bücher mit lebensweisem Humor. Aber dieses Buch hat alles auf einmal, und das in einer originellen Geschichte, die sich kein bisschen abgedroschen liest. Besonders hoch rechne ich der Autorin an, dass sich Glück und Schmerz in vollendeter Harmonie die Waage halten - dass sie der Versuchung widerstanden hat, das Leben bonbonrosa zu malen und jedem Charakter ein kitschiges Happy End zu schenken, und dabei doch die Kehrseite von Trauer und Verlust nicht vergisst: Carpe Diem. Nichts ist ewig, aber solange es dauert, kann es wunderbar sein.

Die Charaktere sind in meinen Augen perfekt, weil sie eben nicht perfekt sind.

Lucy, die Hauptfigur, ist dafür das beste Beispiel. Sie ist hochintelligent, erfolgreich und mitfühlend, aber die Trauer um ihren Mann und ihr ungeborenes Kind wirft sie vollkommen aus der Bahn. Bevor sie sich versieht, ist sie eine einsame, verbitterte Frau mit einer ernsthaften Verhaltensstörung, und als sie damit auffliegt, geht ihr Leben scheinbar komplett den Bach runter. In ihrer Verzweiflung sieht sie in grenzenloser Ichbezogenheit nur noch sich selbst, wirft Menschen fort wie Abfall und hat keinen Blick dafür, dass ihr Bruder Charlie vielleicht auch mal ihre Hilfe brauchen könnte und nicht immer nur umgekehrt. Manchmal hätte ich sie schütteln können, aber im Grunde ist sie ein liebenswerter Mensch, den der Schmerz nur zeitweise unausstehlich gemacht hat.

Dann tänzelt Little Dog wenig elegant in Lucys Leben (indem sie mit ihrem kleinen dicken Hintern in einem Zaun steckenbleibt), und auf einmal gibt es da wieder jemanden, um den sich Lucy kümmern muss. Und das löst eine wahre Kettenreaktion aus.

Auf ihrer (widerwilligen) Reise zurück ins Leben lernt Lucy viele Menschen kennen, die schnell abgestempelt werden und doch alle auf ihre Art großartig sind: Obdachlose, Alkoholiker, Magersüchtige - Menschen, die früher niemals in Lucys Bilderbuchleben gepasst hätten, werden jetzt zu Freunden. Allerdings erst, nachdem sie sich mit Händen und Füßen dagegen gesträubt hat.

Gibt es eine Liebesgeschichte? Ich zögere ein wenig, es so zu nennen, wenn zwei Menschen, die sich gerade eigentlich mit ganz anderen, für sie weltbewegenden Dingen herumschlagen müssen, sich voneinander angezogen fühlen. Wirklich, ich war skeptisch, denn Lucy war noch so in ihrer Trauer um ihren Mann gefangen, dass mir der Gedanke, sie können eine neue Beziehung anfangen, geradezu ungesund erschien! Aber die Autorin umschifft den Kitsch und schreibt eine schnörkellose Annäherung, die mehr auf misstrauischer Hoffnung beruht als auf rosaroter Verliebtheit. Die Liebe heilt nicht magischerweise alle Wunden. Lucy ist immer noch ein schwieriger Mensch.

Gut, ich gebe zu, gegen Ende gibt es doch eine Dosis Kitsch. Aber auch eine Dosis Trauer, ein schmerzvolles "Oh!" beim Lesen. Doch auch in dieser Trauer liegt eine gewisse positive Erfüllung - nicht alles wird gut, aber vieles. Und dieses viele ist einfach wunderbar.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin beherrscht das volle Register der Emotionen, ohne jemals, meiner Meinung nach, ins Melodrama abzurutschen. Besonders der Humor hat mich sehr angesprochen, und die tierischen Charaktere sind schlichtweg zum Niederknutschen.

Die Geschichte hat mich nicht mehr losgelassen, da ich mit allen wichtigen Charakteren mitgefiebert und mit Spannung verfolgt habe, wie sich die Dinge für sie entwickeln.

Fazit:
"Little Dog und ich" war für mich ein unwiderstehliches, süchtig machendes Buch über Trauer, Hoffnung, Liebe, Schmerz und die volle Bandbreite des Lebens. Die Charaktere fand ich unglaublich lebendig und glaubhaft, den Schreibstil aufwühlend, bewegend und dennoch humorvoll, und ganz nebenher hat das Buch noch eine ganz entzückende Hundedame zu bieten, die mein Herz im Sturm erobert hat.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Little Dog

Von: Themistokeles Datum: 21.11.2016

themis100000buecher.blogspot.de

Ein bisschen schade, denn dort haben mich Klappentext und Titel dieses Buches einfach fehl geleitet, Little Dog spielt keine so große Rolle in diesem Buch, wie ich es mir erhofft hatte. Little Dog ist zwar vielleicht der Charakter, der den Anstoß gibt, dass die Dinge langsam in Bewegung kommen, aber doch hätte ich mir sehr gern noch ein bisschen mehr Rolle von diesem kleinen Hund gewünscht.

Letztendlich muss man aber trotzdem zugeben, Hunde spiele eine nicht unwesentliche Rolle in diesem Buch, von daher hat man wenigstens nicht kaum etwas von den Hunden und mit den Hunden. Ansonsten muss ich sagen, ist es eher eine Mischung aus Liebesgeschichte und viel, was einem aufzeigt, was im Leben wirklich wichtig ist, wie man lernen kann mit seinen Problemen umzugehen, wie auch immer diese gelagert sind.

Lucy als Protagonistin war mir nicht immer sympathisch, konnte meine Sympathie aber im Verlauf der Geschichte langsam gewinnen, denn je weiter das Buch voran schreitet, desto merh verändert sie sich. In meinen Augen auch zum positiven hin. Am Anfang ist sie zu sehr in ihrer eigenen Welt, suhlt sich regelrecht darin, wie schlecht das Leben zu ihr ist, in der Situation, in die sie garaten ist. Letztendlich tauchen in diesem Buch noch so einige weitere Charaktere auf bei denen es bei manchen so war, dass ich zwischendrin ehrlich dachte, huch, was ist das denn nun für einer, aber bei dem Thema auch kein Wunder. Das Kernthema dieses Romans ist eindeutig die Trauerbewältigung, zu der Lucy geht, die Therapie, die sie miterlebt und die anderen Menschen, mit ihren Problemen, denen sie dort begegnet. Schön finde ich, dass man sofort erkennt, dass Tiere sehr wichtig für den Menschen sein können, ihm auch vor allen Dingen psychisch sehr stark helfen, wenn er es denn zulässt.

Allgemein ein sehr angenehmes Buch, das ein wenig Tiefgang hat, sogar mehr, als ich zunächst erwartet hätte und dann auch noch das Herz erwärmen kann. Ich hätte mir zwar ehrlich eine doch durchaus andere Geschichte vorgestellt, als ich das Buch zur Hand genommen habe, aber ich habe sie trotzdem sehr gern gelesen.

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